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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon heico » Fr Apr 29, 2022 6:51

gut zusammengefasst.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon wastl90 » Fr Apr 29, 2022 8:40

Bei (fast) gleichen Erzeugerpreisen dürfte klar sein, dass gerade kein Betrieb hochmotiviert ist auf Bio umzustellen. Ein paar Idealisten wird es geben. Aus wirtschaftlichen Gründe sind eben derzeit nicht da.
Bio hat zur Zeit, wie alle höherpreisigen Lebensmittel, derzeit einfach das Nachsehen. Die eigentlich notwendigen Preiserhöhungen traut sich keiner durchzuziehen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Mai 03, 2022 12:24

30% bis 2030. Nein, das ist kein Witz! C.Bonusmeilen-Özdemir hält an diesem Ziel fest. Damit hat er sich als weit von der Realtität enfernt stehend geoutet. In ST wird es mittelfristig fast gar keinen Zuwachs im Öko-Landbau geben. Andere Länder haben, durch die Festsetzung der Förderprämien für den nächsten Förderzeitraum, indirekt ins gleiche Horn gestoßen. Nur CBÖ möchte, mit Maßnahmen die bis zum Jahresende feststehen sollen, den Öko-Landbau hochjagen. Das wird definitiv nicht gelingen! Und das ist auch gut so!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mai 03, 2022 15:59

DWEWT hat geschrieben:30% bis 2030. Nein, das ist kein Witz!


Irgendwer muss ja billige Lebensmittel auf den Markt schmeißen und das ist nun mal in Zukunft die Ökolandwirtschaft.
Ist Biomilch ab Mai billiger für die aufnehmende Hand?
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Mai 04, 2022 5:58

Wir dürfen jetzt aber nicht die Preisgestaltung auf der Erzeugerseite mit der Preisgestaltung auf der Konsumentenseite durcheinander bringen. Noch kostet ein Liter konv. MIlch zwischen 1.09 und 1,29€. Für Biomilch, obwohl sie in der Erzeugung nur unwesentlich besser bezahlt wird als die konv. Milch, werden immer noch zwischen 1,49 und 1,75€ verlangt. Genau das ist für Bio-Erzeuger höchst unbefriedigend. Wer macht sich da die Taschen voll? Selbst beim Rindfleisch, wo wir schon die Preisführerschaft der konv. Seite haben, ist es auf der Konsumentenseite genau umgekehrt. Biofleisch ist nach wie vor für Konsumenen erheblich teurer als konv. Fleisch. Stellt sich die gleiche Frage. Auch beim Getreide droht uns Ökos in der kommenden Ernte ein ähnliches Desaster. Ich kann nur alle Öko-Erzeuger dazu aufrufen, sich der drohenden Preisgestaltung durch die Abnehmer zu widersetzen. Verkauft euer Bio-Getreide konventionell, wenn es der Preis hergibt!
Zum 30.06.2022 läuft mein Vertrag mit meinen Schlachtrinderabnehmern aus. Meine bisherigen Anfragen, bezüglich der Preisgestaltung für den Zeitraum bis 31.12.2022, ergaben für mich keinen Anreiz die Bio-Vermarktung fortzusetzen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon AEgro » Mi Mai 04, 2022 7:45

DWEWT hat geschrieben:......... Genau das ist für Bio-Erzeuger höchst unbefriedigend. Wer macht sich da die Taschen voll? Selbst beim Rindfleisch, wo wir schon die Preisführerschaft der konv. Seite haben, ist es auf der Konsumentenseite genau umgekehrt. Biofleisch ist nach wie vor für Konsumenen erheblich teurer als konv. Fleisch. Stellt sich die gleiche Frage. Auch beim Getreide droht uns Ökos in der kommenden Ernte ein ähnliches Desaster.........

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich will das undurchsichtige Gebahren der Bioverbände und des Handels nicht schönreden.
Aber es gilt auch in der Lebenmittlbranche der betriebswirtschaftlicher Grundsatz der abnehmenden Stückkosten.
D. h. die Verarbeitung und Vermarktung der geringen Biomengen gegenüber der Masse an Konviprodukten ist mit höheren
Grundkosten pro Stück belastet.
Die immer mehr zunehmenden Kontroll, Zertifizierungs und Kosten für Werbmaßnahmen tun ihr Übriges um Biolebensmittel
zusätzlich zu belasten.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Sa Mai 07, 2022 21:05

Krieg und Bioprodukte passen aktuell nicht gut zusammen.
Die Nahrungsmittelsicherheit ist angesichts des russischen Angriffes auf die Ukraine
höher zu bewerten als "Nachhaltigkeit" im Ackerbau mit gezielter, staatlich geförderter
Produktionsminderung um 60 Prozent.

