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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Dez 01, 2023 8:20

tyr hat geschrieben:
In der Bäckerei sind ja auch nicht die Grundrohstoffe der große Kostentreiber, sondern Energie- und Arbeitskosten.



Du plädierst doch immer für höhere Löhne.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Fr Dez 01, 2023 9:26

DWEWT hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:
In der Bäckerei sind ja auch nicht die Grundrohstoffe der große Kostentreiber, sondern Energie- und Arbeitskosten.



Du plädierst doch immer für höhere Löhne.

Es ist kein Widerspruch, eine angemessene (höhere) Bezahlung für geleistete Arbeit zu fordern und gleichzeitig (z.B. zur Klarstellung eines Sachverhalts) darauf hin zu weisen, wo im Handwerk die relevanten Kostenstellen sind.
Natürlich ist es Unsinn, oder zumindest kommunikationstechnisch äußerst ungeschickt von einem Handwerksbäcker, höhere Preise für Backwaren mit gestiegenen Rohstoffkosten, insbesondere Mehl, zu begründen. Dass das Quatsch ist, kann ja Jeder schnell nachprüfen. Allerdings gehe ich davon aus, dass das die wenigsten Handwerksbäcker tun werden (außer vielleicht die in Wini-Land :wink: )
Der hier bringt es auf den Punkt (ab Min. 57) :
https://www.youtube.com/watch?v=VpKj9m_y5YU
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon tyr » Fr Dez 01, 2023 16:46

DWEWT hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:
In der Bäckerei sind ja auch nicht die Grundrohstoffe der große Kostentreiber, sondern Energie- und Arbeitskosten.



Du plädierst doch immer für höhere Löhne.


Nein, für weniger Abgaben auf den Faktor Arbeit... :roll:
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Fr Dez 01, 2023 16:57

tyr hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:
In der Bäckerei sind ja auch nicht die Grundrohstoffe der große Kostentreiber, sondern Energie- und Arbeitskosten.



Du plädierst doch immer für höhere Löhne.


Nein, für weniger Abgaben auf den Faktor Arbeit... :roll:

Irgendwie müssen Kranken-,Renten,-Arbeitslosen- und Unfallversicherung, Lohnfortzahlung, Urlaubsgeld etc. allerdings finanziert werden.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Fr Dez 01, 2023 19:50

DWEWT hat geschrieben:
Wini hat geschrieben:
Konvi-Backweizen wird aktuell von den Landwirten für 22€/100kg entsorgt.
Für ein Kilo Weizenbrot also 22ct.


Ganz offensichtlich hast du noch nie ein Brot gebacken. Ein kg Brotteig enthält 350 bis 400 g Wasser. Das fertig ausgebackene Brot beinhaltet immer noch ca. die Hälfte davon.


Hallo DWEWT,
dann wird die Rechnung für die Landwirte ja noch schlimmer und für den Bäcker noch lukrativer !!
22€/100kg x 0,4kg / 1 kg Brot = 9ct / 1kg Brot Anteil Landwirt

Aktuell sind doch Strom- und Gaskosten schon längst wieder gesunken.
Warum werden da Backwaren aktuell nicht wieder günstiger ?

P.S.
Seit Corona backen wir übrigens unser Brot selber im Backofen mit selbsterzeugtem Solarstrom.
Uns ist mittlerweile der Brotpreis beim Bäcker egal.

Gruß
Wini
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon tyr » Sa Dez 02, 2023 8:18

Qtreiber hat geschrieben:Irgendwie müssen Kranken-,Renten,-Arbeitslosen- und Unfallversicherung, Lohnfortzahlung, Urlaubsgeld etc. allerdings finanziert werden.


Irgendwie schon, andere Länder finanzieren dies auch, nur eben nicht über die Belastung des Faktors Arbeit. Was der Wirtschaft, auch der Kleinwirtschaft, extrem zu Gute kommt, da es die Arbeitskosten massiv senkt, so das auch einfache Tätigkeiten bezahlbar werden. Vieles wird in Deutschland nicht mehr gemacht, weil selbst einfache Handgriffe zu teuer sidn.
Es reicht da z.B. ein Blick nach Polen. Dort sind die Belastungen des Faktors Arbeit minimal, der einzelne Arbeiter verdient deswegen nicht wenig, z.B. mein Verwandter Piotr in einer Audiwerkstatt etwas über 2000€netto, da werden viele Ossis neidisch...die haben zwar Brutto mehr, aber Netto deutlich weniger.
und trotzdem gibt es dort eine recht anständige Kranken- und Rentenversicherung, es gibt Arbeitslosengeld, Sozialhilfe usw... wenn auch nicht im derzeitigen deutschen Ausmaß. Ob dieses Ausmaß wirklich wünschenswert ist, sei dahingestellt..
Unser Sozialsystem ist ein Arbeitsverhinderungssystem, das polnische Zzwingt Dich in Arbeit, wenn Du nicht auf minimalsten Level leben willst, allerdings setzt es auch kaum Hürden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Sa Dez 02, 2023 21:14

