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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Do Apr 07, 2016 8:15

Welfenprinz hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben: Eine Landwirtschaft als Aktionsfeld der Agrarindustrie,


Diese Formulierung empfinde ich persönlich als beleidigend.
Aber nun gut, das ist meine Befindlichkeit. Muss sich ja keiner nach richten.

Ist auch nicht so gemeint.

. Er ignoriert den weitreichenden Nachweis der Verbreitung der Pestizide in diversen Ökosystemen. .


Welfenprinz hat geschrieben:ja, der Mensch hinterlässt mit seinem handeln Spuren in der Umwelt. Das ist so.
Mit Autoabgasen, Waschmitteln, Pflanzenschutzmitteln und PC-Tastaturflammschutzmitteln................

Wo fängt man an, wo hört man auf. Betrachtet man das gesamt, oder sucht man sich gezielt einzelne Bereiche raus.

1972 – Club of Rome – Grenzen des Wachtums. Wir haben die damaligen Hinweise unterschätzt bzw. nicht verstanden und eine Entwicklung unterstützt, deren negative Auswirkungen uns, bzw. den Jüngeren und den folgenden Generationen auf die Füße fallen. Da gibt es keine Schuldzuweisungen. Ärgerlich und mE unverantwortlich wird es, wenn man die heutigen Missstände ignoriert oder verharmlost.
http://www.footprintnetwork.org/images/ ... /world.png

Welfenprinz hat geschrieben:Wir sollten lernen dazu zu stehen, dass dem so ist. Allen Menschen Nahrung zur Verfügung stellen zu können, ist Humanismus.
Das hält die Erde aus. Die hat noch viel mehr ausgehalten.

Was ist denn in dieser Formulierung „die Erde“? Ein Klumpen irgendwie gearteter anorganischer Materie oder ein komplexes System physikalischer-chemischer-biologische-geistiger Wechselwirkungen? Ich denke es geht eher in die Richtung der zweiten Beschreibung. – Der Mensch hinterlässt Spuren? Das meine ich mit Verharmlosung der menschlichen Wirkungen - sicherlich nicht böse gemeint. – Sicher, der Mensch und jedes andere Wesen wird die Erde irgendwie verändern. Aber jedes Wesen kann nur unter bestimmten Milieu-Bedingungen existieren. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir diese Bedingungen mit einem Business as usual (und danach sieht es zZ noch aus) so verändern, dass folgende Generation es mit unvorhersehbaren Risiken zu tun haben werden. Im ungünstigsten Fall würde das zur vollständigen Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen führen. Dieses Szenario zu verhindern, erfordert ein Vorsorgeprinzip, das die Weltgemeinschaft mit der Agenda 2030 aktualisiert hat.
Welfenprinz hat geschrieben:Allen Menschen Nahrung zur Verfügung stellen zu können, ist Humanismus.

Das ist richtig und dem zur Folge auch Ziel der Agenda 2030! Um humanistisch handeln zu können, braucht es Milieu-Bedingungen/Ökosysteme die das ermöglichen. Wir sind jedoch dabei, diese weiter zu zerstören (s. Bemerkung unten). – Der Klumpen irgendwie gearteter anorganischer Materie wird das aushalten – unsere Enkel auch?
Bemerkung: Pestizide sind geschaffen, um bestimmte Organismen zu zerstören, die in Konkurrenz zu Nutzpflanzen stehen – wenn man so will, in Konkurrenz zum betrieblichen Gewinn. Jährlich werden weltweit Millionen t in die Ökosysteme eingespeist. Die bleiben nicht auf dem Acker. Die kann man mittlerweile in zahlreichen Ökosystemelementen nachweisen. Und jährlich kommen Millionen t hinzu. Sie reduzieren die biologische Vielfalt. Die Zulassungsverfahren beschäftigen sich nicht mit diesen Wirkungen, oder? - Aber man kann sich darüber informieren. - und mit seinen Kindern/Enkeln darüber sprechen, ob wir/sie das wollen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Do Apr 07, 2016 8:31

Pevo hat geschrieben:Die kann man mittlerweile in zahlreichen Ökosystemelementen nachweisen. Und jährlich kommen Millionen t hinzu. Sie reduzieren die biologische Vielfalt. Die Zulassungsverfahren beschäftigen sich nicht mit diesen Wirkungen, oder? - Aber man kann sich darüber informieren. - und mit seinen Kindern/Enkeln darüber sprechen, ob wir/sie das wollen.


