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Borkenkäfersituation

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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4519 Beiträge • Seite 38 von 302 • 1 ... 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 ... 302
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Rapp » Mo Mai 13, 2019 18:17

bastler22 hat geschrieben:
Kormoran2 hat geschrieben:Die Fallenleerung ist übrigens dieses Wochenende wieder ausgefallen. Null Käferflug. So kann es gerne weitergehen.

na dann hatte ich ja Recht mit der Entwarnung..

Wo bitte sollen zur Zeit die Käfer her kommen?
Aus dem Winterschlaf sind alle erwacht und geflogen.
Die neue Generation ist noch nicht soweit.
Erst mit dieser werden die Flugspitzen länger.
Durch Temperaturunterschiede und nahrungsbedingte Verzögerungen in der Entwicklung.
Wenn 60% meiner gefällten Entscheidungen richtig sind, dann ist das eine gute Quote.
Hauptsache Entscheidung.
Bis bald im Wald! :wink:
Rapp
 
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Obelix » Mo Mai 13, 2019 18:57

Laßt den Käfer doch einfach mal in Ruhe.

Ich bin froh und dankbar über die aktuelle Regenperiode und die kühlen
Temperaturen, die uns Waldbauern etwas Luft verschaffen. Es hätte viel
schlimmer kommen können.
Obelix
 
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Obelix » Mo Mai 13, 2019 19:15

togra hat geschrieben: … Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig' ab! …


Der Waldbesitzer wäre nicht Waldbesitzer, wenn er schnell absteigen würde oder in der
Vergangenheit abgestiegen wäre. Der nimmt sein Pferd auf die Schultern und trägt es.

Um beim Vergleich mit dem Pferd zu bleiben:
Der Pferdbestand ist ja nicht tot. Die Pferde sind sehr angeschlagen, können aber noch
Fohlen zu Welt bringen. Die Fohlen werden es nicht einfach haben, es werden aber Pferde
durchkommen und ertragreich sein. Insbesondere bei guter Pflege durch Ihren Besitzer.

Derzeit streitet man über die Rasse. Ob billige Ponys oder ideelle Wildpferde besser geeignet
sind als die bisherigen Großpferde, die den Ertrag garantierten.

Leider sprechen die niedlichen Ponys und Wildpferde emotional viele Menschen an und alle
finden die cool. D.h. aber rational gesehen lange noch nicht, dass Ponys und Wildpferde
tatsächlich für den Klimawandel besser geeignet sind, als die bisherigen Großpferde.
Auch wenn das viele Menschen gern hätten.

Selbst ein Pony oder Wildpferd kaufen will aber keiner. Man will den Großpferdebesitzern
vorschreiben, auf Ponys oder Wildpferde umzustellen, für die langfristigen Kosten und
Verdienstausfälle dieses Schwachsinns aber nicht aufkommen.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon H1asl » Sa Mai 18, 2019 12:45

So, hier in Niederbayern nutzt der Käfer bereits den schönen Samstag um sich zu vermehren... Massive Stehendbefälle wo man hinsieht.
n8
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon FridaB » Sa Mai 18, 2019 12:51

von gestern auf heute Befall? :roll:
Grüße Frida
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon H1asl » Sa Mai 18, 2019 12:59

Ja das geht flott auf einen Tag.
Letzten Sommer:
Bevor wir schneiden gehen wir mit der Markierfarbe durch und markieren die befallenen Bäume. Den ganzen Tag gewerkelt und Abends wird nochmal durchgegangen. Es gab Tage an denen wir Abends wieder 10 neu befallene hatten, die am Morgen 100%ig noch nicht befallen waren.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Falke » Sa Mai 18, 2019 13:17

Befallen waren die Fichten wohl schon länger - aber der Befall war noch nicht deutlich sichtbar (durch abgeplatzte Rinde etc.)!

Ich fürchte, in den Rammelkammern geht es jetzt jeden Tag rund ... :| :roll:

A.
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Kormoran2 » Sa Mai 18, 2019 17:18

Gestern beim Wegebauen mit Faulschiefer wartete ich auf den nächsten LKW. Wenn die Sonne rauskam, war es warm. Wenn nicht, war es frisch. Ich guckte mich um und mußte feststellen: Wenn man streng ist, müßte der Baum eigentlich weg. Und der auch, der auch, der auch, der auch........ Von vielleicht 30 Bäumen dürfte nur einer stehenbleiben, der wahrscheinlich in einer Woche auch fällig wäre. Ich erklärte das dem LKW-Fahrer und der meinte: "So genau habe ich das noch nie gesehen. Das ist ja schlimm."
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Hulk20 » So Mai 19, 2019 4:54

Gestern, 18.5. im Fichtelgebirge auf ca. 650m die ersten Buchdrucker in liegendes Holz eingebohrt.
Vor einer Woche die ersten Kupferstecher - auch in liegendes Holz.
Einige Waldbesitzer bei uns denken, dass sich die befallenen Bäume noch selbst retten und lassen sie stehen - Arme Irre!
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Waldameise » So Mai 19, 2019 6:56

