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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Mär 20, 2022 11:29

Die Pilzproblematik wächst mit freien N-Verbindungen in der Pflanze. Das ist ein Zustand der beim Bio-Getreide kaum vorkommt, da N ein ständiger Mangelfaktor ist. Dazu kommt noch, wie schon vorgenannt lockere Bestände, mehr Varianz bei der Höhe der Anordnung der Ähre und eine festere Kutikula.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » So Mär 20, 2022 11:33

Paule1 hat geschrieben:Welche gesunden Weizensorten verwenden den die Biobetriebe :?: dürfen die nicht sogar konventionelles Saatgut verwenden, wenn kein Bio erzeugtes vorhanden ist??

Bei Kartoffeln weis ich das die Konventionellen Betrieb "gesundes Pflanzgut auch an Bio Betriebe verkaufen. :idea:


Bei der Bioberatung wird auf die Versuche hingewiesen, wo die Sorten als Öko geprüft wurden.
Konventionelles Saatgut darf nur gekauft werden, wenn nachgewiesen ist, dass es keinen Bioanbieter gibt der noch was hat.
Dafür gibt es eine Datenbank wo jeder Ökoanbauer Zugriff drauf hat.
In normalen Jahren also nicht mehr erforderlich, höchstens noch in Ausnahmesituationen.
Das so weit zu erarbeiten hat ca 20 Jahre gedauert.
Ich mache mir jedenfalls keine Mühe eine Sondergenehmigung zu besorgen.
Auch bei Kartoffeln hat es sich in den letzten 25 Jahren gezeigt, dass Biopflanzgut gut zu erzeugen ist.

@240236 - Es gibt das von Konventionellen erwartete Pilzproblem im Bioanbau einfach nicht, weil die Pflanzen mit weniger N gesünder wachsen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Mär 20, 2022 11:38

Qtreiber hat geschrieben:1. ist Deutschland in weiten Teilen "Roggenbrot-Land" und


Nicht mehr! Lediglich 8% des heute gekauften Brotes ist ein reines Roggenbrot! Der Rest setzt sich aus Mischbroten mit unterschiedlichem Anteil an Roggen und Weizen zusammen. Roggenbrote werden i.d.R. mit Sauerteig hergestellt. Ein Verfahren, das zeit- und arbeitsaufwändig ist. Dazu ist das Sauerteigbrot von Natur aus kräftig im Geschmack und relativ fest. Seine Bekömmlichkeit spielt heute kaum noch eine Rolle. Früher gab es das sogen. "Mengkorn" im Anbau. Vor allem auf schwächeren Böden konnte so ein gut verbackbares Getreide/Mehl gewonnen werden. Je nach Bodenqualität war entweder der Roggen- oder der Weizenanteil größer. Das Getreide wurde zur Mühle gebracht und dann zum Bäcker transportiert. Man bekam dafür entweder eine bestimmte Anzahl von Broten oder eine Gutschrift für Backwaren ganz allgemein. Alles Historie!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Mär 20, 2022 12:07

Kartoffelbluete hat geschrieben:@DWEWT + Isarland oder andere "Bio`s" : In Top-Agrar online behauptet jemand das 70% vom Bio-Getreide
im Futtertrog landet, vor allem wegen mangelder Qualität. :roll: Ist das tatsächlich so :?: Wenn ja, wie könnte
man das verbessern, weil man soll ja künftig mehr pflanzlich essen und weniger Fleisch, wegen dem Klima,
so die Aussage von Cem und 200 weiteren sogenannten "Wissenschaftler". :lol:


