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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon egnaz » Mo Mai 09, 2022 8:52

Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Wieviel % von was?
Die Bmel Statistik gibt für 2020 Erlöse für ldw Produkte in Höhe von 44,82 mrd € an. Beim Bölw sind für 2020 Verkaufserlöse für die Biolandwirte in Höhe von 2,86 mrd € angegeben.
Gruß Eckhard
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Mo Mai 09, 2022 11:16

egnaz hat geschrieben:Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Wieviel % von was?
:prost:
egnaz hat geschrieben:Die Bmel Statistik gibt für 2020 Erlöse für ldw Produkte in Höhe von 44,82 mrd € an. Beim Bölw sind für 2020 Verkaufserlöse für die Biolandwirte in Höhe von 2,86 mrd € angegeben.
Das sind aber dann nicht die Preise, die der Endverbraucher an der Kasse bezahlen muss. So macht sich halt Jeder seine Statistik, wie er sie braucht. :wink:
Qtreiber
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon egnaz » Mo Mai 09, 2022 12:07

Das meinte ich ja damit: Wieviel % von was?

Und wenn nach dem Umweltbundesamt schon über 12% der Verbraucherausgaben für ökologische Lebensmittel ausgegeben werden, heisst das doch, dass die Ökobauern viel weniger von dem Verbraucherpeis abbekommen als die Konventionellen.
Gruß Eckhard
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Mo Mai 09, 2022 12:15

egnaz hat geschrieben:Das meinte ich ja damit: Wieviel % von was?
Mein letzter Satz war ja auch nicht an dich gerichtet, sondern grundsätzlicher Natur. :wink:
egnaz hat geschrieben:Und wenn nach dem Umweltbundesamt schon über 12% der Verbraucherausgaben für ökologische Lebensmittel ausgegeben werden, heisst das doch, dass die Ökobauern viel weniger von dem Verbraucherpeis abbekommen als die Konventionellen.
Ist aber auch nachvollziehbar, weil Erfassungs- und Verarbeitungskosten pro Einheit sicherlich höher sind, da weniger Menge anfällt.
Qtreiber
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Mo Mai 09, 2022 20:00

DWEWT hat geschrieben:30% bis 2030. Nein, das ist kein Witz! C.Bonusmeilen-Özdemir hält an diesem Ziel fest. Damit hat er sich als weit von der Realtität enfernt stehend geoutet. In ST wird es mittelfristig fast gar keinen Zuwachs im Öko-Landbau geben. Andere Länder haben, durch die Festsetzung der Förderprämien für den nächsten Förderzeitraum, indirekt ins gleiche Horn gestoßen. Nur CBÖ möchte, mit Maßnahmen die bis zum Jahresende feststehen sollen, den Öko-Landbau hochjagen. Das wird definitiv nicht gelingen! Und das ist auch gut so!

Mit den Zielen ist das so eine Sache.
War nicht auch mal 20% bis 2020 im Gespräch bzw. Verdopplung der Bio-Produktion in Bayern bis 2020 ?
Beide Ziele wurden weit verfehlt.

Ob Junglandwirte des Jahres 2030 sich noch an einen Landwirtschaftsminister Özdemir erinnern werden ?
Ich glaube nicht.

Erhöhung von Bio in D ist unweigerlich mit Ausweitung von Ackerflächen in Drittländern und Abholzung des Urwaldes verbunden.
Es fehlt halt einfach vorn und hinten am Ertrag.

Und ich esse lieber Rumsteak und trink ein Weizen statt Ackerfuchsschwanz-Smoothie und Distel-Tee.

Gruß
Wini
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Isarland » Mo Mai 09, 2022 20:08

Als eingefleischter Bio habe ich da auch keinen Mangel. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Mo Mai 09, 2022 20:16

Isarland hat geschrieben:Als eingefleischter Bio habe ich da auch keinen Mangel. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

An Ackerfuchsschwanz und Disteln? :mrgreen: :mrgreen:
Qtreiber
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Isarland » Di Mai 10, 2022 8:41

Qtreiber hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Als eingefleischter Bio habe ich da auch keinen Mangel. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

An Ackerfuchsschwanz und Disteln? :mrgreen: :mrgreen:


Was ist Afu und Distel?
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Mai 10, 2022 21:02

Wini hat geschrieben:
Und ich esse lieber Rumsteak und trink ein Weizen statt Ackerfuchsschwanz-Smoothie und Distel-Tee.



