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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Otto Mohl » Mo Sep 12, 2022 21:31

Rosenkrantz ist schon bei Saat-Gerste ausverkauft und bei Roggen fast. Im Anbieten sehr lustlos. Hab wegen der Lustlosigkeit auch zum ersten Mal überhaupt Wettbewerber gesucht. Vom einen kam die Antwort "Wunschsorte wegen fehlender Keimfähigkeit aberkannt", der andere hat statt Bigbag Minisäcke angeboten und wollte wegen Neukunde dick Vorkasse. Ich hab's mal riskiert. Wenn das klappt, hat der Marktführer mich als Kunde dauerhaft verloren.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Sep 13, 2022 7:11

farmerpirat hat geschrieben:Habe heute nochmal rum telefoniert und bei der Gelegenheit ein paar grobe aktuelle Preise von anderer Seite bekommen

Weizen je nach Qualität: Ende 40 bis Ende 50 Euro/dt
Gerste: Anfang bis Mitte 40
Dinkel: 40, (haben wollte ihn aber keiner :regen: )
Schälhafer:40
Körnererbsen:61

Ich habe noch ein Erbsen-Hafergemenge liegen. Ca. 50/50 Erbse/Hafer wie gestaltet ihr bei einem Gemenge die Preisfindung, einfach auf die Komponenten runter rechnen?


Ja! Anteile schätzen und bewerten.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Sep 13, 2022 7:45

Otto Mohl hat geschrieben:Rosenkrantz ist schon bei Saat-Gerste ausverkauft und bei Roggen fast. Im Anbieten sehr lustlos. Hab wegen der Lustlosigkeit auch zum ersten Mal überhaupt Wettbewerber gesucht. Vom einen kam die Antwort "Wunschsorte wegen fehlender Keimfähigkeit aberkannt", der andere hat statt Bigbag Minisäcke angeboten und wollte wegen Neukunde dick Vorkasse. Ich hab's mal riskiert. Wenn das klappt, hat der Marktführer mich als Kunde dauerhaft verloren.


Die neuen Vorgaben zur Saatgutverwendung im Ökolandbau bringen auch in anderen Bereichen Probleme mit sich. Wer im Spätsommer noch Mischungen für die Weidenachssat oder gar für den Ackerfeldfutterbau ordern wollte, bekam oft die Auskunft, dass bestimmte Mischungspartner komplett ausverkauft sind. Aus dem europäischen Ausland sind große Mengen in den asiatischen Raum abgeflossen, bzw. konnten Flächen aufgrund der Trockenheit gar nicht vollumfänglich beerntet werden. Das Preisniveau von über 650€/100kg für die Weidenachsaat ist schon happig. Bei Aussaat von 15kg/ha plus Kosten für die Aussaat, ist man schnell bei 140€/ha Gesamtkosten. Wenn dann nicht genügend aufläuft, ist der finanzielle Schaden erheblich. Unten steigen die Kosten und oben brechen die Erlöse ein. Tolle Zeiten!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Di Sep 13, 2022 8:05

farmerpirat hat geschrieben:Habe heute nochmal rum telefoniert und bei der Gelegenheit ein paar grobe aktuelle Preise von anderer Seite bekommen

Weizen je nach Qualität: Ende 40 bis Ende 50 Euro/dt
Gerste: Anfang bis Mitte 40
Dinkel: 40, (haben wollte ihn aber keiner :regen: )
Schälhafer:40
Körnererbsen:61

Ich habe noch ein Erbsen-Hafergemenge liegen. Ca. 50/50 Erbse/Hafer wie gestaltet ihr bei einem Gemenge die Preisfindung, einfach auf die Komponenten runter rechnen?
Mir hat letzte Woche der Chef vom Lagerhaus erzählt, daß er sich jahrelang gegen Dinkelannahme (konvi) geweigert hat. Heuer hat er sich dem doch gefügt, aufgrund von vermehrten Anfragen. Bis jetzt hat er von Verarbeitern nur Absagen erteilt bekommen, ode einen Preis (max. 20€/dz) der unterirdisch ist. :?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Sep 13, 2022 8:17

