In Deutschland steht es jedem frei, Beamter zu werden, wenn man geistig und gesundheitlich geeignet ist, genauso wie niemand gezwungen wird, den elterlichen Hof zu übernehmen oder in der freien Wirtschaft zu arbeiten. Ich habe mich bewusst für die Wirtschaft entschieden, die Landwirtschaft läuft im Nebenerwerb, und mir war klar, dass meine Rentenansprüche geringer ausfallen würden, aber ich habe gut verdient und privat vorgesorgt und werde im Alter damit ebenfalls gut fahren. Trotzdem sollte man sich fragen, ob wir wirklich so viele Beamte brauchen, denn manche Verwaltungsbereiche wirken aufgebläht oder doppelt organisiert und könnten effizienter oder digitaler gestaltet werden. Und ehrlich gesagt hat auch die freie Wirtschaft Vorteile, über die sich kaum jemand aufregt, etwa die 35-Stunden-Woche in Teilen der Metall- und Elektroindustrie oder die Kurzarbeit, die dann in schlechten Zeiten greift und auch wieder von der Allgemeinheit finanziert wird.
Jede Berufsgruppe hat eben ihre eigenen Rahmenbedingungen, Vor- und Nachteile, und am Ende verteilt der Staat auch zahlreiche Subventionen
sodass man im Grunde jeden Bereich kritisch hinterfragen könnte.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet 