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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Otto Mohl » Fr Sep 16, 2022 20:34

DWEWT hat geschrieben:
Otto Mohl hat geschrieben:Rosenkrantz ist schon bei Saat-Gerste ausverkauft und bei Roggen fast. Im Anbieten sehr lustlos. Hab wegen der Lustlosigkeit auch zum ersten Mal überhaupt Wettbewerber gesucht. Vom einen kam die Antwort "Wunschsorte wegen fehlender Keimfähigkeit aberkannt", der andere hat statt Bigbag Minisäcke angeboten und wollte wegen Neukunde dick Vorkasse. Ich hab's mal riskiert. Wenn das klappt, hat der Marktführer mich als Kunde dauerhaft verloren.


Ist der neue Lieferant vielleicht die Ökok.N.? Falls ja, musst du sehr auf zeitgerechte Lieferung drängen. Da arbeiten viele, die wenig Erfahrung mit der ldw. Praxis haben. Ansonsten kann ich nur dazu raten, nach Vermehrern mit eigener Aufbereitung zu schauen.


Münsterländer Saatgut! Wird schon klappen. Zum einen mag ich Hunde, die so ähnlich heißen und Beschiss gibt es in der Branche nicht so sehr wie beim Handykauf bei eBay.

Rosenkrantz war aber auch immer ok.

Bei Camena kaufe ich immer gerne. So tolle Mischungen! Ich habe mir auch schon häufig Blühmischungen nach meinen Wünschen mischen lassen. Leider sehr chaotisch dort. Nachfragen ist dringend nötig, um den Bestellprozess am Laufen zu halten.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Sep 16, 2022 21:06

Da es hier heute Regen gab, habe ich im Archiv nach Informationen zu alternativen Futtergemengen gesucht. Dabei fiel mir auch eine Auflistung der Fa. Camena aus dem letzten Jahrtausend in die Hände. Es handelte sich um Unterlagen, die noch aus der Zeit resultierten, als Camena noch als Fa. Carl Metz Nachfolger GmbH firmierte. Danach kamen die Gebrüder Steg als Inhaber und jetzt ist es M.P. Steg. Die in der Fibel aufgeführten Gemenge sind mir zum Teil völlig unbekannt. Da gibt es z.B. das Thyrower Gemisch, das Golzower Gemisch und Lupinen und Linsengemenge, die in Anlehnung an die alten Ackerkultur-Blätter-Mischungen auch für die GPS-Ernte geeignet sind. Ich werde mich im Winter mal mit der LIteratur beschäftigen und evtl. im Sommer mit einem historischen Futtergemenge einen Versuch unternehmen. Zum nächsten Herbst wird es auf jeden Fall, auf einer Teilfläche, eine Alternative zum Wickroggen geben.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Fr Sep 16, 2022 21:11

Otto Mohl hat geschrieben:Bei Camena kaufe ich immer gerne

Hallo,
hab ich wie ich bio war auch oft gemacht.
Da ich in einer Saatzucht quasi aufgewachsen bin , und die Probleme immer mitgekriegt hab, frag ich mich doch wie die Händler da oft ökonomisch klarkommen.(Vorratslager)
Hier in F wird 7jahre altes Grünlandgemisch als voll keimfähig ohne Preisnachlass verkauft. Wenns nix anderes gibt auf die Schnelle, kauft man auch das und sieht dass manche Arten die 7 Jahre nicht schadlos überstanden haben.
Reklamation bringt gar nix mehr, da heissts dann: kauf woanders.
Gruss Christian
P.s. langfristig vorplanen liegt mir nicht, deshalb kann/will ich nicht 6Monate vorher irgendwo kaufen.
Gruss Christian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Sa Sep 17, 2022 11:08

Demeter lässt nun Kritiker von Anwälten abmahnen, die wollen kritische Stimmen zu deren fragwürdigem Gebaren unterdrücken.
Da zeigt sich welch geistes Kind die sind.

https://twitter.com/HendrikHse/status/1 ... 2058287104
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Sa Sep 17, 2022 11:29

Todde hat geschrieben:Demeter lässt nun Kritiker von Anwälten abmahnen

Hallo,
Hornmehl, Homöopathie und Pflanzkalender von Frau Thun sind Kernmerkmale der Dynamischen. Sollte man sich nicht kaputtmachen lassen nach Marketinggesichtspunkten.
In der Kirche heisst das "Blasphemie" Gibt glaub ich in D noch nen Paragraphen dazu; in F nicht mehr(imho)
König Charles gleicht jede Kritik an der Esoterik 10fach aus.Der wird für die Globuli viel Werbung machen.
Gruss Christian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Sep 17, 2022 11:45

Englberger hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Demeter lässt nun Kritiker von Anwälten abmahnen

