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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon HeinzElmann » Fr Dez 11, 2015 22:22

Tja, da stellt sich wohl die Frage, was ich mit konstruktiver Kritik meine... Kleiner Tipp: Synonym für konstruktiv = "fachlich berechtigt" :wink:
Aber wenn man mit seinem Bibel-Ersatz (= NaNaSt) in der Hand alle Einwände bzgl. seines Glaubens ignoriert, verliert man schnell den Blick für die Wirklichkeit um einem herum. Wie sonst erklärt sich deine konsequente Ignoranz der fachlich berechtigten Einwände? Deine Antworten dazu interessieren mich schon seit Beginn dieses Threads, aber bisher enttäuscht du mich jedes Mal. Du scheinst ja mehr zu wissen als uns Landwirten in Lehre und Studium vermittelt wird...
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Fr Dez 11, 2015 22:28

Last uns einmal die Antworten auf meine obige Kritik (Seite 91) reflektieren.
2. Die u.a. Aussagen von Welfenprinz und borger (s.u.) sind eindeutig. Das ist legitim und wurde von mir nie angezweifelt. Dann sollte man jedoch:
- nicht so tun, als würde man primär die Welternährerfunktion erfüllen wollen.
- nicht so tun, als würde die Unternehmung als Berufung im Sinne der Gemeinwohlpflege verstanden
- die Regeln unseres pluralistischen demokratischen Systems akzeptieren, d.h. es sind auch gegensätzliche Standpunkte zulässig und für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft erforderlich
- alle Akteure des Wirtschaftssystems akzeptieren, dazu gehören u.a. die LW-Verbände mit ihren Lobbys und z.B.die NGO’s als Gegengewicht zu den ökonomischen Interessen.
- akzeptieren, dass es Gesetze bedarf, die Ökosysteme und ökonomisch Interessen in Einklang bringen
- damit rechnen und akzeptieren, das Nichtlandwirte andere Vorstellungen zu LW-Produktionstechniken entwickeln, als die gewinnorientierten Unternehmer

@Welfenprinz
Das, was ich produziere hat Absatz. das weiss ich. Landet in keinem Trocknungsturm, und keinem Interventionslager.
Damit sit meine betriebliche Rechtfertigung im Rahmen unseres Wirtschaftssystems gegeben. (solange ich keine illegalen Sachen wie Rauschgift herstelle).
Das, was ich tue muss ich mit meinem Wissen und meinem Können machen und vor mir selbst verantworten können. In Kombination damit, dass es dann auch Absatz findet (gekauft wird) ist das Thema durch. Mehr braucht es nicht.

@borger
Eigentlich ganz einfach, es geht immer um Profit.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon H.B. » Fr Dez 11, 2015 22:42

Pevo hat geschrieben:@borger
Eigentlich ganz einfach, es geht immer um Profit.

Nein, es gibt auch Grenzen. Siehe vorige Seite...
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Fr Dez 11, 2015 22:44

HeinzElmann hat geschrieben:Tja, da stellt sich wohl die Frage, was ich mit konstruktiver Kritik meine... Kleiner Tipp: Synonym für konstruktiv = "fachlich berechtigt" :wink:
Aber wenn man mit seinem Bibel-Ersatz (= NaNaSt) in der Hand alle Einwände bzgl. seines Glaubens ignoriert, verliert man schnell den Blick für die Wirklichkeit um einem herum. Wie sonst erklärt sich deine konsequente Ignoranz der fachlich berechtigten Einwände? Deine Antworten dazu interessieren mich schon seit Beginn dieses Threads, aber bisher enttäuscht du mich jedes Mal. Du scheinst ja mehr zu wissen als uns Landwirten in Lehre und Studium vermittelt wird...