Der Bio-Boom ist zu Ende

Gruß
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Sa Mai 07, 2022 23:04

Wini hat geschrieben:Krieg und Bioprodukte passen aktuell nicht gut zusammen.
Die Nahrungsmittelsicherheit ist angesichts des russischen Angriffes auf die Ukraine
höher zu bewerten als "Nachhaltigkeit" im Ackerbau mit gezielter, staatlich geförderter
Produktionsminderung um 60 Prozent.

Der Bio-Boom ist zu Ende

Gruß
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Das ist deine Meinung....
Was meinst du wohl wofür die Kürzungen der ersten Säule verwendet werden ?
Richtig , die Gelder finden sich in der zweiten Säule für Agrarumweltprogramme wieder , und glaub mir , keines der angebotenen agrarumweltmassnahmen dienen der produktionsteigerung......
Und bevor du jetzt gleich wieder gegen die biokollegen hetzt , wirf mal einen Blick auf die Förderungen, da gibt es oft gravierende Unterschiede zu gunsten der konventionellen Landwirtschaft.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Mai 08, 2022 7:07

Wini hat geschrieben:
Der Bio-Boom ist zu Ende



:lol: Ich sage nur: 30% bis 2030!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Frankenbauer » So Mai 08, 2022 11:00

Ich sag dagegen, dass der Umsatz nur 6% des Lebensmittelumsatzes ausmacht, wo bleibt der Rest?
Hier in der Region gibt es ganz selten mal erfolgreiche Bio- Kollegen (waren schon als Konvis an der Spitze), dafür aber massig Kleinlandwirte, die ihr Heu für die letzten Jahre ihrer "Landwirtskarriere" noch als Bio vermarkten aber eigentlich nur die Prämien abgreifen.

Gruß

Werner
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Mai 08, 2022 18:00

Frankenbauer hat geschrieben:Ich sag dagegen, dass der Umsatz nur 6% des Lebensmittelumsatzes ausmacht, wo bleibt der Rest?
Hier in der Region gibt es ganz selten mal erfolgreiche Bio- Kollegen (waren schon als Konvis an der Spitze), dafür aber massig Kleinlandwirte, die ihr Heu für die letzten Jahre ihrer "Landwirtskarriere" noch als Bio vermarkten aber eigentlich nur die Prämien abgreifen.

Gruß

Werner


Wenn das lediglich "Kleinlandwirte" sind, dann bleibt die abgegriffene Kohle ja auch mehr als im Rahmen.Nur Kohle abgreifen gibt es natürlich nicht. Auch diese Kollegen müssen die Vorgaben einhalten. Kohle abgreifen ohne Gegenleistung gab es z.B. bei der "Bauernmilliarde". Die 6% beziehen sich auf den Warenumsatz. Der Anteil am monetären Umsatz ist, aufgrund des i.d.R. höheren Preises für Bio-Produkte, natürlich höher.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Frankenbauer » So Mai 08, 2022 19:25

6% UMSATZanteil!

Gruß

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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Öchslemacher » So Mai 08, 2022 21:52

Seid doch froh wenn die Produktion klein gehalten wird. Es kann doch nicht sein das wir in unserem kleinen Deutschland alle der Meinung sind wir müssen die Welt ernähren oder gar das Klima retten.So toll sind WIR nicht
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Öchslemacher » So Mai 08, 2022 21:54

Ich belaste nicht mein Umfeld damit andere auf billigste Art den Bauch voll bekommen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Mai 09, 2022 6:34

Frankenbauer hat geschrieben:6% UMSATZanteil!

Gruß

Werner


Das Umweltbundesamt weist für 2019 einen Umsatzanteil von 9% aus und für 2020 einen Anteil von 10,5%! (monetär)
In 2021 ist der Anteil noch einmal um ca. 1,8% gestiegen. Somit lagen wir Ende 2021 bei 12,3%! :wink:
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