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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Mi Apr 13, 2022 20:38

DWEWT hat geschrieben: Verzicht auf chem-synth. N-Dünger

Hallo,
für alle nicht guten Böden ist es eigentlich das einzige Kriterium.
Bei uns hier( ZentralF) wuchs nach 7 Jahren bio fast nix mehr. trotz hunderter Tonnen Kompost die gekauft wurden.
12ha Parzelle mähen, nach 7 ha aufgehört, weil kein Schwad mehr sichtbar war. Getreide: Mähdrescher drischt nur die Hälfte der Parzelle weil der Rest sich nicht lohnt.
Es gibt zuhauf in der EU magere Böden wo entweder Schafweide, oder mit Kunstdünger Getreide gedeiht.
Und es gibt Schwarzerdeböden (z.B. Rumänien/Ukraine) da kansst du 20 Jahre ohne Dünger gute Erträge haben. Jedes Jahr 1cm tiefer pflügen.
Im Süden von Sibiu hat ne Kollegin einen Hof gekauft, wie ich die Böden sah, hätt ich heulen können. Kostete nach der Wende fast nix, (gut war sehr stressig mit den Eigentumsrechten und den Platzhirschen) aber vom Potential her unglaublich.
Gruss Christian
Zuletzt geändert von Englberger am Mi Apr 13, 2022 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Apr 13, 2022 20:38

bauer hans hat geschrieben:
T4512 hat geschrieben:.... Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe.

die bios bekommen die doppelte kohle,haben ja auch nur den halben ertrag.


Und bekommen demnächst wenigstens auch die gleichen Erzeugerpreise oder etwas weniger.
Passt schon - die Bio-Markt weiter fluten dann geht der Spuk schneller zu Ende.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Apr 13, 2022 20:40

meyenburg1975 hat geschrieben:
T4512 hat geschrieben:Bio-Landwirtschaft ist schon in Ordnung, damit sollte kein konventioneller Landwirt ein Problem haben. Aber die Bio-Betriebe müssten dann auch die selben Subventionen bekommen wie die konvi-Betriebe.

Am besten wäre nix für alle.


Das könnte sich 2023 lohnen keinen Antrag zu stellen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Apr 14, 2022 6:33

Hier aus meinem räumlichen Umfeld weiß ich von zwei Betrieben, dass sie in diesem Jahr keinen Förderantrag stellen werden. Beide Betriebe sind reine Ackerbaubetriebe mit ca. 450 ha Fläche. Zwei weitere Betriebe wollen im nächsen Jahr aussteigen. Wieviele es konkret sein werden, das hängt maßgeblich von der konkreten Ausformulierung der nationalen Umsetzung der GAP aus. Insgesamt dürfte, zumindest ökologisch betrachtet, die GAP ein Griff ins Klo werden. :D
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Do Apr 14, 2022 6:39

Südheidjer hat geschrieben:meyenburg, damit würdest du aber Teilen des Volkes das "Argument" des "gut gepuderten Landwirts" nehmen.

Vor allem würde man großen Teilen des Verwaltungsapparats die Grundlage entziehen. Jede Menge Leute, die auf Altenpflege und Co umschulen könnten. Das ginge aber wohl nur bei den Jungen. Wenn man da zu lange drin sitzt, ist man selten noch für nützliche Dinge zu gebrauchen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Do Apr 14, 2022 11:07

DWEWT hat geschrieben:Zwei weitere Betriebe wollen im nächsen Jahr aussteigen. Wieviele es konkret sein werden, das hängt maßgeblich von der konkreten Ausformulierung der nationalen Umsetzung der GAP aus. Insgesamt dürfte, zumindest ökologisch betrachtet, die GAP ein Griff ins Klo werden. :D


Wer gute Erträge erzielen kann, muss halt rechnen. Viel Geld fällt weg, die Einschränkungen steigen (Stilllegung und Fruchtwechsel), da kann es bei hohen Erzeugerpreisen interessant und wirtschaftlicher werden darauf zu verzichten.
Wäre schon ein Tiefschlag für die GAP wenn viele Betriebe aussteigen und die Umweltmaßnahmen so zurück gehen.
Hätten die mal besser Umweltmaßnahmen als wirtschaftlichen Betriebszweig umgesetzt, damit es sich wirtschaftlich lohnt.
Wer Umweltschutz auf Kosten der Landwirte über die GAP erzwingen will, der macht einiges falsch.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Apr 19, 2022 11:23

Nun sind die ersten Förderbeträge für den ökologischen Landbau, für die nächste Förderperiode, mitgeteilt. In einigen Bundesländern wird die Umstellung sehr großzügig gefördert aber die Beibehaltung nicht. Im armen Hessen müssen sich die Grünlandbauern zukünftig mit 180€/ha zufrieden geben. Hier in meinem Budnesland hat man noch einmal die Kurve gekriegt. Es gibt nur eine einheitliche Prämie und zwar sowohl für Umstellung, als auch Beibehaltung und zwar für Acker und Grünland in der gleichen Höhe. :) Der Deckel ist allerdings drauf. Es können keine Neuanträge gestellt werden.
Quelle: Topagrar online
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Landrat Oberlenker » Mi Apr 20, 2022 20:13