Moin,

das Wichtigste ist hier schon genannt worden, trotzdem noch ein paar Fakten auch zur Historie. Als ich in den 80ern mit der Öko-Landwirtschaft begann, gab es gar keinen Futtergetreideanbau! Alles zielte auf Lebensmitteleignung ab. Was da nicht ausreichte, wurde an die paar Schweine oder Hühner verfüttert. Die handwerkliche Verarbeitung der Lebensmittel ließ auch die Verwendung von Chargen zu, die man heute geringschätzig als Futter bezeichnet. Jeweils im September versuchte mein Bäcker aus meinen unterschiedlichen Qualitäten ein gutes Brot herzustellen. Es dauerte einige Versuche und dann hat es immer geklappt. Ich habe dann, vor dem Vermahlen die Weizenpartien gemischt und dem Bäcker, jeweils einen Tag vor dem Backen, das frische Mehl geliefert. In fast 20 Jahren hat es kein Jahr gegeben, in denen das so nicht geklappt hatte. Die Böden meiner ehemaligen Heimat waren nciht besonders gut. 30 bis 40 BP, mehr gab der Lehm nicht her. Dann begann, nachdem die Politik 1991das positive Image des Öko-Landbaus für sich verwenden wollte, der run auf die Prämien und mit ihm das sich vom Marktgeschehen lösende Verhalten der Biobauern. Viel Bio-Rohware floss in die Lebensmittelindustrie, die natürlich beim Einkauf ihre konv. Qualitätsstandards zur Anwendung brachte. Plötzlich fiel weit über die Hälfte als Backweizen aus. Die unechte Veredlung nahm ihren Lauf, weil man dringend eine Verwendung für dieses "minderwertige" Getreide brauchte. Schon Mitte der 90er Jahre konnte nur noch die Hälfte des Backgetreides als solches verwendet werden. Mit dem Niedergang des Lebensmittelhandwerks, sank diese Rate weiter ab. Der Grundsatz, wonach der Ökolandbau in erster Linie Lebensmittel erzeugen sollte, wurde immer weiter verwässert und heute wird ihn von den Sesseldrückern kaum noch einer kennen. Die insgesamt als unheilvoll zu bezeichnende Entwicklung der Verwendung von Bio-Lebensmittel-Rohstoffen gipfelte im Import von "hochwertigem" Backgetreide aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland. Mit dem Vorwand, die deutschen Qualitäten aufbessern zu müssen, stieß man eine Tür weit auf, die erst durch das aktuelle Kriegsgeschehen wieder geschlossen wurde. Schon jetzt bangen die Getreidehändler/Erzeugergemeinschaften um die diesjährige Qualität und belagern die bisherigen Lieferanten von ansprechenden Weizenqualität mit ständiger Kommunikation. Das ist sehr erbärmlich!
Zu den Zahlen. In den 80er Jahren wurde ca. 25% des geenrteten Getreides verfüttert. Zahlen dazu gibt es leider nur wenige, da es ja noch innerbetriebliche Nährstoffkreisläufe gab. Bis zur Mitte der 90er Jahre war der Anteil schon auf 50% gestiegen, weil die konv. Parameter oft nicht erreicht werden konnten. Heute liegen wir bei mehr als 70%, die nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden können. Der Grund liegt auch in einer wirtschaftlich oft nicht uninteressanten Vermarktung von Futtergetreide. Für Futterweizen werden augenblicklich über 420€/t gezahlt. In diesem Jahr dürfte der Brotanteil beim Weizen/Roggen leicht steigen. Die sich auf den reinen Bio-Ackerbaubetrieben zuspitzende Situation um den Nährstoff N, dürfte zukünftig der Bio-Veredelung dienlich sein. Ob der Markt die Produkte der Veredelung dann auch zu interessanten Preisen abnehmen wird, bleibt aber sehr fraglich.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » So Mär 20, 2022 12:39

Oder um es mal kurz und einfach für Laien zu erklären:
Nicht jedes Getreide wird zur menschlichen Ernährung angebaut.
Da viele Biobetriebe auf schlechteren Ackerstandorten Tiere halten und diese auch möglichst gerne mit wenig Zukauffutter ernähren wollen, ist die Quote an Getreide, welches zur menschlichen Ernährung die Betriebe verlässt natürlich auch viel geringer.
Dann kommt noch hinzu, dass bei den Erfassern viel weniger Biogetreide in unterschiedlichen Qualitäten ankommt, um diese dann durch Mischung doch noch in die gewünschten Qualitäten zu bekommen, wie das gerade bei konventionellen Weizen üblich ist. :wink:
Und zu allerletzt sollten wir nicht vergessen, dass auch in der konventionellen Landwirtschaft der geringste Teil des angebauten Getreides wirklich auf dem Teller landet.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » So Mär 20, 2022 13:16

langholzbauer hat geschrieben:Und zu allerletzt sollten wir nicht vergessen, dass auch in der konventionellen Landwirtschaft der geringste Teil des angebauten Getreides wirklich auf dem Teller landet.