Ein weiteres Beispiel für einen destruktiven Dialog. Warum geht es nicht ohne persönliche Abgriffe gegen abweichende Meinungen. Konstruktiv wäre Dein Beispiel dann gewesen, wenn Du Deinen Synonymkatalog vollständig gepostet hättest. Der Duden nennt Folgendes:
aufbauend, brauchbar, förderlich, fruchtbar, nutzbringend, nützlich, produktiv, schöpferisch, tauglich, von Nutzen, wertvoll, wirksam; (gehoben) ersprießlich, gedeihlich, hilfreich; (Papierdeutsch) sachdienlich, zweckdienlich

Wäre es nicht besser gewesen, Du hättest auf diesen Beitrag verzichtet und stattdessen ein Beispiel für eine konstruktive Kritik an unserem nicht nachhaltigen Produktions - und Konsumverhalten gegeben. Das hätte vielleicht auch einen Einblick in die Selbstkritikfähigkeit ermöglicht.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon HeinzElmann » Fr Dez 11, 2015 23:42

Ich wüsste zwar nicht, welchen Sinn eine Aufzählung von allen möglichen Synonymen es für den Kontext meines Beitrages hätte haben sollen, aber vielleicht bemerkst du den kleinen Hinweis in meinem Synonyms ja noch.

Pevo hat geschrieben:Wäre es nicht besser gewesen, Du hättest auf diesen Beitrag verzichtet und stattdessen ein Beispiel für eine konstruktive Kritik an unserem nicht nachhaltigen Produktions - und Konsumverhalten gegeben. Das hätte vielleicht auch einen Einblick in die Selbstkritikfähigkeit ermöglicht.

Diese beiden Sätze muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Sie sagen sehr viel über dein Diskussionsverhalten aus und dass du deinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wirst. Da beanspruchst du noch folgendes für dich
Pevo hat geschrieben:die Regeln unseres pluralistischen demokratischen Systems akzeptieren, d.h. es sind auch gegensätzliche Standpunkte zulässig
, lässt aber selbiges in deiner Frage nicht zu! Muss jetzt jeder deine Kritik teilen? Vielleicht bin ich ja gar nicht der Meinung, dass unser Produktions- und Konsumverhalten nicht nachhaltig ist :wink:
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Sa Dez 12, 2015 7:42

H.B. hat geschrieben:Beispiel: Bei aktueller Marktlage könnte ich über Bio (Halbierung der Produktion) den Gewinn verdoppeln bis verdreifachen. Nur mein Anstand, und mein Gewissen lassen diese Produktionsweise nicht zu. Meine Seele ist nicht käuflich. Ich bin stolz auf meine Milchqualität, und die ökologische Produktionsweise. Beides würde sich unter Bio zwangsläufig verschlechtern, und die Hauptleidtragenden wären meine Tiere. Mach ich nicht - vorher hör ich auf.


Das ist eine individuelle Grenze. Bei anderen stellt sich diese Frage gar nicht erst, weil deren individuelle Grenze schon beim Gedanken an Milchkuhhaltung mit 2 x täglich melken weit überschritten ist.
Jeder bewegt sich da frei im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber den Profit brauchen alle, darum ging es mir eigentlich nur.
Dieses für Verwerflich erklären, nur weil „böser“ Profit damit gemacht wird ist hochgradig Verlogen und ganz sicher nicht selbstlos. Letztlich geht es immer darum, durch Diffamierung etwas anderes zu fördern, mit dem dann andere noch mehr Profit machen. Das ist dann „guter“ Profit, der wird nicht mehr beanstandet. Man sollte zwischen ehrlichen und verlogenen Profit unterscheiden, dann sieht die Sache ganz anders aus.

HeinzElmann hat geschrieben:Subventionen sind mMn auch der falsche Ausdruck. Ausgleichszahlungen trifft es schon eher :wink:

Man kann es gern als Subventionen bezeichnen, dann muss man es auch mit anderen Subventionen vergleichen und kann nicht willkürlich ein Sondermitbestimmungsrecht für die LW daraus konstruieren.
Subventionen und ihre Nutznießer:
Agrarsubventionen, soweit sie die Lebensmittelerzeugung betreffen:
Alle Konsumenten dieser Lebensmittel, die sie dafür günstiger erhalten. Also geschätzter Anteil der Begünstigten 99,9999%.
Subventioniert wird vieles, aber dieser hohe Anteil an Begünstigten wird nirgendwo erreicht.
Ökostrom
Flugverkehr
Kreuzfahrer
Neuwagen
Kultur
Usw.
Da fällt die Zahl der Begünstigten bis in den einstelligen Prozentbereich und die Begünstigung pro Kopf erreicht horrende Summen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Sa Dez 12, 2015 8:13