Die Zulassungen beschäftigen sich mit den Auswirkungen, kein Mittel bekommt eine Zulassung in Deutschland/ der EU, dass sich nicht abbaut.

Was den Einsatz der Wirkstoffe betrifft so muss man sagen, die Ökoindustrie mit der Hausdämmung ist hier zum Problem geworden, hemmungslos werden dort Fungizide, Insektizide und Herbizide in die Fassadenfarben eingemischt und bleiben löslich, ein 6 Parteien Mehrfamilienhaus mit geförderter Fassadendämmung setzt Wirkstoffe frei bei Regen, die landen in der Regel in Regenwasserkanälen und dann entweder in Versickerungsschächten oder in Rückhaltebecken ohne die Chance abgebaut zu werden.

Das haben die Ökofanatiker damals übersehen und machen sich den Fehler heute zu nutze, in dem man diese Rückstände der Landwirtschaft in die Schuhe schieben kann.
Die Landwirtschaft hat vor 25 Jahren aktiv und mit großen Anstrengungen daran gearbeitet diese zu minimieren, damals haben großflächige Studien ergeben, dass mehr Wirkstoffe durch falsches Anmischen und Spritze reinigen unsachgemäß in die Umwelt gelangen, wie beim Einsatz.
Das führte dann zu Anmischbehältern an der Spritze und das Verbot die Spritze am Hof zu "entleeren" oder reinigen, das muss heute auf dem Feld geschehen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Apr 07, 2016 8:32

Da war gestern so ein schöner Bericht über die Lederindustrie und deren Umweltverschmutzung und Menschenausbeutung in Indien, zu sehen.
Wir sind daran Schuld, dass die Menschen so behandelt werden, wie sie behandelt werden und wir sind daran Schuld, dass die Flüsse und das Grundwasser verseucht wurden und werden.....Deutschland rettet die Welt in dem es alle Lasten dieser Menschheit auf sich nimmt .....Amen!

Kein Wort über die notwendige Abschaffung des Kastensystems, über Korruption in den Verwaltungen oder fehlende Verantwortung der Politiker für seine Bürger, nein, wir sind Schuld, weil wir billige Schuhe aus indischem Kuhleder kaufen. Und der Hit ist dann noch, dass ein Tierschützer bemüht wird, zu unterstreichen, wie schlecht die Rinder transportiert werden.....Menschen zählen nicht in dem Land und unsere Gesellschaft springt eher auf Tierschutz an, wenn schon nicht auf Vernunft.
Langsam glaubt man echt, man lebt in einer Verblödungsgesellschaft.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Do Apr 07, 2016 8:34

Pflanzenschutzmittel schützen Nutzpflanzen (Nahrungsmittel für die Weltbevölkerung) vor Zerstörung durch konkurrierende Organismen, darüber solten wir sprechen...
siehe:
Ökonomische und soziale Basis der Nachhaltigkeit
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Apr 07, 2016 8:51

Peddar möchte die Welt retten, die anderen zerstören sie, aber er kann nur diejenigen greifen, die sich greifen lassen. Weder den Käufer bei Wallmart, den Restaurantbesucher in den Hamburger Alsterakaden, noch den Fußballfan im Volksparkstadion, noch den Fluggast am Ryanair - Schalter, noch die SUV- Fahrer oder die Veganer....eben nur die, die für die Ernährung der vorgenannten zuständig sind...warum, weiß ich auch nicht. Evtl. ist es eine Obsession?
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Do Apr 07, 2016 8:56

Pevo hat geschrieben:Mitschrift während der Fachtagung "Biologische Vielfalt durch Ökolandbau" - Alfred Toepfer Akademie

Hahaha, ein grünes Dekadenzzentrum:
Die NNA ist eine Einrichtung mit landesweiter Bedeutung. In der Naturschutzpolitik ist sie gegenüber dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, seit Februar 2013 unter Stefan Wenzel (B90/Grüne), weisungsgebunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_To ... aturschutz

Pevo hat geschrieben:Eine Landwirtschaft als Aktionsfeld der Agrarindustrie, die 2013 in Deutschland u.a mit ca. 40.000t Pestiziden 1,9 Mrd € erwirtschaftet (weltweit 38 Mrd €), wirft Fragen auf.

