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Wolf vs. Weidetiere

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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399 Beiträge • Seite 7 von 27 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 27
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Jörken » Di Aug 06, 2019 6:01

fendt59 hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=sT_2iv3QwtE
nehmt Euch die Zeit und schaut es an

hab einen Teil von Minute 40 bis 55 geschaut. Französische SchäferInnen reden aus Erfahrung und zeigen ihre Pferche. Einer sperrt die Schafe in einen alten Bunker aus irgend einem Weltkrieg. Die Haltungsbedingungen sind schlecht. Herdenschutzhunde und Zäune sind dort ein alter Hut. Was man in Deutschland nun so schön langsam versucht sich zu erarbeiten, weiß man in Frankreich seit 20 Jahren aus direkter Erfahrung.
Mir ist immer wieder schleierhaft wie manche ständig behaupten können, dass in anderen Ländern eh funktioniert. Ja wenn man nicht über den Tellerrand schaut, dann glaubt man bei positiver Grundeinstellung außerhalb des Tellerrandes funktioniert alles von selbst.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Mo Okt 14, 2019 11:50

Der EuGH hat, auf eine Initiative Finnlands hin, bestätigt, dass es zulässig ist eine jagdliche Entnahme von Wölfen zu parktizieren, wenn dadurch das allgemeine Sicherheitsgefühl gesteigert werden kann und illegale Tötungen vermieden werden können. EuGH Az. C-674/17
Wichtig ist hierbei, dass die Entnahme jagdlich vorgenommen werden kann. Damit ist der Weg zur Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht frei. Da werden unsere Streichler aber wieder Amok laufen. Vorausgesetzt unsere Politik übernimmt die Anwendung des Urteils.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Fassi » Mo Okt 14, 2019 13:28

Da bin ich aber auf der Seite der Streicher. Der Wolf hat nichts im Jagdgesetz verloren. Denn dann sind

1. Die Jäger zur Hege zu verpflichtet. Dh sie haben alles zum Wohlergehen der Wölfe zu tun und man ganz einfach bisher bezahlte Arbeit als quasi "Ehrenamt" für lau an Privatpersonen abdrücken.

2. Ist der Weg, Wolfsrisse als Wildschaden zu deklarieren sehr einfach und der Staat kann sich dann auch da einfach aus der Affäre ziehen.

Also lassen wir den Wolf schön im Naturschutzgesetz und auch weiterhin die Allgemeinheit, die ihn ja scheinbar haben will, auch dafür bezahlen. Der Preis für die scheinbar einfachere Entnahme ist zu hoch.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Qtreiber » Mo Okt 14, 2019 13:33

DWEWT hat geschrieben:Wichtig ist hierbei, dass die Entnahme jagdlich vorgenommen werden kann.

Möchtest DU der Jäger sein, der einen Wolf erschießt (weil es erlaubt wurde), dessen Identität natürlich offen gelegt wird (auf welchem Weg auch immer) und den entsprechenden Shitstorm (bestenfalls verbal, möglicherweise auch körperlich), der unweigerlich aufkommen wird, aushalten ? Also ICH mit Sicherheit nicht.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon stamo++ » Mo Okt 14, 2019 14:16

Fassi hat geschrieben:Da bin ich aber auf der Seite der Streicher. Der Wolf hat nichts im Jagdgesetz verloren. Denn dann sind

1. Die Jäger zur Hege zu verpflichtet. Dh sie haben alles zum Wohlergehen der Wölfe zu tun und man ganz einfach bisher bezahlte Arbeit als quasi "Ehrenamt" für lau an Privatpersonen abdrücken.

2. Ist der Weg, Wolfsrisse als Wildschaden zu deklarieren sehr einfach und der Staat kann sich dann auch da einfach aus der Affäre ziehen.

Also lassen wir den Wolf schön im Naturschutzgesetz und auch weiterhin die Allgemeinheit, die ihn ja scheinbar haben will, auch dafür bezahlen. Der Preis für die scheinbar einfachere Entnahme ist zu hoch.

Gruß


1. Kein Jäger hegt Wölfe und Marder.

2. Wölfe und Marder können Hühner fressen, soviel sie wollen. Das ist niemals Wildschaden.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Fassi » Mo Okt 14, 2019 14:38

BJagdG §1 hat geschrieben:(1) Das Jagdrecht ist die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, (Wild) zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden.
(2) Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; auf Grund anderer Vorschriften bestehende gleichartige Verpflichtungen bleiben unberührt


Und damit kann jeder Revierinhaber zur Hege von Mardern gezwungen werden, es wird halt bloß von keiner staatlichen Stelle kontrolliert. Könnte man aber, zB, Wolfsberatern übertragen. Und genauso einfach kann man Wolfsrisse durch Gesetzesänderung zu schadenspflichtigen Wildschäden definieren.

Gruß
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Mo Okt 14, 2019 18:15

Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Wichtig ist hierbei, dass die Entnahme jagdlich vorgenommen werden kann.

Möchtest DU der Jäger sein, der einen Wolf erschießt (weil es erlaubt wurde), dessen Identität natürlich offen gelegt wird


Ja! Mir scheint, dass hier einige aus der grünen Zunft schon jetzt die Hosen voll haben. Stets einen riesen Bohay machen wenn es um den Wolf geht aber wenn es dann darauf ankommt, die Fliege machen. Ich habe gar nicht gewusst, dass die NGOs eine solche Macht haben.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Mo Okt 14, 2019 18:21

Fassi hat geschrieben:
Und damit kann jeder Revierinhaber zur Hege von Mardern gezwungen werden, es wird halt bloß von keiner staatlichen Stelle kontrolliert. Könnte man aber, zB, Wolfsberatern übertragen. Und genauso einfach kann man Wolfsrisse durch Gesetzesänderung zu schadenspflichtigen Wildschäden definieren.

