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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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2776 Beiträge • Seite 15 von 186 • 1 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 ... 186
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Pevo » Di Mär 25, 2014 8:53

Unter okologische-landwirtschaft-t92385-240.html#p1150262 hatte ich die Absicht bekundet, Deine Kritik als offenen Brief an verschiedene Institutionen (Öko-pro, Öko-Kontra) zur Stellungnahme zu veröffentlichen. Bitte formuliere Deine Kritik etwas umfassender, insbesondere den "und, und ,und-Hinweis, so dass ich sie dirket im offenen Brief übernehmen kann.
Pevo
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Di Mär 25, 2014 9:14

Pevo hat geschrieben:Welfenprinz antwortet:

Muss ich unter Resistenzmangement Folgendes verstehen (das ist nicht provokativ gemeint) oder ist die Behauptung falsch?:"Spritzmittel müssen höher dosiert werden, und zusätzliche Pestizide kommen zum Einsatz.......Deshalb würden immer mehr Giftstoffe in den Pflanzen kombiniert. Es finde eine "Aufrüstung auf dem Acker" statt, die die Landwirtschaft "immer weiter in eine extreme Industrialisierung mit steigender Belastung für Mensch und Umwelt" treibe). Quelle SZ



Du kannst es darunter verstehen, wenn Du willst, ja . :)
Wirkstoffwechsel, Wechselbeziehungen zwischen Sorten, PSMitteln, Einbeziehung von Phytoprogmodellen, überbetriebliche Beratung........ ein sehr komplexes Gebiet. Das man so verkürzt wie zitiert auch darstellen kann, sicherlich.
in der erwähnten Ungrasbekämpfung in WW hatten wir in den 70ern als ich lernte ein dominierendes und noch ein zwei relevante Mittel zur Verfügung. GEgen das Hauptmittel haben sich logischerweise Resistenzen gebildet. heute wird mit 4 Wirkstoffgruppen unter Berücksichtigung von Saatzeitpunkten und Fruchtfolge gearbeitet.
ich persönlich würde das nicht als "Aufrüstung auf dem acker" bezeichnen. Ich sehe das - unter Einbeziehung meines eigenen Handelns- als weiterentwicklung und nutzen aller gegebenen Möglichkeiten..

D

Ich denke schon und sehe mich in Gesellschaft der Mehrheit von Wissenschaft, Politik und Teilen der Wirtschaft, hier besonders der Versicherungswirtschaft!!!!


das führt hier zu weit.

....... ist es erdgeschichtlicher Fakt, dass in Warmzeiten die Biomasse qualitativ und quantitativ am höchsten war. Lebensvorgänge korrelieren positiv mit steigender Verfügbarkeit von wasser und Wärme. Das ist Mittelstufennaturwissenschaftswissen.Ich habe noch keine üppig blühende Flora auf Eis und Schnee gesehen.

In der Tat ist das " Mittelstufennaturwissenschaftswissen". Jedoch -entspricht die Schlussfolgerung "alles kein Problem, das lösen wir mit ggf. mit Technik (so verstehe ich Dich)", wissenschaftlicher Logik?


Meine schlussfolgerung ist nicht "alles kein Problem" sondern "Erderwärmung positiv für Artenvielfalt" (ich habe "qualitativ + quantitativ" geschrieben)
Letzteres bin ich auch ehrlich gesagt nicht ernsthaft bereit zu diskutieren, deswegen mein verweis auf Mittelstufen und Eis und Schnee. :)
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 9:43

Mensch hat geschrieben:Die Ursprungsaussage war die, das laut zitiertem SZ-Beitrag - entgegen den Bekundungen von Gentechnik-Vertretern, Resistenzen DOCH entstehen.

Eigentlich gibt es da nichts zu klären!
Gegner haben vor einigen Jahren behauptet, alle Insekten würden an gv Bt-Kulturen aussterben, nun wurden sie von den Prophezeiungen der Gentechniker eingeholt und drehen den Spieß um... Kein Züchter, der gv-Pflanzen im Programm hat wird behaupten oder hat behauptet, dass das kein Problem wäre.
Bt resistente Schädlinge sind schon in den 1980igern gefunden worden, damals gab es nicht keine einzige Bt-Kultur.
Und kein Genetiker wird jemals behauptet haben, es würden keine Resistenzen entstehen!

