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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Isarland » Mi Feb 16, 2022 18:40

Der ökol. Landbau kam durch die Gier der Verbände, den "Zwang" der ÖR Medien und der Naturschutzverbände ins völlig falsche Fahrwasser.
Biolandwirtschaft war Nischenproduktion und wird dahin wieder zurückkehren, oder verschwinden.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon agri10 » Do Feb 17, 2022 14:10

Bei uns hat sich still aber schnell einer der größen Biohändler Deutschland entwickelt, die Firma Dennree in Töpen / Hof mit ca. 7.700 Mitarbeiten und eine Umsatz von ca. 1,47 Milliarden € im Jahr 2021, Inhaber Geführt , von der Familie Greim

https://www.freshplaza.de/article/94015 ... eber-2020/

Seit 2015 nennt Dennree auch einen Landwirtschaftlichen Betrieb sein eigen das "Hofgut Eichigt " , 4.000 Hektar Land und inklusive der Kälber gut 3.000 Rinder hat er seit dem ca. 30 km von Töpen entfernt in Sachsen und Tschechien gelegen .

https://www.hofgut-eichigt.de/

https://taz.de/Dennree-Farm-im-Bioland- ... /!5584282/

Sehr interessant diese Entwicklung live zu verfolgen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Do Feb 17, 2022 14:16

Der DENREE soll erst mal mit seinem Personal anständig umgehen und denen das bezahlen was ihnen zusteht.
Dann können wir über den auch diskutieren.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Feb 17, 2022 14:51

agri10 hat geschrieben:
Sehr interessant diese Entwicklung live zu verfolgen.


Auf den ersten Blick ist das wohl so. Wenn man genauer hinschaut, ist längst nicht alles Gold was glänzt. Die Herzblatt-Molkerei, über die hatte das Gut Eichigt die Hälfte der gewonnen Milch vermarktet, ist insolvent! Jetzt wird komplett in Eigenregie verarbeitet und vermarktet. Die Preisgestaltung bei seiner Milch lässt eine Vermarktung über den Fachhandel kaum noch zu. Der Preis ist zu hoch! Über die konv. Schiene gibt es für ihn keine Vermarktung. Deshalb muss jetzt der Verband gewechselt werden. Das "Demeter"-Warenzeichen soll demnächst auf den Milchtüten prangen und damit die Vermarktung, als Premium-Produkt, absichern. Das dürfte kaum gelingen. Man sieht, die Probleme sind die gleichen aber die Dimensionen sind andere!
Lohndumping und Selbstausbeutung sind im Ökobereich keine Seltenheit. Dazu kommen, weil man damit das ökologische Selbstwertgefühl streicheln kann, jede Menge FÖJler und Praktikanten. Einige lassen sich die Mitarbeiter auch von der ArGe bezahlen. Bei einer Besichtigung hier auf meinem Betrieb wurde ich mal gefragt, warum ich nur mit festangestellten Arbeitskräften arbeiten würde. Ich war etwas entsetzt und habe dann gesagt: Weil ich es mir leisten kann! Das hat man nicht gern gehört.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Feb 18, 2022 20:40

Lt. BÖLW (Verein vom Bettelprinzen, Schwiegervater von Heereman jun.) steigt der BIO Absatz überdurchschnittlich.

Lt. der BIO-Verbände soll der Staat bei BIO Prödükten auf die Umsatzsteuer verzichten, damit der Absatz besser läuft.

Haken dabei: Die Biobauern dürfen dann auch keine USt. berechnen für ihren Absatz, da sonst die USt. eine direkte Subvention wäre :mrgreen:

Kann manchmal auch ganz schön sein, wenn man nur EINEN Verband hat :lol: :lol:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Caramba » Fr Feb 18, 2022 20:40

DENREE, Ä Bio-Massa-Bedrieb wia im buach städ !
DENREE, Ein Bio-Massen-Betrieb wie aus dem Lehrbuch !
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Re: Ökologische Landwirtschaft Umsatzsteuer

Beitragvon adefrankl » Sa Feb 19, 2022 23:53

T5060 hat geschrieben:......
Lt. der BIO-Verbände soll der Staat bei BIO Prödükten auf die Umsatzsteuer verzichten, damit der Absatz besser läuft.
Haken dabei: Die Biobauern dürfen dann auch keine USt. berechnen für ihren Absatz, da sonst die USt. eine direkte Subvention wäre ....

