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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Apr 12, 2022 19:17

DWEWT hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Bio muss jetzt über den Preis verkauft werden, offenbar hat die Branche ein schlechtes Image bekommen?
Sind die Verbraucher es leid geworden mit dem ständigen Bio Thema?
Solch ein übertriebenes Marketing kann eben auch nach hinten los gehen.


Dreimal "nein"!
Es liegt an der schwindenden Kaufkraft der Supermarkt- und Discounterbiokunden. Im letzten Jahr noch feierte diese Branche sehr gute Umsatzzuwächse. Im ersten Quartal 2022 brechen Bio-Marktanteile weg. Da ist der Naturkostfachhandel, der im letzten Jahr noch das Nachsehen hatte, wesentlich standfester. Auch hier gibt es zwar keine Zuwächse aber auch keine Umsatzverluste. Der Traum von "Bio" für die breite Masse, funktioniert derzeit nicht!


Und weil die Kaufkraft sinkt, kaufen die die guten Konvi Erzeugnisse, die preislich etwas höher liegen?
Träume funktionieren oft nicht in der Realität.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Apr 12, 2022 19:22

Todde hat geschrieben:
Und weil die Kaufkraft sinkt, kaufen die die guten Konvi Erzeugnisse, die preislich etwas höher liegen?
Träume funktionieren oft nicht in der Realität.


Welche Konvi-Lebensmittel liegen denn preislich oberhalb der Bio-Lebensmittel? Jetzt mal abgesehen von den Bio-Eigenmarken der Discounter. Wobei die "Konvi-Edelmarken" wie Landliebe und Co. ja schon immer oberhalb der vergleichbarren Bio-Lebensmittel lagen. Gutes Marketing eben!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Apr 13, 2022 13:12

Die ersten Bio-Milchbauern machen Stress, weil der Preisabstand zwischen Konvi und Bio z.T. auf unter 5€ct gesunken ist. Dieses ewige Hinhalten mit dem Hinweis auf "faire Erzeugerpreise" stinkt einigen Bio-Milchbauern wohl gewaltig. Betriebe die sich in der letzten Zeit nach Umstellungsmöglichkeiten erkundigt hatte, sind, mit HInweis auf einen derzeit gesättigten Bio-Milchmarkt, zunächst in die Warteschleife geschickt worden. Ein weiterer Bio-Bereich, der keine Wachstumsimpulse aussendet. 20% Bio im Jahr 2030? Ich lach mich scheckig!
Einige Bundesländer wollen in diesem Jahr keine neuen Bio-Betriebe in die Förderung aufnehmen. Erweiterungen sind z.T. ebenfalls nicht mehr möglich. Das ist doch mal ein ganz klares Konzept für 20% Bio! :lol:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon julius » Mi Apr 13, 2022 16:14

Wenn manche Bio kaufen egal zu welchem Preis ist das noch akktzeptabel. Aber ohne zusätzliche Bioprämien vom Staat, bio muss sich dann schon am Markt selber tragen.
Unsere Gutmenschenpolitik welche der konventionellen Landwirtschaft über rote Gebiete, Vorrangflächen, Blühwiesen, oder unzählige überzogene Vorschriften viel Ertrag kosten, kosten jährlich viele Hungertote. Dasselbe bei der Atomkraft. Unsere sicheren Anlagen werden abgestellt, stattdessen kommt Strom vom Acker, sind wieder viele zusätzliche Hungertote.
Nur sieht man die hier nicht. Aber warscheinlich sind das mehr Tote als derzeit im Krieg. Was nicht ein böser Putin sondern die deutsche + EU Gutmenschenpolitik zu verantworten hat.
Die Folge sind weitere Flüchtlingsströme Richtung Europa.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Mi Apr 13, 2022 16:35

Du kriegst ja alles durcheinander und ich muss den Eindruck haben, dass du keinen Bezug oder Kenntnisse vom Bioanbau und seinen Vorgaben hast.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Apr 13, 2022 16:45

@julius
Wenn Dein erzeugtes Getreide wirklich Hungertote verhindern soll, dann musst Du es in guter Lebensmittelqualität an die Hilfsorganisationen als Sachspenden verschenken!
Und das kannst Du sofort machen. :!:
Du hast zwar mit dem Biopreis Recht, dass sich dieser auch mit der gleichen Förderung
, wie für alle anderen Landwirte rechnen und finanzieren sollte.