Smoothie und Tee wären sicher sehr gesund! Ich fage mich allerdings, was ist ein "Rumsteak"? Gibt es jetzt schon Alkohol in fester Form, der vor dem Genuss, entsprechend der Vorliebe des Verzehrenden, mit mehr oder weniger viel Hitze aufbereitet werden muss? Oder gab es vorher schon mehrere "Weizen"? :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Marian » Di Mai 10, 2022 21:46

Schreiben darf jeder Rindfleisch Liebhaber es wie er möchte. Ich bin da nicht so streng.
Wichtig ist: sie essen Rind :mrgreen:

Zum Thema.
Nie hätte ich gedacht, dass die Zwangsökologiesierung so schnell und fürchterlich scheitert.
Erst Recht nicht mit den Grünen in Berlin in der Regierung.
Ernährungssicherheit war halt all zu lang kein must have, die Sicherheit der Ernährung war einfach gegeben.
Mit Spannung verfolge ich was unser User DWEWT nach Auslaufen seiner Verpflichtungen tut.
Da ist der wirtschaftliche Aspekt nämlich wohl nie einer Ideologie gewichen. Wie gesagt. Ich lese gespannt mit.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Mai 11, 2022 11:10

Die Hinwendung der Verbände zu den konv. Vermarktern zeigt nun erste Konsequenzen. Nach dem Boom-Jahr 2020 und dem immer noch ansprechende 1. Halbjahr 2021, gehen die Umsätze im Bio-Fachhandel zurück. Während Hofläden und kleinere Naturkostgeschäfte weitgehend stabil bleiben, sind bei einigen Bio-Supermärkten die Umsätze z.T. erheblich zurückgegangen. Die aktuelle Situation dürfte diesen Trend noch verstärken. Da kommen dann die konv. Ramscher mit ihrem Billig-Bio-Angebot bei den sehr preisbewusst einkaufenden Bio-Konsumenten sehr gut an. Auch der Öko-Großhandel hat nun sein Kratzen. Da werden den kleineren Läden z.T. utopische Mindestbestellwerte auferlegt oder man wird gar nicht mehr beliefert. Wie war das noch mit "klein und regional"? Davon ist keine Rede mehr. Du gehörst zu den Großen oder du bist weg vom Fenster, ist die Devise! Soziales Verhalten ist Schnee von gestern! Während dessen publizieren die Öko-Verbände noch lustig Aufwärtstrends. Die Chefin des BÖLW verlangt gar vor dem HIntergrund des aktuellen Geschehens verstärkter Betrebungen zum Ausbau des Ökolandbaus. Man könnte meinen, die lebt auf einem anderen Planeten! Die Zurückhaltung der Öko-Konsumenten spiegelt sich auch in der Entwicklung der Erzeugerpreise wieder. Bio-Rindfleischpreise sind auf dem Rückzug und über die Getreidepreise für die bevorstehende Ernte, möchte noch niemand so recht sprechen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Mi Mai 11, 2022 21:07

DWEWT hat geschrieben:Du gehörst zu den Großen oder du bist weg vom Fenster,

Hallo,
wie verhält sich da Denree grad? die waren früher schon nicht einfach.
Aber ich weiss von einem guten Bekannten der am Stuttgarter Hafen einen Biogrosshandel betrieb (war jetzt Afd Kandidat in Reutlingen) so ändert sich Mensch und Welt;der Markt war hart die letzten Jahre.
Kleine Story: Wie ich beim HansJörg letztes mal war, fuhr eine superhübsche Blonde(ca 35) zum abladen mit nem 38tonner in den Hof. Und er erklärte mir dass ist die Chefin von nem grossen Laden in Italien und die liefert Ihr Obst immer selbst aus . Sie vermeidet damit Nachverhandlungen wg Qualit¨t usw. Bei der Frau kannste nicht nein sagen, oder Preis drücken.
Hat mich beeindruckt.
Gruss Christian
P.S.
die Fa ist: https://ecofit-biofrucht.de.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Mai 12, 2022 6:57

