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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jun 10, 2021 10:55

240236 hat geschrieben:Mit der Abschaffung der Förderungen gebe ich dir Recht, daß das das beste wäre, nur ist das der Tod vom Biolandbau. Denn dann müssen die Biokunden den wirklichen Preis bezahlen, der sonst in der erhöhten Förderung steckt. Dann liegt das konventionelle neben dem doppelt oder dreimal so teuereren Produkt in der Theke. Ich kann mir vorstellen, was die Leute kaufen.


Mit dem Aussetzen der Förderung würde der Ökolandbau wieder zurückkehren zu der Marktorientierheit, die ihn bis 1991 auszeichnete. Er würde viel kleiner und wieder feiner werden. :D
Wieviele konv. Betriebe das Aussetzen der Förderung überleben würden, dazu gibt es unterschiedliche Studien. Gerechnet wird mit 15 bis 30%! Der Rest würde von den Banken geschlossen werden. Wenn dann, zum Erhalt der Liquidität, Flächen auf den Markt kommen, beginnt eine Entwicklung, bei der, aufgrund des Sinkens der Flächenpreise, viele Betriebe wegen unzureichender Sicherheiten für das Fremdkapital, mit in den Strudel gerissen werden. Das will die Politik auf jeden Fall vermeiden. Deshalb ist an ein Aussetzen der Förderung nicht zu denken.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Do Jun 10, 2021 11:29

DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Mit der Abschaffung der Förderungen gebe ich dir Recht, daß das das beste wäre, nur ist das der Tod vom Biolandbau. Denn dann müssen die Biokunden den wirklichen Preis bezahlen, der sonst in der erhöhten Förderung steckt. Dann liegt das konventionelle neben dem doppelt oder dreimal so teuereren Produkt in der Theke. Ich kann mir vorstellen, was die Leute kaufen.


Mit dem Aussetzen der Förderung würde der Ökolandbau wieder zurückkehren zu der Marktorientierheit, die ihn bis 1991 auszeichnete. Er würde viel kleiner und wieder feiner werden. :D
Wieviele konv. Betriebe das Aussetzen der Förderung überleben würden, dazu gibt es unterschiedliche Studien. Gerechnet wird mit 15 bis 30%! Der Rest würde von den Banken geschlossen werden. Wenn dann, zum Erhalt der Liquidität, Flächen auf den Markt kommen, beginnt eine Entwicklung, bei der, aufgrund des Sinkens der Flächenpreise, viele Betriebe wegen unzureichender Sicherheiten für das Fremdkapital, mit in den Strudel gerissen werden. Das will die Politik auf jeden Fall vermeiden. Deshalb ist an ein Aussetzen der Förderung nicht zu denken.

Daß sich die ökologische Landwirtschaft zu seinen Wurzeln zurück entwickeln würde, davon bin ich auch überzeugt. Sehe gerade heuer wieviele Prämienoptimierer mit dem Ökolandbau beginnen. Prämien werden nie abgeschafft, denn die sind ein Marktsteuerinstrument und genau das möchte man mit den Prämien, nicht die Einkommenserhöhung.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Do Jun 10, 2021 11:39

240236 hat geschrieben:Prämien werden nie abgeschafft, denn die sind ein Marktsteuerinstrument und genau das möchte man mit den Prämien, nicht die Einkommenserhöhung.
Re: Ökolog

Hallo,
kommt dazu dass auch viele Bürokraten davon leben,die Anträge zu bearbeiten, in Meetings Veränderungen zu diskutieren, Kontrollen durchzuführen, also einfach bisschen Spass haben.
In der Binnenschiffahrt kommen mittlerweile 2 Beamte auf einen Schiffer.
Gruss Christian
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Do Jun 10, 2021 12:09

