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Gen-Mais in der landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Beitragvon Franz Henneken » Sa Feb 09, 2008 9:47

Hallo Euro!

Schön und angeblich gut, diese Berichte um eine boomende Wirtschaft.

Um nicht "Off Topic" zu werden, möchte ich auf dem Teppich bleiben und sagen, dass es hier um Gen-Mais geht, also um Gentechnik. Und deshalb gehe ich auf die Auswirkungen ein, die sich nach beinahe 20 Jahren Gentechnik in einem blühenden Lande wirklich ganz toll aufzeigen.

Es ist doch bekannt, dass in einigen Ländern der Welt die Kluft zwischen ganz arm und ganz reich besonders groß ist. In Argentinien hat sich diese Kluft aufgetan, als in den siebziger Jahren die Militärjunta an die Macht kam. Zuerst war die Kluft nicht besonders groß. Richtig groß ist sie erst zur Amtszeit von Carlos Menem geworden, der die Gentechnik Tür und Tor bedingungslos öffnete.

Da die bisherige Landwirtschaft, hauptsächlich aus familiären Klein- und Mittelbetrieben bestehend, wahrscheinlich mit Absicht in den Ruin getrieben wurden, bekamen "Großinvestoren" für "'nen Appel und 'n Ei" bestes Ackerland durch Versteigerungen.

Was dann kam, war die logische Folge: Das Ausquetschen des Landes bis auf's Letzte. Die heutigen Folgen kann man deutlich sehen: öde Monokulturen soweit das Auge reicht, Erosionen durch Wind und Wasser, außerdem vertriebene Menschen, die bisher Bauern und nächste Verarbeiter waren. Auch muss, davon habe ich auch bei Auslandsjournal im Fernsehen gehört, im großen Maßstab Milch und Brotgetreide eingeführt werden, weil die Sojaindustrie die Haltung von Milchvieh und den Anbau von Brotgetreide fast unmöglich macht, weil angeblich jeden Quadratmeter Land benötigt.

Wollen wir das auch hier in Deutschland haben?

Es grüßt - 8) Franz
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Beitragvon Franz Henneken » Sa Feb 09, 2008 12:50

Wie das geht, die Familienbetriebe in den Ruin zu treiben, geht doch ganz einfach, hier ein Ausschnitt aus den von mir eingelinkten Bericht:

"Im Jahre 1991 wurde Argentinien zum geheimen Experimentierfeld, auf dem die Verwendung von gentechnisch manipulierten Pflanzen für die landwirtschaftliche Produktion getestet werden sollte. Menem setzte eine Beraterkommission für Biotechnologie ein, um die Lizenzvergabe für Feldversuche an GVO-Maissorten, Sonnenblumen, Baumwolle, Weizen und insbesondere an Sojabohnen zu überwachen. Eine öffentliche Debatte von seiten der Regierung oder der Kommission darüber, ob GVO-Pflanzen eine sichere Sache seien, gab es nicht. Bis dahin waren nirgendwo sonst GVO-Pflanzen in diesem Ausmass angebaut worden.

Die Biotechnologie-Kommission traf sich im geheimen, ihre Forschungsergebnisse wurden niemals veröffentlicht. Sie handelten im Auftrag ausländischer transnationaler GVO -Saatgutkonzerne. Das wiederum war keine Überraschung, schliesslich waren die Kommissionsmitglieder Angestellte von Monsanto, Syngenta und Dow AgroSciences. 1996 vergab Menem eine Lizenz an den Monsanto-Konzern aus St. Louis, Missouri, dem weltgrössten Hersteller von genmanipuliertem Sojabohnen-Saatgut, einem strategisch wichtigen Futtermittel für die weltweite Landwirtschaft.

Nachdem nach 1996 GVO-Sojabohnen-Saatgut in die argentinische Landwirtschaft eingebracht worden war, begannen grosse ausländische Firmen wie Cargill und ausländische Versicherungsgesellschaften und Konzerne wie beispielsweise Seabord Corp. mit Massenaufkäufen von jetzt (in Dollars gerechnet) spottbilligem argentinischem Ackerland. Der Boden Argentiniens wurde in eine riesige industrielle Produktionsstätte für Saatgut umgewandelt.

Als Folge der Wirtschaftskrise gaben die Banken Millionen von Hektar besten Ackerlandes zur Versteigerung frei. Die einzigen Käufer, die Dollars investieren konnten, waren ausländische Gesellschaften oder Privatpersonen. Den Kleinbauern bot man Pfennigbeträge für ihr Land, lehnten sie das ab, vertrieb man sie manchmal mit Terror oder Polizeigewalt. Im Jahre 2001 war der New Yorker Milliardär und Hedgefond-Spekulant George Soros mit seiner argentinischen Holding-Gesellschaft, Adeco Agropecuria, der grösste Landbesitzer in Argentinien.