wenn ich mal kurz unterbrechen darf, es sieht so aus, als wenn die Pariser Beschlüsse auf einen grossen Kapitaltransfer hinauslaufen, einen echten Trend gegen einen fiktiven Klimawandel sehe ich jedenfalls nicht. Arme Länder werden Zugang zu diesen Transferleistungen bekommen, woraus die Geberländer sich die Erschliessung weiterer Märkte erhoffen. In Deutschland könnte das , ist meine Meinung, auf eine deutliche Erhöhung der Mehrwertsteuer hinauslaufen um auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik abdecken zu können.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Sa Dez 12, 2015 9:15

xyxy hat geschrieben:wenn ich mal kurz unterbrechen darf, es sieht so aus, als wenn die Pariser Beschlüsse auf einen grossen Kapitaltransfer hinauslaufen, einen echten Trend gegen einen fiktiven Klimawandel sehe ich jedenfalls nicht. Arme Länder werden Zugang zu diesen Transferleistungen bekommen, woraus die Geberländer sich die Erschliessung weiterer Märkte erhoffen. In Deutschland könnte das , ist meine Meinung, auf eine deutliche Erhöhung der Mehrwertsteuer hinauslaufen um auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik abdecken zu können.

Das ist sicherlich ein wichtiges Thema.Mein Vorschlag: Lasst uns das in der nächsten Woche in einem eigenen thread (z.B. Klimagipfel in Paris und seine Folgen ö.ä.) abhandeln. Hier lenkt er von aktuellen Thema ab.
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Sa Dez 12, 2015 9:20

Lasst uns einmal die Antworten auf meine obige Kritik (Seite 91) reflektieren.

3. Hauptfeststellung bisher, sinngemäß: Landwirtschaft (inkl. des Konsums der Produkte) ist ein Element unseres Wirtschaftssystem, das legitimerweise gewinnorientiert handelt. Landwirtschaft greift dabei zwangsläufig in Ökosysteme ein und verändert diese.
Auf meinen Hinweis,
dass die landwirtschaftlichen unternehmerischen Tätigkeiten durch Gesetze begrenzt werden, die den Schutz der Umwelt gewährleisten sollen (was offensichtlich nicht in allen Fällen gelingt, s. Nitrat, Artenreduzierung)

antwortet Todde
Anscheinend bist Du wirklich nicht in der Lage Fakten zu verstehen oder willst es einfach nicht! …. Artensterben? Schreibt man immer dazu, wo es gerade passt, Klimawandel oder Landwirtschaft...

Versuchen wir es erneut mit Fakten: Was ist falsch an folgender Aussage des Bundesamtes für Naturschutz, einer Institution unserer pluralistischen demokratischen Gesellschaft, wozu auch der DBV gehört:

Von den ca. 340.000 Pflanzenarten auf der Erde sind rund 30.000 für den Menschen potenziell nutzbar, rund 7.000 werden derzeit in irgendeiner Weise vom Menschen genutzt. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich das Spektrum genutzter Kulturpflanzenarten und besonders der genutzten Sorten stark reduziert. Heutzutage spielen für die menschliche Ernährung weltweit nur rund 150 Arten eine bedeutendere Rolle. Mit nur 30 Pflanzenarten wird derzeit nahezu der gesamte Kalorienbedarf der Weltbevölkerung erzeugt, sie liefern 95 % der pflanzlichen Nahrungsmittel. Die Ernten von nur drei "Haupternährern" - Weizen, Reis und Mais decken 50 % des weltweiten Energiebedarfs der Menschheit.
Von den ca. 340.000 Pflanzenarten auf der Erde sind rund 30.000 für den Menschen potenziell nutzbar, rund 7.000 werden derzeit in irgendeiner Weise vom Menschen genutzt. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich das Spektrum genutzter Kulturpflanzenarten und besonders der genutzten Sorten stark reduziert. Heutzutage spielen für die menschliche Ernährung weltweit nur rund 150 Arten eine bedeutendere Rolle. Mit nur 30 Pflanzenarten wird derzeit nahezu der gesamte Kalorienbedarf der Weltbevölkerung erzeugt, sie liefern 95 % der pflanzlichen Nahrungsmittel. Die Ernten von nur drei "Haupternährern" - Weizen, Reis und Mais decken 50 % des weltweiten Energiebedarfs der Menschheit.
Die Gründe für den Verlust von Agrarbiodiversität sind vielfältig. Die moderne Landwirtschaft hat durch Intensivierung, Rationalisierung, Spezialisierung und Konzentration der Produktion maßgeblich zur Verringerung der biologischen Vielfalt bei Kultur- wie bei Wildpflanzen in Deutschland beigetragen. Wirkungen auf die biologische Vielfalt sind dabei von den Veränderungen bei Düngung, Pflanzenschutz, Fruchtfolgen und Flurbereinigung ausgegangen. Besonders die Nivellierung der Anbausysteme sowie der Einsatz von einigen wenigen Hochleistungssorten führte zum Artenverlust. Alte Sorten sind oftmals nicht oder nicht mehr geschützt und damit nicht mehr handelbar. Der Austausch des Saatguts und die notwendige züchterische Weiterbearbeitung der Sorten wird hierdurch wesentlich eingeschränkt. Neben dem Sortenschutz bedingt auch die Einhaltung von Produktionsstandards und die Teilnahme an Qualitätsmanagementsystemen eine Vereinheitlichung der angebauten Sorten und Bewirtschaftungsweisen.



