Ich wollte nicht behaupten, es sei identisch mit dem BDM-Programm, nur die Folgen wären die selben und natürlich eine Quote als Voraussetzung. Sobald der Ausdruck Quote, Unter-oder Überliefern dabei steht, ziehen wir ohne wirksamen Ausenschutz und mit unseren EU-weit ca. 16% Übermengen die Arschkarte.
Das Problem ist ja, sobald der Drittlandexport unter unseren Preis sinkt, will den niemand mehr beliefern und versucht die Kontrakte der anderen Molkereien zu unterbieten, wie das zuletzt die Molkerei mit dem Fahrradrennstall getan hat. Wenn der Drittlandabsatz so schlecht bleibt, wird der so oder so verloren gehen - im Rahmen des Strukturandels. Nur das ist mit einer Quote bei der alle przentual den selben Teil verzichten sollten unmöglich untd würde die Quotenpreise treiben.
In erster Linie muß die Quote weg, das ist Voraussetzung für die Marktbereinigung. Aber selbst danach brauchen wir noch die Gunst der Politik, es sei denn, die weltweite Nachfrage wird anziehen, was ich für die nächsten Jahre für unrealistisch halte. Zumindest in China ist die Milchwirtschaft zum erliegen gekommen. Die ernähren ihre Kinder wieder mit Sojaprodukten, wie Jahrhunderte zuvor auch. Die staatliche Milchwerbung ist dort vorerst eingestellt.
Die Lebensmittelindustrie hat vermutlich die nächsten Jahrzehnte auch kein Interesse mehr auf Milchzutaten zurückzukommen, es ist ja billiger und die Verbraucher habens angenommen.
Schulmilch wird auch zunehmend durch Colamix und andere Seifenwassermischungen ersetzt. Zuhause trinken die Schüler noch oft nen Kakao, aber in der Ganztagsschule ist das uncool.
