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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Feb 09, 2023 6:59

Die Realität kenne ich, aus der Beschreibung von bayerischen Kollegen allerdigns ganz anders. Die EG Ökofranken ist da nur ein Beispiel. Dem Biokreis ist ein Schlachter/Verarbeiter abhanden gekommen und einem großer Rindfleischvermarkter, der im Norden ansässig ist, schwimmen im Süden gerade die Felle davon. Ja, es stimmt, die Förderung im Süden ist ausgebaut worden. Allerdings muss man wohl ganz genau schauen, um sich nicht auf´s Förderglatteis zu begeben. Längst nicht alle möglichen Förderkombinationen sind erlaubt. Zuwachs in 2022? Natürlich gibt es neue Betriebe aber über die, die zum Jahresende gekündigt hatten, spricht keiner. Zum Jahresbeginn haben fast alle Verbände, die einen mehr und die anderen weniger, geblutet. 2023 wird für den gesamten Ökolandbau ein Minusjahr bei Fläche und Betrieben!
btw: Bitte keinen Zusammenhang mit diesem Thema herstellen aber wo ist Isar eigentlich? Der müsste doch langsam mit dem Zählen der Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft durch sein. :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Do Feb 09, 2023 10:27

Mauert sich einen Geldspeicher?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Feb 11, 2023 7:44

Neues vom Bio-Getreidemarkt.
Für die kommende Ernte kann nur für hochwertigen Weizen und für Leguminosen ein problemloser Absatz angenommen werden. Beim Dinkel gibt es sogar noch Vorräte aus der Ernte 2021! Beim Roggen sollten Anbauer schon mal über eine evtl. Verfütterung oder auch über eine Verwertung über eine BGA nachdenken. Sämtliches Futtergetreide ist voraussichtlich nur mit erheblichen Preisabschlägen auf den aktuellen Preis ab der Ernte 2023 vermarktbar. Aktuelle Preise liegen beim Backweizen bei ca. 40€/dt. Futterweizen 33 bis 36, Triticale 30 bis 34, WGerste 30 bis 35€/dt. Der Absatz beim Futtergetreide verläuft schleppend da auch der Absatz von Tierprodukten nur sehr verhalten stattfindet.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Otto Mohl » Sa Feb 11, 2023 19:33

Das hat Gut Rosenkrantz zwar geschrieben, aber andere Worte gepackt.

Saatgut wird teurer, aber nicht so teuer, wie es sein müsste. Da ist GR gnädig.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Feb 11, 2023 20:30

Otto Mohl hat geschrieben:Das hat Gut Rosenkrantz zwar geschrieben, aber andere Worte gepackt.


Schon aber die lavieren auch nur rum, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Da muss man auch schon bei anderen nachfragen. Leider ist es in der Ökobranche nach wie vor so, dass man sich um konkrete Aussagen herumdrückt. Das bringt für die Betriebe gar nichts.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Sa Feb 11, 2023 21:00

Kartoffelbluete hat geschrieben:"Bayererische Bio-Bauern gehen mit Zuversicht ins Jahr 2023" ist heute auf Top-online zu lesen. :roll: :wink:


„Alles was sein Maß überschreitet, bringt Verderben.“

Gruß
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Feb 13, 2023 13:01

Wenn zwei Elfenbeintürmer sich streiten, können die Praktiker nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Ferne der zwei Profs vom tatsächlichen Geschehen, kann man aus verschiedenen Daten ableiten, die die zwei gegen sich ins Feld führen. Eigentlich nur noch peinlich!
Es geht um die Meldung zur Kosteneinsparung durch den Ökolandbau (Hülsbergen-Studie) und den Widerspruch dazu von Ströbel/Triesdorf. Nachlesen kann man Näheres auf "agrarheute".
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Feb 14, 2023 11:09

Bio bommt auch 2022

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https://twitter.com/bmel/status/1625129040947412993
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Feb 14, 2023 15:15

Über alle Bio-Vermarktungsbereiche hinweg hat der Ökomarkt eine mittlere Schrumpfung von ca. 13% in 2022 hinnehmen müssen. Das dicke Ende kommt allerdings erst noch. Wenn, wie jetzt abzusehen ist, die konv. Erzeugerpreise fallen auch weil die Produktionsmittel im Preis fallen, dann wird (muss) der Verbraucherpreis erhebliche Unterschiede zwischen Bio und Konvi aufweisen. Dann erleben wir eine noch steigende Zurückhaltung beim Kauf von Bioprodukten. Auch wenn Plagge, weil es auch um seinen weichen warmen Sessel geht, eine ganz andere Aussage macht. Vielen Ökobetrieben steht schon jetzt das Wasser bis zum Hals. Wer in einem 5-jährigen Verpflichtungszeitraum steckt für den heisst es durchhalten oder Kohle zurückzahlen. Gut, dass es hier in ST nur noch einjährige Verpflichtungen gibt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wälder6150.4 » Di Feb 14, 2023 16:41