Bitte keine Verweise auf Schwächen/Fehlverhalten in anderen Bereich (die sind mir hinlänglich bekannt). Bitte kurz und bündig: Welche Informationen sind falsch?
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon H.B. » Sa Dez 12, 2015 9:43

Es gibt nicht nur noch tausende überflüssige Unkrautarten - was in diesem Bericht scheinbar nicht erwähnt wurde, sind überflüssige Ungeziefer-, Pilz-, und Keimarten.

Landwirtschaft greift dabei zwangsläufig in Ökosysteme ein und verändert diese.

Logisch. Schon Jahrtausende. Das Ergebnis ist die heutige Kulturlandschaft, und auch die Städte. Ohne Landwirtschaft hätte die Veränderung einer Landschaft zur Stadt nie statt gefunden, und ein Pevo wäre aufgrund der Orientierungslosigkeit schon als Spermium abgestorben. Ohne Landwirtschaft gäbe es auch keine Landwirtschaftsgegner.
Zuletzt geändert von H.B. am Sa Dez 12, 2015 9:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Sa Dez 12, 2015 9:45

Anfang des 21. Jahrhunderts waren zwischen 1,5 und 1,75 Millionen Arten beschrieben, davon rund 500.000 Pflanzen.[41] Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich bei diesen nur um einen Bruchteil aller existierenden Arten handelt. Schätzungen gehen davon aus, dass die Gesamtzahl aller Arten der Erde deutlich höher ist. Die weitestgehenden Annahmen reichten dabei Ende der 1990er-Jahre bis zu 117,7 Millionen Arten; am häufigsten jedoch wurden Schätzungen zwischen 13 und 20 Millionen Arten angeführt.[42][43] Eine 2011 veröffentlichte Studie schätzte die Artenzahl auf 8,7 ± 1,3 Millionen, davon 2,2 ± 0,18 Millionen Meeresbewohner; diese Schätzung berücksichtigte allerdings nur Arten mit Zellkern (Eukaryoten), also weder Bakterien noch Viren.[44]

Über die Gesamtzahl aller Tier- und Pflanzenarten, die seit Beginn des Phanerozoikums vor 542 Mio. Jahren entstanden, liegen nur Schätzungen vor. Wissenschaftler gehen von etwa einer Milliarde Arten aus, manche rechnen sogar mit 1,6 Milliarden Arten. Weit unter einem Prozent dieser Artenvielfalt ist fossil erhalten geblieben, da die Bedingungen für eine Fossilwerdung generell ungünstig sind. Zudem zerstörten Erosion und Plattentektonik im Laufe der Jahrmillionen viele Fossilien. Forscher haben bis 1993 rund 130.000 fossile Arten wissenschaftlich beschrieben.[45]
wiki
auf welcher Zahlenbasis wollen wir nun weiterdiskutieren?
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Sa Dez 12, 2015 9:48

Pevo hat geschrieben:Dann sollte man jedoch:
- nicht so tun, als würde man primär die Welternährerfunktion erfüllen wollen.