Und es sind glaub ich auch keine Resistenzen in RoundUp-Ready Kulturen entstanden, was in Nordamerika passiert ist eine typische Selektion, das war auch abzusehen.
Wenn man immer ein und das selbe Mittel einsetzt, dann vermehren sich die Unkräuter, die diese Mittel vertragen.
Weltweit sind eine Menge an Pflanzen bekannt bei denen Glyphosat nicht wirkt, auch in Deutschland.
Es haben sich aber keine neuen resistenten Pflanzen gebildet.
Und das zur Unkrautbekämpfung nur ein Wirkstoff ausreicht ist eher selten, die Amis hätten von Anfang an mehrere Wirkstoffe spritzen sollen.
Das Problem lässt sich aber leicht wieder beheben, man spritzt halt die üblichen Maisherbizide, dass sind in der Regel auch mehrere Wirkstoffe.

Auch kann man nicht von Wirkstoff KG / Ha auf die Gefahr für die Umwelt pauschale Aussagen treffen, das weiss man spätestens seit Paracelsus.

Die Aussage in der Sz kann Greenpeace dem unwissenden vorgaukeln, zutreffen davon muss aber lange nichts und schon gar nicht hat es mit der Realität auf dem Feld etwas zu tun.
In Deutschland haben wir ebenso mit Resistenzen zu tun, das ist alles losgelöst von der Gentechnik, das ist einfach nur Evolution. Die Geschwindigkeit mit der sich Resistenzen bilden können liegen an den Wirkungsmechanismen und RoundUp gehört da eher zu den weniger gefährdeten.
In der Schweiz ist ein Fall in einem Weinberg bekannt, ansonsten eher weniger.
Dafür wirken viele andere Wirkstoffe wesentlich schlechter und die Aufwandmengen werden erhöht.
Wichtig wären eine größere Auswahl an Wirkstoffen, dass ist leider nicht überall möglich und ab 2017 wird Europa ein sehr großes Problem mit Resistenzen bekommen, dann fliegen viele wichtige Wirkstoffe aller Voraussicht nach aus raus.

Die Verknüpfung der Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Klimaerwärmung" ist dann sogar ZWINGEND, wenn diese Verbindung tatsächlich besteht.
Da geht es nicht um Zweckdienlichkeit sondern um nachzuweisende Tatsachen, darüber kann man streiten, aber man streitet offenkundig lieber über SOLL(?) und nicht über IST(?).

Wer über Klimaerwärmung und Züchtung spricht, dem sollte eines klar sein, die Genetik einer Kultur wird nicht ausreichen, damit diese dann auch noch in Zukunft an dem Flecken wachsen wird, wo sie heute üppig gedeiht.
Bringt man das jetzt auf die Landwirtschaft, dann sollte einem klar werden, dass man unsere Kulturpflanzen anpassen muss oder den Anbau aufgeben. Per klassischer Züchtung kann man ein wenig erreichen, nur dauert die Entwicklung einer Weizensorte schon 15 Jahre. Ich bezweifel, dass wir in 15 oder 20 Jahren Weizensorten klassischer Züchtung haben werden, die trockentolerant sind, Beim Mais gibt es seit 2013 gv-Sorten.
Länder wie Ägypten und Australien versprechen sich trockentoleranten Weizen und arbeiten staatlich daran, dieses Gen effektiv für den Weizen zu machen.

Was bedeuten wassersparende Kulturen für die Nachhaltigkeit?
Für einige Regionen auf der Erde sicher viel.

Das ist der, wie ich es nun schon zum x-ten Male ausführe, typische Gegensatz von Wissenschaft und Politik, welcher gnadenlos, möglicherweise aber nicht planlos, durcheinander gewirbelt wird.

Die Ressource Boden ist nur bedingt ausdehnbar, daher kann es nicht nachhaltig sein hier die Produktivität zu senken je Hektar. Das bedeutet, es muss wesentlich mehr Fläche für die Erzeugung erschlossen werden.

Ohne jetzt ganz tief in dem betreffenden Fachwissen drin zu stecken, sagt mir mein Wissen um die Tatsache, das die Sauerstoffbindungsfähigkeit in kaltem Wasser höher ist als im warmem Wasser und damit Rückwirkungen auf aerobe Vorgänge bestehen, das zumindest ein Fragezeichen hinter diese Behauptung gehört.