Industrialisierung steht für Mechanisierung und Automatisierung. So gesehen ist heute selbst der kleine Biohof ein Teil der Agrarindustrie. Denn manuell, mit der Hand melken und mit der Hacke aufs Feld will heute keiner mehr, auch nicht in Bio.
Bleibt noch die Frage der Effizienz, möglichst hohe Erträge mit möglichst geringem Aufwand, da liegt moderne Landwirtschaft klar vorn. Nur für Dekadenzbürger, die das unbedingt so haben wollen, muss auch noch Bio erzeugt werden. Eigentlich nicht weiter schlimm, wir haben Überfluss und können es uns leisten. Wirklich schlimm sind nur die, die laufend Bio bestellen und dann doch nicht kaufen. Gäbe es da nicht so viele von, wäre der Bioanteil deutlich höher oder die LW-Hetze deutlich weniger.

Pevo hat geschrieben:269 chemische Wirkstoffe in 1407 Handelsprodukten rechtfertigen für mich nicht per se den Slogan des IVA „mit Kompetenz an die Spitze“. Er ignoriert den weitreichenden Nachweis der Verbreitung der Pestizide in diversen Ökosystemen.

Eine leistungsfähige Landwirtschaft ist überlebenswichtig und Spuren von PSM eindeutig das geringere Übel gegenüber Verhungern. Nun finden wir in der Umwelt nicht nur Spuren von PSM und nicht nur in so geringen Mengen. Deren Ausstoß ist oft alles andere als überlebenswichtig und trotzdem werden sie konsequent „übersehen“, vor allem von wohlgenährten Dekadenzbürgern, die ihr eigenes Handeln lieber nicht hinterfragen.
Pevo hat geschrieben:Der IVA weist auf ein sicheres Zulassungsverfahren für Pestizide hin. Genau das wird in mehreren Veröffentlichungen bezweifelt, da es offensichtlich die Wirkung von Wirkstoffkombinationen nicht untersucht.

Ja, diese „Kritiker“ wissen alles besser - nur vormachen können sie es irgendwie nicht.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Do Apr 07, 2016 9:48

Pevo hat geschrieben:die 2013 in Deutschland u.a mit ca. 40.000t Pestiziden 1,9 Mrd € erwirtschaftet (weltweit 38 Mrd €), wirft Fragen auf. 269 chemische Wirkstoffe in 1407 Handelsprodukten

Was wollte Pevo denn überhaupt aussagen mit diesem Statement aus seinem Zettelkasten? Die Daten sind doch frei einsehbar und werden jährlich veröffentlicht (2014 ist verfügbar, hat er wieder gepennt) und ja es gibt Steigerungen im Absatz, allerdings nahezu ausschliesslich bei der Verwendung von Kohlendioxid (ca 11000t, bin mal gespannt, ob er darauf kommt :lol:, und ja, es ist inzwischen in Bier, Mineralwasser und Atemluft nachweisbar, wie schrecklich :prost: ). 1,9Mrd sind ein prächtiger Batzen, aber Deutschlands PSM Markt ist ein nahezu abgeschotteter Markt, freie Kräfte wirken da nicht. Pevo, daran sollten wir arbeiten um hier Einsparungen für die Erzeuger von Nahrungsmitteln,... ach ich lass es... 269 chemische Wirkstoffe ist definitiv falsch! Es zählen auch Organismen als Wirkstoffe, daher auch die grosse Anzahl (276 in 14)! Und in der Rangliste stehen ganz oben CO2, dann mit Abstand Glyphosat und dann Schwefel ...
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Apr 07, 2016 11:50

http://www.t-online.de/wirtschaft/energ ... tagen.html

Die 4Tagewoche bei vollem Lohnausgleich! Das Ziel von Gentechnikfreiheit, Sozialismus und Freiheit vom Sklaventum des Kapitalismus ist fast erreicht!
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Do Apr 07, 2016 21:10

borger hat geschrieben:Hahaha, ein grünes Dekadenzzentrum (Vo: Alfred Toepfer Akademie):