Es lässt sich nicht vollständig entkoppeln, weil wir tagtäglich Lebensmittel aus der ganzen Welt verbrauchen und auch Lebensmittel in alle Welt exportieren. Das ist Wirtschaft. Eine moralische Verpflichtung der LW, selbstlos arme Negerkinder in Afrika zu versorgen sehe ich nicht. Wenn es profitabler ist, nachwachsende Rohstoffe anzubauen, dann wird es auch gemacht.
Eine kleine Internet-Recherche macht es schnell deutlich: die „aufgeklärten Verbraucher“ kämpfen fanatisch gegen nachwachsende Rohstoffe und verlangen von der LW die Rolle des selbstlosen Welternährers. Denn ohne gehen ihre Kalorienverteilungspläne nicht mehr auf. Freilich, Verantwortung übernehmen und die Zeche selbst zahlen – das lehnen sie auch hier strikt ab.
Pevo hat geschrieben:- die Regeln unseres pluralistischen demokratischen Systems akzeptieren, d.h. es sind auch gegensätzliche Standpunkte zulässig und für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft erforderlich
- alle Akteure des Wirtschaftssystems akzeptieren, dazu gehören u.a. die LW-Verbände mit ihren Lobbys und z.B.die NGO’s als Gegengewicht zu den ökonomischen Interessen.

Unterschied Lobby – NGO?
Demokratie und NGOs, die diese für sich selbst strikt ablehnen?
Zudem kennt die Demokratie einen Minderheitenschutz, nur die LW wird als Freiwild ausgenommen. Wer derart böswillig diffamierend über einige andere Minderheiten herziehen würde, der säße dafür im Knast. Gegen die LW gibt es noch das Bundesverdienstkreuz als Belohnung obendrauf.
Pevo hat geschrieben:- akzeptieren, dass es Gesetze bedarf, die Ökosysteme und ökonomisch Interessen in Einklang bringen

Gibt es schon. Wer weitere Gesetze will, der muss auch deren Nutzen belegen und das können die „Experten“ irgendwie immer nicht.
Pevo hat geschrieben:- damit rechnen und akzeptieren, das Nichtlandwirte andere Vorstellungen zu LW-Produktionstechniken entwickeln, als die gewinnorientierten Unternehmer

Wir sind (noch) ein freies Land, in dem auch Nichtlandwirte ihre anderen Vorstellungen im Rahmen der bestehenden Gesetze verwirklichen dürfen. Nur, zu sehen ist davon nicht viel, diese „aufgeklärten Nichtlandwirte“ möchten selbst keine Verantwortung für ihre „Vorstellungen“ übernehmen sondern nur die LW unter fadenscheinigem Vorwand unterjochen. Das ist (noch) durch unseren demokratischen Rechtsstaat nicht abgedeckt.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon H.B. » Sa Dez 12, 2015 9:56

borger hat geschrieben:Eine kleine Internet-Recherche macht es schnell deutlich: die „aufgeklärten Verbraucher“ kämpfen fanatisch gegen nachwachsende Rohstoffe und verlangen von der LW die Rolle des selbstlosen Welternährers. Denn ohne gehen ihre Kalorienverteilungspläne nicht mehr auf. Freilich, Verantwortung übernehmen und die Zeche selbst zahlen – das lehnen sie auch hier strikt ab.

Was sie darüber hinaus auch noch strikt ablehnen, sind Lebensmittel-Exporte. Und weil sie es mit den Armen auch noch ganz gut meinen, unterstützen sie die täglich durch den Luftfracht-Import von tausenden Tonnen Gemüse, und Südfrüchten. Millionen Tonnen Palmfett, Kaffee, Kakao, Baumwolle, Rosen etc. werden auch noch importiert, um die Ärmsten der Armen zu unterstützen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Sa Dez 12, 2015 10:03