Hallo,
Hornmehl, Homöopathie und Pflanzkalender von Frau Thun sind Kernmerkmale der Dynamischen. Sollte man sich nicht kaputtmachen lassen nach Marketinggesichtspunkten.
In der Kirche heisst das "Blasphemie" Gibt glaub ich in D noch nen Paragraphen dazu; in F nicht mehr(imho)
König Charles gleicht jede Kritik an der Esoterik 10fach aus.Der wird für die Globuli viel Werbung machen.
Gruss Christian


Der Markt zeigt seine Grenzen auf und die Verbände spüren den Verlust ihrer Meinungshoheit zum Thema "Ökolandbau". Das ist zunächst mal nicht schlecht! Viel zu lang war der Ökolandbau für die linksliberalgrüne Presse ein heilige Kuh. Das muss sich ändern! Wenn Prof. Grethe fordert, dass der Ökolandbau ein höheres Maß an Effizienz erreichen muss, dann kann es nicht sein, dass der Ökolandbau, bzw. dessen Sesseletage, mit "Biodiversifizierung" antwortet. Ich hoffe auf eine jetzt einsetzende, sich an Fakten orientierende Diskussion um die Notwendigkeit der vielen Anbauverbände in D. Dass dabei dubiose Produktionsweisen (Demeter) einer wissenschaftlichen Beleuchtung nicht standhalten können, ist absehbar. Der Ökolandbau muss zeigen was er kann! Die Zeit des Rumschwurbelns ist vorbei!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Sep 17, 2022 14:20

Heil Grethe oder was?
Religion ist vielen Menschen ein evolutionär angelegtes Bedürfnis. Deshalb lässt sie sich von keinem Bereich menschlichen Lebens trennen und das "Geschwurbel" wird es noch sehr lange geben, wenn wir und die staatlichen Eingriffe in den Ökolandbau schon längst vergangen sind.
Damit er Ökolandbau seine Leistungsfähigkeit zeigen kann, braucht es zuallererst Entbürokratisierung. In D ist vieles, was sinnvoll und wirtschaftlich wäre aufgrund des bürokratischen Mikromanagements überhaupt nicht möglich. Und gäbe es diese staatlichen Eingriffe nicht, könnten die Verbände auch nicht and diesen herummanipulieren.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Sep 17, 2022 15:24

Manfred hat geschrieben:Heil Grethe oder was?
Religion ist vielen Menschen ein evolutionär angelegtes Bedürfnis. Deshalb lässt sie sich von keinem Bereich menschlichen Lebens trennen und das "Geschwurbel" wird es noch sehr lange geben, wenn wir und die staatlichen Eingriffe in den Ökolandbau schon längst vergangen sind.
Damit er Ökolandbau seine Leistungsfähigkeit zeigen kann, braucht es zuallererst Entbürokratisierung. In D ist vieles, was sinnvoll und wirtschaftlich wäre aufgrund des bürokratischen Mikromanagements überhaupt nicht möglich. Und gäbe es diese staatlichen Eingriffe nicht, könnten die Verbände auch nicht and diesen herummanipulieren.


Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass z.B.in D. der durchsnittliche Ertrag beim Ökoweizen im letzten Jahr bei unter 3t/ha lag? Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass nur ca. 30% des geernteten "Back"-Weizens wirklich in A oder B eingestuft werden konnte? Du meinst wirklich, dass staatliche Regelungen dafür verantwortlich sind, dass derzeit ca. 25 bis 35% der an den Haken gebrachten Öko-Fleischrinder es nur zur O-Qualität bringen? Wir sollten endlich aufhören den Beamtenapparat dafür verantwortlich zu machen, dass der deutsche Ökolandbau ganz allgemein einfach nicht leistungsfähig ist! Die, die vor fast 40 Jahren angetreten waren um den Ökolandbau voranzutreiben hatten ganz klar im Blick, dass auch für Biolandwirte die Lebensmittelerzeugung klare Priorität hat. Heute verkommt die Ökolandwirtschaft zum Naturschutz mit Zusatznutzen Lebensmittelerzeugung. Genau für diese Funktion gibt es aber keine Existenzberechtigung in unserem Wirtschaftssystem!°
Das System Ökolandbau ist eine riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Über die Anzahl der Sesseldrücker beweist das System seine Bedeutung und die Berechtigung zur Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Im Verbund mit den NGOs ist diese Etage sehr weit abgerückt von der Basis, die sie maßgeblich finanziert, aber in weiten Teilen schln länger inhaltlich nicht mehr mitträgt. Wer heute noch in den Ökolandbau einsteigt und dann evtl. sogar noch in einen Verband eintritt, der sollte sich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen. Für diese Äußerung hat mich übrigens schon ein Anwalt, im Auftrag einer verbandübergreifenden Organisation, kontaktiert.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon germane » Sa Sep 17, 2022 15:45

DWEWT hat geschrieben:Wer heute noch in den Ökolandbau einsteigt und dann evtl. sogar noch in einen Verband eintritt, der sollte sich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen. Für diese Äußerung hat mich übrigens schon ein Anwalt, im Auftrag einer verbandübergreifenden Organisation, kontaktiert.