Wahrscheinlich nur ungenau ausgedrückt. Das eigentliche "Problem" dabei ist ja nicht, dass sie auf ihre Produkte keine USt. berechnen dürfen. Da den Endverbraucher nur der Bruttopreis interessiert, wird es dadurch entweder für ihn billiger, oder eröffnet einen Preisspielraum nach oben für die Verkäufer. Zum Problem wird vielmehr, dass dann eben auch die Ust. für die Vorprodukte nicht mehr erstattet werden darf. Und damit ist der vermeintliche Vorteil weg (bei Optimierung). Und bei der Pauschalierung fallen eben die 9,5% weg. D.h. bei einem Zwischenhändler, der dann 7% seinen Kunden berechnet, ergibt sich sogar ein Nachteil von 2,5%.
Wahrscheinlich war es in diesen Sinne gemeint.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Feb 20, 2022 9:11

All diese Aktionen muss man vor den HIntergrund des Preisdrucks bis hin zum Erzeuger sehen. Früher kalkulierte der Erzeuger seinen Preis und gab den an den Verarbeiter/Händler weiter. Heute kommt, auch im Bio-Segment, der Preis von oben. Da werden dann alle Möglichkeiten ausgelotet, damit man den Erzeugerpreis, zumindest augenscheinlich, aufbessern kann. Machen wir uns nichts vor, wir geraten immer mehr in das Fahrwasser des Marktes der konv. Landwirtschaft. Wie Isarland schon geschrieben hat, wir gehen unter oder kehren in die Nische zurück. Ein paar von uns haben allerdings die Nische gar nicht verlassen! Wohl dem, der sich seinen Absatz erhalten hat. :) Das ist nicht immer vorteilhaft, zahlt sich auf Dauer allerdings aus. Siehe aktueller Bio-Rindfleischmarkt. Da dieser derzeit komplett leergefegt ist, werden auch die letzten Qualitäten irgendwie an den Händler/Vermarkter/Fleischer gebracht. Wo ein Markt mit verschiedensten Qualitäten und hohen Qualitätsansprüchen bleibt, kann man sich wohl gut vorstellen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Feb 21, 2022 8:32

Das BMEL hat wieder einmal Daten zum Öko-Konsum veröffentlicht. So greifen 33% der Verbraucher gelegentlich zu Bioprodukten. Zukünftig wollen das 41% machen. Lediglich 5% der Konsumenten kaufen konsequent ökologische Erzeugnisse. Zukünftig wollen das 6% machen. Lediglich die beiden letztgenannten Werte sind entscheidend für die Öko-Landwirtschaft! Eine Steigerung um 1% bedingt nicht die Steigerung der Öko-Fläche auf 20 bzw. 30%! Herr Özdemir, sie sollten besser auf die Daten schauen, die ihr Ministerium zusammenträgt und nach dem Konsumverhalten die Erzeugung ausrichten! Alles andere endet im Desaster!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Feb 21, 2022 9:32

Planwirtschaft ist halt nicht so einfach.

