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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Do Dez 10, 2015 7:49

Pevo hat geschrieben:http://regionalwert-hamburg.de/post/134 ... C3%B6glich
Hab ich heute erfahren, sollte ich da investieren, was meinst Du?

Sicher eine super Geschäftsidee, also für die Macher. Die werden es schon so machen, dass die Aktionäre nicht so viel davon haben. Ist ja für einen guten Zweck (reine Vermutung).
Allerdings findet sich auf der Seite wenig Substanzielles und viele Absichtsbekundungen.
Als Erzeuger habe ich nur „De Öko-Buren“ gefunden und mal kurz gegoogelt, das Gefundene bestätigt meine Einschätzung.
2010 taten sich 5 Öko-Buren zusammen, 5 Jahre später waren es nur noch 3. Also nicht gerade der große Leuchtturm mit Signalwirkung für alle Milchbauern sondern um 40% „gesundgeschrumpft“, um dem winzigen Käuferpotenzial der „aufgeklärten Verbraucher“ gerecht zu werden.
Weiter halten es diese Öko-Buren für wichtig, mich auf ihrer ansonsten arg informationsarmen Webseite darauf hinzuweisen, dass sie eigene Stromversorgung aus Photovoltaik betreiben.
Allerdings habe ich da den Verdacht, sie beschwindeln ihre Kunden und melken heimlich mit strahlendem Atomstrom aus Brokdorf während sie ihren selbsterzeugen Öko-Flatterstrom vollständig auf Kosten der Allgemeinheit im öffentlichen Netz entsorgen.

Pevo hat geschrieben:Dann muss man an den Rahmenbedingungen arbeiten. Wozu haben wir denn Ziele in der Nachhaltigkeitsstrategie?

Wieso und welche Rahmenbedingungen ändern, wenn doch die „aufgeklärten Verbraucher“ das Zeug einfach nicht kaufen wollen? Sollten wir etwa Flüchtlinge zu Einkaufsbegleiter für „aufgeklärte Verbraucher“ ausbilden, die ihnen Fehlgriffe beim Einkauf mit orientalischer Gründlichkeit austreiben? Ich fürchte, dann will urplötzlich niemand mehr „aufgeklärten Verbraucher“ sein und diese Maßnahme erweist sich dadurch als nutzlos.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Do Dez 10, 2015 8:12

ymmd :klee:
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Do Dez 10, 2015 8:44

Hamburg setzt auf den regionalen Flughafen

Hamburg Airport: So viele Passagiere wie nie
http://www.shz.de/hamburg/hamburg-airpo ... 65911.html

Regional abfliegen, nachhaltig und spaßig.
Der aufgeklärte Verbraucher weiß schon, warum er günstige Lebensmittel kauft, dann kann er zwei, drei Mal im Jahr Bananen, Orangen und Co regional genießen.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Dez 10, 2015 9:45

Pevo hat geschrieben:@ Luv
Pevo, du hast immer noch kein Beispiel nennen können, wo der einzelne Bürger derart die Nachhaltigkeit umzusetzen hat, wie die Landwirtschaft es tun soll.

Alle Akteure unserer Gesellschaft (Staat, Bürger, Unternehmen/Landwirte) agieren mit Ausnahme (?) krimineller Vertreter auf Basis geltenden Rechts. Hier sehe ich keine unterschiedlichen Anforderungen an Bürger und Landwirte bzgl. Teilnahme am Nachhaltigkeitsprozess. Insofern ist die Frage nicht richtig gestellt. Aber ich verstehe was Du meinst. Darauf komme ich in Kürze zurück, Du darfst mich gerne erinnern. Die nächsten Tage habe ich wenig Zeit für LT.
PS. Ich habe heute morgen eine Wanderung durch Wald und Feld gemacht. Meine Frage: Wissen wir überhaupt noch worüber wir hier theoretisieren – haben wir nicht irgendwie den Bezug zu dem verloren, was uns trägt?
Gruß – bis die Tage.


