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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Di Feb 15, 2022 19:36

Gerade bei leichten Böden und bei Bioware rentiert sich reinigen immer.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Feb 15, 2022 21:25

Das Ganze muss sich allerdings auch rechnen und es müssen freie Arbeitskapazitäten vorhanden sein. Von allein läuft das nämlich nicht!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon elchtestversagt » Mi Feb 16, 2022 8:29

Nun ist "klar", wer "Schuld" an der ganzen Bio-Sch....ist:
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... wagen.html
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Feb 16, 2022 10:11

elchtestversagt hat geschrieben:Nun ist "klar", wer "Schuld" an der ganzen Bio-Sch....ist:
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... wagen.html


Bio boomt seit 3 Jahrzehnten, jedes Jahr aufs neue.
Und laut Umfragen kaufen doch sowieso schon 99% der Verbraucher nur Bio oder beim Bauern von neben an.
Wir Bauern sind halt nicht klug genug, um das zu bemerken.
Den einzigen Zuwachs in den letzten Jahren beim LEH konnte ich in den Tiefkühltruhen entdecken, so meine persönliche Meinung. Bio hat Fertigprodukte entdeckt, wo eben der Umsatz sehr stark steigt. In den Gemüseregalen sind zumindest bei dem Supermarkt wo ich Stammkunde bin, die Bio-Regale wieder weniger geworden.

Und die Behauptung mit dem Zuwachs beim Biogetreide widerlegt Dwewt ja hier und da gab es 2020 ja schon mal einen größeren Bericht eines Bio-Großbetriebes aus Mecklenburg, der sein Getreide nicht losgeworden ist.
BÖLW sollte man eben mit Vorsicht genießen, so genau nehmen die es nicht mit der Wahrheit.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Feb 16, 2022 11:40

Der gesamte ökologische Überbau, manche sprechen auch vom Wasserkopf, lebt in einer Blase! Der Kontakt zur erzeugenden Basis ist vielfach abgerissen. Die da oben wissen gar nicht, mit welchen finanziellen Problemen heute schon viele Bio-Betriebe zu kämpfen haben. Seit dem letzen Herbst, sind die Anfragen wegen einer möglichen Umstellung auf Bio eben nicht gestiegen, sondern zurückgegangen. Einen leichten Zuwachs gibt es noch bei den EU-Bio-Betrieben. Wenn das Preishoch im konv. Bereich anhält, werden viele Neu-Bio-Betriebe, die zum 01.01.2022 die Umstellungsverpflichtung eingegangen sind, gar keinen Auszahlungsantrag (15.01.2023) stellen. Bis dahin sind sie nämlich komplett frei. Es sei denn, sie sind Verbandsmitglied.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Feb 16, 2022 11:50

Auf Top Agrar wurde die Pressemitteilung des BÖLW auch veröffentlicht, im Text steht dort auch was von knappem Angebot an Getreide und ein Preischart der letzten 4 Jahre. Ist da niemanden aufgefallen, dass die Preisdifferenz öko/konvi Brotgetreide 2021 gewaltig geschrumpft ist? Bei Dinkel gibt es gar einen extremen Erzeugerpreiseinbruch.

Als Redakteur eine Fachzeitschrift würde ich solchen vorgefertigten PM keinen Raum bieten. Offenbar hält der BÖLW die Leser für sehr unterbelichtet.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Feb 16, 2022 12:08

Todde hat geschrieben:Auf Top Agrar wurde die Pressemitteilung des BÖLW auch veröffentlicht, im Text steht dort auch was von knappem Angebot an Getreide und ein Preischart der letzten 4 Jahre. Ist da niemanden aufgefallen, dass die Preisdifferenz öko/konvi Brotgetreide 2021 gewaltig geschrumpft ist? Bei Dinkel gibt es gar einen extremen Erzeugerpreiseinbruch.

Als Redakteur eine Fachzeitschrift würde ich solchen vorgefertigten PM keinen Raum bieten. Offenbar hält der BÖLW die Leser für sehr unterbelichtet.


Beim Dinkel gibt es mittlerweile eine Erscheinung, die an den Schweinezyklus erinnert. In 2019 war Dinkel sehr knapp und wurde mit bis zu 900€/t bezahlt. In 2020 konnte ich schon Anfang September kein Dinkelsaatgut mehr bekommen. Da war schon klar, wie der Hase laufen würde. In der letzten, sehr großen Dinkelernte, brach der Preis schon ein. Preise im Bereich von 350 bis 400€/t mussten akzeptiert werden. Da war dann der Gewinn aus dem vorjährigen Dinkelanbau z.T. wieder weg. In den Redaktionen der ldw. Fachzeitschriften hält man sich sehr zurück mit Kritik oder auch nur mit einer realistischen Darstellung in Bezug auf den Ökolandbau. Er ist das Steckenpferd der Politik. Da ist man dann eher zurückhaltend.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Feb 16, 2022 12:27

Demnach bekommt man für konventionelle Braugerste mehr wie für Bio-Brotweizen und liegt auf dem Preisniveau von Bio-Dinkel.
Wir brauchen demnächst mal einen Boom bei konventioneller Ware, ansonsten liegt die preislich bald über der Bio-Ware :mrgreen:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Feb 16, 2022 12:43

Prof.Dr.Friedhelm Taube schlägt " Hybridlandwirtschaft 1.0" vor.
6 - gliedrige Fruchtfolge , Hälfte bio, Hälfte konvi. .
" ...müssten behandelt und kontrolliert werden, wie im Ökolandbau."
Ein Schelm wer glaubt, mit behandelt meinte er nicht auch die höhere Förderung.
Dass die Kohle voll an die Kontrollverbände durchfließen wird, begreifen seine Jünger in der Regierung und den NGO's natürlich nicht.