Ja ja die Verbraucherbefragungen n8
Muss ich doch gleich bei der Molkerei anrufen und fragen warum 30% der Biomilch Konventionell verarbeitet werden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Südheidjer » Di Feb 14, 2023 17:16

Bild: "Trends und Neuheiten // Biofach in Nürnberg wird eröffnet"

https://www.bild.de/regional/nuernberg/nuernberg-news/trends-und-neuheiten-biofach-in-nuernberg-wird-eroeffnet-82894042.bild.html

Bild hat geschrieben:Eine Umfrage des Bundesagrarministeriums hatte zuvor ergeben, dass 33 Prozent aller Menschen in Deutschland häufig Bio kaufen und 49 Prozent gelegentlich. Zukünftig wollen es demnach 38 Prozent häufig und 47 Prozent gelegentlich tun. Beliebteste Biowaren sind laut dem „Öko-Barometer“ Eier, Gemüse und Obst. Bio-Lebensmittel kaufen die Menschen demnach überwiegend im Supermarkt.


Mmmhhh, überwiegend im Supermarkt. Ich frage mich, wieviele Konsumenten sich bewusst sind, wie "bio" teilweise produziert wird.
Dazu eine Reportage/Dokumentation vom Hessischen Rundfunk.

ARD: "Wie bio ist Bio?"

https://www.ardmediathek.de/video/dokus-und-reportagen/wie-bio-ist-bio/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMjc1OTE

Also 'ne Bio-Tomate aus dem Plastik-Areal Almeria find ich jetzt nicht so richtig "bio".

https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Almer%C3%ADa#Wirtschaft

Viele Verbraucher haben bei bio oder auch vegan ein gutes Gewissen, was sie aber nicht haben dürften. Wer klärt auf? Der böse Konvi-Bauer?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Di Feb 14, 2023 21:42

Südheidjer hat geschrieben:Also 'ne Bio-Tomate aus dem Plastik-Areal Almeria find ich jetzt nicht so richtig "bio".

Hallo,
da ist schon noch ein grosser Unterschied.
Reduzierter Pestizideinsatz, nur organische Dünger, Arbeitsschutz wird kontrolliert, Kollegen achten auf Einhaltung der Vorschriften, bisschen höhere Erzeugerpreise, besseres Gewissen.
Als wir hier letzthin über BMW in Niederbayern diskutiert haben, da hatte ich Almeria schon auf der Taste. Es wird da soviel Gemüse unter Folie angebaut (zwischen Landau und Irlbach) da sind wir nicht weit weg von Almeria.
Gruss Christian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Di Feb 14, 2023 21:58

...mit dem dt.Abfallrecht zu den Folien und trotz der besseren ( Süß-) Wasserversorgung können die bayrischen Kollegen aber trotzdem nicht gegen die Spanier bestehen. :roll:
Selbst, wenn im Supermarkt der gleiche Preis dran steht , werden die Handelsketten immer möglichst billig einkaufen.
Praktisch wird mit einem Bio- Salatkopf aus D. Im Prospekt geworben und gezielt rechts und links davon billiger eingekaufte EU-Biowahre plaziert...
So geht Markt.
Und mit dem " redlichen Kaufmann" hat es nix mehr zu tun!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Feb 15, 2023 19:34

Die Mär vom weiterhin wachsenden Ökolandbau ist auf der Biofach auch vom Kindergärtner weiter verbreitet worden. Ja, es stimmt, im letzten Jahr sind ca. 750 neue Betriebe hinzugekommen. Aber, zum Jahresende hatten ein paar mehr Betriebe gekündigt. Zum 31.12. gehörten die natürlich noch dazu. D.h., am 01.01.2023 war der Ökolandbau dann nicht mehr gewachsen; im Gegenteil ! Taschenspielertricks! Wer die nötig hat, dem muss es ganz schön dreckig gehen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Mi Feb 15, 2023 19:40

War heute bei Aldi, wegen Arbeitssocken. Bin am Gemüseregal vorbeigegangen. Bio-Karotten waren billiger als Konvi. Da kann man dann schon groß in einer Pressemeldung bekanntgeben, daß man den Bioabsatz erhöht. Das geht aber nur über solche Taschenspielertricks, so wie es DWEWT umschrieben hat. Biokarotten/kg 1,29€ und konventionelle 1,79€/kg beide Herkunft D
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