Mir ist nicht bekannt, das wichtige Nahrungsmittel in kalten Regionen besonders gut gedeihen.
Mir ist aber bekannt, dass in warmen Regionen wie Südamerika 2 Ernten pro Jahr stattfinden, dass ist Deutschland so nicht möglich momentan.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Di Mär 25, 2014 11:01

Au mann. Willst du eigentlich in einem Repitorium der Erwachsenenbildung ne 1+ mit Sternchen in Lösungschemie kriegen oder wieso bettelst du hier um nachhilfe.
Du befleissigst dich immer das hier von anderen geschriebene Wort für Wort aufzudröseln als wenn es sich um logische Verknüpfungen ginge,ignorierst Stilmittel,intention oder gesamtaussage.
Und jetzt übersiehst du Korinthenkacker,dass ich a) von qualitativer Biomasse und b) von verfügbarem wasser geschrieben habe ? …du bist nicht zum diskutieren hiet.

Also mittelstufe: mit sinkender temperatur wird mehr wasser zu eis und schnee,nicht verfügbar. Im extrem der Erdabkülung der Eiszeit,ist soviel Wasser gebunden,dass nicht nur aufm gletscher nix blüht,sondern auch der Rest der Welt überwiegend(bis auf die Auftauzone vor den gletschern) dürr und lebensfeindlich ist. Biomasse und diversizität im minimum und zwar global. Naja,der sauerstoff im kalten wasser wirds sicher richten ;-)
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 11:43

Mensch hat geschrieben:Nur mal um es abzukürzen und klar zu stellen, ich bin hier nicht Partei, sondern weise lediglich auf Ungereimtheiten der Argumentation hin.
Darauf beziehen sich, was auch in meinen Ausführungen klar erkennbar ist, meine Einwürfe und nicht auf den Inhalt der Argumente, bis auf das Kälteargument von Welfenprinz, da habe ich hinter dessen Inhalt ein Fragezeichen gesetzt und dies begründet.


Das war mir bewusst, ich sehe nur kein Sinn darin einem Glaubensbruder etwas von der realen Thematik zu erläutern, der wird lieber einem Journalisten glauben, der seine Thesen bestätigt, als einem Bauern, der sich mit Resistenzen auseinander setzen muss.
Und Du hattest gefragt, ich habe versucht etwas Licht in die Anti-GVO-Propaganda zu bringen.
Bei PeVo kann ich davon ausgehen, dass es ihm egal ist. Hauptsache man hat noch ein Fünkchen Argumente...Die sind leider nur schon 30 Jahre alt und bei der Entwicklung schon beachtet worden.
Und der nicht Informierte nimmt die heutigen Argumente auf... Greenpeace hat vor 10, 15 Jahren noch genau das Gegenteil behauptet und nimmt nun das auf, was die Genetiker und Züchter schon vor dem Anbau von gv-Pflanzen gesagt habe, versucht es aber in ein anderes Licht zu stellen.

In der Landwirtschaft, egal ob Bio oder konventionell, besteht seit ewigen Zeiten der Kampf gegen Resistenzen.
Pflanzen sollen resistent gegen Pilze und Viren sein, nach wenigen Jahren sind diese Resistenzen überwunden. Das hat mit Gentechnik nichts zu tun, das ist die Entwicklung, die die Natur zu dem gemacht hat, was sie heute ist -> sie passt sich an.
Gentechnik ist hier eine Möglichkeit, dem Menschen eine Möglichkeit zu bieten, schneller zu handeln.

Gäbe es diese unsäglichen Auflagen nicht, dann wäre die Probleme mit RR-Kulturen oder Bt-Resistenzen weit geringer, da die Bauern dann eine etwas breitere Auswahl hätten.
Nur wenn die Entwicklung und Studien schon 10 Jahre brauchen und dann muss man noch wie beim Mais 1507 12 Jahre auf die Zulassung warten, dann kann nicht mehr von schnell gesprochen werden. In der EU wird ein Event zugelassen, der nicht unbedingt mehr aktuell ist.
Würde die EU gleiche Maßstäbe wie Kanada ansetzen und ihre Zulassungsgeschwindigkeit beibehalten, dann hätten wir ein grundsätzliches Problem.
Dort beschränken sich die Kriterien nicht nur auf GVO, ebenso auf die anderen Zuchtvarianten, denn wenn es Probleme mit neuen Sorten gab, dann eher bei der von allen geliebten klassischen Züchtung. Die klassische Züchtung profitiert nebenbei von der Gentechnik, man braucht nicht mehr Jahre, um heraus zu finden, ob das Ziel erreicht wurde, man kann vieles im Labor überprüfen.
Die Kiwi wurde 1960 ohne große Studien im Markt eingeführt, niemand hat sich Gedanken über die "Gefahr" einer neuen Frucht gemacht, wachsen lassen, probiert, angebaut und verkauft. Regt sich wer über diese genetischen Veränderungen auf?


