borger hat geschrieben:Pevo hat geschrieben:Es braucht eine Philosophie des Weniger. Das zu kommunizieren, fehlt der Politik der Mut. Wird sich aber ändern - ökologische Getzmäßigkeiten orientieren sich nicht an Wunschdenken.
Um das glaubhaft zu vertreten, müsstest Du aber Dein gesamtes Repertoire umschreiben. Öko-LW führt nicht zu Weniger sondern zu Mehr Ressourcenverbrauch.
Gut, auch mit diesem Wissen könnte man sich mehr Öko leisten, quasi als Luxus. Nur, dann passt die Parole „weniger Fleisch“ nicht mehr – oder womit sollte vollöko gedüngt werden und wovon sollten die Biobauern leben?
Das größte Problem: die „aufgeklärten Verbraucher“, leider beherzigen sie ihre eigenen Forderungen nicht, ansonsten wäre Öko-LW ein super Geschäft.
Zuwächse finden sich gerade mal beim Import aus fernen Ländern, beim Discounter-Billig-Bio und bei hoch verarbeiteten Fertigprodukten. Das wird kaum jemand zum Umstieg motivieren, dafür müssten die Erzeugerpreise drastisch nach oben gehen. Und das, wo die „aufgeklärten Verbraucher“ die jetzigen Preise nur ungern zahlen.
Ein Öko-Anteil von 20%, also eine Verdreifachung des Öko-Anteils, ist wegen der anhaltenden Kaufverweigerung „aufgeklärter Verbraucher“ nicht zu erreichen. Da wird ökologisches Wohlgefühl durch die ökonomische Realität geschlagen.
Ich wiederhole: Die Gesetzmäßigkeiten der Ökologie lassen sich nicht dauerhaft ignorieren. Das weiss der aufgeklärte ökologisch-ökonomisch-sozial orientierte Konsument - die Transformation ist im Gange - tausende unterschiedliche Ansätze - natürlich kann eine über Jahrhunderte (Industriealisierung) geprägte Wachstums-Gesellschaft nicht kurzfristig umgestaltet werden. Aber sie ist auf dem Weg. Die Frage ist, ob die Weltgesellschaft das 2Grad-Ziel erreicht. Dazu könntest Du und Deine Mitzweifler mit konstrukliven Ideen/Angeboten beitragen wie z.B. diese Initiative: http://regionalwert-hamburg.de/post/134 ... C3%B6glich
Dir ist sicherlich nicht entgangen, dass es eine hohe Anzahl von gutausgebildeten ökologisch-ökonomisch-sozial orientierter junger LW gibt, die die zukünftige Entwicklung der deutschen LW kritisch sehen. Ein Vertreter dieser Gruppe äußerte sich heute auf NDR info sinngemäß so:
Diese Einstellung vermisse ich hier.Wir müssen die Herausforderungen (auch die kritische Einstellung vieler Verbraucher zur konventionellen LW) einer ressourcenschonenden LW annehmen.
Die hier verbreitete These "Bio ist nicht ökologisch, umweltfeindlich (H.B.) luxus" uswusf entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Es gibt genügend positive Beispiel. Ich kenne persönlich 4 Bio-Bauern. Alle verfügen über eine hohe ökologische Kompetenz und sind Unternehmer mit guten wirtschaftlichen Ergebnissen. Alle vier sagen, dass sie zu Beginn die fachlichen Anforderungen unterschätzt hätten. Das sei u.a ein Grund dafür, das es auch weniger gute Beispiele gibt.
Borger, zeig den Konsumenten wie öko. LW geht und welche Rahmenbedingungen zu verbessern sind. Die Konsumenten werden Dir folgen. Das was ich hier teilweise höre, schreckt einfach nur ab. Du kannst diese Bemerkung in gewohnter Weise abtun - Du kannst aber auch darüber nachdenken - ich gehe davon aus, das Dir die Zukunft der LW, auch als nicht mehr ganz Junger, nicht gleichgültig ist.
an H.B.: Du musst jetzt wegen der Abschreckungsgefahr nichts beitragen - ich kenne das schon

