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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Mai 25, 2022 10:16

LUV4.0 hat geschrieben:Wer das Umweltbundesamt als Quelle zuverlässiger Informationen zur Hand nimmt, disqualifiziert sich für eine ernsthafte Diskussion selbst. Was kommt als nächstes? Das Senkenberg Institut zur zuverlässigen Bestimmung von Wolfsrissen?


Auf der Suche nach der Wahrheit muss man immer links und rechts gucken! Alte chinesische Spruchweisheit. Dass viele Bauern nur eine Blickrichtung und somit auch nur eine Wahrheit haben, fällt der Landwirtschaft seit geraumer Zeit auf die Füße. Ich nenne hier nur grüne Gentechnik und rote Gebiete. Wer seinen Standpunkt klarmachen will, der muss beide/alle Seiten kennen. Mir ist es lieber, ich lese bisweilen merkwürdige Quellen, als dass ich mich in einer Blase wiederfinde. Dafür dass wir kein großflächiges NItratproblem im Grundwasser haben, gibt es nicht eine verlässliche Quelle! Kommt mir jetzt bitte nicht mit euren individuellen Werten.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mi Mai 25, 2022 10:18

Grundsätzlich stimmen ja die Zahlen vom Bundesumwelt Amt, nur werden die sehr "interessant" dort interpretiert.
Man muss eigentlich die Zahlen in den Berichten betrachten, nicht was die dazu schreiben.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Mi Mai 25, 2022 10:35

DWEWT hat geschrieben:Dafür dass wir kein großflächiges NItratproblem im Grundwasser haben, gibt es nicht eine verlässliche Quelle! Kommt mir jetzt bitte nicht mit euren individuellen Werten.


Das streitet ja auch Niemand ab. Die URSACHE für diese hohen Werte ist allerdings nicht belegt! Beziehungsweise ist nicht nachgewiesen, dass die böse konventionelle Landwirtschaft dafür verantwortlich ist.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Mai 25, 2022 11:10

LUV4.0 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Dafür dass wir kein großflächiges NItratproblem im Grundwasser haben, gibt es nicht eine verlässliche Quelle! Kommt mir jetzt bitte nicht mit euren individuellen Werten.


Das streitet ja auch Niemand ab. Die URSACHE für diese hohen Werte ist allerdings nicht belegt! Beziehungsweise ist nicht nachgewiesen, dass die böse konventionelle Landwirtschaft dafür verantwortlich ist.


Es ist sehr wohl nachgewiesen, dass die deutsche Landwirtschaft dieses Problem mit verursacht hat! Auch da war es in der Vergangenheit so, dass mit Stoffen die billig sind, recht leichtfertig umgegangen wurde. Das Sicherheitsdenken der Landwirte in Bezug auf die Quantität und Qualität ihrer Ernte, ließ manchen N-Luxuskonsum zu. Man beachte einfach mal den N-Saldo der letzten 5 Jahre.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon broitbeil » Mi Mai 25, 2022 11:11

Neulich habe ich was interssantes gelesen:

Der Rückgang der Insekten kommt stark vom Rückgang der Weidehaltung.
Ein Kuhfladen ist die Grundlage für 300g Insekten-Biomasse.
Ob ich 150ha Erdbeeren/Spargel als Bio, oder 200ha Mais/Weizen konvi mache ist von der Artenvielfalt her wahrscheinlich ziemlich egal.

Der 20 Kuh Betrieb kommt nicht zurück, egal ob bio der konvi, meine Meinung.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Mai 25, 2022 11:58

Wir haben kein repräsentatives Messnetz, dass in seiner Qualität den EU Anforderungen genügen würde und laut Till Backhaus ist es nicht dazu gedacht/geeignet die Ursachen abzuleiten.

