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Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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1586 Beiträge • Seite 49 von 106 • 1 ... 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52 ... 106
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon julius » Fr Jan 10, 2020 11:57

Bei den Artikeln muss man vorsichtig sein. Wenn 50 % der Tiere bei Klauen einen Befund haben was schon vorkommt wenn man Mortellaro im Stall hat, macht der Reporter der Zeitung 50 % Lahmheiten daraus. Für ihn ist das das gleiche.
Wie mal liest rücken bei diesen Kontrollen im Allgäu meist um die 15 Mann an und die Polizei ist manchmal vor Ort.
Ich glaub bei diesem Überfallkommando wird jede Kuh einzeln untersucht und ein Befund erstellt.

T5060 hat das Problem schon richtig erkannt.
Bei vielen Betrieben wo es läuft bricht durch Kranhkheit, Scheidung oder Todesfall oft mal schnell eine AK weg und schon hat man Probleme.
Auch bei den Angestellten ist das ein Problem wenn der Herdenmanager im Stall kündigt und sich verbessern will.
Da wird es sehr schwer guten Ersatz zu finden und schon hat man Probleme im Stall.
julius
 
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Fr Jan 10, 2020 12:04

T5060 hat geschrieben:Ein Multimillionär, der schon immer eine Landwirtschaft betrieben hat, sagte zu seinem landwirtschaftsbegeisterten Enkel, er solle sich auf 80 Milchkühe beschränken.


Belege doch mal, mit objektiven ökonomischen Daten, deine "Idealgröße" von 80 Kühen.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon julius » Fr Jan 10, 2020 12:11

Hosenträger hat geschrieben:Hallo 304!
Das die Stimmung aktuell mies ist stimmt. Ist aber ein neues Phänomen, welches längst überfällig war.
Bei uns sind 4 1/2 Landkreise nötig um eine Berufsschulklasse zusammen zu bekommen. Da ergibt sich doch schon zwangsläufig die Situation, dass die paar mit dem Cäsarenwahnsinn infiziert werden müßen. Ist auch ein Grund warum Söder so tut, als würde er DVO zurücknehmen..... Es soll alles wieder in die altbewährten Bahnen zurück gebracht werden. :x


Hier ist das auch so das gleich mehrere Landkreise zusammengelegt wurden bei der Landwirtschaftsschule. Und da sind noche einige ohne eigenen Hof dabei die später keinen Betrieb übernehmen.
Die Politik ist heuchlerisch. Auch der Söder. Da machen die halbe Zugeständnisse bei der Düngeverordnung und sagen gleichzeitig das muss aber mit der EU konform sein wegen der drohenden Strafzahlungen.
Mit Sicherheit wird die Düngeverrodung im Frühjahr 2020 nochmal verschärft.
Das soll schon beschlossen sein und das Bienenvolksbegehren greift dann auch in Bayern.
julius
 
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Fr Jan 10, 2020 12:13

hansi2019 hat geschrieben:2 Uhr 18 und 2 Uhr 37 !!!!!!!!!
Also ich wenn um diese Zeit wach werden würde, täte ich nicht am PC sitzen !


Bei mir hat die Abkalbesaison begonnen. Da sitze ich häufig nachts im Büro und verfolge auf den Monitoren die Geburten. Letzte Nacht waren es insgesamt drei, mit vier Kälbern. Da bleibt immer noch ein wenig Zeit, um hier im Forum zu lesen/antworten. Also, mach dir mal keine Gedanken.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Hosenträger » Fr Jan 10, 2020 12:17

