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Wolf vs. Weidetiere

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon egnaz » Fr Feb 04, 2022 14:12

Ganz so einfach ist es nicht. Das EU Recht erlaubt den Wolfsabschuß wenn sich Schäden durch Wölfe an Nutztieren nicht verhindern lassen. Hierzu muss aber ein angemessener Herdenschutz geleistet werden. Das ist dann auch immer Auslegungssache. Nds nutzt ja gerade wieder den Wolfsabschuß und erhält dann auch gleich eine Klage von Nabu/Grünen.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f4606.html
In Schweden gibt es die Schutzjagd, die EUkonform ist und die Lizenzjagd, für die es auch ein EU Vertragsverletzungsverfahren gibt. Das sieht man in Schweden relativ gelassen, anders als beim Nitratverfahren in Deutschland. Es kommt halt darauf an, das alle Regierungsbehörden mit einer Stimme in die richtige Richtung argumentieren.
Hier ist das gut beschrieben.
https://youtu.be/xMNY3cyGOng
Gruß Eckhard
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Sturmwind42 » Sa Feb 05, 2022 8:08

Ist es denn wenigstens so dass die gerissenen Tiere dem Marktwert entsprechend entschädigt werden ?

Wie wäre es denn wenn mal ein Luxustier gerissen werden würde, meinetwegen im nachweissbaren fünfstelligen Bereich ?
Das muss ja nicht mal ein Pferd sein, ein Lama oder Alpaka (ok leicht darunter), oder eine Kobekuh für 10 T € und deren Kalb für 3 T € .
Weiss das jemand ?
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Sa Feb 05, 2022 10:11

Sturmwind42 hat geschrieben:Ist es denn wenigstens so dass die gerissenen Tiere dem Marktwert entsprechend entschädigt werden ?

Wie wäre es denn wenn mal ein Luxustier gerissen werden würde, meinetwegen im nachweissbaren fünfstelligen Bereich ?
Das muss ja nicht mal ein Pferd sein, ein Lama oder Alpaka (ok leicht darunter), oder eine Kobekuh für 10 T € und deren Kalb für 3 T € .
Weiss das jemand ?


Für eine Entschädigung bedarf es zunächst einmal eines DNA-Nachweis was sich in vielen Fällen schon sehr schwierig gestaltet. Sollte dieser Nachweis vorliegen wird entsprechend des aktuellen Marktwertes entschädigt was dann schlussendlich aber auch eine Farce ist, denn ich habe schon von Mutterkuhhaltern gehört die für ein Bullenkalb 200€ bekommen haben, welches ohne den Wolf als Absetzer bei den aktuellen Preis 1000-1200€ eingebracht hätte. Von dem fehlenden finanziellen Ausgleich für zeitlich versetzte Aborte bzw. traumatisierte und somit nicht mehr handlebare Zuchttiere ganz zu schweigen.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon egnaz » Sa Feb 05, 2022 11:08

In Nds ist ein DNA Nachweis für eine Entschädigung nicht mehr erforderlich seit die Lwk die Rissbegutachtung übernommen hat. Es reicht das Protokoll des Begutachters.
Bei teuren Zuchttieren wird der Streit wohl vorprogrammiert sein. Ansonsten stehen die Preise ja fest.
Gruß Eckhard
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 05, 2022 12:06

@wüstenfuchs
Traumatisierte Tiere gibt es bei den Wolfskuschlern leider nur im Rudel, wenn ein Wolf lethal entnommen wird.
Deren Tierschutzverständnis hört leider bei ca. 70cm Widerristhöhe auf.
Deshalb braucht sich auch kein Nutztierhalter auf solche Diskussionen mit den, meist städtischen, Wolfsfreunden einlassen. :oops:

Vermutlich muss wirklich erst ein größerer Personenschaden durch unwiederruflich belegbare Wolfsangriffe auf gesetzeskonform " wolfssicher" eingezäunten Tiere entstehen, bis Gerichte das Thema Wolfspupulation versus Nutztierhaltung in Verbindung mit der Bevölkerungsdichte in D. klären.
Ich kann nur hoffen, dass es dazu nicht erst tote Menschen brauch!