Gruß


Mit Verlaub aber das ist Schwachsinn. Der Wolf wird, weil er weiterhin unter Schutz steht, im Gegensatz zum Wild das Wildschaden verursachen kann, niemals regulär bejagbar sein. Somit kann der Revierinhaber, weil er keine Abwehrmaßnahmen selbstständig einleiten kann, auch nicht für Rissschäden haftbar gemacht werden. Sollte allerdings der Gesetzgeber das Risiko und damit auch Wohl und Wehe des Wolfes, auf die Revierinhaber übertragen, fände ich das ganz toll.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Qtreiber » Di Okt 15, 2019 8:32

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Wichtig ist hierbei, dass die Entnahme jagdlich vorgenommen werden kann.

Möchtest DU der Jäger sein, der einen Wolf erschießt (weil es erlaubt wurde), dessen Identität natürlich offen gelegt wird


Ja!

Nun, dann wünsche ich dir viel Spaß bei der (zukünftigen) Jagd auf Wölfe. Oder zunächst mal bei der "letalen Entnahme" von auffälligen Wölfen. (ohne Ironie oder Sarkasmus)
Qtreiber
 
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Di Okt 15, 2019 9:42

Qtreiber hat geschrieben:Nun, dann wünsche ich dir viel Spaß bei der (zukünftigen) Jagd auf Wölfe. Oder zunächst mal bei der "letalen Entnahme" von auffälligen Wölfen. (ohne Ironie oder Sarkasmus)


Die Verantwortung für meine Rinder und Pferde, die ich freiwillig übernommen habe, endet nicht wo gesellschaftliche Dekadenz beginnt! Ich kann nicht den Schutz der Weidetiere fordern und mich dann selbst zurückziehen, wenn mir Handlungsmittel an die Hand gegeben werden.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Jörken » Do Okt 17, 2019 8:31

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Nun, dann wünsche ich dir viel Spaß bei der (zukünftigen) Jagd auf Wölfe. Oder zunächst mal bei der "letalen Entnahme" von auffälligen Wölfen. (ohne Ironie oder Sarkasmus)


Die Verantwortung für meine Rinder und Pferde, die ich freiwillig übernommen habe, endet nicht wo gesellschaftliche Dekadenz beginnt! Ich kann nicht den Schutz der Weidetiere fordern und mich dann selbst zurückziehen, wenn mir Handlungsmittel an die Hand gegeben werden.
+1

Ich plane schon den Jagdschein zu machen, um im Fall des Falles unterstützen zu können. Dieses Hände in den Schoss ist zwar bei Aufgabebetrieben normal, das hat aber längst nicht alle Betriebe ergriffen, auch wenn das von den ehemaligen Bauern hier verbreitet wird.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Do Okt 17, 2019 10:47

Jörken hat geschrieben:
Ich plane schon den Jagdschein zu machen, um im Fall des Falles unterstützen zu können. Dieses Hände in den Schoss ist zwar bei Aufgabebetrieben normal, das hat aber längst nicht alle Betriebe ergriffen, auch wenn das von den ehemaligen Bauern hier verbreitet wird.


Wunderbar! Dann sind wir, wenn es soweit ist, schon zu zweit.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Di Nov 19, 2019 22:09

Nach neuesten Erkenntnissen ist der Wolf GW924m, für den es in der Region Pinneberg schon seit längerer Zeit eine Abschussgenehmigung gibt, schlau genug gewesen sich von dort abzusetzen. Nun treibt er in der Region westlich von Schwerin sein Unwesen. Wer nun glaubt, dass die Abschussgenehmigung auch in MV vollstreckt werden dürfte, irrt sich gewaltig. An seinen neuen Aufenthaltsort beginnt das Prozedere nun evtl. von neuem. Allerdings nur, wenn er, nach den Regeln des Wolfsmonitorings von MV, dort entsprechend auffällig wird. Ja, so ist das mit dem Förderalismus. Landwirte sollen global denken und handeln und die Politik würde es wohl nur zugern sehen, wenn D wieder in die Kleinparzelierung des 17. Jahrhunderts zurückfallen würde. Schließlich ergäben sich dann noch ganz viele Sessel, die gedrückt werden müssten. Absurd!
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon T5060 » Di Nov 19, 2019 22:13

www.hna.de/hessen/hessen-wolf-anzahl-st ... 32139.html
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » Di Nov 19, 2019 22:30

T5060 hat geschrieben:http://www.hna.de/hessen/hessen-wolf-anzahl-stark-gestiegen-schaefer-sind-panik-zr-13232139.html


Potzblitz, jetzt schnallen sie auch schon in Hessen, dass der Wolf eine Gefahr für Schafe ist. Dagegen sind die Kollegen in BW und Teilen von Bayern immer noch der Meinung, das Wolfsproblem ginge sie nichts an. Wie heisst es in Anlehnung an den Honka-Song: Warte warte noch ein Weilchen, dann kommt Wolfi auch zu dir .... . Der Ignoranz dieser Berufskollegen verdanken wir es, dass es in D. immer noch keine einheitliche Vorgehensweise gegen den Wolf und seine ausufernde Population gibt. Schönen Dank an die Kollegen im Süden!
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