Dann bist Du wohl der Blogger gegen den Demeter juristisch vorgeht. Ich hab vorhin meine Post durchgesehen, weil ich dachte die meinen mich.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Sa Sep 17, 2022 16:03

DWEWT hat geschrieben:
Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass z.B.in D. der durchsnittliche Ertrag beim Ökoweizen im letzten Jahr bei unter 3t/ha lag? Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass nur ca. 30% des geernteten "Back"-Weizens wirklich in A oder B eingestuft werden konnte? Du meinst wirklich, dass staatliche Regelungen dafür verantwortlich sind, dass derzeit ca. 25 bis 35% der an den Haken gebrachten Öko-Fleischrinder es nur zur O-Qualität bringen? Wir sollten endlich aufhören den Beamtenapparat dafür verantwortlich zu machen, dass der deutsche Ökolandbau ganz allgemein einfach nicht leistungsfähig ist! Die, die vor fast 40 Jahren angetreten waren um den Ökolandbau voranzutreiben hatten ganz klar im Blick, dass auch für Biolandwirte die Lebensmittelerzeugung klare Priorität hat. Heute verkommt die Ökolandwirtschaft zum Naturschutz mit Zusatznutzen Lebensmittelerzeugung. Genau für diese Funktion gibt es aber keine Existenzberechtigung in unserem Wirtschaftssystem!°
Das System Ökolandbau ist eine riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Über die Anzahl der Sesseldrücker beweist das System seine Bedeutung und die Berechtigung zur Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Im Verbund mit den NGOs ist diese Etage sehr weit abgerückt von der Basis, die sie maßgeblich finanziert, aber in weiten Teilen schln länger inhaltlich nicht mehr mitträgt. Wer heute noch in den Ökolandbau einsteigt und dann evtl. sogar noch in einen Verband eintritt, der sollte sich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen. Für diese Äußerung hat mich übrigens schon ein Anwalt, im Auftrag einer verbandübergreifenden Organisation, kontaktiert.


Das muss ich jetzt mal zitieren und würde es gern an eine virtuelle Leinwand hängen! :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Sep 17, 2022 17:28

germane hat geschrieben:
Dann bist Du wohl der Blogger gegen den Demeter juristisch vorgeht. Ich hab vorhin meine Post durchgesehen, weil ich dachte die meinen mich.


Ich bin natürlich kein Blogger! Mir geht es um Themen und Inhalte und nicht um die Erweiterung des persönlichen Bekanntheitsgrades.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Sep 17, 2022 17:34

DWEWT hat geschrieben:Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass z.B.in D. der durchsnittliche Ertrag beim Ökoweizen im letzten Jahr bei unter 3t/ha lag? Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass nur ca. 30% des geernteten "Back"-Weizens wirklich in A oder B eingestuft werden konnte? Du meinst wirklich, dass staatliche Regelungen dafür verantwortlich sind, dass derzeit ca. 25 bis 35% der an den Haken gebrachten Öko-Fleischrinder es nur zur O-Qualität bringen? Wir sollten endlich aufhören den Beamtenapparat dafür verantwortlich zu machen, dass der deutsche Ökolandbau ganz allgemein einfach nicht leistungsfähig ist! Die, die vor fast 40 Jahren angetreten waren um den Ökolandbau voranzutreiben hatten ganz klar im Blick, dass auch für Biolandwirte die Lebensmittelerzeugung klare Priorität hat. Heute verkommt die Ökolandwirtschaft zum Naturschutz mit Zusatznutzen Lebensmittelerzeugung. Genau für diese Funktion gibt es aber keine Existenzberechtigung in unserem Wirtschaftssystem!
Das System Ökolandbau ist eine riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Über die Anzahl der Sesseldrücker beweist das System seine Bedeutung und die Berechtigung zur Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Im Verbund mit den NGOs ist diese Etage sehr weit abgerückt von der Basis, die sie maßgeblich finanziert, aber in weiten Teilen schln länger inhaltlich nicht mehr mitträgt. Wer heute noch in den Ökolandbau einsteigt und dann evtl. sogar noch in einen Verband eintritt, der sollte sich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen. Für diese Äußerung hat mich übrigens schon ein Anwalt, im Auftrag einer verbandübergreifenden Organisation, kontaktiert.