Nachdem das Anbaujahr19/20, aufgrund geringer Dinkelanbaufläche, exorbitante Preise bewirkte und die Anbaufläche 20/21 extrem ausgebaut wurde, ist der Dinkelpreis für öko und konv. Ware auch aufgrund von noch vorhandenen Vorräten, augenblicklich extrem schlecht. So ähnlich sieht es allerdings auch bei anderen Exoten aus. Auch Einkorn und Emmer werden sehr verhalten nachgefragt weil die daraus hergestellten Backwaren einfach recht teuer sind und augenblicklich eher nicht nachgefragt werden. Die Rückkehr zu den Standardbackwaren zu günstigen Preisen, lässt z.B. die Roggennachfrage wieder steigen. Roggen könnte für den bevorstehenden Anbau ein Tipp sein.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Di Sep 13, 2022 19:09

Die hohe Inflation ist einer der Sargnägel des Bio-Anbaus.

Gruß
Wini
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Sep 13, 2022 19:20

Wini hat geschrieben:Die hohe Inflation ist einer der Sargnägel des Bio-Anbaus.

Gruß
Wini


Wieso? Die Biolebensmittel sind doch zum Teil günstiger als die Konv. Produkte. Überspitzt könnte man sagen: Bio ist das neue "Geiz ist geil"! Oder: Bio reduziert die Inflation!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Di Sep 13, 2022 21:11

DWEWT hat geschrieben:
Wieso? Die Biolebensmittel sind doch zum Teil günstiger als die Konv. Produkte. Überspitzt könnte man sagen: Bio ist das neue "Geiz ist geil"! Oder: Bio reduziert die Inflation!

Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
Wini hat recht.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Sep 14, 2022 6:11

Hab ich nicht! Geringe Preis sind ein Mittel gegen die Inflation, das dürfte allgemein anerkannt sein. Wenn die Preise für Bio-Waren günstiger sind als für Konvi-Waren dann kann man Bio-Produkte als Inflationsbremser bezeichnen. Dass das alles absurd ist, darüber müssen wir nicht reden. Darüber, dass Wini´s Aussage eher Wunsch als Tatsachenbeschreibung ist, auch nicht!
Übrigens, partielles Sterben würde der Ökoszene ganz gut tun! :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Mi Sep 14, 2022 6:16

DWEWT hat geschrieben:Hab ich nicht!

Wini sagt: Die hohe Inflation schadet dem Bio-Anbau. Und, dass durch die Inflation weniger Bio-Produkte gekauft werden, darüber waren wir uns doch alle einig, oder nicht?
Er sagt NICHT: Der Bio-Anbau verursacht die Inflation.
Qtreiber
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Sep 14, 2022 6:42

Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Hab ich nicht!

Wini sagt: Die hohe Inflation schadet dem Bio-Anbau. Und, dass durch die Inflation weniger Bio-Produkte gekauft werden, darüber waren wir uns doch alle einig, oder nicht?
Er sagt NICHT: Der Bio-Anbau verursacht die Inflation.


Das ist als Augenblickaufassung falsch. Inflationsfolge ist die Einschränkung des Konsums. Der jedoch richtet sich aus an den Preisen für das Produkt. Wenn, wie es heute gar nicht mehr die Ausnahme ist, das Bio-Produkt billiger ist als das Konvi-Produkt, dann greifen die Konsumenten zum Bio-Produkt. Somit haben die konvi- Kollegen das Nachsehen. Das ist doch nicht so schwierig. Wenn die Kosten im Konvi-Anbau überproportional steigen (Dünger/PSM), dann gerät der Bio-Anbau in Vorteil. Das augenblickliche Missverhältnis von aktuellen konv. Getreidepreisen und Produktionsmittelkosten, lässt die Zukunft eher schlecht aussehen. Die Bio-Erzeugung wird, verglichen mit der konvi-Erzeugung, günstiger! Wie sich die jetzige Situation mittelfristig auswirken wird, kann man nur spekulieren. Klar ist auch, dass diese Situation weit mehr konvi-Betriebe ins Aus drängen wird als Bio-Betriebe. Dass es für diese nicht so weit kommen soll, dafür muss Özdemir sorgen, weil er am Ziel 30/2030 unbedingt festhalten will. :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Sep 14, 2022 9:55

