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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Dez 06, 2023 7:11

meyenburg1975 hat geschrieben:Die meisten Betriebe sind mangels Arbeitskräften aktuell dazu angehalten, ihre Arbeitsproduktivität zu erhöhen.


An dem Punkt mangelnde Arbeitskräfte bzw. zu hohe Arbeitskosten, waren die Betriebe im Osten schon vor 20 Jahren. Es hiess immer, die im Osten können nicht melken. War/ist wohl doch anders!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Dez 06, 2023 7:17

langholzbauer hat geschrieben:

Wichtiger für eine erfolgreiche Betriebsentwicklung sind in der aktuell so volantilen Zeit erreichbare Zielen, statt ausgeklügelte Pläne, die nach Trocknung der Tinte schon unrealistisch sind.


Und wie erreiche ich meine Ziele, ohne einen Plan zu haben?
Dass viele Pläne nur eine kurze Lebenszeit haben, liegt sicher auch an der Sprunghaftigkeit der Politik. Häufig werden sie aber schon nach kurzer Zeit infrage gestellt, weil der Planer mit Daten/Fakten gearbeitet hat, die zum Zeitpunkt der Planung entweder überholt waren oder aber das Ergebnis einer Schönrechnung waren. Das kann man hier im Forum auch sehr schön in einem anderen thread erkennen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon tyr » Mi Dez 06, 2023 8:20

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Die meisten Betriebe sind mangels Arbeitskräften aktuell dazu angehalten, ihre Arbeitsproduktivität zu erhöhen.


An dem Punkt mangelnde Arbeitskräfte bzw. zu hohe Arbeitskosten, waren die Betriebe im Osten schon vor 20 Jahren. Es hiess immer, die im Osten können nicht melken. War/ist wohl doch anders!


Vor allem in Sachsen-Anhalt, so die Aussage eines Artikels der ostdeutschen Bauernzeitung von letzte oder vorletzter Woche, sinkt die Nutztierzahl, vor allem bei gemolkenden Kühen, seit zehn Jahren dramatisch... auch und gerade bei den Kolchosen....
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon germane » Mi Dez 06, 2023 10:47

Ich habe gestern mal wieder etwas warten müssen und bin in den Bio-Markt. In der kostenlosen Literatur (Schrot und Korn) finde ich dann Werbung von barnhouse:

https://barnhouse.de/?gclid=CjwKCAiA1MC ... wAQAvD_BwE

Dem Logo nach arbeiten die noch mit Pferden und Leiterwagen. Vorbildlich!

Da braucht dann niemand mehr über lila Kühe lästern.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Mi Dez 06, 2023 11:34

DWEWT hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:

Wichtiger für eine erfolgreiche Betriebsentwicklung sind in der aktuell so volantilen Zeit erreichbare Zielen, statt ausgeklügelte Pläne, die nach Trocknung der Tinte schon unrealistisch sind.


Und wie erreiche ich meine Ziele, ohne einen Plan zu haben?


Durch KÖNNEN, Kenntnis des eigenen Betriebs (einschl. der vorhandenen Assets und Beziehungen) => betriebsbasiertes Wissen und Beobachtung (Kontrolle)

Man ersetze PLAN durch den Begriff "Vorgehensweise" oder "strukturiertes Arbeiten".

Wie sowas funktioniert, lernt man durch Learning by doing im praktischen Betrieb.

Hat man einen Hochschulabsolventen muss man dem erst das strukturierte Arbeiten lernen, was jemand mit einer betrieblichen Ausbildung schon mit 18 in Fleisch und Blut hat
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Dez 06, 2023 19:22

T5060 hat geschrieben:
Durch KÖNNEN, Kenntnis des eigenen Betriebs (einschl. der vorhandenen Assets und Beziehungen) => betriebsbasiertes Wissen und Beobachtung (Kontrolle)

Man ersetze PLAN durch den Begriff "Vorgehensweise" oder "strukturiertes Arbeiten".

Wie sowas funktioniert, lernt man durch Learning by doing im praktischen Betrieb.