Hallo,
wie hat man in meiner niederbayrischen Heimat gesagt:
"ich liebe Kartoffel; wenn sie vorher durch den Schweinemagen gegangen sind"
Gruss Christian
P.S. gibt ja die Theorie dass der menschliche Körper das Schweinefett dort einlagert wos auch beim Schwein war, wegen der Ähnlichkeit.
F.J. Strauss liebte offensichtlich Nackensteaks, und mancher andere eher Bauchspeck.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » So Mär 20, 2022 21:27

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:1. ist Deutschland in weiten Teilen "Roggenbrot-Land" und


Nicht mehr! Lediglich 8% des heute gekauften Brotes ist ein reines Roggenbrot!

2 Fehler von mir. :oops:
1. hätte es natürlich heißen müssen: "WAR Deutschland in weiten Teilen..."
Die Ablösung des Roggens als wichtigstes Brotgetreide in Deutschland erfolgte um 1960.
und
2. meinte ich "Brote mit (überwiegendem) Roggenmehlanteil", also sowohl reine Roggenbrote als auch Roggenmischbrote.
Asche auf mein Haupt. :oops:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Mär 21, 2022 7:16

Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:1. ist Deutschland in weiten Teilen "Roggenbrot-Land" und


Nicht mehr! Lediglich 8% des heute gekauften Brotes ist ein reines Roggenbrot!

2 Fehler von mir. :oops:
1. hätte es natürlich heißen müssen: "WAR Deutschland in weiten Teilen..."
Die Ablösung des Roggens als wichtigstes Brotgetreide in Deutschland erfolgte um 1960.
und
2. meinte ich "Brote mit (überwiegendem) Roggenmehlanteil", also sowohl reine Roggenbrote als auch Roggenmischbrote.
Asche auf mein Haupt. :oops:


Gräm dich nicht! :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Mär 21, 2022 7:34

Ich habe am WE mal geschaut, was die Öko-Verbände, vor dem Hintergrund des Protein-Problems, ihren Mitgliedern an möglichen Problemlösungen anbieten. Fazit: Nichts! Wie es den Anschein hat, gibt es für das Sesselniveau in den Verbänden dieses Problem gar nicht. Kein Wort zu den Problemen, die die Schweine- und Geflügelhalter schon jetzt haben. Kein Wort zu den Marktaussichten für die Produkte aus diesem Bereich ab der nächsten Ernte. Schon heute sind Schweine- und Geflügelfleisch aus der Verbands-Öko-Erzeugung kaum wirtschaftlich. Die nur über die Verteuerung des Futters abzusehende Kostensteigerung drückt diese Ökoerzeugung ins dicke Minus. Was soll's, Hauptsache die Beiträge fließen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Mo Mär 21, 2022 7:53

Bei uns hat ein Landwirt , der jetzt als konventioneller Betrieb 60 000 Masthähnchen und ca. 70 Milchkühen hält im letzten Jahr beschlossen auf Bio umzustellen. Ab 01.07.2022 Müssen seine Ställe Biokonform sein, so nach seiner Aussage. Jetzt durch diese Ukrainekrise wollte er eine Kehrtwende ziehen und doch konventionell bleiben. Dies ist nicht mehr möglich, da er sich für 5 Jahre verpflichtet hat. Auf Nachfrage bei seinem Bioverband über die verfügbarkeit von Biofutter im Geflügelbereich in der näheren Zukunft: Wir unterstützen sie, aber um die konkrete Futterbeschaffung müssen sie sich selber kümmern. So hatte mir das letzte Woche erzählt.

Wenn das so ist, wie er sagte: unterstützen heisst für mich so viel, wie: wir wissen es selber noch nicht, wo es herkommen soll.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Mär 21, 2022 8:17

240236 hat geschrieben:Bei uns hat ein Landwirt , der jetzt als konventioneller Betrieb 60 000 Masthähnchen und ca. 70 Milchkühen hält im letzten Jahr beschlossen auf Bio umzustellen. Ab 01.07.2022 Müssen seine Ställe Biokonform sein, so nach seiner Aussage. Jetzt durch diese Ukrainekrise wollte er eine Kehrtwende ziehen und doch konventionell bleiben. Dies ist nicht mehr möglich, da er sich für 5 Jahre verpflichtet hat. Auf Nachfrage bei seinem Bioverband über die verfügbarkeit von Biofutter im Geflügelbereich in der näheren Zukunft: Wir unterstützen sie, aber um die konkrete Futterbeschaffung müssen sie sich selber kümmern. So hatte mir das letzte Woche erzählt.