Frische Luft, insbesondere Landluft hat immer schon zu nachhaltigen Gefühlen angeregt! :wink:
Gesetze sind das Eine, Emotionen und Diffamierung das andere. Wenn innerhalb geschlossener Ortschaften 50km/h vorgeschrieben ist, dann muss man sich dran halten. Wenn einige Bürger meinen, dass 25km/h besser wäre, dann können sie eine Initiative starten, um das zu ändern.
Wenn Bauern Tiere nach geltendem Recht halten, dann ist das erstmal ok, wenn man aber medial über Jahre diese Tierhalter in eine Tierquälerische, Umweltzerstörende und Geldgierige Ecke stellt, dann sehe ich da einen gewissen Widerspruch hinsichtlich der Gleichheit vor dem Gesetz. Dennoch wird medial weiter gemacht, öffentlich nachgelegt und Nitrat und Monsanto aufgesattelt. Dann noch Methan und Weltklima hinzugefügt und Fleischreduzierung daran gekoppelt. So und nun erzähl mir noch mal, wo hier der Verbraucher in gleicher oder ähnlicher Weise gegängelt und öffentlich angeklagt wird. 82 Millionen lassen sich von ca. 300.000 deutschen Landwirten ernähren.....und es werden täglich weniger, warum wohl? Die 82 Millionen werden gebraucht, um den Motor Ressourcenverbrauch aufrecht zu halten. Deshalb wird der Ablasshandel mit der Ernährung getroffen, damit wird alles abgegolten und man kann ruhigen Gewissens wieder in den Flieger oder auf das Kreuzfahrtschiff steigen.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Do Dez 10, 2015 10:26

Pevo hat geschrieben:@ Luv
Pevo, du hast immer noch kein Beispiel nennen können, wo der einzelne Bürger derart die Nachhaltigkeit umzusetzen hat, wie die Landwirtschaft es tun soll.