Und wenn dann anscheinend von Fachfremden, muss man ja annehmen wenn man denen nicht eine Lüge unterstellen möchte, das "mehr" gespritzt wird, dann hört sich das für einen Kritiker gut an, bestätigt es doch die Klischees...
Was wäre, wenn alle Kulturen Sulfonylharnstoff-Ressistent gemacht werden?
Da reichen beim Monitor 10gr je Hektar, ein IPU fängt bei 1000gr Wirkstoff an. Was aber ist schädlicher für die Umwelt, welcher Wirkstoff baut sich schneller ab?
Bei Monitor sollte man im Jahr darauf keinen Raps anbauen.
Man kann nicht einfach sagen, weil mehr KG Wirkstoff ausgebracht wurden, dass das gleich mehr Auswirkungen hätte.
Und wenn dann noch Pflanzenschutzmittel in gänze inklusive Wasser und anderer Inhaltsstoffe als Indikator für "mehr" Pflanzenschutz dient, dann gute Nacht.
Daher scheint Monsanto die Konzentration je KG oder Liter auch seit Jahren zu steigern, dann wird für Greenpeace plötzlich weniger Round Up gespritzt...
Tatsächlich wird die gleiche Konzentration an Wirkstoff gespritzt je Hektar, nur eben werden eben weniger KG oder Liter Spritzmittel verkauft.
Der Bauer schaut auf die richtige Wirkstoffkonzentration, der "Umweltschützer" auf Kilogramm an Spritzmitteln...

Man muss die Wirkung auf die Umwelt betrachten und da ist Glyphosat recht unbedenklich, hat sich in der Regel in 2 bis 4 Wochen abgebaut.
Frag mal Deinen Arzt, wie lange es dauert, bis sich Diklofenac oder Ibuprofen im Körber befinden, zwei Schmerzmittel, die sich ein Großteil der Bevölkerung fast täglich einwerfen, da interessiert es anscheinend niemand, wie die Auswirkungen auf den Körper sind.
Aber bei Pflanzenschutzmitteln, von denen er in der Regel niemals etwas von aufnimmt, da wird ein Zenobar gemacht.
Da kommen dann die Angsthändler vom BUND und verarschen die Menschen.
Wenn Glyphosat denn so gefährlich wäre, warum kippen die Bauern dann nicht reihenweise um? Die händeln die Konzentrierten Spritzmittel, die bekommen mal Spritznebel ab, die bekleckern sich mal damit. Auf dem Feld werden diese Mittel mit viel Wasser verdünnt ausgebracht, da sollte die Gefahr weit geringer sein.
Und dann bauen sich die Produkte auch noch ab.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 12:12

tyr hat geschrieben:Das heißt aber nicht zwangsläufig, das ich die umfassende Industriealisierung und Kapitalisierung der heutigen Großlandwirtschaft für richtig halte...zumBeispiel eben aus oben genannten Gründen. Und bisher kannst Du nicht wiederlegen, das iczh unrecht habe.....weil ich recht habe, und das weißt Du. Je größer die Flächen mit einer einzigen Pflanze, je größer die Tiermengen auf begrenzten Räumen, je höher der Krankheits-/Schädlingsdruck......das ist doch keine neue Erkenntniss, oder für Dich etwa doch? :prost:


