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Was nehmt ihr für´s Brennholz?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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Beitragvon unimogthorsten » So Sep 10, 2006 19:55

was versprecht Ihr Euch vom Bundesverband Brennholz? Ich wurde schon von mehreren Leuten gefragt ob ich da nicht Mitglied werden möchte, es hätte ja nur Vorteile, kostet nicht viel Jahresbeitrag, man hat einen starken Verband im Hintergrund, endlich eine Lobby für die kleinen Brennholzmacher, usw. Nur frage ich mich ernsthaft was mir hier lokal ein Bundesverband bringt dessen Geschäftsführer weiß der Geier wo wohnt. Bundesverband- lokal zuständig ud kompetent? Das kann ich mir nicht vorstellen. Was bringt mir ein Bundesverband Brennholz der vorschlägt das Ster Holz zum Preis X zu verkaufen wenn ich nur einen Preis Y erzielen kann? Kann ich dann meine Kundendaten dem Bundesverband melden damit er den Kunden sagt daß künftig der Preis X zu zahlen ist?
Ganz davon abgesehen halte ich, wie Anja auch, nichts von Kartell oder Absprachen. Wenn ich sehe was hier bei uns im Brennholzmarkt aktiv ist hält sich von denen eh keiner an irgendwelche Absprachen. Ich habe meine Preise, die bekomm ich auch durchgesetzt und wem es zu teuer ist der soll entweder selber in den Wald gehen oder bei der Billigkonkurrenz kaufen. Jetzt bin ich mal auf die Reaktionen gespannt.
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Beitragvon dummbax » So Sep 10, 2006 20:21

Hallo,
ich finde viele der Argumente gegen einen Verband für nachvollziehbar.
Der Brennholzmarkt ist und bleibt halt regional, den Preis bestimmt die Region.
Allerdings eine Lobby für uns und sei es nur um zu vernünftigen Preisen einkaufen zu können hätte schon was.
Peter
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Beitragvon Waldmeister » So Sep 10, 2006 22:15

Die erste Funktion, die ein Verband hat ist zunächst mal Beiträge einziehen und dann kommt mal laaaaang nix. Verbände und dergleichen sind für mich ein rotes Tuch - wie Gewerkschaften & Co. Mir stinkts auch schon, dass man Pflichtmitglied in der Berufsgenossenschaft ist. Ist doch alles nur Abzocke. Bringen tut das so gut wie nix.
Was nützt dir denn eine Lobby des Verbandes beim Brennholzkauf vor Ort. Ich denke da lachen die dich aus... Bei der Menge an gewerblichen Brennholzkäufern könnte da niemand auch nur annähernd den Überblick behalten.... es sei denn das wird eine riesen Bürokratie, was wiederum höhere Beiträge nach sich zieht. Es wird mal Zeit in Deutschland für einen Bürokratieabbau - nicht Aufbau!

Nee, nee, ich verhandele meinen Brennholzpreis lieber selbst.

Gruß, der Waldmeister
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Beitragvon dummbax » Mo Sep 11, 2006 5:05

Hallo,
klar beim Brennholzkauf vor Ort biste alleine. Da musst Du dir selbst helfen. Wenn Du allerding überregional einkaufen willst, musst, wäre ein Verband, Gruppe, Herde, Verein, nenn es wie Du willst von Vorteil.
Der Holzkauf wird immer schwerer bzw. teuerer.
Gruss Peter
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Beitragvon Waldmeister » Mo Sep 11, 2006 7:18

Und daran wird auch ein Verband oder ähnliches nix ändern. Wir haben hier in der Nähe eine Spanplattenfabrik. Die verbrauchen jede Menge Holz. Selbst die haben Probleme genügend Holz zu bekommen. Und die haben bestimmt eine Lobby! Da wird jemand mit 100 rm gar nicht beachtet. Überlege mal was das für einen Aufwand würde, wenn das alles koordiniert werden müsste....
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Beitragvon Waldschrad » Mo Sep 11, 2006 8:48

Hallo pzbbk

bevor Du die Diplomarbeit als Beispeil anführst, dass Brennholz zu einem Preis von 55 EUR/rm gewinnbringend verkauft werden kann, ließ Dir die Diplomarbeit erst am richtig durch. Wie schon erwähnt, sind die Werte aus 2001-2003, da habe ich noch um 55 EUR/Rm frei Haus geliefert in der Diplomarbeit sinds da schnon 61 EUR/RM.

Zudem führt die Diplomarbeit keine Vollkostenrechnung für die Brennholzproduktion durch, es werden nur die Brennholzautomaten(s.Anhang der Diplomarbeit) verglichen und beim motormanuellen Verfahren wird nur Scheitholz waldfrisch produziert.
Heißt:
wo sind die Kosten für den Kran, Bagger der der Automat beschickt, wo die Kosten für den Stapler (Afa, spritt), der die Gitterboxen transprtiert und stapelt, wo die Kosten für den Unterstand in dem das Holz trocknet, wo die Kosten für den LKW (Afa Steuer, Spritt) mit dem das Holz ausgeliefert wird, wo die Grundsteuer für den Lagerplatz, wo sind die Abschreibungen für die Gitterboxen in denen das Holz lagert... usw.....

All diese Kosten muss der Unternehmer noch von Deinem uns so märchenhaft ausgewiesenen Gewinn tragen und wenn Du dann noch die Einkaufspreise von Heute von rund 48 EUR/Fm rechnest, wären wir schon wenn wir auf der Grundlage der Diplomarbeit weiterrechen bei einem Verkaufspreis von 71 EUR/rm zzgl Lieferung.

Willkommen in der Realität, und genau in dem Preisrahmen bewegen wir uns heute, abhängig den den jeweiligen schwankenden Einkaufspreisen und all die anderen gesteigenen Kosten, siehe oben und wie Diesel, Transport(Maut, ...) Steuern, Löhne, Sprit, Reparaturen, ... die hat entweder der Unternehmer über gesteigerte Wirtschaftlichkeit aufgefangen oder trägt sie durch verminderten Gewinn.

Wenn Geiz schon geil sein soll, dann muss ich auch das richtige vergleichen und nicht Äpfel mit Birnen


Gruß
Waldschrad

Ach noch was dieses Frühjahr hat bei uns die Kreisforstverwaltung sein Scheitholz vorgespalten 1m lang frisch ab Wald für 55-65 EUR verkauft. Der Kämmerer des Landkreises würde sich sicherlich rießig freuen wenn der den von Dir erreichneten Gewinn einstreichen könnte nur der sieht den Wald eher als Nullsummenspiel und ist froh wenn er nicht noch zuschießen muss.
Waldschrad
 
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Beitragvon Obelix » Mo Sep 11, 2006 9:36

Hallo,

am Wochenende hat mir ein Kachelofenbauer mitgeteilt, dass in Frankfurt/Main der Preis für trocknes, gespaltenes, abgelängtes (25/33cm) Buchenbrennholz bei 90 € der Schüttraummeter liegt.

Dies ist meiner Ansicht nach bei den derzeitigen Rundholzpreisen ein noch auskömmlicher Preis.

Bei uns auf dem Lande liegt der Preis bei 50 - 60 € der Schüttraummeter. Zu diesen Preisen kann Brennholz im Vollerwerb, unter Berücksichtigung der Maschinenkosten, nicht hergestellt werden. Leider gibt es sehr viele Hobby-Holzmacherfamilien, die das als Zubrot sehen, sich die Arbeitsstunden nicht rechnen und dafür sorgen, dass der Preis unten bleibt.

Ferner drücken Importe den Preis. Wenn Baumärkte mit 79 € bzw. 99 € den Raummeter Brennholz (Buchenanteil) anbieten, ist davon auszugehen, dass die mit 40 - max. 50 €/rm frei Baumarkt (also frei Haus) Deutschland einkaufen können.

Grüße
Obelix
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Beitragvon pzbbk » Mo Sep 11, 2006 12:42

Hallo zusammen.

@Anja Ranke
Falls mein Beitrag zuviel Emotionen enthält, die von anderen als Beleidigung oder ähnliches verstanden werden, dann bitte ich um Entschuldigung.

@alle
Keinesfalls entschuldige ich mich für meine Preisvorstellungen, auch wenn die von vielen im Forum als Zumutung empfunden werden.

Die deutsche Industrie ist nicht dadurch zum Exportweltmeister geworden, dass sie ihre Kunden beschimpft (hier im Forum: "Warmer A...") sondern auf die Anforderungen und Anfragen ihrer Kunden eingeht. Nur weil wir Maschinen bauen, die schneller und präziser arbeiten, weniger Verschleiss haben, weniger Rohstoffe verbrauchen, ... können diese Exporterfolge erzielt werden. Nur wenn wir unseren Kunden deutliche Vorteile bieten, kaufen sie bei uns. Und in zwei Jahren müssen unsere Maschinen noch besser sein weil die internationale Konkurrenz nicht schläft.

Das gleiche erwarte ich von meinen Lieferanten, unabhängig ob privat oder geschäftlich. Ich will Vorteile sehen!

Wenn ihr meine Preisvorstellungen nicht treffen könnt, dann müsst ihr euch fragen lassen, ob eure Produktionsmethoden, Arbeitsabläufe, etc. richtig sind. Ich will ja gar nicht ausschließen, dass meine Vorstellungen falsch sind, nur, wenn ich die Wärmekosten im Gesamtsystem rechne, bleibt eben für Holz nur ein maximaler Preis übrig. Wird der überschritten, bleibe ich bei meinem jetzigen System Ölheizung. Bei Preisgleicheit übrigens auch.

Holz hatte einmal nach Kohle, Koks und Brikett einen hohen Anteil im Wärmemarkt. Heute laufen alle Festbrennstoffe nur noch als Exoten. Nachdem die Öl- und Gaspreise derart gestiegen sind, dass immer mehr Menschen anfangen darüber nachzudenken, ob sie dem Holz wieder eine Chance geben, fangt ihr gleich an, an der Preisschraube zu drehen.

Nehmt euch ein Beispiel an den Aldi-Brüdern. Die sind Milliardäre geworden weil sie ihren Kunden qualitativ gute Waren zum günstigen Preis verkaufen. Hätten die teuer verkauft, gäbe es heute noch jede Menge Tante Emma-Läden.

999 von 1000 Fast-Kunden drehen euch wortlos den Rücken zu. Versucht doch einmal, meinen Widerstand gegen eure Preisvorstellungen positiv aufzunehmen. Ich bin fest überzeugt, dass ihr auf Einsparpotentiale stoßen werdet. Hebt sie auf und verbessert eure Marktchancen.

Schöne Grüße

pzbbk
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Beitragvon Obelix » Mo Sep 11, 2006 14:11

Hallo pzbbk,

im Grunde hast Du ja Recht.

Nur 2 Sachen:

1.)
Was kann der Brennholzlieferant dafür, dass sich die Rohstoffpreise (die Preise für Buchenrundholzqualitäten, aus denen Brennholz erzeugt wurde) mehr als verdoppelt haben? Die Aldi-Brüder legen auch kein Geld dabei.

2.)
1 rm. Brennholz herzustellen ist zeitaufwendig. Durchschnittsmeinung in div. Foren ca. 2 Arbeits-Std. je rm. (fällen, rücken, spalten, trocknen, liefern).
Rationalisierung schwierig. Wenn dann nur mit hohen Anschaffungskosten und hohen laufenden Kosten: z.B. Posch (www.posch.com) Spaltfix K 500 für 100.000 €.
Trockung muß an der Luft erfolgen, da künstliche Trockung auf Grund des Energiebedarfs unrentabel.

Es ist richtig, dass die steigenden Rundholzpreise den Brennholzmarkt kaputt machen. Die Nachfrage wird zurückgehen, der Preis sinken. Das spielt sich aber mit der Zeit ein.

Viele rechnen ja auch gar nicht beim Holzheizen. Die haben einen Kamin oder Kachelofen und wollen dieses Feeling. Nur rational kannst Du den Brennholzpreis nicht betrachten.

Grüße
Obelix
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Beitragvon Waldschrad » Mo Sep 11, 2006 15:59

Hallo pzbbk,

ich würde mir ja auch gerne einen Porsche kaufen, wenn ich ihn für 20TEUR bekommen, das wäre die gleiche Argumentation. Nur Porsche verkauft ihn dafür eben nicht, alles hat eben seinen Preis, so auch die wohlige Wärme aus dem Ofen.

Was Deine Grundkalkulation angeht, ist natürlich immer die Frage, lohnt sich der Umstieg, hängt von den einzelnen Gegebenheit ab, wie vorhandene Heizungsanlage, 2. Anlage für Holz usw. Ich hatte auch schon Kunden die sagen duch ihre Holzheizung und das bei den aktuellen Preisen sparen sie 30% Heizkosten, hängt eben alles von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab.
Nur wenn niemand in neue Zukunftsthemen investiert, wo soll die weitere Erfahrung zur Weiterentwicklung herkommen, so auch bei der Brennholzproduktion.