Moin,

derzeit haben fast alle die im Naturkostbereich tätig sind Probleme. Die Annahme, dass die Entwicklung aus 2020 so weitergehen würde, war eine komplette Fehleinschätzung. Ein Biogroßhändler hat sich mit einer Dependence in Süddeutschland eine blutige Nase geholt. Nun versucht er, Entlastungen auf der Kostenseite herbeizuführen, indem er die kleinen Bio-Ladner mit höheren Mindestbestellwerten traktiert. Die Wirkung des Bio-Angebotes bei den Discountern zeigt jetzt, vor dem Hintergrund eines preisbewussteren Einkaufens, erst so richtig seine Wirkung. Zunehmend kaufen auch die "harten" Ökos dort. Bei dennree kommt dazu, dass die Sache mit Eichigt nicht wirklich rund läuft. Die Molkerei Herzblatt hat ihren Betrieb aufgegeben und Eichigt verarbeitet die MIlch jetzt selbst. Deren Produkte werden von dennree sehr beworben aber sie befinden sich, schon wegen der Verarbeitung, im Hochpreissegment. Das wirkt augenblicklich sehr begrenzend auf den Absatz. Die Einrichtung neuer dennree-Läden wird geschoben. Abwarten wie der Markt sich unter den augenblicklichen Bedingungen entwickelt, ist bei vielen angesagt. Dennree wird weiter wachsen und die Konzentration auf der Angebotsseite wird im Handel zunehmen. Es kommt genau das, was wir es vor fast 40 Jahren unbedingt verhindern wollten! Die kleinen Läden werden, durch Abstimmung der Kunden, geehrt für Service, Kompetenz, Freundlichkeit, Flexibilität und Kundenorientierung und die Großen machen die Geschäfte. Ich bin sehr gegen Plattitüden aber an der Aussage: "Früher war es besser", bezogen auf den Ökomarkt, ist viel Wahres!
Zusatz: Heute berichtet Topagrar über das Konsumentenverhalten. Angeblich sind diese bereit, wenn sich die Firmen/Betriebe sozial engagieren und faire transparent erzeugte Produkte anbieten, dort auch zuzugreifen. Das Angebot an fair produzierter Ware ist längst vorhanden. Es fehlt an Nachfrage! Wie kann das sein? :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Do Mai 12, 2022 9:10

Gestern im SWR die Nachricht, dass im Bio-Einzelhandel (wohl wegen der momentanen Umstände) die Umsätze um 18% zurückgegangen seien.
Qtreiber
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Hofglongge » Do Mai 12, 2022 9:21

Ich habs vor geraumer Zeit hier schon geschrieben : Die ökologisch produzierenden Betriebe beispielsweise im Obstbau gehen denselben Weg wie vor ein paar Jahren ihre konventionellen Kollegen .
Dabei ist der Verlauf derselbe .
Falsche Versprechungen : " Wettbewerbsvorteil durch IP , Alleinstellungsmerkmal durch IP , Preisvorteil durch IP , blablabla ... " .
Und in Wirklichkeit : Standardisierung durch den LEH mit eigenen Vorgaben und Preisdrückerei durch Überangebot .
Und wenn jetzt noch im Oktober die 12 Euro Mindestlohn winken ist das in Verbindung mit den hohen Energiepreisen nicht nur für die konventionellen Betriebe nicht mehr machbar sonder ganz besonders für die biologisch wirtschaftenden unmöglich .
Da macht es auch keinen Sinn immer mehr zu wachsen , ich glaube eher besondes im Bio Bereich werden die Betriebe überleben die durch ihre geringe Größe vieles noch selbst erledigen können und dann in Verbindung mit einem guten Standort mit Privatvermarktung und demenstprechendem Kundenkreis hier noch ihre Nische finden können .
Großbetriebe die abhängig sind von " Genosssenschaft " und LEH werden bei diesen immens hohen Produktionskosten in Deutschland keine Chance mehr haben .
Das gilt für die konventionell wirtschaftenden gleichermaßen wie für die ökologisch / biologisch wirtschaftenden .
Die konventionellen ziehen reihenweise ihre Konsequenzen daraus , was sich in der Anzahl der Hofnachfolger niederschlägt . Man kann nur hoffen dass die ökologischen auch so ehrlich zu ihrem Nachwuchs sind .
Hofglongge
 
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