Ich vermute, sein Modell macht Schule. :cry:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Feb 16, 2022 13:24

Todde hat geschrieben:Demnach bekommt man für konventionelle Braugerste mehr wie für Bio-Brotweizen und liegt auf dem Preisniveau von Bio-Dinkel.
Wir brauchen demnächst mal einen Boom bei konventioneller Ware, ansonsten liegt die preislich bald über der Bio-Ware :mrgreen:


Die konv. Jungbullen liegen mit der Notierung von knapp über 5€/kg schon über dem mittleren Preis für Bio-Ochsen! Wenn man dieses Missverhältnis bei den Verbänden anspricht bekommt man immer wieder die Standardaussage: " wir arbeiten an fairen Erzeugerpreisen"! Warum die oft kaum kostendeckend sind, konnte mir bisher niemand aus der Führungsetage erklären.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Feb 16, 2022 13:29

Abwechselnd Bio und Öko ist völliger Schwachsinn! Da sieht man mal wieder die Praxisferne der Elfenbeintürme. Die Effekte stellen sich erst mit zeitlicher Verzögerung ein. Dann wäre auf dem vorübergehenden Ökoacker schon wieder eine konv. Kultur. Vor kurzem hat jemand gesagt, dass die ökologischen Effekte der Biolandwirtschaft nur marginal sind. Ein wenig mehr Öko in der konv. Landwirtschaft würde weit mehr bringen. Ich vermag das nicht zu beurteilen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon egnaz » Mi Feb 16, 2022 13:53

elchtestversagt hat geschrieben:Nun ist "klar", wer "Schuld" an der ganzen Bio-Sch....ist:
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... wagen.html

Beim Bölw hat der Handel und die Verarbeiter das Sagen. Sie hätten mit Markttransparentz und attraktiven Preisen den Turbo für die Ausweitung des Bioanbaus in der Hand. Doch stattdessen rufen sie nach Subventionen, um den Bioanbau noch abhängiger vom staatlichen Tropf zu machen.
Gruß Eckhard
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Feb 16, 2022 14:14

DWEWT hat geschrieben:Abwechselnd Bio und Öko ist völliger Schwachsinn! Da sieht man mal wieder die Praxisferne der Elfenbeintürme. Die Effekte stellen sich erst mit zeitlicher Verzögerung ein. Dann wäre auf dem vorübergehenden Ökoacker schon wieder eine konv. Kultur. Vor kurzem hat jemand gesagt, dass die ökologischen Effekte der Biolandwirtschaft nur marginal sind. Ein wenig mehr Öko in der konv. Landwirtschaft würde weit mehr bringen. Ich vermag das nicht zu beurteilen.

Da bin ich voll bei Dir.
Aber Prof.Dr. Taube hat leider die Bodenhaftung komplett verloren.
Was er da neu erfunden haben will, ist die Viehgebundene Ackerwirtschaft unserer Eltern mit mehrjährigem Futterbau und Beweidung desselben mit leichtem Milchvieh ( heute Jersey damals noch vorhandene Landschläge oder im Osten SMR).
Als Bio lässt sich sowas natürlich mit vielen Forschungsgeldern viel teurer verkaufen, als ( sicher schon ausreichend vorhandene) Diplomarbeiten aus den 70er und 80er Jahren, die vermutlich auch schon zu dem Schluss kamen, dass mehrjähriges Ackerfutter ökologisch dem Mais überlegen ist.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Feb 16, 2022 16:32

DWEWT hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Demnach bekommt man für konventionelle Braugerste mehr wie für Bio-Brotweizen und liegt auf dem Preisniveau von Bio-Dinkel.
Wir brauchen demnächst mal einen Boom bei konventioneller Ware, ansonsten liegt die preislich bald über der Bio-Ware :mrgreen:


Die konv. Jungbullen liegen mit der Notierung von knapp über 5€/kg schon über dem mittleren Preis für Bio-Ochsen! Wenn man dieses Missverhältnis bei den Verbänden anspricht bekommt man immer wieder die Standardaussage: " wir arbeiten an fairen Erzeugerpreisen"! Warum die oft kaum kostendeckend sind, konnte mir bisher niemand aus der Führungsetage erklären.


Frag doch mal bei den Boomern von BÖlügenW nach?
Die Pressemitteilung von denen klingt doch so als ob Ihr gar nicht mehr aus dem Geldstapeln raus kommt.

Ich sag ja, noch ordentlich Förderung in den Bioanbau pumpen, dann ist das Thema endlich schnell erledigt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Feb 16, 2022 16:36

langholzbauer hat geschrieben:Aber Prof.Dr. Taube hat leider die Bodenhaftung komplett verloren.
Was er da neu erfunden haben will, ist die Viehgebundene Ackerwirtschaft unserer Eltern mit mehrjährigem Futterbau und Beweidung desselben mit leichtem Milchvieh ( heute Jersey damals noch vorhandene Landschläge oder im Osten SMR).
Als Bio lässt sich sowas natürlich mit vielen Forschungsgeldern viel teurer verkaufen,


Wir können davon ausgehen, dass der BDEW gut bezahlt. Immerhin wollen die den Wasserpfennig für sich behalten und den Landwirten diesen streichen.
Der greift noch einmal ordentlich ab, wird sicher auch in Pension tätig bleiben für den BDEW.
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