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Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Sturmwind42 » So Mär 14, 2021 7:58

meyenburg1975 hat geschrieben:15% Überbelegung muss man nicht gut finden. In der vorgegebenen Situation ganz gewiss auch nicht intelligent. Aber wenn das der einzige Kritikpunkt ist, haben sie sich scheinbar weiterentwickelt.


Sorry, ich kann doch nicht, wissentlich auf der Beobachtungsliste stehend, meinen Stall in dieser Situation auch noch überbelegen !
Was ist das weiterentwickelt ? Da kann ich nur sagen: Gier frisst Hirn ! Brett vorm Kopf !

Wobei ich hier ganz klar die Politik mitverantwortlich mache ! Schade dass die da völlig ungeschoren davonkommen. Aber genau sowas wollten die ja, obwohl es das Volk NICHT möchte !

Politiker -----> Volksvertreter ?

Denen geht es nur um billigste Rohstoffproduktion mit theoretisch maximaler Kontrolldichte.
Ruhig noch mehr Ställe bauen, Milch geht noch billiger ! Das ist noch nicht Ende der Fahnenstange !

Dem Preis dafür sehen die nicht !
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Optimist1985 » So Mär 14, 2021 8:45

Also in Österreich bei mir ist Mindeststandart Pro Kuh 1 Liegeplatz, und max 1 Fressplatz für 2 Kühe.
Wer das nicht einhaltet bekommt Förderungsabzug und Strafe.
Und die Reise wir vermutlich zu pro Kuh 1 Fress und 1 Liegeplatz hingegehen die nächsten Jahre.

Und sowas ist auch leicht zu kontrollieren.

Wer es jetzt immer noch nicht kapiert hat, und zeitgleich gar schon einen Laufstall betreibt , den würde ich (wäre ich Gesetzgeber ) mal für ein Jahr in eine Telefonzelle einsperren, unangebunden natürlich (Tierwohl)! Zu wünschen wäre dass sich dann die Sichtweise ändert, bei genug Zeit zum Nachdenken .
Einfach mal Gedanken machen wie das Rind ursprünglich lebte und welche Bedürfnisse es hat um gesund und alt zu werden.


Ich habe auch seid 6 Jahren einen Laufstall, aber alles hat seine Vor und Nachteile, arbeitstechnisch ist der Laufstall Top, geht mit mehr Tieren mit weniger Arbeitszeit.
Jedoch hat der Anbindestand früher auch seine Vorteile, auch wenn eine Kuh nicht so fit ist kann sie ohne aufzustehen immer Fressen.
Im Laufstall bleiben Ketosekühe gerne mal öfter in der Liegebox liegen und gehen nicht gerne fressen und die Teufelsspirale nimmt seinen Lauf.
Und wenn eine Kuh extrem aufreitet kann auch mal des Becken gebrochen werden oder 14 Tage hinken,...

Gerade für kleinere Betriebe mit 15 Kühen sehe ich in der Anbindehaltung mit Gummiliegematte, Häckselstroh drauf und Weide keine Nachteile.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon cerebro » So Mär 14, 2021 8:49

Sturmwind42 hat geschrieben:
Wer es jetzt immer noch nicht kapiert hat, und zeitgleich gar schon einen Laufstall betreibt , den würde ich (wäre ich Gesetzgeber ) mal für ein Jahr in eine Telefonzelle einsperren, unangebunden natürlich (Tierwohl)! Zu wünschen wäre dass sich dann die Sichtweise ändert, bei genug Zeit zum Nachdenken .
Einfach mal Gedanken machen wie das Rind ursprünglich lebte und welche Bedürfnisse es hat um gesund und alt zu werden.


Nach Selbsteinschätzung will ich mal nach nun 7 Jahre laufstallerfahrung behaupten ich gehöre zu den besseren 50% der Betriebe. Jedoch hab ich immer noch nicht das Niveau des Durchschnittsalters auf das des Anbindestalls von einst heben können......
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Einhorn64 » So Mär 14, 2021 8:55

Sturmwind42 hat geschrieben: obwohl es das Volk NICHT möchte !


Das einzige was die große Mehrheit des Volkes möchte, ist so billig wie möglich!
Das Gewäsch der Tierschützer/rechtler usw. wird akzeptiert und gut Geheißen um das Gewissen zu beruhigen,
aber die Entscheidungen beim Lebensmittelkauf sprechen eine ganz andere Sprache.

Das wird dazu führen das in wenigen Jahren(imho 5-10) die Milcherzeugung in D signifikant sinken wird, aber die übriggebliebenen werden keine Cent mehr sehen,
weil die fehlende Menge durch Milch aus Ländern ersetzt wird in denen das Qualitätskriterium "weiß" ist, und Tierwohlstandarts erfüllt sind wenn die Kuh Milch gibt.

