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Pevo hat geschrieben:Welfenprinz antwortet:
Muss ich unter Resistenzmangement Folgendes verstehen (das ist nicht provokativ gemeint) oder ist die Behauptung falsch?:"Spritzmittel müssen höher dosiert werden, und zusätzliche Pestizide kommen zum Einsatz.......Deshalb würden immer mehr Giftstoffe in den Pflanzen kombiniert. Es finde eine "Aufrüstung auf dem Acker" statt, die die Landwirtschaft "immer weiter in eine extreme Industrialisierung mit steigender Belastung für Mensch und Umwelt" treibe). Quelle SZ
D
Ich denke schon und sehe mich in Gesellschaft der Mehrheit von Wissenschaft, Politik und Teilen der Wirtschaft, hier besonders der Versicherungswirtschaft!!!!
....... ist es erdgeschichtlicher Fakt, dass in Warmzeiten die Biomasse qualitativ und quantitativ am höchsten war. Lebensvorgänge korrelieren positiv mit steigender Verfügbarkeit von wasser und Wärme. Das ist Mittelstufennaturwissenschaftswissen.Ich habe noch keine üppig blühende Flora auf Eis und Schnee gesehen.
In der Tat ist das " Mittelstufennaturwissenschaftswissen". Jedoch -entspricht die Schlussfolgerung "alles kein Problem, das lösen wir mit ggf. mit Technik (so verstehe ich Dich)", wissenschaftlicher Logik?
Mensch hat geschrieben:Die Ursprungsaussage war die, das laut zitiertem SZ-Beitrag - entgegen den Bekundungen von Gentechnik-Vertretern, Resistenzen DOCH entstehen.
Die Verknüpfung der Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Klimaerwärmung" ist dann sogar ZWINGEND, wenn diese Verbindung tatsächlich besteht.
Da geht es nicht um Zweckdienlichkeit sondern um nachzuweisende Tatsachen, darüber kann man streiten, aber man streitet offenkundig lieber über SOLL(?) und nicht über IST(?).
Das ist der, wie ich es nun schon zum x-ten Male ausführe, typische Gegensatz von Wissenschaft und Politik, welcher gnadenlos, möglicherweise aber nicht planlos, durcheinander gewirbelt wird.
Ohne jetzt ganz tief in dem betreffenden Fachwissen drin zu stecken, sagt mir mein Wissen um die Tatsache, das die Sauerstoffbindungsfähigkeit in kaltem Wasser höher ist als im warmem Wasser und damit Rückwirkungen auf aerobe Vorgänge bestehen, das zumindest ein Fragezeichen hinter diese Behauptung gehört.
Mensch hat geschrieben:Nur mal um es abzukürzen und klar zu stellen, ich bin hier nicht Partei, sondern weise lediglich auf Ungereimtheiten der Argumentation hin.
Darauf beziehen sich, was auch in meinen Ausführungen klar erkennbar ist, meine Einwürfe und nicht auf den Inhalt der Argumente, bis auf das Kälteargument von Welfenprinz, da habe ich hinter dessen Inhalt ein Fragezeichen gesetzt und dies begründet.
tyr hat geschrieben:Das heißt aber nicht zwangsläufig, das ich die umfassende Industriealisierung und Kapitalisierung der heutigen Großlandwirtschaft für richtig halte...zumBeispiel eben aus oben genannten Gründen. Und bisher kannst Du nicht wiederlegen, das iczh unrecht habe.....weil ich recht habe, und das weißt Du. Je größer die Flächen mit einer einzigen Pflanze, je größer die Tiermengen auf begrenzten Räumen, je höher der Krankheits-/Schädlingsdruck......das ist doch keine neue Erkenntniss, oder für Dich etwa doch?
Mensch hat geschrieben:Um es wieder kurz zu machen, meine MEINUNG dazu.
Ich finde PSM für mich in unserem Garten als nicht notwendig.
Das kann auf den deutlich größeren landwirtschaftlichen Nutzflächen schon anders aussehen und da sollte und wird ja auch die gute fachliche Praxis geregelt.
Wer PSM-freie Nahrung als Verbraucher kaufen will, bitte, das Angebot wird sich in etwa der Nachfrage anpassen, wem dies egal ist, soll sich auf die entsprechenden Vorschriften VERLASSEN können.
Die gute fachliche Praxis ist mit entsprechendem zeitlichem Nachlauf dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand anzupassen.
Trotzdem ist es aber so, das gewisse wirtschaftliche Notwendigkeiten systembedingt gewisse Zwänge gegenüber Erzeugern, als auch Verbraucher erzeugen, zum einen der Beschaffenheit der Wirklichkeit geschuldet, die Natur ist wie sie ist, aber zu einem nicht unerheblichem Teil auch menschlichem Tun, das auch anders sein könnte, geschuldet ist.
Mensch hat geschrieben:Ach Todde, merken Sie nun, nach fast 1000 Beiträgen, da sich Ihnen nichts Böses will!?
Würde mich freuen.
IHC_833 hat geschrieben:Ich durfte dabei sein, als BIONADE gestartet wurde. Mein Honorar war mir aber zu knapp, dann bin ich da wieder raus. OETKER hat nicht viel gebracht. Der Hype ist rum.