DWEWT hat geschrieben:Mit dem Aussetzen der Förderung würde der Ökolandbau wieder zurückkehren zu der Marktorientierheit, die ihn bis 1991 auszeichnete. Er würde viel kleiner und wieder feiner werden. :D
Wieviele konv. Betriebe das Aussetzen der Förderung überleben würden, dazu gibt es unterschiedliche Studien. Gerechnet wird mit 15 bis 30%! Der Rest würde von den Banken geschlossen werden. Wenn dann, zum Erhalt der Liquidität, Flächen auf den Markt kommen, beginnt eine Entwicklung, bei der, aufgrund des Sinkens der Flächenpreise, viele Betriebe wegen unzureichender Sicherheiten für das Fremdkapital, mit in den Strudel gerissen werden. Das will die Politik auf jeden Fall vermeiden. Deshalb ist an ein Aussetzen der Förderung nicht zu denken.


Wenn an eine Basisprämie von 100-150€ gedacht wird, wie sollen die einen schlecht finanzierten Betrieb über Wasser halten?

Und wäre der Anteil an Bios, die damit klar kommen überhaupt höher? Bio wächst wegen der Nauankömmlinge. Bei den "Alten" gibt es doch genauso einen Strukturwandel. Ob nun mangels Nachfolger oder Rentabilität...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Do Jun 10, 2021 12:10

Englberger hat geschrieben:Hallo,
kommt dazu dass auch viele Bürokraten davon leben,die Anträge zu bearbeiten, in Meetings Veränderungen zu diskutieren, Kontrollen durchzuführen, also einfach bisschen Spass haben.
In der Binnenschiffahrt kommen mittlerweile 2 Beamte auf einen Schiffer.
Gruss Christian


Völlig richtig. Noch dazu dienen die Anträge für Baugenehmigungen, DVO, BG-Bescheide,...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Do Jun 10, 2021 13:06

Gerade wieder eine Rundmail von einem Lieferanten erhalten, mit in Kürze gültigen Teuerungszuschlagen von 12 % bis 15 %, je nach Warengruppe.
Was meint ihr, was das Bisschen Prämie in ein paar Jahren noch wert ist?
Die Prämie müsste man heute schon mind. verdoppeln bis verdreifachen, um bei den extensiven Betrieben die in den letzten Jahren explodierten und schnell weiter steigenden Kosten zu decken. Die Politik macht das Gegenteil und triebt durch diverse Markteingriffe auf der Kostenseite die Preise, z.B. bei Landmaschinen und Zäunen.
Wird spannend, die nächsten Jahre.
Der aberwitzige Wasserkopf, der inzwischen an die Landwirtschaft gehängt wurde, und ihr aus allen Gefäßen die Lebenskräfte saugt, müsste um mind. 90% reduziert werden, um wieder halbwegs wettbewerbsfähig zu werden.
Da aber (fast) jede Organisation primär den Selbstbehalt betriebt, werden noch sehr viele landwirtschaftliche Betriebe weichen müssen, bevor auf der Wasserkopf-Seite eine Umkehr erfolgt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon julius » Do Jun 10, 2021 19:41

@Manfred.
Das wird doch nochmal den Strukturwandel befeuern und nichts wird sich ändern. Der teure Wasserkopf wird nicht abgebaut sondern weiter vergrößert mit weiteren Auflagen.
Lebensmittel im Laden 25 % teurer wie Todde schreibt, Schnittholzpreise 100 % teurer und beim Landwirt kommt nichts an weil die Zwischenhändler und Verarbeiter unten also dann beim Erzeuger drücken müssen und nur dort ihre steigenden Kosten einsparen können.
Die haben doch selber mit steigenden Kosten zu kämpfen.
Der Dumme ist der Landwirt weil der seine steigenden Kosten kaum weiter geben kann.
Teure Auflagen und Wasserkopf müssen wir trotzdem einhalten und bezahlen.
Da bin ich gepannt wie das weiter geht. :roll:
Wenn dann noch das gut subventionierte und gut bezahlte EEG mit PV und Biogas bald ausläuft sieht das nicht gut aus für die Landwirte.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon bauer hans » Do Jun 10, 2021 20:18

"Haus der wilden Weiden" NDR heute Nordreportage 18.15

so geht ökologischer naturschutz,kosten egal.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon broitbeil » Do Jun 10, 2021 22:15

bauer hans hat geschrieben:"Haus der wilden Weiden" NDR heute Nordreportage 18.15

so geht ökologischer naturschutz,kosten egal.