Aber alles andere ist nur noch Stammtischgelaber.

Mitteleuropas Landwirrschaft kann unter den aktuellen Umwelt- u.Bürokratielasten nicht günstig genug produzieren, um in armen Teilen der Welt Hunger zu verhindern.

Und nochmal dazu:
Hunger ist kein Erzeugungs-sondern ein Verteilungsproblem!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T4512 » Mi Apr 13, 2022 18:09

Hallo,

Bio-Landwirtschaft ist schon in Ordnung, damit sollte kein konventioneller Landwirt ein Problem haben. Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe. Mein wissen im Bio-Bereich ist nicht so groß und ich möchte auch nichts falsches sagen, deshalb wieviel Prämie bekommt man pro Hektar Acker als Bio-Bauer?

Wie viel bekommt man momentan für Bio-Futterweizen bei Verkauf? Steigt der Preis durch einen höheren konvi-Börsenpreis eigentlich mit?

Danke

Gruß
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Südheidjer » Mi Apr 13, 2022 18:10

Der Cem hat sich heute einen konventionellen Betrieb aus unserer Gegend angesehen, bei dem die Schweine "artgerechter" gehalten werden.

Cellesche Zeitung: "Cem Özdemir kommt heute nach Becklingen"

https://www.cz.de/Celler-Land/Bergen-und-Lohheide/Bergen-Ortsteile/Tierwohl-im-Kreis-Celle-Cem-Oezdemir-kommt-nach-Becklingen

CZ hat geschrieben:Landwirtschaftsminister Cem Özdemir will sich auf einem Bauernhof im Kreis Celle ein Bild machen, wie der Wandel zu einer tiergerechteren Haltung aussieht.


Ein Video, in dem das Haltungskonzept auf Jan-Hendriks Betrieb gezeigt wird, gibt's bei Youtube:

"Innovationspreis Tierwohl, Preisträger Jan-Hendrik Hohls"

https://www.youtube.com/watch?v=L9zKniS6Tl4

Ich glaube, ich hab schon ein paar Schnitzel von ihm "verdrückt", weil das Fleisch u.a. im örtlichen Edeka an der Fleischtheke zu haben ist.

Sollte sich das Konzept bewähren, dann zeigt es, daß es auch ein "zwischen" von Bio und Konvi geben kann. Ich drück' ihm die Daumen, daß er seine Schweine gut vermarktet kriegt und nicht über die Wupper geht. Die Investitionen werden nicht unerheblich gewesen sein.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon bauer hans » Mi Apr 13, 2022 18:25

T4512 hat geschrieben:.... Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe.

die bios bekommen die doppelte kohle,haben ja auch nur den halben ertrag.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon julius » Mi Apr 13, 2022 18:38

langholzbauer hat geschrieben:@julius
Wenn Dein erzeugtes Getreide wirklich Hungertote verhindern soll, dann musst Du es in guter Lebensmittelqualität an die Hilfsorganisationen als Sachspenden verschenken!
Und das kannst Du sofort machen.