Es handelte sich um eine Fachtagung unter Beteiligung von LW, die ich in keiner Weise mit dekadenten Aspekten in Verbindung bringen kann. Die allgemein bekannten Probleme (sozial, ökologisch, ökonomisch) der LW im Rahmen der politischen Rahmenbedingungen wurden mM nach vorurteilsfrei diskutiert.
Das Thema der Veranstaltung „Biologische Vielfalt durch Ökolandbau ?“ war, wie man sieht, mit einem Fragezeichen versehen. Ich würde die Frage aufgrund der Vorträge mit einem an verschiedenen Stellen einzuschränkenden „Ja“ beantworten. Mehrheitliche Feststellung: Es gibt ein gesellschaftliches ökologisches Bildungsdefizit
borger hat geschrieben:Industrialisierung steht für Mechanisierung und Automatisierung. So gesehen ist heute selbst der kleine Biohof ein Teil der Agrarindustrie. Denn manuell, mit der Hand melken und mit der Hacke aufs Feld will heute keiner mehr, auch nicht in Bio.

Verlangt doch auch niemand. Auf die wiederholten Unterstellungen vergangenheitsorientierter Vorstellungen könnte verzichtet werden.
borger hat geschrieben:Bleibt noch die Frage der Effizienz, möglichst hohe Erträge mit möglichst geringem Aufwand, da liegt moderne Landwirtschaft klar vorn.

Stimmt, was die Hektarerträge angeht. Wie wird der Aufwand definiert. Gehören dazu nicht auch die Anteile der durch LW verursachte Rückgang der Artenvielfalt, N-Emissionen, Grundwasserbelastungen, Antibiotika-Resistenzen, Folgewirkungen des PSM-Einsatzes, Bodenerosionen….? Da sieht die Bilanz möglicherweise nicht mehr so positiv aus. Wichtiger Hinweis: Ich spreche hier von einem LW-Anteil, wohl wissend, dass auch für die meisten anderen Branchen das Gleiche gilt und der „Dekadenzbürger“ daran ebenfalls beteiligt ist. – Es geht hier nicht um Schuldzuweisung, sondern um die Verhinderung des Business as usual. Das schaffen wir nicht mit Rechtfertigungen des eigenen Handelns durch Verweis auf Defizite in anderen Bereichen.
borger hat geschrieben:Nur für Dekadenzbürger, die das unbedingt so haben wollen, muss auch noch Bio erzeugt werden.

Dem stimme ich nicht zu. Wir sollten die Ökologisierung der LW vorantreiben, um die Nachteile (darüber haben wir hier schon mehrfach gesprochen) der konventionellen LW zu vermeiden. Das darf nicht zu betriebswirtschaftlichen Nachteilen (im Verhältnis zur Gesantgesellschaft) der Bauern führen – das ist mM innerhalb der aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nicht zu schaffen.
borger hat geschrieben:Eine leistungsfähige Landwirtschaft ist überlebenswichtig und Spuren von PSM eindeutig das geringere Übel gegenüber Verhungern.

Das ist eine Feststellung, die ich sofort unterschreiben würde, wenn sie den Tatsachen entsprechen würde. Aber ist der jährliche Einsatz von Millionen Tonnen von Giften wirklich die optimale Alternative zum "Verhungern"?
borger hat geschrieben:Nun finden wir in der Umwelt nicht nur Spuren von PSM und nicht nur in so geringen Mengen. Deren Ausstoß ist oft alles andere als überlebenswichtig.....

Stimmt, s. meine Ausführungen oben.
borger hat geschrieben:....und trotzdem werden sie konsequent „übersehen“, vor allem von wohlgenährten Dekadenzbürgern, die ihr eigenes Handeln lieber nicht hinterfragen.