Ich habs mir gerade in der Mediathek angeschaut. Mega geil.
Die beste Szene ist die Kuh im Klauenstand.
"Der läuft jetzt Blut aus der Nase!"
"Das kommt vom Druck auf den Brustkorb. Das tut der nicht weh, wenn das schlimm wäre, käme das Blut im vollen Strahl."

Wenn Peta genau die gleiche Szene gezeigt hätte, wäre die "Wilde Weide" morgen auf allen Zeitungen auf der ersten Seite.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Do Jun 10, 2021 22:50

Auch in Deutschland sollte die Förderung des Ökolandbaues umgehend eingestellt werden.
Angesichts des höheren Flächenverbrauches von etwa 60% um die gleiche Erntemenge wie im nachhaltigen, konventionellen
Anbau von Agrarprodukten zu erzeugen, hat ökologische Landwirtschaft global gesehen kein Zukunft.
10 Milliarden Menschen in 2050 wollen halt nicht nur Erbsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne fressen.
Um die fehlenden Erntemengen des hiesigen Bio-Anbaues auszugleichen werden übrigens andernorts großflächig
Urwälder gerodet, um Ackerflächen für Rinderzucht und Ölpalmenanbau zu gewinnen.
Dann kommt das Bio-Steak halt aus Brasilien, wenn man in Franken viehlos nur noch Bio-Kürbisse
und Sonnenblumen für die lokale Versorgung des Verbrauchers anbauen kann.

Öko ist ein Irrweg und hat mit nachhaltiger Landwirtschaft nix zu tun.

Gruß
Wini
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Neo-LW » Do Jun 10, 2021 23:20

Moin,

Wini hat geschrieben:Auch in Deutschland sollte die Förderung des Ökolandbaues umgehend eingestellt werden.
Angesichts des höheren Flächenverbrauches von etwa 60% um die gleiche Erntemenge wie im nachhaltigen, konventionellen
Anbau von Agrarprodukten zu erzeugen, hat ökologische Landwirtschaft global gesehen kein Zukunft.
10 Milliarden Menschen in 2050 wollen halt nicht nur Erbsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne fressen.
Um die fehlenden Erntemengen des hiesigen Bio-Anbaues auszugleichen werden übrigens andernorts großflächig
Urwälder gerodet, um Ackerflächen für Rinderzucht und Ölpalmenanbau zu gewinnen.
Dann kommt das Bio-Steak halt aus Brasilien, wenn man in Franken viehlos nur noch Bio-Kürbisse
und Sonnenblumen für die lokale Versorgung des Verbrauchers anbauen kann.

Öko ist ein Irrweg und hat mit nachhaltiger Landwirtschaft nix zu tun.



So ist es.

Das hat aber in Deutschland offensichtlich die große Mehrheit noch nicht begriffen.

Deutschland hat eine Eigenversorgung in Obst bei ca. 1/3.
Bei Kokosnüssen 0,00 %.
Bei Ananas 0,00 %
Bei Bananen 0,00 %
Bei Getreide so etwa 70 %.
Bei Antibiotika ca. 20 %

Wehe, wehe, wenn mal die anderen Länder die Grenzen dicht machen.