Ich werf mich weg! :lol:
Zum ersten Satz fällt mir nur der Begriff "Betriebsblindheit" ein.
Der zweite Satz muss lauten: Dem Plan folgen "Vorgehensweise" und/oder "strukturiertes Arbeiten".
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Dez 06, 2023 21:15

DWEWT hat geschrieben:An dem Punkt mangelnde Arbeitskräfte bzw. zu hohe Arbeitskosten, waren die Betriebe im Osten schon vor 20 Jahren. Es hiess immer, die im Osten können nicht melken. War/ist wohl doch anders!

Inwiefern anders? Die Milchkuhbestände schrumpfen meines Wissens nach im Osten immer noch überdurchschnittlich.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Dez 06, 2023 21:29

meyenburg1975 hat geschrieben:
Inwiefern anders? Die Milchkuhbestände schrumpfen meines Wissens nach im Osten immer noch überdurchschnittlich.


Der Grund für das Aussteigen der Ostbetriebe aus dem Milchgeschäft war fast ausschließlich den Personalkosten geschuldet. Während die kleinen Betriebe im Westen mit billigen Fam.-Arb.-Kräften arbeiten konnten, bzw. das immer noch tun, musste hier jede MInute bezahlt werden. Jetzt kommen auch die Betriebe im Westen, oft weil sie entsprechend gewachsen sind, in diese Kostensituation. Es fehlen Leute und die, die zu bekommen sind, die haben ihren Preis. Hier haben/hatten viele Betriebe Alternativen (Flächen), die den Ausstieg relativ leicht gemacht hatten. Im Westen dürften diese wesentlich spärlicher ausfallen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Mi Dez 06, 2023 21:41

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:
Inwiefern anders? Die Milchkuhbestände schrumpfen meines Wissens nach im Osten immer noch überdurchschnittlich.


Der Grund für das Aussteigen der Ostbetriebe aus dem Milchgeschäft war fast ausschließlich den Personalkosten geschuldet. Während die kleinen Betriebe im Westen mit billigen Fam.-Arb.-Kräften arbeiten konnten, bzw. das immer noch tun, musste hier jede MInute bezahlt werden. Jetzt kommen auch die Betriebe im Westen, oft weil sie entsprechend gewachsen sind, in diese Kostensituation. Es fehlen Leute und die, die zu bekommen sind, die haben ihren Preis. Hier haben/hatten viele Betriebe Alternativen (Flächen), die den Ausstieg relativ leicht gemacht hatten. Im Westen dürften diese wesentlich spärlicher ausfallen.


Ne Püppchen, du irrst, wie du ständig irrst. Wenn die größeren Betriebe mit den besseren Strukturen schon nicht wenigstens kostendecken melken können,
dann sind die Anforderungen des LEH zu hoch und die Preise zu niedrig. Bei unserer Molkerei musste übrigens kein Ostbetrieb schließen, trotzdem der nicht
mal einen hunderstel Cent mehr bekommt, wie jemand mit nur 5 Milchkühen. Mein Nachbar bekommt bei der Leuchtturmmolkerei HOCHWALD 7 Cent unterm Strich
weniger wie mir, das sind 40.000 € p.a., da grinse ich mal, wenn der 100 ha Gestrüpp und Grünland mehr hat
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon tyr » Mi Dez 06, 2023 21:58

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:
Inwiefern anders? Die Milchkuhbestände schrumpfen meines Wissens nach im Osten immer noch überdurchschnittlich.


Der Grund für das Aussteigen der Ostbetriebe aus dem Milchgeschäft war fast ausschließlich den Personalkosten geschuldet. Während die kleinen Betriebe im Westen mit billigen Fam.-Arb.-Kräften arbeiten konnten, bzw. das immer noch tun, musste hier jede MInute bezahlt werden. Jetzt kommen auch die Betriebe im Westen, oft weil sie entsprechend gewachsen sind, in diese Kostensituation. Es fehlen Leute und die, die zu bekommen sind, die haben ihren Preis. Hier haben/hatten viele Betriebe Alternativen (Flächen), die den Ausstieg relativ leicht gemacht hatten. Im Westen dürften diese wesentlich spärlicher ausfallen.