Wie gedenkst Du denn die immer relativ sinkenden Einnahmen aus der Produktion bei laufend steigenden Kosten zu decken?
Ein Automobilkonzern kann neue Modelle auf den Markt werfen und versuchen einen kostendeckenden Preis zu erzielen, auch kann er an den Kostenschrauben drehen.
Und die Autos sind extrem teurer geworden,
im Gegensatz zu den Landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die sind real doch wesentlich billiger geworden, bei extrem gestiegenen Kosten.
Der Landwirtschaft ist es nicht möglich laufend neue Produkte zu entwickeln, um Einkünfte zu mindest zu halten.
Der Landwirtschaft bleibt nur das Feld der Effizienzsteigerung und Ertragssteigerung und das ist begrenzt.
Wie man am Biomarkt sieht, fallen die Preise mit der Verbreitung. Früher haben Bios gut verdient, an gut betuchten Kunden, heute soll das ganze Massenware werden und da zählt dann nur der Preis. Das kann man auf dem freien Markt nicht verhindern, dazu müsste der Staat dann eingreifen und Preise festlegen...
Und die viel beschworenen weiten Fruchtfolgen... Wie soll man denn Lupinen, Soja und Gemüse denn so einfach vermarkten? Man kann doch nicht einfach produzieren und hat dann keine Vermarktungsmöglichkeit.
Und große Flächen sind nicht zwingend ein Quell für mehr Schädlinge oder Krankheiten, nur wenn man diese nicht bekämpft, dann nimmt das halt andere Dimensionen an.
Pilzsporen und Schädlinge sind ja nicht gerade Ortsansässig, die verbreiten sich über weite Strecken, da helfen auch 50 kleine Rapsschläge nicht gegen einen Schlag der die gleiche Fläche hat. Im Gegenteil, ein großer Schlag ließe sich besser "abriegeln" man könnte außenrum die einwandernden Schädlinge bekämpfen und im Schlag ließe sich der Einsatz sparen. Leider ist an dieser Thematik nicht viel geforscht und gearbeitet worden.
Ein gutes Beispiel ist doch die Krautfäule, da kann man oftmals sehen, wie das Auftreten in einem Schlag von statten geht, meist mit der "Schlechtwetterwindrichtung".
Ist der Pilz an einer Stelle aufgetreten verbreitet er sich mit der Windrichtung.
Und eine große Fläche kann auch weniger unter Pilzinfektionen leiden, da die Bestände schneller abtrocknen, ein 2 Hektar Schlag mit rund herum Wald, der schlecht abtrocknet hat einen höheren Pilzdruck als ein 100 Hektarschlag, durch den der Wind wehen kann und seltener 48 Stunden Blattnässe hat.

Papaya ist da ein gutes Beispiel, heute baut man Bio-Papaya an, in dem außen herum gv-Papaya steht, der schützt vor der Ausbreitung und somit kann heute wieder Bio-Papaya auf Hawaii angebaut werden, vor 25 Jahren stand der gesamte Anbau vor dem Aus.

Jedes Handeln hat Auswirkungen, man muss nur abwiegen welche vielleicht das geringere Übel sind.
Diese Diskussion ist viel zu sehr schwarz-weiss, die Bio-Befürworter suchen sich die negativen Betriebe der Konvis und stellen die Musterbetriebe der Bios dagegen.
Es wird viel zu viel von falschen Voraussetzungen ausgegangen und eben nicht mehr seit Künast versucht sinnvolle Entwicklungen auf beiden Seiten zu nutzen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 12:58

Mensch hat geschrieben:Um es wieder kurz zu machen, meine MEINUNG dazu.
Ich finde PSM für mich in unserem Garten als nicht notwendig.
Das kann auf den deutlich größeren landwirtschaftlichen Nutzflächen schon anders aussehen und da sollte und wird ja auch die gute fachliche Praxis geregelt.
Wer PSM-freie Nahrung als Verbraucher kaufen will, bitte, das Angebot wird sich in etwa der Nachfrage anpassen, wem dies egal ist, soll sich auf die entsprechenden Vorschriften VERLASSEN können.
Die gute fachliche Praxis ist mit entsprechendem zeitlichem Nachlauf dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand anzupassen.

So händelt es ein nicht verängstlichter "Mensch".
Wenn wir kein Vertrauen in die Wissenschaft haben, dann bekommen wir Probleme, nicht nur in der Landwirtschaft.
Und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird sehr scharf kontrolliert, das fängt bei der Zulassung an und endet nicht mit der erteilten Zulassung.
Es gibt weltweit laufend Neubewertungen und Überprüfungen.

Trotzdem ist es aber so, das gewisse wirtschaftliche Notwendigkeiten systembedingt gewisse Zwänge gegenüber Erzeugern, als auch Verbraucher erzeugen, zum einen der Beschaffenheit der Wirklichkeit geschuldet, die Natur ist wie sie ist, aber zu einem nicht unerheblichem Teil auch menschlichem Tun, das auch anders sein könnte, geschuldet ist.


Die Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln war ja nicht eine "Geschäftsidee" sondern ein Weg, um sicher Nahrungsmittel erzeugen zu können.
Homöopatische Mittelchen lassen sich vielleicht gut verkaufen ohne wissenschaftliche Grundlage über deren Wirkung aber ein Herbizid,
das kein Unkraut beseitigt kauft ein Bauer nur einmal, zu mal die Mittel amtlich ja geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen.
Da kann kein Chemiekonzern ein Zuckerwasser als Spritzmittel verkaufen, spätestens bei den amtlichen Versuchen würde das Mittel als untauglich geprüft werden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 13:28

Mensch hat geschrieben:Ach Todde, merken Sie nun, nach fast 1000 Beiträgen, da sich Ihnen nichts Böses will!?
Würde mich freuen.