Isarland hat geschrieben:
Hosenträger hat geschrieben:@ Isarland!
Und auch der Klimawandel, Altersarmut, Umweltverschmutzung, Trump und nicht zu vergessen die AfD alles war nur die Schlamperei schuld! (Satire)
Die Überspitzung bringt dich hoffentlich zum Nachdenken, auf dass du nicht in eine Zwangsstörung gerätst(nix für Ungut!). Der eine ist Schlampig, der andere würde da tausend Tode sterben. Die meisten sind irgendwo zwischen drin. Die Menschen sind halt unterschiedlich, und der Versuch alle auf irgendein gleiches Level zu bringen, wird immer zum Scheitern verurteilt sein. Wenn die Schlamperei zu sehr überhand nimmt, dann ist mit den Zellzahlen und Keimzahlen durchaus eine gesetzliche Schranke gegeben. Genau so wie in der Betriebsgröße! Der eine glaubt mit 500 Kühen kann er glücklich werden, der andere sagt klar nehme ich 500 Kühe und melde heute noch 450 Kühe zum schlachten an. :lol:

Aber um was es tatsächlich geht, ist doch dass immer mehr unfähige Menschen solche Posten zum Kontrollieren brauchen, um eine Art Macht zu mißbrauchen zu können. Andererseits ist es ja erbärmlich, wenn man sich für solche Leutfuchserei hergeben muß. :?


Ich habe im Jahr so ~ 5-6 Kontrollen. Ich komme mit diesen Leuten bestens aus. Es wird kontrolliert, auch was beanstandet, beraten und von uns dann so erledigt. Da reicht dann ein Foto per E-Mail, und gut ists.
Wenn man aber schon Schaum vor dem Mund hat, bevor die aus dem Auto steigen.....logisch ,dass die einen auflaufen lassen.
Noch einmal, schreibs auch dir hinter die Ohren.....für Missstände, dass an ein Tierhaltungsverbot gedacht wird, gibt es keine Entschuldigung.

OK wenn du 5-6 Kontrollen im Jahr für normal hältst, und das gut findest, kann ich dir versprechen, es werden in Zukunft mehr! Mich würde nur interessieren, ob die Bauern in Nordkorea auch so oft kontrolliert werden? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige noch nicht begriffen haben, dass nur Autoritäre Systeme in den Kontrollwahn fallen. Es zeigt sich aber immer wieder, dass auch damit für einige wenige gut leben läßt. :oops:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Neuland79 » Fr Jan 10, 2020 12:27

DWEWT hat geschrieben:Bei mir hat die Abkalbesaison begonnen. Da sitze ich häufig nachts im Büro und verfolge auf den Monitoren die Geburten. Letzte Nacht waren es insgesamt drei, mit vier Kälbern. Da bleibt immer noch ein wenig Zeit, um hier im Forum zu lesen/antworten. Also, mach dir mal keine Gedanken.

Eine dumme Frage zwischendurch. Wie bekommt ihr mit, wann die Geburt losgeht? Also ich meine, wisst ihr schon abends, dass ihr nachts um 3Uhr wach sein müsst, weil dann das Kalb kommt?
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » Fr Jan 10, 2020 12:27

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Ein Multimillionär, der schon immer eine Landwirtschaft betrieben hat, sagte zu seinem landwirtschaftsbegeisterten Enkel, er solle sich auf 80 Milchkühe beschränken.


Belege doch mal, mit objektiven ökonomischen Daten, deine "Idealgröße" von 80 Kühen.


Dein Denken hakt im Kopf, aber ganz gewaltig und genau das hat die Bauern und die Kuh zur Sau gemacht.
Bislang war die Fragestellung, wie kann ich viel am billigsten produzieren,
aber nun hat uns die Politik aufgetragen, dass wir nachhaltig Tierwohl umzusetzen haben,
also müssen wir "beherrschbare" Betriebsgrößen wählen, weil es arbeitsseitig eben nicht anders geht
und man auch nicht Gefahr laufen kann, dass das Vetamt den Laden schließt.
Wenn sich so Betriebsgrößen mit 80 Kühen nicht rechnen, dann muss eben der Preis angehoben werden.
Ganz einfach, verstanden ?
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Isarland » Fr Jan 10, 2020 12:41