Letzte Woche wurde in diversen Gruppen ein Video geteilt, wie sich ein , Gott sei dank unerfahrenes, Wolfsrudel frühs um 5 in einem Jungvieh- Offenstall bedien wollte.
Das ist schon krass!

Ich habe nichts gegen eine "gesicherte Wolfspopulation" in D. .
Aber das kann langfristig nur gut gehen, wenn die intelligenten Wölfe, genau wie Füchse, Dachse und Wildschweine ( im ländlichen Bereich) wissen, dass in der Nähe von Menschen die Luft bleihaltig ist!
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Sa Feb 05, 2022 12:15

Sturmwind42 hat geschrieben:Ist es denn wenigstens so dass die gerissenen Tiere dem Marktwert entsprechend entschädigt werden ?

Wie wäre es denn wenn mal ein Luxustier gerissen werden würde, meinetwegen im nachweissbaren fünfstelligen Bereich ?
Das muss ja nicht mal ein Pferd sein, ein Lama oder Alpaka (ok leicht darunter), oder eine Kobekuh für 10 T € und deren Kalb für 3 T € .
Weiss das jemand ?


Es gibt lediglich pauschale Entschädigungsbeträge. Zumal ja auch kein gesetzlicher Entschädigungsanspruch besteht!
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Sa Feb 05, 2022 12:23

langholzbauer hat geschrieben: Füchse, Dachse und Wildschweine ( im ländlichen Bereich) wissen, dass in der Nähe von Menschen die Luft bleihaltig ist!


Das gilt aber nicht für Berlin! Überhaupt tun sich Jäger sehr schwer mit dem Umsetzen einer Ausnahmegenehmigung zum Abschuss bestimmter Wildtiere in befriedeten Gebieten. Ganz schnell hast du da die Tierrechtler um dich herum, die einen Abschuss unmöglich machen. Und plötzlich findet Lieschen Müller, nachdem Schwarzwild den eigenen Garten umgedreht hat, gar nicht mehr so schützenswert. Wir benötigen viel mehr Wildtiere in den Ballungszentren. Erst wenn man morgens den Inhalt der rausgestellten Mülltonne erneut zusammenkehren muss, kann sich ein natürliches Verhältnis zu Wildtieren entwickeln. :wink: Die Berliner sind auf dem besten Weg!
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 05, 2022 12:38

Seit wann ist Berlin " ländlicher Bereich"? :lol:
Aber ich bin schon lange dafür, die Großstädte wilddicht einzuzäunen und darin " gesicherte Populationen" von Wölfen und allen anderen Wildarten aufzubauen. :wink:
Ausreichend Fläche haben die auch....
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Sa Feb 05, 2022 18:43

langholzbauer hat geschrieben:Seit wann ist Berlin " ländlicher Bereich"? :lol:


:oops: Das hatte ich wohl überlesen.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Sturmwind42 » Mo Feb 07, 2022 7:47

egnaz hat geschrieben:Bei teuren Zuchttieren wird der Streit wohl vorprogrammiert sein. Ansonsten stehen die Preise ja fest.


DWEWT hat geschrieben:Es gibt lediglich pauschale Entschädigungsbeträge. Zumal ja auch kein gesetzlicher Entschädigungsanspruch besteht!

Verschiedene Aussagen beruhen wohl darauf das die , nennen es wir mal "Schadensmilderung " Ländersache ist.
Schnell gesucht finde ich was über NRW, wobei da auch nichts konkretes steht .
Wohin müsste man dazu eine Anfrage stellen ? LRA ?

Wem gehören die Wölfe rein rechtlich ? Würde meine KFZ Teilkasko meinen Schaden bezahlen wenn mir einer vors Auto läuft ? Haarwild ist es ja, aber er ist nicht im Jagdrecht . Ob da die Versicherung unterscheidet ?
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Neuland79 » Mo Feb 07, 2022 8:27

langholzbauer hat geschrieben:Seit wann ist Berlin " ländlicher Bereich"? :lol:
Aber ich bin schon lange dafür, die Großstädte wilddicht einzuzäunen und darin " gesicherte Populationen" von Wölfen und allen anderen Wildarten aufzubauen. :wink:
Ausreichend Fläche haben die auch....

Ich finde das grad gar nicht lustig. "Mein" Waldkindergarten hat letzte Woche eine Email geschrieben, man hätte auf einer Wanderung Wolfsspuren im Stadtwald gesehen. Ich winde mich noch den Förster anzurufen und gehe davon aus, dass das ein Scherz war. Ich habe hier gerade eine Neugründung am Start und möchte nicht, dass da irgendetwas stört. Gleichzeitig will ich aber auch kein "Rotkäppchen und der böse Wolf", zumal ich selbst noch ein Kind im Kindergarten habe.
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon langholzbauer » Mo Feb 07, 2022 9:03

Willkommen in der realen Welt.
Das war von mir auch ernst gemeint.
Warum soll allein die Landbevölkerung die mentalen und wirtschaftlichen Folgen der übertriebenen Wolfspolitik tragen ?
Wer Wölfe in freier Wildbahn züchten will, soll sich auch umfassend mit den Folgen auseinander setzen.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon egnaz » Mo Feb 07, 2022 13:39

Sicher wird auch die städtische Bevölkerung mal Kontakt mit dem Wolf bekommen. Es werden aber immer nur ziehende Tiere sein. Richtige Probleme gibt es aber erst, wenn man im Einzugsbereich eines Rudels ist, und dafür braucht man einen ungestörten Bereich in einem Radius von etwa 10km. Das wird in stadtnähe meist schwierig.
Gruß Eckhard
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon MiQ » Mo Feb 07, 2022 13:56

https://www.oberhessen-live.de/2022/02/ ... gesichtet/

Der Wolf kommt immer näher.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Südheidjer » Mo Feb 07, 2022 17:19

egnaz hat geschrieben:Sicher wird auch die städtische Bevölkerung mal Kontakt mit dem Wolf bekommen. Es werden aber immer nur ziehende Tiere sein. Richtige Probleme gibt es aber erst, wenn man im Einzugsbereich eines Rudels ist, und dafür braucht man einen ungestörten Bereich in einem Radius von etwa 10km. Das wird in stadtnähe meist schwierig.

"Ungestört" ist relativ.
In der Döbberitzer Heide bei Berlin gibt es bereits ein Rudel. Das sind knapp 10 km bis Ortsmitte Spandau.
Das Soltauer Rudel verorte ich im Bereich Leitzingen. Das wären knapp 7 km bis Stadtmitte Soltau.
Das Lachendorfer Rudel hat's bis zur Stadtmitte Celle auch nur so 10 km.
Solange des Nahrungsangebot üppig genug ist und nicht gerade jeder Quadratmeter von Menschen belaufen wird, scheinen die Wölfe zufrieden zu sein. Was soll ihnen auch passieren.
Die Kontakte zur Bevölkerung werden mehr werden. Leider erfährt man nicht alle "Vorfälle".
Richtig Bewegung wird ins Wolfsmanagement erst kommen, wenn es z.B. vermehrt zu Beißereien mit Waldi und Lumpi beim Gassigehen kommt. Oder eben mal ein Besuch der Wölfe bei den Kindern vom Waldkindergarten. Da aber bei den Kindern vom Waldkindergarten meist Erwachsene mit entsprechender Körpergröße dabei sind, werden diese Begenungen hoffentlich bei neugierigen Blicken bleiben. Sind die Lütschen alleine draußen im Busch unterwegs, wäre es mir als Eltern nicht mehr wohl.
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