Bei uns gibt es (noch) keine Borkenkäfer. Wahrscheinlich weil es bei uns nur wenige Fichten gibt.
Habe gestern früh auf dem Holzplatz eine Rundumaufnahme gemacht. War eine schöne Morgenstimmung.
Abends hat es dann sogar noch ein paar Liter geregnet.
Hier sieht man deutlich das das Kiefernabsterben an den Waldrändern Fahrt aufnimmt. :cry:
Die vielen braunen Kronen zeigen das ganze Ausmaß.
https://youtu.be/p8NFhoQOs0c
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon yogibaer » So Mai 19, 2019 7:13

Schon mal nachgeschaut ob da nicht doch schon die Blauen Prachtkäfer wie Phaenops cyanea oder Phaenops formaneki zugange sind?
Gruß Yogi
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon rottweilerfan » So Mai 19, 2019 8:28

bei uns ist es noch ruhig,zwei direkte nachbarn mit jeweils 50 ha wald die haben zusammen keine fuhre käferholz liegen :klee: aber wie lange noch ?!
Deutschland,ein Paradies für Schmarotzer und Taugenichtse...
" Der Rottweiler ",in seiner Familie gutmütig,treu und ergeben...
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Waldameise » So Mai 19, 2019 17:28

yogibaer hat geschrieben:Schon mal nachgeschaut ob da nicht doch schon die Blauen Prachtkäfer wie Phaenops cyanea oder Phaenops formaneki zugange sind?
Gruß Yogi

Hallo Yogi,
manche Kiefern sind mit kleinen Löchern übersät, also wohl der Prachtkäfer.
Bei den meisten Kiefern sieht man keine Löcher. Ganz ehrlich, so genau schau ich da auch nicht immer hin.
Soweit ich das von Fachleuten höre sind wohl nur die Borkenkäfer der Fichte ein echtes Problem.
Ich denke das bei uns die Kiefern an den Waldrändern an den sehr hohen Temperaturen der letzten Jahre gelitten haben.
Noch dazu die Trockenheit, bei uns hat es innerhalb der letzten 4 Jahre nur 480 ltr / Jahr geregnet. :regen:
Dazu kommt noch das Misteln immer häufiger die Baumkronen befallen :gewitter:
Zum Thema Prachtkäfer noch ein Auszug aus "waldwissen.net":
Unter dem Begriff "Blauer Kiefernprachtkäfer" werden häufig die beiden Arten Phaenops cyanea (Abb. 4) und Phaenops formaneki zusammengefasst. Wirtsbaumart ist die Kiefer, befallen werden geschwächte Stangen- und Baumhölzer. Beide Arten können keine gesunden Kiefern befallen. Die Larven von Phaenops cyanea entwickeln sich unter der dickborkigen Kiefernrinde, die von Phaenops formaneki unter der Spiegelrinde; der Splint wird nicht oder nur sehr schwach geschürft. Die Käfer fliegen von Juni bis September.

Befall erkennen: Der Befall wird meist ab September durch Spechtabschläge der Rinde erkennbar. Man kann dann die Fraßgänge (Abb. 5) der kochlöffelförmigen Larven mit dem wolkenartig angeordneten Bohrmehl sehen. Die schmal ovalen Ausfluglöcher der Käfer sind oft schräg gestellt (Abb. 6). Ein unsicheres Merkmal für Prachtkäferbefall ist eine Braunfärbung der Kiefernkrone. Diese kann auch durch andere Schadorganismen oder Trockenheit verursacht sein.

Handlungsempfehlungen: Auch hier führen Fällungen zu einem wärmeren und damit für die Arten günstigeren Bestandesinnenklima. Daher sollten nur stark befallene Bäume entnommen werden. Beobachten Sie den Befall genau und ergreifen Sie erst bei Massenvermehrung Eindämmungsmaßnahmen. Bringen Sie dann befallene Bäume bis Ende April aus dem Wald und entsorgen Sie auch die abgefallene Rinde. Frisch geschlagenes Holz oder Stämme befallener Bäume dürfen nicht im Wald gelagert werden. Bäume mit Trockenschäden sollten Sie regelmäßig auf Befall kontrollieren. Tritt über den Sommer frischer Befall auf, reicht es aus, die Bäume im Winter aufzuarbeiten.]]
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon Kormoran2 » So Mai 19, 2019 18:46

Das für heute geplante Leeren der Fallen bzw. zunächst stichprobenartige Begutachten mußte aufgrund schlimmer Unwetter ausfallen. Mal gucken, ob das morgen geht.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Borkenkäfersituation

Beitragvon 15er » Di Mai 21, 2019 10:54

FridaB hat geschrieben:von gestern auf heute Befall? :roll:


Als der ganze Ärger losging vor 3-4 Jahren, hatten wir im westlichen Bereich immer wieder einzelne Käferbäume. Wurden umgehend entfernt. Über die Nachbarn schreibe ich jetzt mal nichts.
Dann habe ich mit Zufall mitten im Bestand einen frisch befallenen Baum gefunden, genauer geschaut, kleines Nest 6-8 Bäume. Da ich keine Zeit hatte und im westlichen Bereich auch was weg musste, habe ich die WBV angerufen, da die nicht weit weg eh gearbeitet hatten.
Nächster Tag, der Holzvermittler, der Prozessorfahrer und ich fanden schon knapp 20 Bäume.
Übernächster Tag, der Prozessorfahrer rief mich an ich soll kommen, er machte dann 100 Fm um.

Der Bestand wurde in dem Bereich als gesund und nicht angeschlagen eingestuft.
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