Hosenträger hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:
Hosenträger hat geschrieben:@ Isarland!
Und auch der Klimawandel, Altersarmut, Umweltverschmutzung, Trump und nicht zu vergessen die AfD alles war nur die Schlamperei schuld! (Satire)
Die Überspitzung bringt dich hoffentlich zum Nachdenken, auf dass du nicht in eine Zwangsstörung gerätst(nix für Ungut!). Der eine ist Schlampig, der andere würde da tausend Tode sterben. Die meisten sind irgendwo zwischen drin. Die Menschen sind halt unterschiedlich, und der Versuch alle auf irgendein gleiches Level zu bringen, wird immer zum Scheitern verurteilt sein. Wenn die Schlamperei zu sehr überhand nimmt, dann ist mit den Zellzahlen und Keimzahlen durchaus eine gesetzliche Schranke gegeben. Genau so wie in der Betriebsgröße! Der eine glaubt mit 500 Kühen kann er glücklich werden, der andere sagt klar nehme ich 500 Kühe und melde heute noch 450 Kühe zum schlachten an. :lol:

Aber um was es tatsächlich geht, ist doch dass immer mehr unfähige Menschen solche Posten zum Kontrollieren brauchen, um eine Art Macht zu mißbrauchen zu können. Andererseits ist es ja erbärmlich, wenn man sich für solche Leutfuchserei hergeben muß. :?


Ich habe im Jahr so ~ 5-6 Kontrollen. Ich komme mit diesen Leuten bestens aus. Es wird kontrolliert, auch was beanstandet, beraten und von uns dann so erledigt. Da reicht dann ein Foto per E-Mail, und gut ists.
Wenn man aber schon Schaum vor dem Mund hat, bevor die aus dem Auto steigen.....logisch ,dass die einen auflaufen lassen.
Noch einmal, schreibs auch dir hinter die Ohren.....für Missstände, dass an ein Tierhaltungsverbot gedacht wird, gibt es keine Entschuldigung.

OK wenn du 5-6 Kontrollen im Jahr für normal hältst, und das gut findest, kann ich dir versprechen, es werden in Zukunft mehr! Mich würde nur interessieren, ob die Bauern in Nordkorea auch so oft kontrolliert werden? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige noch nicht begriffen haben, dass nur Autoritäre Systeme in den Kontrollwahn fallen. Es zeigt sich aber immer wieder, dass auch damit für einige wenige gut leben läßt. :oops:

Ich habe nichts dagegen, denn diese Kontrollen bewahren vor Betriebsblindheit. Außer dem liefere ich nichts ab, sondern verkaufe Lebensmittel.
Die Überwachung in Nordchorea und China ist schon auf einem ganz anderen Level.
Habe zur Zeit zwei Praktikantinnen aus Kirgisistan da. Eine Schwester von einer war vor kurzem auf Besuch da. Die arbeitet in China als Diplomatin. Von der Überwachung sind wir noch weit entfernt.
Zuletzt geändert von Isarland am Fr Jan 10, 2020 12:49, insgesamt 1-mal geändert.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Neuland79 » Fr Jan 10, 2020 12:48

Isarland hat geschrieben:Ich habe nichts dagegen, denn diese Kontrollen bewahren vor Betriebsblindheit. Außer dem liefere ich nichts ab, sondern verkaufe Lebensmittel.

Sorry, wenn ich mich als unwissende hier so einmische, aber ich finde 5-6 Kontrollen schon ziemlich viel. Das ist ja alle zwei Monate. Als Städter denkt man da eher an einmal im Jahr. Der Landwirt baut ja nicht 4 mal im Jahr seinen Stall um. Und die Kühe (abgesehen von den Kälbern) leben ja auch meist ein paar Jahre dort. Ehrlich, was macht man alle zwei Monate im Stall? Sich die neuen Kälber ansehen?
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Isarland » Fr Jan 10, 2020 12:50

Neuland79 hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Ich habe nichts dagegen, denn diese Kontrollen bewahren vor Betriebsblindheit. Außer dem liefere ich nichts ab, sondern verkaufe Lebensmittel.