Ja, selbstverständlich haben die staatlichen Regelungen daran eine erhebliche Mitschuld. Die ganze Öko-Förderung ist auf Ineffizienz ausgelegt.
Im Grünlandbereich noch viel stärker als im Ackerbau.
Ich sage seit Jahren, dass ich dafür bezahlt werde, mögl. wenig zu produzieren.
Aber diese Rahmenbedingungen prägen das gesamte Marktumfeld in D, so dass man sich ihnen nicht entziehen kann, außer in der Nische.
Entweder spielt man dieses Spiel mit oder man lässt es bleiben.

Diesen Satz
Heute verkommt die Ökolandwirtschaft zum Naturschutz mit Zusatznutzen Lebensmittelerzeugung.

möchte ich aber zumindest in Anführungszeichen sehen.
Je besser ich ökologische Zusammenhänge versehe, desto kritischer sehe ich den sogenannten "Naturschutz" in Deutschland, der fast immer genau das Gegenteil natürlicher Entwicklungen anstrebt, also korrekter mit "Naturverhinderung" zu bezeichnen wäre.
Eine Natur, die solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.
Die Ökolandwirtschaft verkommt mehr und mehr zum Mittäter der Naturverhinderung.

Den die Evolution strebt immer nach dem Bremsen des Entropiezuwachses, während der Naturverhinderer die Entropie gezielt vermehrt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon farmerpirat » So Sep 18, 2022 14:53

Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass z.B.in D. der durchsnittliche Ertrag beim Ökoweizen im letzten Jahr bei unter 3t/ha lag? Du meinst wirklich, dass die staatlichen Regelungen dafür verantwortlich sind, dass nur ca. 30% des geernteten "Back"-Weizens wirklich in A oder B eingestuft werden konnte? Du meinst wirklich, dass staatliche Regelungen dafür verantwortlich sind, dass derzeit ca. 25 bis 35% der an den Haken gebrachten Öko-Fleischrinder es nur zur O-Qualität bringen


Die Abrechnungsmasken kann man nur bedingt als Argument heranziehen, denn wer hat die festgelegt und wie sinnvoll sind die im Einzelfall für die Ernährungssicherheit mit Blick aufs Gemeinwohl. Für LEH und Verarbeiter ist das sicher am bequemsten so... Wenn kein nach der Maske als A oder B eingestufter Weizen geerntet würde oder verfügbar wäre, essen wir dann einfach nichts?
Eine Steigerung der Produktivität ist aber wie du sagst auf jeden Fall erstrebenswert, sonst fällt uns der Kram irgendwann auf die Füße.

Wir sollten endlich aufhören den Beamtenapparat dafür verantwortlich zu machen, dass der deutsche Ökolandbau ganz allgemein einfach nicht leistungsfähig ist!


Außen vor lassen kann man den Sesselapparat dabei aber auch nicht, ich denke es fehlt wie von Manfred angesprochen einfach oft der Anreiz sich zu steigern. Viele Biobetriebe um mich herum sind reine Ackerbaubetriebe und die Betriebsleiter sagen warum soll ich mir das antuen eine sinnvolle Viehhaltung aufzubauen, wenn bei einem großen Mehr an Arbeit nicht auch entsprechend mehr hängen bleibt. Dann wird das Kleegras eben gemulcht, gut kalkulierbar mit wenig Risiko.
Dabei sehe ich den Verwaltungsapparat in der Pflicht zuerstmal die rein bürokratischen Hürden abzubauen, glauben tue ich nicht daran. Auch nicht daran, dass der Wille in der Verwaltung dazu da ist.Das passt wahrscheinlich auf alle Branchen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Sep 18, 2022 15:40

Die Diskussion um die Qualitätsparameter ist müßig! Da hätten wir vor 20 Jahren auf die Straße gehen müssen. Die Biomanufakturen (handwerkliche Bäckereien und Fleischereien) sind weitgehend ausgestorben. Über 80% der ökologischen Rohstoffe werden mittlerweile industriell verarbeitet. Genau diese Industrie kann mit unterschiedlichen Qualitäten aber nicht umgehen! Es zählt also fast nur noch die technologische Qualität. Ein Schwein mit mehr als 54% Magerfleischanteil, hätte ich mich vor fast 40 Jahren nicht zu verkaufen getraut! Damals konnte man allerdings das Bio-Schweinefleisch auch noch optisch vom Konvi-Schweinefleisch unterscheiden. Heute wollen alle Wagyu-Rindfleisch, mäkeln aber am Fettrand des Schweinekoteletts herum. Verkehrte Welt!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » So Sep 18, 2022 17:31

Deutschlandweit werden Bio-Mais-Chips zurück gerufen, mal wieder massenweise Tropanalkaloide enthalten.

https://www.bayreuther-tagblatt.de/nach ... ensmittel/
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