Alle Akteure unserer Gesellschaft (Staat, Bürger, Unternehmen/Landwirte) agieren mit Ausnahme (?) krimineller Vertreter auf Basis geltenden Rechts. Hier sehe ich keine unterschiedlichen Anforderungen an Bürger und Landwirte bzgl. Teilnahme am Nachhaltigkeitsprozess. Insofern ist die Frage nicht richtig gestellt. Aber ich verstehe was Du meinst.
Bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit geht die Bundesregierung von dem mündigen Bürger aus und verzichtet auf „Bevormundung“. Die Sensibilität auf politische Vorschläge konnte man besonders deutlich am Beispiel des „veggi day‘s“ sehen. Da gab es auch im LT wenig „Begeisterung“. Obwohl der Nachhaltigkeitsrat die Bundesregierung aufgrund zahlreicher Zielverfehlungen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zum verstärkten Handeln auffordert, reagiert diese kaum – setzt weiter auf Dialog und Freiwilligkeit aller Akteure. Ich sehe aus dieser Perspektive keine Anforderung an die LW, d. h. um hier am Thema zubleiben: Keine Forderung zur ökologischen LW, keine Forderung bzgl. hoher Viehdichte. Ich kenne mich in weiteren Details nicht aus – wo siehst Du Umsetzungszwänge außer den gesetzlichen Vorgaben aus Umwelt- und Tierrecht (u.w.?).
Der Druck bzgl. „Massentierhaltung“, Chemikalieneinsatz, Antibiotikaeinsatz kommt aus der Bevölkerung. Ein großer Teil der Menschen will eine Veränderung verschiedener LW-Produktionsmethoden. – Ist das so unverständlich. Die Leistungen der LW sind an der hohen Verfügbarkeit von kostengünstigen Lebensmitteln an der Ladentheke erkennbar. Für die Produktion wird in D ca. 50% der Landesfläche genutzt (Im- und Export ausgeklammert). Diese Kulturlandschaft ist allgegenwärtig und vermittelt vielfach den Eindruck von Monokultur. Von Artenvielfalt in Fauna und Flora ist da in bestimmten Regionen nicht viel zu sehen. Weidende Kühe verschwinden aus der Kulturlandschaft. Dann sieht der Bürger (in den Medien) vollautomatische Produktionsstätten (Viehställe, Schlachtbetriebe, Arbeitnehmerrechte z.B. bei Tönnies). Dass der Bürger diesen Teil der LW nicht will, spricht doch nur für ihn - für sein Gefühl für die Lebenswelt. Das haben mE auch die beiden FS-Sendungen mit Tim Melzer gezeigt.
Auch in anderen Wirtschaftsbereichen reagiert der Bürger, s. Produktionseinbruch bei VW. Ich verzichte auf eine Auflistung von Maßnahmen und Verhaltensänderungen. Zugegeben, es handelt sich in den meisten Fällen um Nischeeffekte, die reichen nicht aus. Aber es sind Anfänge (nicht nur in D), die zeigen, dass der Bürger sich nicht nur auf die LW konzentriert.
Deine spaßgesellschaftliche Kritik würde ich auch auf die LW richten. Wie sieht es mit dem Pferdesport aus. Ich sehe hier im Speckgürtel eine hohe Pferdedichte incl. der fast täglichen An- und Abreisen der Besitzer (Mach da mal ne Gesamtökologische Bilanz und Vergleich die mit den Kreuzfahrtschiffen. Anderes Beispiel. Wir haben früher mit den Kindern mehrfach Ferien auf einem Hof im Bay. Wald verbracht (konv.,ca 20 Kühe, Anbindehaltung, Milchleistung 4.500l). Die Kinder waren morgens und abends mit Begeisterung im Stall, tagsüber durften sie mit dem Bauern auf dem Trecker mitfahren – Futter von der Wiese holen. Gute Erinnerungen . Kinder waren teilweise selbst mit ihren Kindern dort. Ich bin letztes Jahr ebenfalls nach langer Zeit hingereist. Der Sohn hat mittlerweile übernommen, 25 Kühe, Milchleistung 8.000l, keine Anbindehaltung, laufen im gleichen Stall (Begriff?) Vergrößerung des Tierbestandes mit neuem Stall geplant, Ferienwohnungen und Gästezimmer deutlich erhöht, 4 Sterne). Macht alles einen professionellen Eindruck - Ich hab mich da sauwohl gefühlt, fahre wieder jährlich 1 Wo hin. Worauf ich hinaus will: Kinder waren heute kaum an den Kühen interessiert, dafür gab es eine große Anzahl von „Spieleinrichtungen“, Riesenpark von Kunststoff-Fahrzeugen für die Kinder, Heuboden nur für die Kinder, weitere indoor-Spielmöglichkeiten, Fitnessraum mit diversen Geräten für Erw. (mach da mal ne Gesamtökologische Bilanz und verglich die mit den Kreuzfahrtschiffen). Das sind Elemente der Spaßkultur, da sind neben dem Bürger auch LW beteiligt. Das ist ein gesamtgesell-schaftliches Problem. Spaß, Wellness uswusf bilden einen erheblichen Teil des BIP. Wir sollten uns nicht gegenseitig Vorwürfe machen. Das auf Überflusswohlstand basierende Wirtschaftssystem muss verändert werden, dazu müssen alle beitragen – eben Transformation. Erfolgsaussichten: ???? Alternative: erkenne ich nicht.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Welfenprinz » Do Dez 10, 2015 10:37

Muss ein Chirurg sich in seiner Arbeit danach richten wie ich seine Arbeitswelt emotional erlebe und bewerte? Weil ich mal Hackethal buchstabiert habe und nun aufgeklärter,mündiger Patient bin?
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Dez 10, 2015 10:46