Der Staat kann das doch Getreide aufkaufen oder bezuschussen und exportieren. Wenn wegen der Hungersnot wieder Flüchtlingsströme von Afrika und nahen Osten nach Europa einsetzen wird das für uns wesentlich teurer.
Ich glaub unsere Asylpolitik kostet jetzt schon weit über 50 Milliarden im Jahr. Und wenn Hungersnöte einsetzen kommen die Flüchtlingsbewegungen erst richtig in Schwung. Dann stehen Millionen Flüchtlinge mit Koffer an unserer Grenze.
Wenn natürlich immer mehr Energie und der gesamte Strom vom Acker kommen soll, ist das keine Geldfrage, da dieser Weizen für den Teller nicht mehr existiert.
Das ist Politikversagen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Mi Apr 13, 2022 18:56

bauer hans hat geschrieben:
T4512 hat geschrieben:.... Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe.

die bios bekommen die doppelte kohle,haben ja auch nur den halben ertrag.


Bio haben nur beim Getreide in Norddeutschland den halben Ertrag also 3 bis 6 t/ha.
Bei allen anderen Früchten sind die Ertragsunterschiede wesentlich weniger.
Viele Früchte bringen im Bioanbau den gleichen Ertrag wie konv.

Ich hab die Zuschüsse nicht im Kopf, aber die werden immer differenzierter, je nach Leistung die übernommen wird.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Mi Apr 13, 2022 19:01

julius hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:@julius
Wenn Dein erzeugtes Getreide wirklich Hungertote verhindern soll, dann musst Du es in guter Lebensmittelqualität an die Hilfsorganisationen als Sachspenden verschenken!
Und das kannst Du sofort machen.

Der Staat kann das doch Getreide aufkaufen oder bezuschussen und exportieren. Wenn wegen der Hungersnot wieder Flüchtlingsströme von Afrika und nahen Osten nach Europa einsetzen wird das für uns wesentlich teurer.
Ich glaub unsere Asylpolitik kostet jetzt schon weit über 50 Milliarden im Jahr. Und wenn Hungersnöte einsetzen kommen die Flüchtlingsbewegungen erst richtig in Schwung. Dann stehen Millionen Flüchtlinge mit Koffer an unserer Grenze.
Wenn natürlich immer mehr Energie und der gesamte Strom vom Acker kommen soll, ist das keine Geldfrage, da dieser Weizen für den Teller nicht mehr existiert.
Das ist Politikversagen.


Die Flüchtlinge werden zu Mio kommen, wenn das Klima im Süden durch Klimaerwärmung Probleme macht.
Da wird dann keine Politik oder Mauer mehr helfen. Woher sind denn die 50 Milliarden für Asylpolitik?
Wer sagt denn dass wir zu wenig Weizen haben. Allenfalls haben wir zu wenig Eiweißerzeugnisse.
Der meiste Weizen wandert doch in die Tierhaltung.
Irgenwas muss bei euch in Bayern völlig verkehrt laufen.
heico
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Apr 13, 2022 19:57

bauer hans hat geschrieben:
T4512 hat geschrieben:.... Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe.

die bios bekommen die doppelte kohle,haben ja auch nur den halben ertrag.


Und den "halben" Ertrag haben sie, weil sie weitaus höhere Auflagen zu erfüllen haben als die konv. Kollegen. Verzicht auf chem-synth. N-Dünger und PSM dürften ja bekannt sein. Aus der jetzigen GAP-Reform kann sicher jeder Landwirt ableiten, dass sich die Politik von dieser anderen Wirtschaftsweise höhere ökologische Leistungen verspricht. Was ja auch zutreffend ist! Dieses Rumphrasieren von gleicher Kohle bei höheren Auflagen, zeugt von geringer Kenntnis des Ökolandbaus.
Meine Aussage richtet sich ausdrücklich nicht gegen dich!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Apr 13, 2022 20:15

T4512 hat geschrieben:Bio-Landwirtschaft ist schon in Ordnung, damit sollte kein konventioneller Landwirt ein Problem haben. Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe.

Am besten wäre nix für alle.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Südheidjer » Mi Apr 13, 2022 20:20

meyenburg, damit würdest du aber Teilen des Volkes das "Argument" des "gut gepuderten Landwirts" nehmen.
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