steel. hat geschrieben:Ich hab neulich auf einer Fachtagung mit einigen Pflanzenbauexperten gesprochen. Die sehen die Ursache von solchen Epidemien, nicht nur Gelbrost, sondern auch andere Pilzinfektionen und tierische Schädlinge, ähnlich wie ich durchaus in der pfluglosen Wirtschaftsweise.
Dann nämlich wenn infiziertes Pflanzenmaterial unverrotet an der Oberfläche liegt und z.b. durch Wind oder durch grüne Brücken im Folgejahr verbreitet wird, was bei vielen ( nicht allen ) Pilzsporen zutrifft. Dasselbe trifft natürlich auf einige tierische Schädlinge zu, denen Futter und Winterquartier auf der Bodenoberfläche bereit gestellt wird.
Gelbrost ist sicher nichts, was auf Pflanzenresten entsteht, wenn deine "Experten" das mal genauer erläutern könnten, dann immer her mit den Fakten! Warum ist man in Deutschland heute immernoch noch mittelalterlich?
Ich würde es einfach am Klima/Wetter festmachen.
Aus Großbritannien, die da in allen Bereichen ausgiebig geforscht haben, gibt es überraschender weise zu vielen Dingen genau andere Aussagen, in Deutschland "sieht" man immer wieder Dinge, die nicht belegt werden können...
Selbst was Halmbruch oder Fusarium angeht gibt es in Gb nach langjährigem No-Till Ergebnisse, die belegen, dass das eher kein No-Till Problem ist, den die Bodenorganismen und Gegenspieler sind present, das fehlt alles beim Pflug.
Aufgrund des Klimawandels und intensiveren Landwirtschaft ( weniger Grünland, mehr Getreide.- und Maisanbau ) gehören pfluglose Bearbeitungsmaßnahmen ins Museeum, und nicht auf den Acker !
Gerade wegen dem Klimawandel gibt es bald auch keine Alternative zum pfluglosen Anbau und das sollte erst der Anfang sein, Direktsaat und Striptill sind die Zukunft.
Zu diesen Systemen gehören natürlich neue, veränderte Verfahren in der Planung, der Wirtschaft und des ackerbaulichen Managments.
Denn das zieht einen immer höheren Fungi.- und Insektizideinsatz nach sich, was der Bevölkerung nicht länger vermittel werden kann.
Gerade was zB Mais betrifft sind doch die "Pflüger" die, die die Stoppeln bis ins Frühjahr stehen lassen oder unzerkleinert einpflügen...
Aber auch Herbizide wie der jährliche Glyphosateinsatz gehört bei den Pfluglosen doch fast schon zur jährlichen Standartmaßnahme, was von der Öffentlichkeit zunehmend nicht mehr toleriert wird und Verbote nach sich ziehen wird.
Glyphosat ist in den Schlagzeilen, weil es in der grünen Gentechnik genutzt wird, dass sollte mittlerweile jeder Landwirt wissen.
Mit welchen "jährlichen" Wirkstoffen gab es denn wirklich Probleme? Da ist mir eigentlich nur IPU bekannt, das haben keine "Ökoinstitute" in Froschembryos gespritz, das wurde überall in Gewässern gefunden.
IPU ist schwer abbaubar und gesundheitsschädlicher als viele andere Wirkstoffe, Glyphosat ist recht unbedenklich.
Als Landwirt sollte man sich weniger dem Geschrei hingeben, sondern nachhaltig handeln!

. Hier hats Pluglos genauso getroffen wie Pflüger . 