Otto Mohl hat geschrieben:Rosenkrantz ist schon bei Saat-Gerste ausverkauft und bei Roggen fast. Im Anbieten sehr lustlos. Hab wegen der Lustlosigkeit auch zum ersten Mal überhaupt Wettbewerber gesucht. Vom einen kam die Antwort "Wunschsorte wegen fehlender Keimfähigkeit aberkannt", der andere hat statt Bigbag Minisäcke angeboten und wollte wegen Neukunde dick Vorkasse. Ich hab's mal riskiert. Wenn das klappt, hat der Marktführer mich als Kunde dauerhaft verloren.


Ist der neue Lieferant vielleicht die Ökok.N.? Falls ja, musst du sehr auf zeitgerechte Lieferung drängen. Da arbeiten viele, die wenig Erfahrung mit der ldw. Praxis haben. Ansonsten kann ich nur dazu raten, nach Vermehrern mit eigener Aufbereitung zu schauen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon farmerpirat » Mi Sep 14, 2022 17:58

Rosenkrantz ist schon bei Saat-Gerste ausverkauft und bei Roggen fast. Im Anbieten sehr lustlos. Hab wegen der Lustlosigkeit auch zum ersten Mal überhaupt Wettbewerber gesucht. Vom einen kam die Antwort "Wunschsorte wegen fehlender Keimfähigkeit aberkannt", der andere hat statt Bigbag Minisäcke angeboten und wollte wegen Neukunde dick Vorkasse. Ich hab's mal riskiert. Wenn das klappt, hat der Marktführer mich als Kunde dauerhaft verloren.

Ein weiterer Mitbewerber in der Region wäre die VGS ebf. in NMS falls noch nicht bekannt war, dass man dort auch als Nichtmitglied handeln kann.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Sep 14, 2022 18:07

farmerpirat hat geschrieben:
Rosenkrantz ist schon bei Saat-Gerste ausverkauft und bei Roggen fast. Im Anbieten sehr lustlos. Hab wegen der Lustlosigkeit auch zum ersten Mal überhaupt Wettbewerber gesucht. Vom einen kam die Antwort "Wunschsorte wegen fehlender Keimfähigkeit aberkannt", der andere hat statt Bigbag Minisäcke angeboten und wollte wegen Neukunde dick Vorkasse. Ich hab's mal riskiert. Wenn das klappt, hat der Marktführer mich als Kunde dauerhaft verloren.

Ein weiterer Mitbewerber in der Region wäre die VGS ebf. in NMS falls noch nicht bekannt war, dass man dort auch als Nichtmitglied handeln kann.


EU-Bio-Chargen kann man mittlerweile bei allen Öko-Händlern handeln. Viele wehren durch unterirdische Preise die Ware ab. Wird sich bald auch ändern.
btw: Zwei größere Verbands-Bio-Betriebe (Bbg und Nds) haben ihre Verbandsmitgliedschaft zum 31.12.2022 gekündigt. Sie werden zukünftig EU-Bio-Ware erzeugen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Sep 16, 2022 11:56

Hat hier von den Ökos einer Anbauerfahrung mit der WW-Sorte "Butaro"? Ich würde mich gern nach einer Alternative zum "Arnold" umsehen und in diesem Herbst mit einer kleineren Fläche beginnen. Es ist ein rein ökologisch gezogener E-Weizen.
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