Pevo, du bist in deinem "Drama" wie es bei James Redfield "Die Prophezeiungen von Celestine" heißt, gefangen. Du verklärst die Welt der Vergangenheit wie die Mehrheit der Bürger. Es gibt wohl kaum ein Land, dass so vielfältig ist, wie Deutschland, das erklären immer wieder Menschen, die lange Jahre im Ausland gelebt haben. Monokulturen in diesem Lande zu finden, dass ist schon eine Kunst. Ok, das immergrüne Allgäu könnte so ein Bereich sein, wird aber als bäuerlich verklärt und geliebt.
Es ist bezeichnend, dass deine Argumentation ebenso emotional wie verallgemeinernd davon ausgeht, das die Bevölkerung eine Transformation will. Ich erkenn keinen einzigen Indikator dafür, du siehst sie überall.
Das mit der Pferdehaltung habe ich ja schon Seitenweise im Pferdeforum formuliert und sehe es wie du. ich rechne sie aber nicht der Landwirtschaft zu, das wurde im thread schon kampfeslustig erwidert... :mrgreen:
Pferdehaltung ist Spaß, der von einigen EX Landwirten ausgenutzt wird um Einkommen zu generieren, das fällt für mich eindeutig nicht unter Landwirtschaft, sondern unter Ressourcenverschwendung Spaßeshalber. Es ist aber definitiv nicht der Landwirtschaft anzulasten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Do Dez 10, 2015 10:56

Welfenprinz hat geschrieben:Muss ein Chirurg sich in seiner Arbeit danach richten wie ich seine Arbeitswelt emotional erlebe und bewerte?

Aber sicher. Zudem haben unabhängige Experten festgestellt, das Desinfektionsmittel nicht nur unnötig sondern auch schädlich für das Klima sind. Wenn wir nicht bis spätestens 2050 alle schädlichen Desinfektionsmittel durch umweltfreundliche Brennnesseljauche ersetzt haben, werden wir den Klimawandel verpassen. Das hat der Chirurg zu beachten, wenn nicht, dann trägt er die volle Alleinschuld am verpassten Klimawandel.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Do Dez 10, 2015 11:10

Im letzten Absatz hat er doch sauber argumentiert, die LW sieht natürlich auch an der Spassgesellschaft ihr Einkommenspotential, wird auch doch schon seit vielen Jahren gepredigt. Und gerade im Alpenvorland, ist der Melker auch Gastronom, Strassenräumer, Skilehrer und Boutiquebesitzer in einer Person, der möglicherweise übers Jahr noch bei BMW arbeitet. Hier bei uns gehen Schulkinder ein und aus. Die bringen noch Kumpel mit und tüdeln was rum. Kommt öfters vor, dass dann wildfremde Kinder mitten zwischen den Abkalbenden am Strohverteilen sind. Meine Beobachtung, die wenigsten "Stadtkinder" kommen wegen Trecker, sondern wegen Hund Katz Kuh und Kalb, fragen und bekommen direkt von mir ohne Umschweife Antworten. Und wenn was behandelt/operiert wird oder was notgeschlachtet werden muss um das ungeborene Kalb zu retten, dann dürfen die dabei bleiben, wenn sie wollen.
Und sie kommen wieder und nach Jahren zeige ich noch die Kuh die erfolgreich behandelt wurde, oder das Kalb was gerettet wurde.
Dafür aber lass ich mich dann Tag für Tag, besonders in der Adventszeit von den Medien rund um die Uhr beschimpfen....
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Dez 10, 2015 11:22

xyxy hat geschrieben:Im letzten Absatz hat er doch sauber argumentiert, die LW sieht natürlich auch an der Spassgesellschaft ihr Einkommenspotential, wird auch doch schon seit vielen Jahren gepredigt. Und gerade im Alpenvorland, ist der Melker auch Gastronom, Strassenräumer, Skilehrer und Boutiquebesitzer in einer Person, der möglicherweise übers Jahr noch bei BMW arbeitet. Hier bei uns gehen Schulkinder ein und aus. Die bringen noch Kumpel mit und tüdeln was rum. Kommt öfters vor, dass dann wildfremde Kinder mitten zwischen den Abkalbenden am Strohverteilen sind. Meine Beobachtung, die wenigsten "Stadtkinder" kommen wegen Trecker, sondern wegen Hund Katz Kuh und Kalb, fragen und bekommen direkt von mir ohne Umschweife Antworten. Und wenn was behandelt/operiert wird oder was notgeschlachtet werden muss um das ungeborene Kalb zu retten, dann dürfen die dabei bleiben, wenn sie wollen.
Und sie kommen wieder und nach Jahren zeige ich noch die Kuh die erfolgreich behandelt wurde, oder das Kalb was gerettet wurde.
Dafür aber lass ich mich dann Tag für Tag, besonders in der Adventszeit von den Medien rund um die Uhr beschimpfen....