RME war auch so ein Rohrkrepierer.
Man wollte 'nachhaltige' Spritversorgung mit Rapsöl,
hat aber den Flächenbedarf nicht berücksichtigt.
Nun kommt Palmöl aus Asien, es werden Quadratkilomterweise Ölpalmen angepflanzt,
und die Orang-Utans ihres Lebensraums beraubt.
Ersatzweise hat man hier den Wolf wieder eingebürgert,
und mästet ihn nach Kräften.
Nach meiner Kenntnis ist Deutschland das Land mit der höchsten Wolfsdichte weltweit.
Das gemeuchelte Schalenwild hätte man auch zur Ernährung der Bevölkerung
einsetzen können.

Früher sprach man von einer Bananenrepublik, wenn man Deutschland meinte.
Heute würde ich sagen: Plem-Plem Land.


Olli
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Jun 11, 2021 5:39

Wini hat geschrieben:Auch in Deutschland sollte die Förderung des Ökolandbaues umgehend eingestellt werden.
Angesichts des höheren Flächenverbrauches von etwa 60% um die gleiche Erntemenge wie im nachhaltigen, konventionellen
Anbau von Agrarprodukten zu erzeugen, hat ökologische Landwirtschaft global gesehen kein Zukunft.
10 Milliarden Menschen in 2050 wollen halt nicht nur Erbsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne fressen.
Um die fehlenden Erntemengen des hiesigen Bio-Anbaues auszugleichen werden übrigens andernorts großflächig
Urwälder gerodet, um Ackerflächen für Rinderzucht und Ölpalmenanbau zu gewinnen.
Dann kommt das Bio-Steak halt aus Brasilien, wenn man in Franken viehlos nur noch Bio-Kürbisse
und Sonnenblumen für die lokale Versorgung des Verbrauchers anbauen kann.

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Und ewig die alte Leier! Dabei werdet ihr eingekürzt und nicht wir! Der Ökolandbau ist, bezogen auf den Anteil an der gesamten Landwirtschaft, ein Erfolgsmodell! Die konv. Landwirtschaft ist das ganz offensichtlich nicht. Oder warum werdet ihr immer weniger? Wir brauchen dieses "zu viel" und "zu billig" nicht! Ihr Schleift die Ressourcen und ca. 30% eurer Produkte landen in der Tonne. Ist das Nachaltigkeit? Der Anbau von Futtermitteln auf ehemaligen Regenwaldflächen ist einzig der angestrebten oder sollte ich sagen, der euch veroprdneten Billigproduktion zuzuschreiben. Dass viele Verbraucher das südamerikanische Steak dem deutschen "Jungbullenqualitätsfleisch" vorzieht, lässt auf eine Zukunft der deutschen Qualitätsrindfleischerzeugung hoffen. Wo ist die Nachhaltigkeit der konv. Landwirtschaft, wenn für 1kg N der Energiegehalt von 1 L Diesel verschwendet wird? Wo ist die Nachhaltigkeit, wenn für einen L chem.synth. PSM im Durchschnitt der Energiegehalt von 6 L Diesel verbraucht wird? Wo ist die Nachhaltigkeit, wenn immer noch überschüssiger N im Grundwasser landet? Wo ist die Nachhaltigkeit, wenn immer noch Backweizen proteinmaximiert erzeugt wird, während man mittlerweile weiß, dass die Backqualität gar nicht davon abhängig ist? Statt hier rumzuschwurbeln, solltest du dich vielleicht mit solchen Fragestellungen beschäftigen. Übrigens, es gibt eine Studie die belegt, dass die Zustimmung zur Ökoförderung bei 70% liegt. Die Zustimmung zur Förderung der konv. Landwirtschaft allerdings nur bei 20%!
btw: Wer das Einpflügen von Schnee als positive Maßnahme betrachtet, der sollte sich vielleicht mit Urteilen über andere Landwirtschaftsvarianten etwas zurückhalten. Über die Unsinnigkeit vom Schneeeinpflügen kannst du etwas im "Handbuch der Landwirtschaft", Römer, Hansen, Aereboe, "Ackerbaulehre", Parey-Verlag, nachlesen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon 240236 » Fr Jun 11, 2021 5:52