Laut Statement der Kolchosenleitung hier, nicht der Personalkosten, sondern vor allem dem Umstand, schlicht kein geeignetes Personal zu finden.... mit den Personalkosten kommen die schon klar...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Dez 06, 2023 22:41

Es fällt halt deutlich leichter, mit der Milch aufzuhören, wenn das Betriebsergebnis danach noch immer positiv bleibt. :wink:
Die gescholtenen Ost- Betriebe haben meistens schon entsprechende " Betonkühe"( Biogasanlagen) stehen, wo mit deutlich weniger Personal garantierte Einnahmen fließen.
Sicher wurden in der Vergangenheit auch dort sehr viele Investitionen mit dem Milchgeld finanziert oder wenigstens daraus getilgt.
Es gibt einen alten Spruch:
" Wer melkt hat Geld."
Kaum einer versteht die Aussage noch.
Aber wer seine Milchproduktion im Griff hat braucht idR. keine längerfristige Finanzplanung, weil die laufenden Kosten aus dem monatlichen Milchgeld bedient werden und erst um den Jahresabschluss herum größere Investitionen geplant werden.

Die Folgen der Aufgabe der Milchproduktion werden erst nach mehreren Jahren erkannt, weil damit Wertschöpfung und Werteschaffung aus der Region abfließt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Mi Dez 06, 2023 22:53

Erfolgreich melken ist aber auch deutlich mehr, als nur Arbeitserledigung.
Was da alles drin steckt, macht nicht selten den Lebensinhalt oder das ( Un)Glück der Familien aus.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Mi Dez 06, 2023 22:57

DWEWT hat geschrieben:
Ich werf mich weg! :lol:
Zum ersten Satz fällt mir nur der Begriff "Betriebsblindheit" ein.
Der zweite Satz muss lauten: Dem Plan folgen "Vorgehensweise" und/oder "strukturiertes Arbeiten".
"Learning by doing" ist verantwortlich für Erfahrung vs. Wissen.


Ich glaube ein gutes Stück Betriebsblindheit tut sogar verdammt gut,
statt sich ständig von irgendwas sich vorneweg treiben zu lassen.
Es braucht ein Stück langfristige Orientierung und ein sehr grobgefasstes Ziel.
Dem folgt dann immer das TUN.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Do Dez 07, 2023 1:43

Evtl. solltet ihr einfach mal nachmessen, um die Frage nachhaltig zu klären. :lol:

Was die lange Perspektive angeht, habe ich einen einfachen, klassischen Plan.
Ich komme aus einer von Armut, Kriegstraumata und Alkoholismus geprägten Familie.
Viel Wissen und Lebensweisheit, die andere mit der Muttermilch eingeschenkt bekommen, musste ich mir hart erarbeiten. Einige der Pakete, die ich mitbekommen habe, werden mich mein Leben lang begleiten.
Ich möchte, dass zukünftige Generationen meiner Familie ein besseres Leben haben.
Sie sollen in stabilen Familien in friedvolles Leben führen, in Wohlstand, in physischer Sicherheit, mit der Freiheit, nach ihren Überzeugungen und ihrem Glauben zu leben.
Sie sollen angemessene, gute Nahrung und sauberes Wasser haben.
Sie sollen eine gute Bildung, Gesundheit und und ausgeglichene Leben mit Zeit für Familie, Freunde, die Dorfgemeinschaft, ihre Hobbys etc. haben, und eine gesunde Umwelt mit regenerierenden Böden und Gewässern und der gesamten Biodiversität.
Das Sprüchlein ist geklaut, von Allan Savory, spricht mir aber aus dem Herzen.