Stimmt irgendwie auch. Aber es gibt eine tendenziell wachsende Anzahl von Menschen, die unser Handel/Konsumieren sehr wohl hinterfragen. Diese Menschen werden hier mM mit Begriffen betitelt, die im Widerspruch zu Deiner o.a. Hinterfragungstheorie stehen.
Frage: Gehören Dekadenzbürger und deren Lieferanten/ Produzenten nicht irgendwie der gleichen „Kategorie“ an? – und sollten sie deshalb nicht versuchen einen Konsens zu finden?
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Do Apr 07, 2016 21:17

Pevo hat geschrieben:Das Thema der Veranstaltung „Biologische Vielfalt durch Ökolandbau ?“ war, wie man sieht, mit einem Fragezeichen versehen. Ich würde die Frage aufgrund der Vorträge mit einem an verschiedenen Stellen einzuschränkenden „Ja“ beantworten.


Da sich Dein "Wissen" auf hörensagen und Wahnvorstellungen bezieht, nehme ich Dir dein "Ja" ab.
Eine Studie mit Geldern der EU gefördert ergab dieses Ja eben nicht, die habe ich hier auch vor gut einem Jahr verlinkt.
Nur da handelte es sich Feldforschung und nicht um teure Veranstaltungen mit frei Essen und Trinken.... Das ist weniger spektakulär und für Hobby-Nachhaltiger uninteressant.

Die Biodiversität lässt sich schnell wieder erhöhen in Deutschland, einfach die ganzen Einfamilienhäuser abreißen und wieder zu Natur und Acker machen, Rosengarten sollte anfangen und das Dorf wieder zu einem natürlichen deutschen Auenwald verkommen lassen. In Wilhelmsburg kann man auch leben.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Do Apr 07, 2016 21:25

Pevo hat geschrieben:
borger hat geschrieben:....und trotzdem werden sie konsequent „übersehen“, vor allem von wohlgenährten Dekadenzbürgern, die ihr eigenes Handeln lieber nicht hinterfragen.

Stimmt irgendwie auch. Aber es gibt eine tendenziell wachsende Anzahl von Menschen, die unser Handel/Konsumieren sehr wohl hinterfragen. Diese Menschen werden hier mM mit Begriffen betitelt, die im Widerspruch zu Deiner o.a. Hinterfragungstheorie stehen.
Frage: Gehören Dekadenzbürger und deren Lieferanten/ Produzenten nicht irgendwie der gleichen „Kategorie“ an? – und sollten sie deshalb nicht versuchen einen Konsens zu finden?


Stimmt, die Anzahl dieser Menschen ist so gravierend, dass der IS das ackerbaulich ausgenutzt hat und anstatt Weizen Bio-Baumwolle für den deutschen Konsumhinterfragenden Biokunden angebaut hat.
Das führte so weit, dass es zum ersten Notfall bei der internationalen Saatgutbank geführt hat, die von den bösen Industriellen finanziert wird :roll:
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon xyxy » Fr Apr 08, 2016 5:42

Aber ist der jährliche Einsatz von Millionen Tonnen von Giften wirklich die optimale Alternative zum "Verhungern"?

Sorry, das meinst du jetzt nicht ernst? :evil:
Welch Teufel hat dich denn jetzt geritten?
Fahr hin und frag vor Ort, ist garnicht soweit , im osten der Ukraine gehts schon los, viel Spass! Du merkst selber nicht, dass du immer mehr die pseudowissenschaftliche Schiene bedienst, nur weil dir die Argumente ausgehen. Du solltest dich mit dem Gen- und Pestizidexperten der Grünen Ebner zusammentun, der zitiert gerne bei den Netzfrauen, ein Format das auch deinem Genre viele Möglichkeiten bietet...
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon borger » Fr Apr 08, 2016 6:15

Pevo hat geschrieben:Das Thema der Veranstaltung „Biologische Vielfalt durch Ökolandbau ?“
Mehrheitliche Feststellung: Es gibt ein gesellschaftliches ökologisches Bildungsdefizit

Jede andere Feststellung eines grünen Dekadenzzentrums hätte mich auch sehr gewundert.