Zur Profitmaximierung wurden nach dem Vorbild von Kansas ausgedehnte Landflächen so hergerichtet, dass riesige Landwirtschaftsmaschinen rund um die Uhr betrieben werden konnten. Die Anlagen werden oft mittels GPS-Satelliten-Navigation ferngesteuert, so dass nicht einmal ein Bauer nötig ist, um einen Traktor zu fahren. Ein Landwirtschaftssystem, das einstmals auf der Grundlage von produktiven Familienbetrieben funktionierte, wurde zurückgeworfen in einen neofeudalistischen Zustand, beherrscht von einer Handvoll mächtiger, reaktionärer, reicher Grossgrundbesitzer im Stile der Latifundisdas."

Mittlerweile gehe ich davon aus, dass jeder ein dreister Lügner und/oder ein Ökoterrorist ist, der nur etwas gegen die Gentechnik aufführt, egal was. Deshalb sehe ich großzügig über Deine Anschuldigung weg.

Es grüßt - 8) Franz
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Beitragvon Panic » Sa Feb 09, 2008 14:51

Franz Henneken hat geschrieben:Hallo Euro!

. Auch muss, davon habe ich auch bei Auslandsjournal im Fernsehen gehört, im großen Maßstab Milch und Brotgetreide eingeführt werden, weil die Sojaindustrie die Haltung von Milchvieh und den Anbau von Brotgetreide fast unmöglich macht, weil angeblich jeden Quadratmeter Land benötigt.



Es grüßt - 8) Franz


Das ist doch mal ne gute Nachricht für einen deutschen Milchbauern.
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Beitragvon Franz Henneken » Sa Feb 09, 2008 15:49

Tja, des einen Leid, des anderen Freud!

Es grüßt - 8) Franz
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Beitragvon Hoschscheck » Sa Feb 09, 2008 17:32

Franz Henneken hat geschrieben:Außerdem - Hoschscheck - hast Du Dir Deinen eigenen Link einmal GANZ durchgelesen? Ist doch ein schönes Eigentor, oder?


Hallo Franz wo ist hier das Eigentor im Artikel?
Steht dort etwa, auch nur Sinngemäß, irgendwo "Schuld an der Zahlungsunfähigkeit des Staates Argentinien war die Gentechnik"?

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Beitragvon Hoschscheck » Sa Feb 09, 2008 18:05

Franz Henneken hat geschrieben:Wie das geht, die Familienbetriebe in den Ruin zu treiben, geht doch ganz einfach, hier ein Ausschnitt aus den von mir eingelinkten Bericht:


Hallo Franz,

sind die Landwirtschaftlichen Betriebe in der ehemaligen DDR und im gesamten Ostblock nicht in Wahrheit auch durch die Gentechnik zerstört worden?
Diese fabelhafte Idee mit den LPGs, bestimmt von Monsanto infiltriert und zerstört, und dann? Ja da ist gleich der gesamte Ostblock mit umgekippt.

Und jetzt alles aufgekauft von Pioneer, Syngenta, KWS und Monsanto.

Das sind aber auch Schlitzohren bei Monsanto.

Alles Mumpitz.
und den Niedergang der Familienbetriebe in Argentinien mit der Gentechnik zu begründen, hat mit dem was den Menschen dort widerfahren ist nichts zu tun.

In deinem Artikel wird nur dieser Vorgang zur Begründung der eigenen Falschaussage instrumentalisiert.

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Beitragvon Hoschscheck » Sa Feb 09, 2008 18:05

*#*
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Feb 09, 2008 19:43

Angesichts des jetzigen Eiweißdefizits auf dem Futtermittelsektor in der Europäischen Union wird es zu weiteren Engpässen aufgrund fehlender Zulassungen für neue gentechnisch veränderte Organismen, die nicht in die EU eingeführt werden dürfen kommen .
Dieses hätte dann die Konsequenz für die Fleischerzeugung in der EU, daß wir diese den nicht EU-Staaten überlassen müßten, und somit die Importe und aber auch die Preise für den Verbraucher steigen würden . Somit darf die Genehmigung neuer GVO in der EU nicht hinter anderen Staaten hinterherhinken (Agrarkommisarin Fischer Boel) .
Das Franz und Harry keinerlei Grundkenntnisse in Bodenkunde und Biologie haben, habe ich hier schon bewiesen, Ökonomie auch gleich null, ich frage mich womit er/die beiden (echt Schizophren :mrgreen: ) wohl ihre Brötchen verdienen ?
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Beitragvon Franz Henneken » Sa Feb 09, 2008 20:11

Na klar, alles Lügner - nur die Gentechnik-Unternehmen nicht, sicher - das ist genau so.