Ökologische Landwirtschaft ist staatlich geförderte Beihilfe zum Welthunger :klug:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Mi Apr 20, 2022 20:21

Bist nur schwach informiert über Hunger und Co.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Neuland79 » Do Apr 21, 2022 12:43

@DWEWT: Kompensieren die hohen Spritpreise den Minderertrag bei Weidehaltung oder bleibt Weidehaltung ein Verlustgeschäft?
@Milchviehhalter: Ab welchen Preisen lohnt der Verkauf von Weizen und Mais anstelle der Fütterung als Kraftfutter?
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Do Apr 21, 2022 12:52

Wenn du das Getreide im Sommer eingelagert hast und einen unabhängigen Liefervertrag fürs Futter abgeschlossen hast, brummt der Betrieb. Wer aber im Sommer abgeliefert hat ohne Futtervertrag wird Geld verlieren bei der Viehhaltung.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Do Apr 21, 2022 13:34

Als Rinderhallter erlaube ich mir mal eine Antwort.
Gut organisierte Weidehaltung war noch nie ein Verlustgeschäft gegenüber ganzjähriger Stallhaltung.
Das traf selbst auf arrondierte Milchviehbetriebe zu.
@heico schreibt von der letzten Ernte.
Und hat da schon noch Recht.

Ob sich der Verkauf der neuen Ente statt einer eigen Veredelung zu Milch lohnt, ist ein sehr komplexes Thema.
Daran rechnen im Hintergrund sehr viele Fachleute herum, damit den Schritt nicht zu viele Betriebe gehen.
Auch die Betriebsleiter tuen sich mit solchen Überlegungen sehr schwer.
Bei der Milch ist das auch deutlich schwerer berechenbar, als beim Schweinefleisch, weil da sehr oft mehr Grünland im Spiel ist, für das es weniger Vermarktungsalternativen gibt.
Gerade die neue GAP stellt das Grünland noch schlechter, als bisher! :klug:
Und die kurzfristige Überlegung mancher, einen frühen Mais zu legen und ev. als Körnermais zu dreschen, ist noch nicht richtig zu Ende gedacht.
Wir wissen nicht, wie teuer die Trocknung im Herbst wird!
Und wenn zu viele Tierhalter hinschmeißen, fällt auch die Nachfrage nach einheimischen Körnermais deutlich ab.
Für den Weltmarkt ist dt.Körnermais viel zu teuer!
Wohl dem, der eine gut geführte BGA in der Nähe hat.
Denn das ist , in Kreisläufen gedacht , die einzige wirtschaftiche Alternative zur bisher erfolgreichen Milchproduktion.
Die grün spinnende Pseudoelite vergisst bei ihren Forderungen nach weniger Fleischkonsum auch gern, dass die Nutztiere seltenst von "Brotgetreide", sondern überwiegend von den deutlich anspruchsloseren Futtergetreidearten in Verbindung mit den Nebenprodukten aus der Nahrungsmittelproduktion und eben den, für Menschen nicht nutzbaren, aber für die Bodenfruchtbarkeit sehr wichtigen Ackerfutterpflanzen gefüttert werden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Neuland79 » Do Apr 21, 2022 14:53

Danke langholzbauer und heico. Mein (ehemals) bekannter Landwirt hat mir erklärt, dass der Grünlandertrag bei Beweidung zurück geht und somit ein Verlustgeschäft für ihn ist. Deswegen hat er bis jetzt nur die "Koppeln" ums Haus zur Kuh-Freilandhaltung frei gegeben und das Futter täglich gemäht (was natürlich Sprit und Zeit braucht). Aber Zäune bauen / Instandhalten und die Kühe auf die Weide treiben kostet auch Zeit und Geld.
Ich kenne seine Fruchtfolgen nicht, nur dass er Hafer, Triticale und Weizen anbaut (keinen Mais). Ob es eine (Körner)Fruchtfolge für grüne Ökospinner gibt? Aber irgendjemand auf meienr Partnersuche hat mir mal erzählt, dass man auch 20 Jahre Mais auf der gleichen Fläche anbauen kann. Also villeicht geht das auch mit Dinkel...
Zuletzt geändert von Neuland79 am Do Apr 21, 2022 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Do Apr 21, 2022 14:57

[quote="Neuland79"]....................... Ob es eine (Körner)Fruchtfolge für grüne Ökospinner gibt?........................
Der ganze Thread handelt davon, oder wen meinst du? :mrgreen:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Do Apr 21, 2022 15:23

@Neuland
Dein ( ehemals)bekannter Landwirt hat das Schulwissen aus den ' 90ern wiedergegeben. Damals konnte der Bauer für effektiv 60 Pfennige/ l DK mit preiswerter Technik arbeiten, hatte kaum Auflagen mit Silo- ,Mist und Güllelagerung.
Wir schreiben 2022,DK kostet aktuell 2,00€/l wenn wir Glück haben...
Die angeblichen Wasserschutzmaßnahmen erdrücken besonders die kleineren verstreuten Betriebe mit ihrenForderungen.
Ersatzteile für wichtige Technik sind immer schlechter verfügbar...
Ist da nicht ein Produktionsverfahren günstiger, wo die Tiere selbst das Futter ernten und gleichzeitig die Exkremente flächig verteilen?
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