Pevo hat geschrieben:Verlangt doch auch niemand. Auf die wiederholten Unterstellungen vergangenheitsorientierter Vorstellungen könnte verzichtet werden.

Es ging nur um Begrifflichkeiten, Landwirtschaft mit moderner Technik ist Agrarindustrie, also einfach etwas mehr Ehrlichkeit wagen.

Pevo hat geschrieben:Das schaffen wir nicht mit Rechtfertigungen des eigenen Handelns durch Verweis auf Defizite in anderen Bereichen.

Eben! Jeder sollte sich zuerst an die eigene Nase fassen.
Antibiotika, Hormone und sonstwas in Gewässern und Grundwasser. CO2, Stickoxide und diverse Gifte in der Luft – und das alles nur, weil Menschen nicht so leben und fortbewegen, wie die Natur es für sie vorgesehen hat. Im Gegensatz zur Lebensmittelerzeugung ist nichts davon wirklich überlebenswichtig. Da könnte wirklich jeder sofort bei sich selbst anfangen.
Wird aber nicht gemacht, stattdessen rotzen einige CO2 gleich tonnenweise nur so zum Spaß raus und echauffieren sich darüber wenn es in der Landwirtschaft – fälschlich als Pestizid bezeichnet – zur Konservierung in der Lagerhaltung verwendet wird. Sehen Obst und Gemüse nach der Lagerung im Laden allerdings nicht makellos aus, dann kaufen sie es auch nicht. Ist das etwa nicht dekadent?

Pevo hat geschrieben:Das ist eine Feststellung, die ich sofort unterschreiben würde, wenn sie den Tatsachen entsprechen würde. Aber ist der jährliche Einsatz von Millionen Tonnen von Giften wirklich die optimale Alternative zum "Verhungern"?

Du kannst es ja mal mit Verhungern versuchen, mir ist nicht so danach. Und die Mio. Tonnen Gifte: Über 99% der Gifte in Lebensmitteln sind natürlichen Ursprunges und PSM werden ua. benötigt, diese natürlichen Gifte zu verhindern. Also ohne PSM ist nicht etwa giftfrei sondern oft noch viel giftiger. Deshalb sind in der „guten alten Zeit“ auf viel mehr Menschen an vergifteten Lebensmitteln erkrankt oder gestorben.

Pevo hat geschrieben:Stimmt irgendwie auch. Aber es gibt eine tendenziell wachsende Anzahl von Menschen, die unser Handel/Konsumieren sehr wohl hinterfragen. Diese Menschen werden hier mM mit Begriffen betitelt, die im Widerspruch zu Deiner o.a. Hinterfragungstheorie stehen.

Ja, einige hinterfragen tatsächlich ihren eigenen Konsum – dann kaufen sie einen Ratgeber: „Weniger einkaufen leicht gemacht für Dummies“ und das war´s.
Ob kritisch hinterfragen oder vor Selbstmitleid zergehen ist vollkommen Banane wenn eh keine konkreten Verhaltensänderungen folgen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Fr Apr 08, 2016 6:17

Pevo sollte das alte Handwerk Dorfdruide erlernen, dann kann er zeigen wie Schädlinge, Parasiten und Pilzkrankheiten allein durch nächtliche Tänze ums Lagerfeuer abgewehrt werden können.
Ein freundliches Baumumarmen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Lacy Laplante » Fr Apr 08, 2016 7:25

Pevo, gibt es denn Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz, welche unter Beibehaltung des jetzigen Ertragsniveaus weniger böse chemische Stoffe in die Ökosysteme eintrögt?

Ich glaub wirklich, dass kein Landwirt Neuerungen abgeneigt ist, nur müssen diese dann auch tatsächlich positive Effekte haben und natürlich weiterhin die sichere Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln gewährleisten.
Bringt ja nix, wenn wieder größere Teile der Gesellschaft an Hunger leiden. Man kann aber den Eindruck bekommen, dass dies genau das Ziel der planlosen Ökofraktion ist.
Mit Intelligenz kann sich der Mensch von Traditionen abwenden.
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