Wini hat geschrieben:Hallo DWEWT,
dann wird die Rechnung für die Landwirte ja noch schlimmer und für den Bäcker noch lukrativer !!
22€/100kg x 0,4kg / 1 kg Brot = 9ct / 1kg Brot Anteil Landwirt

Mann, Mann, Mann. Es wird immer abstruser.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Dez 04, 2023 6:40

Wini hat geschrieben:
Hallo DWEWT,
dann wird die Rechnung für die Landwirte ja noch schlimmer und für den Bäcker noch lukrativer !!
22€/100kg x 0,4kg / 1 kg Brot = 9ct / 1kg Brot Anteil Landwirt



Rein rechnerisch betrachtet, hast du natürlich recht. Ich befürchte allerdings, dass, selbst wenn wir den Getreidepreis halbieren würden, vielen handwerklichen Bäckern nicht mehr zu helfen wäre. Dabei sollten wir Landwirte doch am besten wissen, welche Kostenfaktoren unsere Produktion so extrem verteuern. Den handwerklichen Bäckern fehlen die Mitarbeiter und die Kunden, die für ihre Erzeugnisse angemessene Preise bezahlen. Zu viele Kunden haben extreme Ansprüche an die Ware und einen Igel im Portemonaie; das ist die reale Situation. Es ist wie fast überall in der deutschen Wirtschaft.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Botaniker » Mo Dez 04, 2023 9:00

Bäckerhandwerk durch Preisdruck belastet

"Täglich gehen leider ein bis zwei Bäcker von der Fahne", teilte Friedemann Berg, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, in Berlin mit. 2022 hätten etwa 600 Betriebe schließen müssen. Die Anzahl der Mitarbeiter, die insgesamt rund 238.000 betragen, ist deutlich gesunken.


https://web.de/magazine/wirtschaft/baec ... k-38919662
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Mo Dez 04, 2023 10:16

Die machen zu, weil das Geschäft so lukrativ ist. :mrgreen:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Mo Dez 04, 2023 10:46

Die machen doch nicht zu, die backen halt nur nicht mehr?
Hat Habeck doch erklärt.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Mo Dez 04, 2023 11:12

Habe gestern gelesen, daß bei Naturland die Milchviehbetriebe jetzt viel weniger Getreide verfüttern dürfen. Wie wirkt sich das auf diese Betriebe aus? Hat das Heigl so gemacht, das für die Schweinebetriebe mehr Getreide übrig bleibt? Das ist doch meiner Meinung nach auch nur eine PR-Aktion.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Südheidjer » Mo Dez 04, 2023 13:21

Siehe dazu

https://www.naturland.de/de/naturland/service/presse/5230-weniger-kraftfutter-naturland-staerkt-nachhaltigkeit-der-bio-milchviehhaltung.html

Verband Naturland hat geschrieben:Agrarwissenschaftler Windisch: „Nahrungskonkurrenz durch Nutztiere vermeiden

Naturland stärkt die Nachhaltigkeit der Bio-Milchviehhaltung durch deutlich strengere Regeln für den Einsatz von Kraftfutter. Ab 2024 dürfen Naturland-Milchviehbetriebe nur noch halb so viele Futtermittel einsetzen, die in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung stehen, wie laut EU-Öko-Verordnung eigentlich zulässig wäre.

„Mehr Gras auf der Weide und dafür weniger Getreide im Trog - indem wir unnötige Nahrungskonkurrenz vermeiden, stärken wir die Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit der Naturland-Milchviehhaltung. Zugleich zeigen wir damit, wie das System Öko-Landbau auch in der Tierhaltung die notwendige Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft vorantreibt“, sagte Naturland-Präsident Hubert Heigl auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbands am Freitag in Fürstenfeldbruck.
...


Mmmhh, mein Nachbar als (konventioneller) Milchviehbetrieb verfüttert meines Wissens nach unter anderem seine eigene Gerste. Klar, wäre es Braugerste, könnte daraus mein Bier werden. Soviel zur Nahrungskonkurrenz.
Seine Kühe stehen übrigens im Sommer draußen auf der Weide. Gewickelte Ballen stehen hier auch rum. Also Gras bekommen die schon schön.

Ich glaube, dieses Statement vom Naturland-Verband ist ein Marketing-Ding für die Kunden aus der Stadt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Isarland » Mo Dez 04, 2023 13:24

Das gibt dann sicher einen weiteren Mitgliederschwund.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Mo Dez 04, 2023 14:29

Wie sieht es dann mit Silomais aus? Könnte man ja dreschen und Polenta machen. Wenn ein Biobetrieb jetzt heuer seinen Mais noch gehäckselt hat, was soll er mit diesem jetzt machen? Einer Biogas verkaufen, denn da ist es ja egal, die sind von dieser Regelung nicht betroffen :?
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