Tatsache ist, dass die Nitratwerte über Jahrzehnte zurück gegangen sind, obwohl N recht günstig zu haben war in der Vergangenheit. Ausnahmen von diesem Trend sind oft in Biogasgegenden zu finden.
Und zusammenhängende Problemgebiete decken sich oft mit entsprechenden Bodenarten, die dafür anfällig sind. Diese ganzen Gegenden würde man wohl nur mit deutlichen Ertragsrückgängen „konform“ machen können. Als Grünlandbauer in der Marsch muss mich das nicht jucken. Als Bürger dieser Gesellschaft schon.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Mai 25, 2022 12:05

Warum findet man die höchsten Nitratwerte in Regionen mit der höchsten Viehdichte? Zufall? Wohl kaum! Übrigens, N ist nicht bodenbürtig!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Mai 25, 2022 12:06

broitbeil hat geschrieben:Neulich habe ich was interssantes gelesen:

Der Rückgang der Insekten kommt stark vom Rückgang der Weidehaltung.
Ein Kuhfladen ist die Grundlage für 300g Insekten-Biomasse.
Ob ich 150ha Erdbeeren/Spargel als Bio, oder 200ha Mais/Weizen konvi mache ist von der Artenvielfalt her wahrscheinlich ziemlich egal.

Der 20 Kuh Betrieb kommt nicht zurück, egal ob bio der konvi, meine Meinung.


Wenn man davon ausgeht, dass der Rückgang angeblich seit den 80ern 90ern Fahrt aufnimmt, muss man sich natürlich fragen, was sich geändert hat. Tierzahlen sind gesunken, Düngungsintensität ist gesunken, PSM sind in Aufwand und Giftigkeit gesunken gleichzeitig die Anwendungsbeschränkungen dazu ausgeweitet worden. Was machen wir sonst noch anders?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Mai 25, 2022 12:11

DWEWT hat geschrieben:Warum findet man die höchsten Nitratwerte in Regionen mit der höchsten Viehdichte? Zufall? Wohl kaum! Übrigens, N ist nicht bodenbürtig!

Dazu gibt es Übersichtskarten. Kann mit den Tierzahlen übereinstimmen, muss aber nicht. Es gibt Gegenden mit hoher Tierdichte, da gibt es erhöhte Werte und Gegenden, da gibt es diese Übereinstimmung nicht. Gleichzeitig gibt es fast viehlose Regionen mit erhöhten Werten. Übereinstimmung mit Bodenarten ist deutlich höher. Das hat u.a. was mit der Fähigkeit zur Denitrifikation und der generellen Durchlässigkeit zu tun.
Seit der Wiedervereinigung sind die Tierzahlen (Gewichtsbezogen) um etwa ein Drittel zurück gegangen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon lukaß » Mi Mai 25, 2022 12:40

Was ist ein " Nitratproblem " ? Gibt es Menschen, Tiere oder Pflanzen die durch Nitrat ein Problem haben? Nitrat ist existenziell und diese sogenannte 50mmg Grenze ist nicht absolut sondern rein fiktiv . Sie könnte auch 10 oder 100 sein. Bis jetzt kenne ich niemanden/nix was zu Schaden gekommen wäre. Wer weiß mehr?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon egnaz » Mi Mai 25, 2022 13:19

DWEWT hat geschrieben:Warum findet man die höchsten Nitratwerte in Regionen mit der höchsten Viehdichte? Zufall? Wohl kaum! Übrigens, N ist nicht bodenbürtig!