Überhaupt sind all diese BIO Projects nicht nachhaltig, dass sind immer nur Strohfeuer .... Schall und Rauch ... die deppen müssen dann hinterher immer den Dreck wegmachen. Während die BIO Brandstifter sich auf zum Anzünden vom nächsten Strohfeuer aufmachen.
Vom Streicheln wir die Kuh nicht satt und kommt auch der Mist nicht aus dem Stall, da muss schon clever zugepackt werden. Wer als Bauer clever zupackt fährt mit BIO schlechter.
tyr hat geschrieben:Todde hat geschrieben:tyr hat geschrieben:Das heißt aber nicht zwangsläufig, das ich die umfassende Industriealisierung und Kapitalisierung der heutigen Großlandwirtschaft für richtig halte...zumBeispiel eben aus oben genannten Gründen. Und bisher kannst Du nicht wiederlegen, das iczh unrecht habe.....weil ich recht habe, und das weißt Du. Je größer die Flächen mit einer einzigen Pflanze, je größer die Tiermengen auf begrenzten Räumen, je höher der Krankheits-/Schädlingsdruck......das ist doch keine neue Erkenntniss, oder für Dich etwa doch?
Wie gedenkst Du denn die immer relativ sinkenden Einnahmen aus der Produktion bei laufend steigenden Kosten zu decken?
Ein Automobilkonzern kann neue Modelle auf den Markt werfen und versuchen einen kostendeckenden Preis zu erzielen, auch kann er an den Kostenschrauben drehen.
Und die Autos sind extrem teurer geworden,
im Gegensatz zu den Landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die sind real doch wesentlich billiger geworden, bei extrem gestiegenen Kosten.
Der Landwirtschaft ist es nicht möglich laufend neue Produkte zu entwickeln, um Einkünfte zu mindest zu halten.
Der Landwirtschaft bleibt nur das Feld der Effizienzsteigerung und Ertragssteigerung und das ist begrenzt.
Wie man am Biomarkt sieht, fallen die Preise mit der Verbreitung. Früher haben Bios gut verdient, an gut betuchten Kunden, heute soll das ganze Massenware werden und da zählt dann nur der Preis. Das kann man auf dem freien Markt nicht verhindern, dazu müsste der Staat dann eingreifen und Preise festlegen...
Und die viel beschworenen weiten Fruchtfolgen... Wie soll man denn Lupinen, Soja und Gemüse denn so einfach vermarkten? Man kann doch nicht einfach produzieren und hat dann keine Vermarktungsmöglichkeit.
Und große Flächen sind nicht zwingend ein Quell für mehr Schädlinge oder Krankheiten, nur wenn man diese nicht bekämpft, dann nimmt das halt andere Dimensionen an.
Pilzsporen und Schädlinge sind ja nicht gerade Ortsansässig, die verbreiten sich über weite Strecken, da helfen auch 50 kleine Rapsschläge nicht gegen einen Schlag der die gleiche Fläche hat. Im Gegenteil, ein großer Schlag ließe sich besser "abriegeln" man könnte außenrum die einwandernden Schädlinge bekämpfen und im Schlag ließe sich der Einsatz sparen. Leider ist an dieser Thematik nicht viel geforscht und gearbeitet worden.
Ein gutes Beispiel ist doch die Krautfäule, da kann man oftmals sehen, wie das Auftreten in einem Schlag von statten geht, meist mit der "Schlechtwetterwindrichtung".
Ist der Pilz an einer Stelle aufgetreten verbreitet er sich mit der Windrichtung.
Und eine große Fläche kann auch weniger unter Pilzinfektionen leiden, da die Bestände schneller abtrocknen, ein 2 Hektar Schlag mit rund herum Wald, der schlecht abtrocknet hat einen höheren Pilzdruck als ein 100 Hektarschlag, durch den der Wind wehen kann und seltener 48 Stunden Blattnässe hat.
Papaya ist da ein gutes Beispiel, heute baut man Bio-Papaya an, in dem außen herum gv-Papaya steht, der schützt vor der Ausbreitung und somit kann heute wieder Bio-Papaya auf Hawaii angebaut werden, vor 25 Jahren stand der gesamte Anbau vor dem Aus.
Jedes Handeln hat Auswirkungen, man muss nur abwiegen welche vielleicht das geringere Übel sind.
Diese Diskussion ist viel zu sehr schwarz-weiss, die Bio-Befürworter suchen sich die negativen Betriebe der Konvis und stellen die Musterbetriebe der Bios dagegen.
Es wird viel zu viel von falschen Voraussetzungen ausgegangen und eben nicht mehr seit Künast versucht sinnvolle Entwicklungen auf beiden Seiten zu nutzen.
Augenroll....lange Rede kurzer Sinn....ich sagte doch, der Wachstumszwang ist das Hauptproblem....
Wer kann von sich behaupten, 5 Millionen Menschen das Leben gerettet zu haben? und erhielten prompt die Antwort in den Kommentaren: Norman Borlaug
Borlaug galt als der Vater der Grünen Revolution, die heute ebenfalls fast vergessen ist. Der Begriff stammt aus einer Zeit, als Grün noch für Landwirtschaft stand und nicht für eine politische Richtung.
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