Es kommt immer auf das Thema an :wink:
Diskussionen leben ja eher von mehreren Meinungen, wir sind hier ja nicht im Bionadencaffee.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 20:03

IHC_833 hat geschrieben:Ich durfte dabei sein, als BIONADE gestartet wurde. Mein Honorar war mir aber zu knapp, dann bin ich da wieder raus. OETKER hat nicht viel gebracht. Der Hype ist rum.
Überhaupt sind all diese BIO Projects nicht nachhaltig, dass sind immer nur Strohfeuer .... Schall und Rauch ... die deppen müssen dann hinterher immer den Dreck wegmachen. Während die BIO Brandstifter sich auf zum Anzünden vom nächsten Strohfeuer aufmachen.
Vom Streicheln wir die Kuh nicht satt und kommt auch der Mist nicht aus dem Stall, da muss schon clever zugepackt werden. Wer als Bauer clever zupackt fährt mit BIO schlechter.


Schon mal die nachhaltigen Brause Boys gesehen? 2Cent!!! mehr für die Erzeuger, bei einer 0,3 Biobrause Marktpreis 2€, man muss den depperten Deutschen nur ein ruhiges Gewissen verkaufen, dann rollt der Rubel.
Sollten wir Konivs vielleicht auch mal machen: Dünger und Pflanzenschutz gegen den Hunger der Welt, mit diesem Produkt retten sie Menschenleben.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 20:06

tyr hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Das heißt aber nicht zwangsläufig, das ich die umfassende Industriealisierung und Kapitalisierung der heutigen Großlandwirtschaft für richtig halte...zumBeispiel eben aus oben genannten Gründen. Und bisher kannst Du nicht wiederlegen, das iczh unrecht habe.....weil ich recht habe, und das weißt Du. Je größer die Flächen mit einer einzigen Pflanze, je größer die Tiermengen auf begrenzten Räumen, je höher der Krankheits-/Schädlingsdruck......das ist doch keine neue Erkenntniss, oder für Dich etwa doch? :prost:


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Und die Autos sind extrem teurer geworden,
im Gegensatz zu den Landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die sind real doch wesentlich billiger geworden, bei extrem gestiegenen Kosten.
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Wie man am Biomarkt sieht, fallen die Preise mit der Verbreitung. Früher haben Bios gut verdient, an gut betuchten Kunden, heute soll das ganze Massenware werden und da zählt dann nur der Preis. Das kann man auf dem freien Markt nicht verhindern, dazu müsste der Staat dann eingreifen und Preise festlegen...
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Papaya ist da ein gutes Beispiel, heute baut man Bio-Papaya an, in dem außen herum gv-Papaya steht, der schützt vor der Ausbreitung und somit kann heute wieder Bio-Papaya auf Hawaii angebaut werden, vor 25 Jahren stand der gesamte Anbau vor dem Aus.

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Es wird viel zu viel von falschen Voraussetzungen ausgegangen und eben nicht mehr seit Künast versucht sinnvolle Entwicklungen auf beiden Seiten zu nutzen.


Augenroll....lange Rede kurzer Sinn....ich sagte doch, der Wachstumszwang ist das Hauptproblem....


Daran kommen wir aber nicht vorbei, auch nicht mit PeVos kommunistisch grüner Transformation.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 20:35

Mal etwas zum Nachdenken für die Glaubensgenossen des Brenneselordens:

Norman Borlaug zum Hundertsten Geburtstag – Im Gedenken an Milliarden Leben
http://blog.psiram.com/2014/03/norman-b ... den-leben/

Wer kann von sich behaupten, 5 Millionen Menschen das Leben gerettet zu haben? und erhielten prompt die Antwort in den Kommentaren: Norman Borlaug


http://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Borlaug
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Mär 25, 2014 21:09

[youtube]FRwo01maYqY[/youtube]

Der Mann, der Millionen Menschenleben rettete
Borlaug galt als der Vater der Grünen Revolution, die heute ebenfalls fast vergessen ist. Der Begriff stammt aus einer Zeit, als Grün noch für Landwirtschaft stand und nicht für eine politische Richtung.


http://www.welt.de/wissenschaft/article ... ttete.html
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