Das ist doch nicht verwunderlich.
Die Tierhaltung hat sich auf den schwachen durchlässigen Böden entwickelt, weil dort nicht die Qualitäten und Mengen für einen rentabelen Ackerbau geerntet werden konnte. Durch die Güllewirtschaft mit dem Verbleib des Strohs, ist der Humusgehalt auf diesen Böden merklich gestiegen.
Das manche Betriebe das Maß dabei verloren haben, ist nicht zu bestreiten.
Anerkennen muss man aber auch die Veränderungen der letzten Jahre. Die Mengen sind genau erfasst, die max Ausbringmenge ist festgelegt und der Ausbringzeitraum ist bestimmt. Das wird langfristig die N Verlagerung senken. Dazu dann noch die Ausbringung unter Bedarf in den roten Gebieten. Während bei Wirtschaftsdünger das noch durch Verringerung der Verluste ausgeglichen werden kann, führt das bei reiner Mineraldüngung zu sinkenden Erträgen, wenn man die Vorgaben Ernst nimmt. Man gerät dann in eine Abwärtsspirale aus sinkenden Erträgen und daraus folgenden sinkenden Bedarfswerten und landet dann irgendwann im Bioanbau.
Das kann man sich bei unseren dänischen Kollegen ja anschauhen. Die haben das ja schon wieder hinter sich gelassen.
Gruß Eckhard
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Mi Mai 25, 2022 14:04

DWEWT hat geschrieben:Es ist sehr wohl nachgewiesen, dass die deutsche Landwirtschaft dieses Problem mit verursacht hat! Auch da war es in der Vergangenheit so, dass mit Stoffen die billig sind, recht leichtfertig umgegangen wurde. Das Sicherheitsdenken der Landwirte in Bezug auf die Quantität und Qualität ihrer Ernte, ließ manchen N-Luxuskonsum zu. Man beachte einfach mal den N-Saldo der letzten 5 Jahre.


Aha! Jetzt sind wir also schon bei MIT verursacht. Deine Quelle, das Umweltbundesamt sieht die alleinige Schuld bei der konventionellen Landwirtschaft. Erwiesen ist da überhaupt nichts, auch wenn das vielleicht in dein Weltbild der konventionellen Landwirtschaft passt. Es kann (!) durchaus sein, dass die Landwirtschaft eine Mitschuld trägt. Bevor du und deine Kumpels vom Umweltbundesamt euch soweit aus dem Fenster lehnen, solltet ihr allerdings mal die Industrie und die Abwassersysteme genauer unter die Lupe nehmen, auch wenn es unbequeme Wahrheiten zum Vorschein bringen könnte.


Hier steht übrigens unweit von mir ein Hühnermobil. Das ganze Jahr von Frühjahr bis Herbst an der selben Stelle. Je nachdem aus welcher Richtung du kommst, kannst du ja mal eine Bodenprobe bei deinem Kollegen nehmen, falls du mal wieder auf den Weg zu Karsten sein solltest. n8
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Mi Mai 25, 2022 14:07

DWEWT hat geschrieben:Warum findet man die höchsten Nitratwerte in Regionen mit der höchsten Viehdichte? Zufall? Wohl kaum! Übrigens, N ist nicht bodenbürtig!


Wir haben in ganz Niedersachsen die geringste Viehdichte, aber sind mitten drin im roten Gebiet. Du solltest deine Zusammenhänge dringend überprüfen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Mai 25, 2022 14:33

LUV4.0 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Warum findet man die höchsten Nitratwerte in Regionen mit der höchsten Viehdichte? Zufall? Wohl kaum! Übrigens, N ist nicht bodenbürtig!


Wir haben in ganz Niedersachsen die geringste Viehdichte, aber sind mitten drin im roten Gebiet. Du solltest deine Zusammenhänge dringend überprüfen.


Mit "wir" meinst du wohl deinen Hof/deine Flächen? Im südwestlichen Niedersachsen befindet sich die höchste Viehdichte der Bundesrepublik! Niedersachsen insgesamt, ist das Bundesland mit der höchsten Viehdichte!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Mi Mai 25, 2022 16:18

Nö..mit ,,wir" meine ich meine Region, im nordöstlichen Niedersachsen! Hier ist es sehr (!) Vieharm! Wir gehören mit unserem Milchvieh schon zu den Ausnahmen. Der Südwesten von Niedersachsen ist weit weg. Genau so wie die Viehreichen Regionen um Vechta/Cloppenburg.
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