Auf welche Quellen basieren denn überhaupt Eure Gedankengänge? Sind es die Presseabteilungen von Gentech und Co.? Versucht Ihr auch die andere Seite der Medaille zu betrachten? Warum gibt es überhaupt Staaten, die jegliche Einfuhr von GVOs beschlossen haben wie Polen, Ungarn und Österreich? Ja warum haben sie das denn gemacht? Damit sie absichtlich auch hinter den angeblichen Fortschritt bleiben wollen? Alles grüne Futzies und Hinterweltler?

Außerdem, die Art und Weise, Familienbetriebe kaputtzumachen, ist vielfältig. Im Osten und ein paar anderen Ländern mit strammen Kommunismus war es eindeutig der Staat mit Zwangskollektivierung, obwohl erst ein paar Jahre zuvor es in der DDR hieß: "Bauernland in Junkerhand".

Im Falle Argentiniens, und genau darauf zielt der von mir eingeschobene Bericht, ist es aber genau die Gentechnik gewesen. Durch vorab falsche Wirtschaftspolitik, die darauf basiert, Großkonzernen alles hinterherzuwerfen, wurden die Familienbetriebe von geschwächt und finanziell durch zu hohe Kosten und zu geringe Erlöse in die Enge getrieben. Klar, dass dann eines Tages die Banken zumachen und auf Zwangsversteigerungen pochen. Als einzige Bieter wurden Großinvestoren zugelassen, die man bei uns seit Münte auch berechtigerweise als Heuschrecken bezeichnet. So kamen sie ans Land, und zwar, wie der Bericht aufzeigt, gleich im ganz großen Maße. Und zum Schluss hatten sie innerhalb kürzester Zeit das ehemals eigene Land zu verlassen.

Diese Berichte, die bei manchen Leuten wirklich nicht in den Kopf rein wollen, sind außerdem bestätigt worden durch den Dokumentarfilmer Bertram Verhaag, bitte zu diesen Namen mal ein wenig googeln. Und was der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel angeht - wenn jemand wie diese Frau von einen der größten Farmen Dänemarks kommt, ist doch ihre Denkweise vorprogrammiert. Es zählt bei diesen Größen nicht mehr Grund, Boden und Leben, das einzige was zählt, ist Geld, sonst nichts. Daher traue ich dieser Frau alles zu, nur keine pflegliche Behandlung von kleinem bis mittlerem Bauerneigentum.

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Beitragvon Der rosarote Panther » Sa Feb 09, 2008 20:15

Deswegen will diese Frau ja auch die EU-Zahlungen an Großbetriebe drastisch senken!
Uups , falsches Thema! :oops:
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Beitragvon columella » Sa Feb 09, 2008 20:26

Franz Henneken hat geschrieben:obwohl erst ein paar Jahre zuvor es in der DDR hieß: "Bauernland in Junkerhand"

nu verdrh mal nicht die Geschichte. Sind Deine anderen Aussagen auch so sorgfältig recherchiert? 8)
Marx hat geschrieben:Schade finde ich mal wieder, wie der Kommunismus (den es nie gab, nur auf dem Papier) und der Nationalsozialismus (den es sehr wohl gab) miteinander verknüpft und in einen Zusammenhang gebracht werden, zum xten mal.
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Beitragvon Hoschscheck » Sa Feb 09, 2008 20:41

Hallo Torge,

aber ohne das ganze Weltuntergangsgeschwarfel und Chaostheorien mit Mandelbrotbildern geht das doch gar nicht so richtig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mandelbrot-Menge

Das Geschäftsgebahren von Monsanto findet jedoch nicht meine 100% Zustimmung.

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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Feb 09, 2008 20:44

pflegliche Behandlung von kleinem bis mittlerem Bauerneigentum.


in den letzten zwei jahren ist bei uns der wert des landes um 100% gestiegen

natürlich kommt diese verbesserte eigenkapitaldecke auch und vielleicht gerade den kleineren und mittleren bauerneigentum zugute .

dann wählt mal schön "die linken", dann werdet ihr schon sehen was mit den kleinen und mittleren bauerneigentum passiert .
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Feb 09, 2008 20:48

was franz hier führt ist eh nur eine reine neiddebatte : hat nix, ist nix, kann nix !
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