Wir warten dann auf Dich als Kunden bis die Technik so weit ist, dass es das Holz für 55 EUR gibt.


Gruß
Waldschrad




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Ist eine Holzheizung Luxus?

Beitragvon pzbbk » Mo Sep 11, 2006 16:58

Hallo zusammen.

Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass ihr gute Holzqualitäten zu besseren Preisen an Parkett- oder Möbelhersteller verkauft. Würde ich genau so machen.

Unter dem Luxus-Aspekt habe ich die Holzheizung bislang nicht betrachtet. Für Luxus gelten andere Maßstäbe, da muss ich passen.

Aber dann müsst ihr euch vom Massenmarkt verabschieden und bleibt Brennstoff-Exoten. Die Diskussion um den richtigen Preis können wir dann auch vergessen. Nehmt was ihr kriegen könnt. Bei Luxusgütern ist es egal. Wer die kauft, weiß eh nicht wohin mit seinem Geld.


Schöne Grüße

pzbbk
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Beitragvon Kuhkalb » Mo Sep 11, 2006 17:36

Sorry die meisten von euch Brennholzvertickern kann und will ich nicht verstehen!

Erkundigt euch doch bitte bei der nächsten Waldarbeiterschule nach den aktuellen Kostenkalkulationssätzen.

Wer Holz zukauft, der kann freilich nur über die Masse einen guten Gewinn machen.
Habe mal vor ein paar Jahren dazu einen Vortrag angesehen, dort war die Rentabilitätsgrenze für bei teilweise vorhandenem Maschinenpark mit neuem Vollautomatischem Sägespaltautomat bei 1500 Fm zu verarbeitendem Holz jährlich (über 10 Jahre glaub ich) Holz und max 1 AK.


Eigentlich machts nur für diejenigen Sinn, die selbst genug Wald haben und die Maschinen schon abgeschrieben sind (z.B. ein Landwirtschftlicher Betrieb hat Säge und Spalter schon vor einigen Jahren angeschafft um für sich selbst das nötige Holz zu machen).

Ebenfalls find ich es idiotisch das Holz was sich noch recht gut vermarkten lässt zu Brennholz zu verarbeiten. Verkaufts lieber, da macht man schneller und einfacher einen Gewinn.


Gruß
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Beitragvon Obelix » Di Sep 12, 2006 8:23

@ Kuhkalb

Du hast vollkommen Recht, insbesondere da die Preise für "Industrieholz" angezogen haben.

@ pzbbk
Bei Deinen Überlegungen gehst Du von einer Momentaufnahme aus. Gugg doch mal in die Zukunft. Es ist unstrittig, dass der Rohölpreis weiter steigen wird und in 15 - 25 Jahren eine Höhe erreicht, dass Öl als Brennstoff oder Kraftstoff keine Rolle mehr spielen wird.

Läst sich aber überhaupt nicht absehen, wie sich der Rohölpreis bis dahin genau entwickelt weil:
1.) Die Erdölindustrie hat kein Interesse, dass bekannt wird, wie lange das Öl noch ausreichen wird. Im Gegenteil, es sollen auf keinen Fall zu früh alternative Brenn- und Kraftstoffe gefunden werden. Also beruhigen die, damit sich die Entwicklung "weg vom Öl" nicht beschleunigt.
2.) Durch die Spekulanten. Überlegt doch mal, wenn Du heute einen Kredit über 1 Mio. € aufnehmen könntest und dafür auf Termin Heizöl zur Lieferung in 3, in 5 oder in 10 Jahren kaufen würdest. Wäre das aus heutiger Sicht nicht ein sicheres Geschäft?

Brennholz mag sich momentan auf Grund des überhitzten Marktes evtl. mal eine kurze Zeit nicht ganz so gut rechnen. Aber es ist doch absehbar, dass das nur vorübergehend ist.

Ich bin mir sicher: Bauern werden mit Getreide und Holz die "Ölscheichs" der Zukunft. Sie müssen nur irgendwie die momentane "Durststrecke" durchstehen.