DWEWT hat geschrieben:
Wini hat geschrieben:Auch in Deutschland sollte die Förderung des Ökolandbaues umgehend eingestellt werden.
Angesichts des höheren Flächenverbrauches von etwa 60% um die gleiche Erntemenge wie im nachhaltigen, konventionellen
Anbau von Agrarprodukten zu erzeugen, hat ökologische Landwirtschaft global gesehen kein Zukunft.
10 Milliarden Menschen in 2050 wollen halt nicht nur Erbsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne fressen.
Um die fehlenden Erntemengen des hiesigen Bio-Anbaues auszugleichen werden übrigens andernorts großflächig
Urwälder gerodet, um Ackerflächen für Rinderzucht und Ölpalmenanbau zu gewinnen.
Dann kommt das Bio-Steak halt aus Brasilien, wenn man in Franken viehlos nur noch Bio-Kürbisse
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Öko ist ein Irrweg und hat mit nachhaltiger Landwirtschaft nix zu tun.

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btw: Wer das Einpflügen von Schnee als positive Maßnahme betrachtet, der sollte sich vielleicht mit Urteilen über andere Landwirtschaftsvarianten etwas zurückhalten. Über die Unsinnigkeit vom Schneeeinpflügen kannst du etwas im "Handbuch der Landwirtschaft", Römer, Hansen, Aereboe, "Ackerbaulehre", Parey-Verlag, nachlesen.
Wir sollten hier keine Grabenkriege erzeugen, aber das von dir ist nur die halbe Wahrheit. Warum steigt die Biofläche: Weil es einfach viele Prämienoptimierer gibt. Wenn der Verbraucher den Wirklichen Preis bezahlen müsste, dann sähe es anders aus. Pflanzenschutzmittel: Das mit dem Energieverbrauch zur Herstellung stimmt, aber der Biobetrieb macht das durch mehrmalige Überfahrten (also höherer Dieselverbrauch) und durch den verschleiß von mehr Stahl (striegeln striegeln und wieder striegeln oder auch hacken). Das mit der Akzeptanz ist viel Medien und Politikgemacht. Ich bin mir sicher, wenn der Kunde viel mehr Geld für Bioprodukte ausgeben muß, dann schwindet die Akzeptanz. Nachhaltigkeit: Wenn man den Energieeinsatz pro erzeugte Einheit (z. B. dz Ertrag) umrechnet, dann schneiden die Konvis auch nicht schlechter ab.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Jun 11, 2021 6:29

240236 hat geschrieben:Wir sollten hier keine Grabenkriege erzeugen, aber das von dir ist nur die halbe Wahrheit. Warum steigt die Biofläche: Weil es einfach viele Prämienoptimierer gibt. Wenn der Verbraucher den Wirklichen Preis bezahlen müsste, dann sähe es anders aus. Pflanzenschutzmittel: Das mit dem Energieverbrauch zur Herstellung stimmt, aber der Biobetrieb macht das durch mehrmalige Überfahrten (also höherer Dieselverbrauch) und durch den verschleiß von mehr Stahl (striegeln striegeln und wieder striegeln oder auch hacken). Das mit der Akzeptanz ist viel Medien und Politikgemacht. Ich bin mir sicher, wenn der Kunde viel mehr Geld für Bioprodukte ausgeben muß, dann schwindet die Akzeptanz. Nachhaltigkeit: Wenn man den Energieeinsatz pro erzeugte Einheit (z. B. dz Ertrag) umrechnet, dann schneiden die Konvis auch nicht schlechter ab.