Wenn das so ist, wie er sagte: unterstützen heisst für mich so viel, wie: wir wissen es selber noch nicht, wo es herkommen soll.


Eine Verpflichtung zum Weitermachen gibt es erst, wenn er den ersten Auszahlungsantrag gestellt hat! Deshalb ist hier dringend zu raten, sich beim zuständigen Landwirtschaftsamt zu erkundigen. Bis dahin gibt es nur, falls der Erzeugervertrag mit dem Verband geschlossen wurde, eine Verpflichtung aus diesem Vertrag. Da gibt es evtl. eine Entschädigungszahlung; mehr nicht! Die Verbände erleben, was die Entwicklung ihrer Mitgliederzahl anbelangt, gerade eine Zäsur. Viele die sich mit der Umstellung beschäftigt hatten, machen, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung, einen Rückzieher. 2022 wird für alle Verbände ein Jahr mit abnehmenden Mitgliederzahlen!
Wenn der Berufskollege im letzten Jahr beschlossen hatte auf Bio umzustellen, dann konnte er sich frühestens ab dem 01.10. 2021 verpflichtet haben. In vielen Ländern geht das nur zum 01.01.! Erst zum 15.01. des i.d.R. übernächsten Jahres, kann er dann einen Auszahlungsantrag stellen. Somit dürfte es für den Berufskollegen gar kein Problem sein, nicht auf Öko umzustellen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Mo Mär 21, 2022 8:41

Und selbst falls er 2021 schon einen Antrag auf Bio-Förderung gestellt und diese erhalten hat, könnte es die Möglichkeit geben, diese zurückzuzahlen und so wieder aus dem Vertrag zu kommen.
Müsste halt im Detail geprüft werden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Freakshow » Mo Mär 21, 2022 8:52

DWEWT hat geschrieben:Die Pilzproblematik wächst mit freien N-Verbindungen in der Pflanze. Das ist ein Zustand der beim Bio-Getreide kaum vorkommt, da N ein ständiger Mangelfaktor ist. Dazu kommt noch, wie schon vorgenannt lockere Bestände, mehr Varianz bei der Höhe der Anordnung der Ähre und eine festere Kutikula.


Die Antwort heißt CULTAN.

DWEWT hat geschrieben:Ich habe am WE mal geschaut, was die Öko-Verbände, vor dem Hintergrund des Protein-Problems, ihren Mitgliedern an möglichen Problemlösungen anbieten. Fazit: Nichts! Wie es den Anschein hat, gibt es für das Sesselniveau in den Verbänden dieses Problem gar nicht. Kein Wort zu den Problemen, die die Schweine- und Geflügelhalter schon jetzt haben. Kein Wort zu den Marktaussichten für die Produkte aus diesem Bereich ab der nächsten Ernte. Schon heute sind Schweine- und Geflügelfleisch aus der Verbands-Öko-Erzeugung kaum wirtschaftlich. Die nur über die Verteuerung des Futters abzusehende Kostensteigerung drückt diese Ökoerzeugung ins dicke Minus. Was soll's, Hauptsache die Beiträge fließen.


Was sollen sie auch tun? Konvi-Futtermittel erlauben, kein Wort drüber verlieren und schön weiter auf die Pauke hauen!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Mo Mär 21, 2022 9:15

Jeder der gerade in der Umstellung ist oder sich dafür interessiert, wird doch jetzt die Notbremse ziehen und Bio - Bio sein lassen bis zumindest die Preise sich auf lukrativem Nievau befinden.
Zuletzt geändert von heico am Mo Mär 21, 2022 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Mär 21, 2022 11:59

Freakshow hat geschrieben:
Was sollen sie auch tun? Konvi-Futtermittel erlauben, kein Wort drüber verlieren und schön weiter auf die Pauke hauen!


Seit dem 01.01.2022 erlaubt die EU keine konv. Futtermittel mehr für die Ökolandwirtschaft! Somit können die Verbände auch keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilen.
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