Du bist ja nicht gemeint, es sind nur die Bösen gemeint......deine Kollegen! :mrgreen:
Das ist auch so ein merkwürdiges Paradoxon, dass immer wieder gesagt wird, dass es natürlich auch die Guten gibt, und man selber auch einen kennt oder früher kannte. Sie wissen aber komischerweise immer alles von und über die "Schlechten", den Umweltverschmutzern und Tierquälern und das nur aus den Medien, nie aus der Realität....
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Dez 10, 2015 11:37

Zitat Pevo: "Ein großer Teil der Menschen will eine Veränderung verschiedener LW-Produktionsmethoden. – Ist das so unverständlich."

DAS eben stelle ich seit Jahren in Frage. Es ist kein großer Teil, es ist der laute Teil. Umfrageergebnisse sollen einen großen Teil suggerieren. Mediale Dauerbeschallung und deren Einschaltquoten sollen dies seit Jahren unterstützen. Allein der nachzuweisende, berechenbare, anschaubare und verifizierbare tägliche Beleg an deutschen Ladenkassen zeigt doch die Wahrheit. Wie lange noch will man das ignorieren und das Gegenteil behaupten? Warum ist die deutsche Landwirtschaft so im Visier der intellektuellen Bevölkerungsschichten? Ich kenne nur eine plausible Antwort: Die Rechtfertigung für die Fortsetzung dekadenter Lebensweise! Nichts anderes kann es bedeuten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon T5060 » Do Dez 10, 2015 13:23

Die Branche "Landwirtschaft" geht in Auflösung auf, komischerweise auch größere BIO Betriebe. Ich weis nicht mehr wo ich erst anfangen soll.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon H.B. » Do Dez 10, 2015 13:51

Pevo hat geschrieben: Tierrecht

... gibt es nicht, und das ist auch gut so, denn es würde voraussetzen, dass Tiere den auch Menschen Rechte zugestehen würden - aber das können sie nicht.
Ein großer Teil der Menschen will eine Veränderung verschiedener LW-Produktionsmethoden. – Ist das so unverständlich.

Dazu müssten sie aber auch bereit sein, die Folgen dieser Veränderung zu tragen, und nicht die daraus resultierenden negativen Folgen durch Importe zu egalisieren.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Welfenprinz » Do Dez 10, 2015 14:11

borger hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Muss ein Chirurg sich in seiner Arbeit danach richten wie ich seine Arbeitswelt emotional erlebe und bewerte?

Aber sicher. l.


gut.
ärgerlich ist dann im nachhinein natürlich nur , dass ich 2 Jahre Lehre und 3 Jahre Studium investiert habe.ist ja verschwendete Zeit, wenn mir vom Verbraucher gesagt wird, wie ich meine Landwirtschaft zu machen habe.
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Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Do Dez 10, 2015 15:06

Welfenprinz hat geschrieben:ärgerlich ist dann im nachhinein natürlich nur , dass ich 2 Jahre Lehre und 3 Jahre Studium investiert habe.ist ja verschwendete Zeit, wenn mir vom Verbraucher gesagt wird, wie ich meine Landwirtschaft zu machen habe.


Nicht ärgerlich, dankbar solltest Du sein. Diese Ausbildung, gesponsert aus dem Dunstkreis der Agrar-Lobby ist doch vollgestopft mit Falschinformationen zu deren Gunsten.
Die „unabhängige Experten“ wissen es besser und lassen Dich teilhaben an ihrem unschätzbaren Wissen um die Erzeugung exakt nach den Bedürfnissen der „aufgeklärten Bürger“ umzustellen - würde Pevo sagen, der jeden Zwang zum Kauf der bestellten Waren für „aufgeklärte Bürger“ strikt ablehnt.
Das ist die gefährliche Schwachstelle an dieser Idiotie. Würden sie wirklich faire Preise, also volle Kostendeckung + angemessenen Gewinn garantieren, sähe das ganz anders aus.
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