In Ergänzung zu meinem letzten Beitrag ein Zitat aus dem Nationalen Aktionsplan
zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Was ist falsch an den Informationen? Bitte den letzten Abschnitt nicht übersehen und Toddes Antwort auf meinen Hinweis nicht vergessen.
Ausgangslage im Bereich der biologischen Vielfalt
Biologische Vielfalt – kurz auch Biodiversität
genannt – hat einen intrinsischen Wert, der von
wirtschaftlichen Betrachtungen unabhängig zu
sehen ist. Biodiversität ist jedoch zudem auch eine
existenzielle Grundlage für das menschliche Leben:
Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen sind
Träger des Stoffkreislaufs – sie reinigen Wasser und
Luft, sorgen für fruchtbare Böden und ausgegliche
nes Klima, sie dienen der menschlichen Ernährung
und Gesundheit und sind Basis und Impulsgeber
für zukunftsweisende Innovationen. Nur eine
intakte Natur ermöglicht heutigen und zukünftigen
Generationen eine hohe Lebensqualität, u. a. durch
natürliche Produkte und erholsame Landschaften,
die gleichzeitig auch Wurzel der regionalen Identität
der Menschen sind. Biodiversität ist also ein unersetzlicher
Bestandteil des Naturkapitals. Durch sie
können Ökosysteme wie auch Produktionsflächen
eine hohe Aufnahmekapazität und Regenerationsfähigkeit
aufrechterhalten. Sie unterstützt essentiell
die Wirtschaft und Gesellschaft bei der Nutzung von
Natur und Landschaft. Die Landwirtschaft nutzt
neben Dienstleistungen der Agrarökosysteme die
Biodiversität nicht zuletzt in Form eines breiten
Spektrums an Nutzpflanzen und Nutztieren und
deren genetischer Ressourcen.
In der Agrarlandschaft wird die biologische Vielfalt
in ihrer Ausprägung durch die ökologische Flächen
ausstattung (z. B. das Vorhandensein von Feldge
hölzen, Blühstreifen, Gewässerrandstreifen etc.),
aber maßgeblich auch durch die Art und Weise der
landwirtschaftlichen Nutzung bestimmt. Pflanzen
schutzmaßnahmen gehören zu dieser Nutzung und
damit zu den die Biodiversität beeinflussenden Faktoren,
weil sie direkt oder indirekt auf Lebewesen
in der Agrarlandschaft einwirken. Wildkräuter und
Insekten werden durch sie im Bestand beeinflusst,
was sich z. B. auf die Verfügbarkeit von Nahrung für
viele Wildtiere auswirkt. Seit Jahrzehnten wird parallel
zur auf Ertrags- und Effizienzsteigerung konzentrierten
Entwicklung der Landwirtschaft und
des Pflanzenschutzes mit Steigerung der Produktivität
auch ein flächiger und anhaltender Rückgang
der biologischen Vielfalt beobachtet, der wegen des
Strukturwandels in der Landwirtschaft viele Arten
der Agrarlandschaft betrifft.
Viele früher häufige Arten der Feldfluren sind selten
geworden oder in anhaltend starkem Rückgang
begriffen. Die von der Bundesregierung beschlossene
Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt
will diesen anhaltenden negativen Trend bis 2020
umkehren. Sie beschreibt Ziele und Maßnahmen
dazu zählt auch der in der Nationalen Biodiversitätsstrategie
sowie der Agrobiodiversitätsstrategie
erwähnte Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen
Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.
[url]Vom ökologischen Landbau ist dabei unter anderem
durch das Verbot chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel
und vielfältige Fruchtfolgen ein wertvoller Beitrag zur
Wiederherstellung der Biodiversität in der Kulturlandschaft zu erwarten[/url]
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Sa Dez 12, 2015 10:16

Pevo hat geschrieben:In Ergänzung zu meinem letzten Beitrag ein Zitat aus dem Nationalen Aktionsplan
zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Was ist falsch an den Informationen? Bitte den letzten Abschnitt nicht übersehen und Toddes Antwort auf meinen Hinweis nicht vergessen.
[url]Vom ökologischen Landbau ist dabei unter anderem
durch das Verbot chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel
und vielfältige Fruchtfolgen ein wertvoller Beitrag zur
Wiederherstellung der Biodiversität in der Kulturlandschaft zu erwarten[/url]



Chemisch-synthetisch ist nur ein Hinweis auf das Herstellungsverfahren ohne jegliche Aussage über die Umweltverträglichkeit. Wie z.B. erreichen Biozugelassene Schwermetallbrühen und gefährliche Nervengifte auf pflanzlicher Basis die hier behaupteten Eigenschaften?
borger
 
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