Sorry, wenn ich mich als unwissende hier so einmische, aber ich finde 5-6 Kontrollen schon ziemlich viel. Das ist ja alle zwei Monate. Als Städter denkt man da eher an einmal im Jahr. Der Landwirt baut ja nicht 4 mal im Jahr seinen Stall um. Und die Kühe (abgesehen von den Kälbern) leben ja auch meist ein paar Jahre dort. Ehrlich, was macht man alle zwei Monate im Stall? Sich die neuen Kälber ansehen?

Siehe meinen Beitrag oben.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Fr Jan 10, 2020 13:08

Neuland79 hat geschrieben:Eine dumme Frage zwischendurch. Wie bekommt ihr mit, wann die Geburt losgeht? Also ich meine, wisst ihr schon abends, dass ihr nachts um 3Uhr wach sein müsst, weil dann das Kalb kommt?

Ich kann natürlich nur für den Mutterkuhbereich antworten. Einfallende Bänder, anschwellende Scham, anschwellendes Euter und Absetzen von Schleim, sind unverkennbare Anzeichen einer mittelfristig anstehenden Geburt. Nervosität, häufiges Ablegen und Aufstehen und Aufstellen des Schwanzes, sind ganz klare Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Geburt. Dazu kommt noch, dass die Kuh, sofort nach dem Aufstehen, den Liegebereich mit der Nase absucht. Wehen, die zunächst unregelmäßig und mit längeren Abständen zu erkennen sind, stellen sich dann regelmäßiger und heftiger ein. Wenn dann die erste Blase zu sehen ist, läuft quasi ein Countdown. Die Anzeichen für die unmittelbar bevorstehende Geburt, kann man nur eingeschränkt sehen, wenn man ständig in den Stall geht und damit eine gewisse Unruhe auslöst. Seit ich die Kameraüberwachung in den Abkalbebereichen habe, geht es viel ruhiger und entspannter ab. die Kalbin fühlt sich nicht mehr gestört und für mich ist es wesentlich bequemer. Sollte doch einmal etwas schieflaufen, bin ich innerhalb von 2-3 MInuten vor Ort. Vor Ort kann ich dann auf einem Laptop, außerhalb des Abkalbebereiches, die Geburt weiter verfolgen. Gerade bei Zwillingsgeburten kommt es häufiger vor, dass die amnoide Blase nicht genügend aufgerissen wird und das Kalb zu ersticken droht. Da ist dann ganz kurzfristiges Handeln notwendig. Früher waren, auch weil die Genetik noch Schwächen hatte, sich andeutende Geburten für mich stressig. Heute geht es recht locker zu. Dazu kommt noch, dass sich auch die Kälberverluste reduziert haben. Kalbungen sind heute schöne Ereignisse.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Fr Jan 10, 2020 13:19

Neuland79 hat geschrieben:Sorry, wenn ich mich als unwissende hier so einmische, aber ich finde 5-6 Kontrollen schon ziemlich viel. Das ist ja alle zwei Monate. Als Städter denkt man da eher an einmal im Jahr. Der Landwirt baut ja nicht 4 mal im Jahr seinen Stall um. Und die Kühe (abgesehen von den Kälbern) leben ja auch meist ein paar Jahre dort. Ehrlich, was macht man alle zwei Monate im Stall? Sich die neuen Kälber ansehen?