Grabenkämpfe gibt es hier eher nicht! Ich gehe allerdings auch keiner Auseinandersetzung aus dem Weg!
Die Politik hält die ökologische Erzeugung als sinnvollen Erzeugungsprozess für förderwürdig. Warum sollten ökonomisch vorgehende Landwirte diese Einkommensquelle außen vor lassen? Hier wird doch sonst auch immer an die betriebswirtschaftlichen Qualitäten appelliert! Würde der konv. Verbraucher den tatsächlichen Preis für Lebensmittel bezahlen müssen, dann würde der Import ganz rasant zunehmen. Bei einem angenommenen N-Niveau von nur 150kg chem.synth. N-Dünger und einem PSM-Verbrauch von nur 4l/ha ergibt sich allein über diese Maßnahmen ein Energieaufwand, der ca. 175 l Diesel/ha entspricht! Beim Striegeln liegt, angepasste Maschinentechnik vorausgesetzt, der Dieselaufwand bei 2 bis 4L / ha. Selbst wenn wir das Pflügen, als typische Grundbodenbearbeitungsmaßnahme hinzurechnen, müssen wir ca. 15 bis 25 L / ha hinzurechnen. Da bleibt immer noch eine sehr große Differenz. Wenn wir davon ausgehen, dass ca. 30% der Lebensmittel gar nicht als solche verwendet werden und wir dann immer noch einen extremen Luxuskonsum praktizieren, dann könnten wir eigentlich mit der Hälft der Lebensmittelerzeugung sehr gut leben. Diesen Anteil könnten wir auch mit einem guten Bioanbau bewerkstelligen. Wohlgemerkt, mit einem auf Lebensmittelerzeugung ausgerichteten Ökolandbau! Nicht mit einem, der den Natur-Umweltschutz zur Priorität erhebt und die Lebensmittelerzeugung zum Zunsatznutzen macht.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Jun 11, 2021 6:56

DWEWT hat geschrieben:Und ewig die alte Leier! Dabei werdet ihr eingekürzt und nicht wir! Der Ökolandbau ist, bezogen auf den Anteil an der gesamten Landwirtschaft, ein Erfolgsmodell! Die konv. Landwirtschaft ist das ganz offensichtlich nicht. Oder warum werdet ihr immer weniger? Wir brauchen dieses "zu viel" und "zu billig" nicht! Ihr Schleift die Ressourcen und ca. 30% eurer Produkte landen in der Tonne. Ist das Nachaltigkeit? Der Anbau von Futtermitteln auf ehemaligen Regenwaldflächen ist einzig der angestrebten oder sollte ich sagen, der euch veroprdneten Billigproduktion zuzuschreiben. Dass viele Verbraucher das südamerikanische Steak dem deutschen "Jungbullenqualitätsfleisch" vorzieht, lässt auf eine Zukunft der deutschen Qualitätsrindfleischerzeugung hoffen. Wo ist die Nachhaltigkeit der konv. Landwirtschaft, wenn für 1kg N der Energiegehalt von 1 L Diesel verschwendet wird? Wo ist die Nachhaltigkeit, wenn für einen L chem.synth. PSM im Durchschnitt der Energiegehalt von 6 L Diesel verbraucht wird? Wo ist die Nachhaltigkeit, wenn immer noch überschüssiger N im Grundwasser landet? Wo ist die Nachhaltigkeit, wenn immer noch Backweizen proteinmaximiert erzeugt wird, während man mittlerweile weiß, dass die Backqualität gar nicht davon abhängig ist? Statt hier rumzuschwurbeln, solltest du dich vielleicht mit solchen Fragestellungen beschäftigen. Übrigens, es gibt eine Studie die belegt, dass die Zustimmung zur Ökoförderung bei 70% liegt. Die Zustimmung zur Förderung der konv. Landwirtschaft allerdings nur bei 20%!
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Weil Ihr Biokartoffeln in Lebensmittelqualität über BGAs und Schweinetröge verwertet, werden in Ägypten, einem Land mit etwa 60% SVG, Biokartoffeln für den deutschen Markt produziert. Möglicherweise sogar unter Inanspruchnahme von historischem Grundwasser zur Bewässerung.
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