Man könnte ja knappe Bezugsscheine für konventionelle Produkte einführen. Wenn die aufgebraucht sind, muss man halt auf Bio zurückgreifen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon germane » Mo Feb 21, 2022 10:11

DWEWT hat geschrieben:Das BMEL hat wieder einmal Daten zum Öko-Konsum veröffentlicht. So greifen 33% der Verbraucher gelegentlich zu Bioprodukten. Zukünftig wollen das 41% machen. Lediglich 5% der Konsumenten kaufen konsequent ökologische Erzeugnisse. Zukünftig wollen das 6% machen. Lediglich die beiden letztgenannten Werte sind entscheidend für die Öko-Landwirtschaft! Eine Steigerung um 1% bedingt nicht die Steigerung der Öko-Fläche auf 20 bzw. 30%! Herr Özdemir, sie sollten besser auf die Daten schauen, die ihr Ministerium zusammenträgt und nach dem Konsumverhalten die Erzeugung ausrichten! Alles andere endet im Desaster!


Ich mache jetzt mal ne ganz grobe (ohne Gelegenheitskäufer, ohne Importe) Näherungsrechnung:

Wenn mit ca. 10% der Fläche 5 % dauerhafte Bio-Esser zu ernähren sind, dann muss sich Hr. Özdemir fragen was er erreichen will.

Wenn er dauerhaft 30 % mit Bio-Essen ernähren will, braucht er 60 % der Fläche. Dann müssen auf 40% der Fläche aber 70 % der Leute ernährt werden. -> intensive Intensivierung.

Will er nur 30 % der Fläche dann kann er nur 15 % der Leute dauerhaft Bio ernähren.

Es gibt aber auch Menschen, die wollen 100% Bio und dann müssten 50% der Menschen wo anders hin, oder....
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Mo Feb 21, 2022 10:51

meyenburg1975 hat geschrieben:Man könnte ja knappe Bezugsscheine für konventionelle Produkte einführen. Wenn die aufgebraucht sind, muss man halt auf Bio zurückgreifen.

Hallo,
diesen Ansatz sollte man weiterverfolgen.
Heisst dann im Klartext: konventionelles Billigfutter für die sozialen Randgruppen und Bioware für die"Leistungsträger " der Gesellschaft.
Die müssen ja gesund bleiben um die anderen durchzufüttern.
Gruss Christian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Mo Feb 21, 2022 11:10

germane hat geschrieben:Ich mache jetzt mal ne ganz grobe (ohne Gelegenheitskäufer, ohne Importe) Näherungsrechnung:
.........
Es gibt aber auch Menschen, die wollen 100% Bio und dann müssten 50% der Menschen wo anders hin, oder....


Da unsere Erzeugung schon jetzt keine 100% ist, müssten doch jetzt auch schon Menschen woanders hin.
Ich verstehe diese einfache Rechnung nicht. Müssen wir jetzt hungern, weil mehr Bio gewünscht ist?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Mo Feb 21, 2022 11:19

Arbeitsscheues Bildungspöbel.... heisst das bei mir seit heute
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Feb 21, 2022 12:35

Ich hatte heute früh ein interessantes Gespräch mit einem Beraterkollegen aus dem Bereich Öko-Milch-Erzeugung. Vor dem Hintergrund der Äußerungen des LEH, zukünftig möglichst Produkte aus der Tierhaltungsstufe 3 anbieten zu wollen, beginnen wohl die ersten Biomilcherzeuger zu rechnen, ob das für sie eine lohnenswerte Alternative zur Ökomilch sein könnte. Die Gängelei durch die Verbände und die relativ schlechten Erzeugerpreise veranlassen einige Betriebsleiter zum Taschenrechner zu greifen. Verstärkt wird das Ganze durch die bisherige Unübersichtlichkeit bei der zukünftigen Ökoprämie. Sollten bei der Stufe 3 der Basispreis und der Zuschlag stimmen, wäre das für viele relativ große Bio-Milch-Betriebe eine echte Alternative. Durch die Kostensteigerung bei den Produktions- und Betriebsmitteln, steigt die Unterdeckung im Bereich der Biomilch aktuell auf 10 bis 18€ct je Liter MIlch. Die Phrase der Verbände, dass man an fairen Erzeugerpreisen arbeite, stößt mittlerweile bei immer mehr Bio-Betrieben auf taube Ohren. Da braut sich etwas zusammen und der Wasserkopf bekommt es nicht mit.
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