Es kommt darauf an, in welchem Bereich man tätig ist. Als Öko hat man mind. eine Kontrolle im Jahr. Dazu kommt i.d.R. eine zweite, unangemldete Kontrolle von der man erst über das Ergebnis erfährt. Bei dieser zweiten Kontrolle werden z.B. die Rinder auf der Weide in Augenschein genommen und evtl. Proben von den Feldfrüchten gezogen. Wenn man, aufgrund eines Produktionssystems, in eine Risikogruppe eingestuft wird, verdoppeln sich die Kontrollen. Bei mir kommen zu den zwei Kontrollen durch die Öko-Kontrollstelle, zwei weitere "Besuche" von meinen Vermarktern. Da werden dann Kunden meiner Vermarkter zu einem Betriebsbesuch bei mir eingeladen. Für mich sind diese Besuche wichtig, weil ich dann erfahre, wie der Markt augenblicklich tickt. Für meine Besucher ist steht i.d.R. an erster Stelle die absolute Idylle hier. Mir soll es recht sein. Viele Besucher notieren sich mittlerweile auch Ohrmarken-Nr. Manchmal bekomme ich die Rückmeldung, dass sie das von ihnen teilweise verarbeitete Rind z.B. beim letzten Besuch noch auf der Weide gesehen haben. Was will man mehr?
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Neuland79 » Fr Jan 10, 2020 14:00

DWEWT hat geschrieben:Es kommt darauf an, in welchem Bereich man tätig ist. Als Öko hat man mind. eine Kontrolle im Jahr. Dazu kommt i.d.R. eine zweite, unangemldete Kontrolle von der man erst über das Ergebnis erfährt. Bei dieser zweiten Kontrolle werden z.B. die Rinder auf der Weide in Augenschein genommen und evtl. Proben von den Feldfrüchten gezogen. Wenn man, aufgrund eines Produktionssystems, in eine Risikogruppe eingestuft wird, verdoppeln sich die Kontrollen. Bei mir kommen zu den zwei Kontrollen durch die Öko-Kontrollstelle, zwei weitere "Besuche" von meinen Vermarktern.

Verstehe, das wird alles unter Kontrollen gebucht. Ich dachte, ihr redet über den Artikel und bezieht euch bei den Kontrollen auf (ich zitier mal besser) "Veterinäre und Beamte des Landratsamtes Oberallgäu und des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)". In Summe scheinen sich die Kontrollen für einen Landwirt dann am Ende auf 5 oder 6 im Jahr zu summieren.
Zuletzt geändert von Neuland79 am Fr Jan 10, 2020 17:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » Fr Jan 10, 2020 14:29

Neuland79 hat geschrieben: Ich dachte, ihr redet über den Artikel und bezieht euch bei den Kontrollen auf (ich zitier mal besser) "Veterinäre und Beamte des Landratsamtes Oberallgäu und des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)". In Summe scheinen sich die Kontrollen für einen Landwirt dann am Ende auf 5 oder 6 im Jahr zu summieren. Ich bin übrigens auch so ein Kontrollleur und im Frühling wieder in Bayern unterwegs. :D


Diese behördlichen Kontrollen sind natürlich ganz stark abhängig vom Risiko bzw. von evtl. Auffälligkeiten. In den 15 Jahren meines Betriebes hier, hatte ich zwei Kontrollen durch das amtliche Vet.-Amt. Auslöser für die zweite Kontrolle waren zwar wahrheits- aber nicht gesetzmäßige Geburtenmeldungen. Bei mehr als 10% verspätete Geburtsmeldungen, steigt das Kontrollrisiko ganz erheblich. Jetzt melde ich nach gesetzlichem Standard. :wink:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon TLH » Fr Jan 10, 2020 20:04

Ehrlich, was macht man alle zwei Monate im Stall? Sich die neuen Kälber ansehen?

ganz einfach: einmal wird die Milchviehhaltung kontrolliert, das andere Mal die Mast
alles in einem Stall? alles eng verwoben? geschenkt ...
reklamiert wurden die nicht geputzten Fenster, sonst nix (äh es war Frühling und die Dinger werden im Sommer ganz ausgehängt)
und das selbstverständlich alles nur zu unserer Sicherheit ...
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