Grüße
Oliver
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Beitragvon unimogthorsten » Di Sep 12, 2006 10:34

@pzbbk
Siehst Du ernsthaft Brennholz als Luxusgut an?? Dir hier immer und immer wieder vorzurechnen was das Holz vom Einkauf bis zum Verkauf kostet, was Arbeitszeit drinsteckt,...... wird müßig. Nimm es doch einfach hin daß Brennholz einen Betrag X kostet und fertig. Wenn der Betrag Dir zu teuer ist mußt halt weiterhin mit Öl heizen.
Ich hab gestern mit einem Bekannten gesprochen der einen Rückebetrieb seit 1995 selbstständig führt. Die Dieselkosten sind seither fast auf der doppelten Höhe, der Rückerlohn ist gefallen. Die Akkordzahlen wurden erhöht, Starkholzanteile verringert, immer mehr Kurzholz wird mit Harvester und Rückezug eingeschlagen, der traditionelle Rücker mit Seilschlepper bleibt auf der Strecke. Heute bekommt er die erstmalige Ausschreibung der Rückeleistungen, billiger als 2005 kann und wird er aber nicht arbeiten. Und was sagst Du num dazu? Glaubst Du immer noch daß der Brennstoff Holz billiger wird?
Zu Deiner "Argumentation" mit der Qualität: schau mal was moderne Brennholzmaschinen kosten. Die finanzierst Du dann komplett vor weil die Abschreibung ja über mind. 5 Jahre läuft, der Händler aber gleich Geld sehen will. Dann die anderen Kosten für Strom, Diesel, Instandsetzung,..... dazu- und wenn dann noch was übrigbleibt hast Du Gewinn gemacht. Und nur dann! Ob der einzelne Brennholzverkäufer weiter rationalisieren kann und will muß er selber entscheiden. Dies generell zu verlangen halte ich für ziemlich anmaßend. Nur weil Du billiges Brennholz suchst können und werden nicht alle Brennholzhändler in Deiner Umgebung auf Deine wirren Preisforderungen eingehen. Was heißt nicht alle- hoffentlich keiner!
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Beitragvon pzbbk » Di Sep 12, 2006 14:16

@unimogthorsten

Nein, Holz ist für mich kein Luxusgut. Aber wenn Holz mit "Porsche" und "Feeling" in Zusammenhang gebracht wird, dann kommt bei mir der Begriff "Luxus" hoch. Prinzipiell bin ich immer noch an Holz interessiert.

Eure Kostenrechnungen heute sind sicherlich richtig, führen jedoch zu einem Preis den ich nicht zu zahlen bereit bin. Auch eure Kunden müssen für ihr Geld arbeiten, oftmals sauer arbeiten. Zur Zeit werden wir demnach nicht ins Geschäft kommen.

Das muss aber nicht so bleiben. Nehmen wir einmal ein Beispiel aus der Industriegeschichte. Vor 100 Jahren waren Autos ein absolutes Luxusgut bis Henry Ford die Idee hatte, Autos am Fließband zu bauen. Heute ist die Automobilindustrie weltumspannend ein wichtiger Faktor, jede Menge Straßen, Brücken und Tunnel wurden gebaut, Unmengen von Leuten leben vom Service rund um das heilige Blechle und selbst die Ölindustrie wurde erst durch das Auto und seinen Spritverbrauch wichtig.

Zurück zum Holz: Heute macht bei euch jeder alles. Warum ändert ihr nicht eure Strukturen? Schließt euch zu Genossenschaften oder GmbH's zusammen und spezialisiert euch! Viele fällen das Holz und bringen es zu einem Verarbeitungsbetrieb. Der sollte am besten Autobahn- und Schienenanschluss haben. Dort kommen teure Maschinen zum Einsatz und werden im Dreischichtbetrieb ausgelastet. Der Kapitaleinsatz wird reduziert, Maschinen werden effizient ausgelastet, Rüst- und Umbauzeiten fallen weg, ..., kurz: Ihr werdet wesentlich produktiver und habt ganz andere Marktchancen weil die Unkosten deutlich sinken.

An welche Kunden wollt ihr überhaupt heran? Habt ihr euch da schon einmal konkrete Gedanken gemacht? Habt ihr Zielgruppen? Kunden für Scheitholz sind anders als Kunden für Hackschnitzel oder Pellets.


Wenn das so weitergeht, werde ich noch Unternehmensberater für Waldbesitzer (Scherz!)

Schöne Grüße

pzbbk
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