Ja, in der oberstufe war es das noch. Ökologie als Fach der Biologie. War toll.
heute ist es Politik.
Aktuelle Zeit: Di Mär 03, 2026 17:15
Pevo hat geschrieben:Die letzten Beiträge (es geht hier immer noch um Artenvielfalt): Der übliche hilflose Stil sich an Fakten vorbeizuhangeln.
Die Berechnungen der Indikatoren werden m.E vom Statistischen Bundesamt durchgeführt, die Methoden sind öffentlich. Wenn es da fehlerhafte Ansätze gibt - warum weist ihr das Amt nicht darauf hin?
Eine daraufhin vorgenommene Korrektur würde mich überzeugen.
Pevo hat geschrieben:Lacy Laplante hat geschrieben:Ich habe nicht die Absicht, dem lw-Fachmann vorzuschreiben, was er tun sollte. Ich bewerte die Auswirkungen lw Aktivitäten anhand wissenschftlich anerkannter Fakten und nationaler Ziele. Dieser kleine Unterschied wird hier immer wieder übersehen - methodisch.
Ich bin z.B kein Befürworter großer Viehbestände und plädiere für ein Reduzierung des Fleischkonsums. Die dbzgl. weitere Entwicklung wird durch einen demokratischen Prozess entschieden, der sich an den ökologischen Systembedingungen orientiert, ohne dass es jedem Bürger bewusst wird. An dem Prozess nehmen LW über Ihre Verbände weiterhin teil - das Ergebnis werden sie aber nicht
Lacy Laplante hat geschrieben:
Allerdings solltest du bei A anfangen und nicht bei Z. Wenn am A wie Anbaufläche die Ökologisierung der Welt schon scheitert, warum noch über Z sprechen?
Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt legt fest, dass mit Hilfe
von Indikatoren eine zusammenfassende Erfolgskontrolle vorgenommen
werden soll
Das Indikatorenset dient auch der Information der interessierten Öffent
lichkeit.
Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat)
vom Dezember 2013 wurde in der EU-27 im Jahr 2011 eine Fläche von
insgesamt 9,6 Millionen Hektar im Ökolandbau bewirtschaftet. Bezogen
auf die landwirtschaftliche Nutzfläche der einzelnen EU-Länder war im
Jahr 2012 der höchste Anteil der Ökolandbaufläche wieder für Österreich
zu verzeichnen (18,6 Prozent), gefolgt von Schweden (15,8 Prozent), Est
land (14,9 Prozent) und Tschechien (13,1 Prozent).
Ursachen des vergleichsweise schwachen Anstiegs der Ökolandbau-
flächen in Deutschland können unter anderem in der Konkurrenz um
Pachtflächen und -preise – auch in Zusammenhang mit dem Anbau
von Biomasse für Biogasanlagen – gesehen werden. Die Nachfrage nach
Bioprodukten als Lebensmittel wächst kontinuierlich und in starkem
Maße.
Zielwert
Erhöhung des Flächenanteils mit ökologischem Landbau auf 20
Prozent der LF
»
Kernaussage
Zwar nehmen die Flächen mit ökologischem Landbau kontinuierlich zu (5,8 Prozent Flächenanteil im Jahr 2012).
Das 20-Prozent-Ziel ist jedoch bei weitem noch nicht erreicht. Es ist beabsichtigt, die Rahmenbedingungen für
den Umstieg auf den ökologischen Landbau so zu gestalten, dass in den nächsten Jahren die Fläche des ökologi
schen Landbaus auf 20 Prozent der LF steigen kann.
Lacy Laplante hat geschrieben:Das ist ja alles schön und gut....
Auch ich habe eine Zeit "Bio" gekauft. Auch Fleisch. Ich bin auf den Quark der NGOs hereingefallen. Aber durch die extrem gegenteilige Darstellung, auch hier aus dem Forum, habe ich das Zeug derer die Bio für nachhaltiger und "besser" für die NaturTM halten, geprüft.
Angefangen bei den Grundlagen der Pflanzenproduktion und der Tierhaltung. Den Erträgen und den biologischen Leistungen der Tiere. Und siehe da: Bio kann nicht nachhaltiger sein wie vernünftige Landwirtschaft, da der Input pro erzeugter Einheit Nahrungsmittel(meinetwegen eine Tonne Getreide oder 1kg Fleisch oder aber Fläche) bei vernünftiger Landwirtschaft wesentlich geringer sind.
xyxy hat geschrieben:wenn die Ökolandwirtschaft auf 20% steigen soll, dann haben die grosse Viehbestände und grosse Flächen, denn die Bauern kannst du nicht vermehren. Ein Grossteil ist Ende 50 Anfang 60 und sind 2020 dem Ruhestand nahe. Nachwuchs Fehlanzeige. Die Industrielle landwirtschaft hat in der Ökoszene längst Einzug gehalten: Monokulturen mit grossen Maschinen und vielen mechanischen Arbeitsgängen bei hohem Dieselverbrauch, hoher Trocknungs und Reinigungsaufwand bei Getreide. Tierhaltung in grossen Einheiten ist bei Bioeiern die Regel und wird zunehmend auch in der Öko-Milchviehhaltung und der Bio-mast umgesetzt. Bioland macht gerade Vertrag mit grossem Schweinehalter. Gemüse aus kilometerlangen Gewächshäusern mit gesteuertem Pflanzenwachstum über Kunstlicht und unter Einsatz von Biopestiziden ebenfalls längst etabiliert. Wenn sich das jetzt noch mal mit politischer Unterstützung (Geld) vervierfachen soll, bitte, entsprechen kapitalstarke Investoren (beschreibst du ja selber) werden sich dort finden wo mit niedrigen Kosten (Lohn/Boden) produziert werden kann. Was dieses jetzt mit deinem Nachhaltigkeitsbestreben noch zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht
Lacy Laplante hat geschrieben:Das ist ja alles schön und gut....
Auch ich habe eine Zeit "Bio" gekauft. Auch Fleisch. Ich bin auf den Quark der NGOs hereingefallen. Aber durch die extrem gegenteilige Darstellung, auch hier aus dem Forum, habe ich das Zeug derer die Bio für nachhaltiger und "besser" für die NaturTM halten, geprüft.
Lacy Laplante hat geschrieben:................
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Lacy Laplante hat geschrieben:Uli,
Mit Input meine ich den Ressourceninput ganz generell. Dazu zähle ich auch den Boden.
Der Ertragsunterschied zb lässt sich beim BMELV nachlesen. Ein Mehraufwand bei der vernunftsorientierten Landwirtschaft ist im Bereich Pflanzenschutzmittel und (mineralischer) Düngung. Dort können sicherlich viele Betriebe noch optimieren, was Nachhaltigkeit angeht.
Allerdings hat der Bioanbauer einen höher Aufwand zb. bei der mch. Unkrautbekämpfung. Oder ist das schon die Artenvielfalt?![]()
Nun, mit direkten weiteren Quellen kann ich dir nicht spontan dienen, da ich das ganze Zeugs selbst durchgearbeitet habe, nachdem mir starke Zweifel an den Aussagen der Ökoprediger kamen. Sie kamen mir aufgrund von Forderungen nach einer 100%igen biologischen Landwirtschaft.
Ulikum hat geschrieben:Lacy Laplante hat geschrieben:................
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mit solchen Betriebsvergleichen sollte man vorsichtig umgehen, hier geht es um Betriebswirtschaftliche Zahlen, höhere Erträge bedeuten nicht automatisch mehr Nachhaltigkeit.
Aber ich sehe aber das du dich mit dem Thema beschäftigst, bei so manchen hat eine Veränderung der persönlichen Lebensumstände schon ein Gesinnungswandel bewirkt. Oftmals nicht nachhaltig sondern situationsbedingt. Eine Aussage die ich nicht negativ besetzt verstanden haben möchte.
Bei Predigern und dogmatischen Äußerungen würde ich immer Vorsicht walten lassen.
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