Und ich bin stolz darauf, wie sich diese neue Generation, meine Neffen und Nichte, entwickelt, trotz oder evtl. gerade wegen aller Widrigkeiten. Sie haben eine gesunde Arbeitsethik, bereits deutlich mehr finanzielles Wissen als ich in ihrem Alter, finden Freunde und Partner und fügen sich in die Gemeinschaft ein.
Einer macht trotz Hauptschulabschluss schnelle Fachkarriere, war in seinem Ausbildungsbetrieb auch durch einen Abteilungsleiterjob nicht zu halten, arbeitet jetzt als Produkttechnologe im Entwicklungszentrum eines Weltkonzerns und wird zukünftig wohl viel reisen, um sein Wissen in die diversen Standorte zu tragen.
Einer hat sich bereits mit 19 selbständig gemacht und wie sich das entwickelt und abzeichnet, wird er ein deutlich besserer Unternehmer als ich.
Einer begeistert sich sowohl für seinen Lehrberuf als auch für die Landwirtschaft, hat ein Händchen fürs Vieh entwickelt und möchte meinen Nebenerwerbsbetrieb weiterführen.
Zwei sind in der Lehre und erhalten viel Lob. Vom einen sagt der Chef, er habe das Potential, Bester seines Jahrgangs in Thüringen zu werden.
Einer geht noch zur Schule, den führen wir langsam ran.
Und der aktuell Kleinste, von meiner jüngsten Schwester, mit blitzgescheiten Eltern, hat mit 2 angefangen zu lesen, aus eigenem Antrieb. Wenn der sich weiterentwickelt wie bisher, steckt er mich in ein paar Jahren in die Tasche und erklärt mir die Welt. :lol:

Der Hof ist Mittel zu Zweck. Die Jungs haben ihn genutzt, ihre Fertigkeiten zu entwickeln und sich die ersten Mopeds und Autos zu verdienen. Nur weil ich dran hänge, bürde ich ihn niemandem auf. Er wird weiterentwickelt, wie sich Chancen bieten. Falls sich in der Nähe ein Hof mit besseren Voraussetzungen findet, hätte ich auch kein Problem mit vom Bestehenden zu trennen. Ich würde mich freuen, wenn ein Hof in der Familie erhalten bleibt. Aber er soll niemandem eine Last werden. Die Hofstelle kann auch einem Handwerksbetrieb etc. dienen und die Flächen mal eine Generation verpachtet oder für andere sinnvolle Investitionen veräußert werden. Wichtiger ist, ein gewissen Vermögensgrundstock aufzubauen und zu erhalten, der auch der nächsten Generation einen guten Start und etwas mehr Freiheit ermöglicht. Bis die Sorgen der Wohlstandsdekadenz ausbrechen, ist es noch eine Weile hin. Da können sich dann andere drum kümmern.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Do Dez 07, 2023 6:49

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:
Inwiefern anders? Die Milchkuhbestände schrumpfen meines Wissens nach im Osten immer noch überdurchschnittlich.


Der Grund für das Aussteigen der Ostbetriebe aus dem Milchgeschäft war fast ausschließlich den Personalkosten geschuldet. Während die kleinen Betriebe im Westen mit billigen Fam.-Arb.-Kräften arbeiten konnten, bzw. das immer noch tun, musste hier jede MInute bezahlt werden. Jetzt kommen auch die Betriebe im Westen, oft weil sie entsprechend gewachsen sind, in diese Kostensituation. Es fehlen Leute und die, die zu bekommen sind, die haben ihren Preis. Hier haben/hatten viele Betriebe Alternativen (Flächen), die den Ausstieg relativ leicht gemacht hatten. Im Westen dürften diese wesentlich spärlicher ausfallen.

Also könnt ihr drüben doch nicht Melken, oder wie?

Die Kosten für Personal sind nicht das Problem. Dauerhaft gutes zu bekommen ist schwierig. Und das gilt auch für Arbeiten, die man gerne auslagert und im Zweifel wieder zum Teil selbst erledigen muss.
Und da die meisten Betriebsleiter 50+ sind, ist deren Motivation und Fähigkeit mal wieder für einen Zeitraum das meiste selbst zu schultern eingeschränkt.

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass sich zumindest bei mir und meinem Bekanntenkreis die Bezahlung von Familienarbeitskräften durchgesetzt hat.
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