Der Politik geht das am Hintern vorbei, Hauptsache das Volk hat genug Geld um sich möglichst viel Konsumgüter zu holen und schnell wieder weg zu werfen,
das kurbelt die Wirtschaft an und bringt Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.
Die dadurch entstehenden Umweltschäden wälzt man dann einfach wieder auf die Landwirtschaft ab.
Ein bewährtes System das schon wenigstens 40 Jahre gut funktioniert...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Kartoffelbluete » So Mär 14, 2021 9:42

@ Sturmwind, kann man nicht vergleichen. Wir haben auch nicht mehr die Rinder von einst!
Tatsache ist bei uns, die Rinder von heute fühlen sich im Stall wohler wie auf der Weide.
Die trächtigen Rinder auf der hofnahen Weide muhen oft, das sie sehnsüchtig wieder nach Hause
wollen. Ein paar Stunden ist es super mal draußen rumtoben, aber so unter Dach ohne Seitenwände
auf gut eingestreuten Liegeflächen und immer gleiches schon vorgeschnittenes Futter auf leicht
erhöhtem Futtertisch, das hat schon auch was! :wink:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon meyenburg1975 » So Mär 14, 2021 9:52

Sturmwind42 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:15% Überbelegung muss man nicht gut finden. In der vorgegebenen Situation ganz gewiss auch nicht intelligent. Aber wenn das der einzige Kritikpunkt ist, haben sie sich scheinbar weiterentwickelt.


Sorry, ich kann doch nicht, wissentlich auf der Beobachtungsliste stehend, meinen Stall in dieser Situation auch noch überbelegen !
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Wobei ich hier ganz klar die Politik mitverantwortlich mache ! Schade dass die da völlig ungeschoren davonkommen. Aber genau sowas wollten die ja, obwohl es das Volk NICHT möchte !

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Denen geht es nur um billigste Rohstoffproduktion mit theoretisch maximaler Kontrolldichte.
Ruhig noch mehr Ställe bauen, Milch geht noch billiger ! Das ist noch nicht Ende der Fahnenstange !

Dem Preis dafür sehen die nicht !


1 Wenn Du meinen Beitrag korrekt gelesen hast, wirst Du feststellen, dass ich das nicht besonders intelligent finde.

2 Mit Weiterentwicklung meine ich den Umstand, dass von dort keine befremdlichen Bilder über mögliche Tierschutzverstöße vorliegen, sondern man sich „lediglich“ an der Überbelegung abarbeitet.

3 Wer wo einen wie großen Stall baut, ist mir relativ egal. Ich muss die ja nicht Melken.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon meyenburg1975 » So Mär 14, 2021 9:53

Kartoffelbluete hat geschrieben:@ Sturmwind, kann man nicht vergleichen. Wir haben auch nicht mehr die Rinder von einst!
Tatsache ist bei uns, die Rinder von heute fühlen sich im Stall wohler wie auf der Weide.
Die trächtigen Rinder auf der hofnahen Weide muhen oft, das sie sehnsüchtig wieder nach Hause
wollen. Ein paar Stunden ist es super mal draußen rumtoben, aber so unter Dach ohne Seitenwände
auf gut eingestreuten Liegeflächen und immer gleiches schon vorgeschnittenes Futter auf leicht
erhöhtem Futtertisch, das hat schon auch was! :wink:


Bei guter Weideführung und ebenso guter Zufütterung im Stall sind die Tiere sehr gerne im Freien. Natürlich nicht bei jeder Witterung.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Sturmwind42 » So Mär 14, 2021 10:09

Optimist1985 hat geschrieben:Und die Reise wir vermutlich zu pro Kuh 1 Fress und 1 Liegeplatz hingegehen die nächsten Jahre.
Ich wusste gar nicht dass weniger genehmigungsfähig ist . Ich würde das als selbstverständlich ansehen .

Ich habe auch seid 6 Jahren einen Laufstall, aber alles hat seine Vor und Nachteile, arbeitstechnisch ist der Laufstall Top, geht mit mehr Tieren mit weniger Arbeitszeit.
Jedoch hat der Anbindestand früher auch seine Vorteile,
Ich meine diese Diskussion sollte man gar nicht mehr führen, wenn du evtl zu manchen Teilbereichen auch Recht hast. Niemand hat ethisch das Recht das Lauftier Rind ein Leben lang an eine Kette zu fesseln .

Im Laufstall bleiben Ketosekühe gerne mal öfter in der Liegebox liegen und gehen nicht gerne fressen und die Teufelsspirale nimmt seinen Lauf.
Dafür gibt es ein Krankenabteil, wo ich sogar eine Anbindehaltung temporär akzeptieren würde .

Und wenn eine Kuh extrem aufreitet kann auch mal des Becken gebrochen werden oder 14 Tage hinken,...
Sicher richtig! Allerdings kann man auch da dann die Bodenbeschaffenheit auch noch hinterfragen, auf der Weide also auf gewachsenem Boden wird das eher nicht bzw viel seltener passieren .

Gerade für kleinere Betriebe mit 15 Kühen sehe ich in der Anbindehaltung mit Gummiliegematte, Häckselstroh drauf und Weide keine Nachteile.
Sehe ich anders, weil die auch dort von November bis März angebunden sind und auf ein und den selben 2 qm stehen müssen .
cerebro hat geschrieben: Nach Selbsteinschätzung will ich mal nach nun 7 Jahre laufstallerfahrung behaupten ich gehöre zu den besseren 50% der Betriebe. Jedoch hab ich immer noch nicht das Niveau des Durchschnittsalters auf das des Anbindestalls von einst heben können......
Und trotzdem werden sich die Tiere wohler fühlen ! Dass das Durchschnittsalter nicht angehoben werden konnte kann viele Gründe haben, z.B. Steigerung der Milchleistung Bodenbeschaffenheit ( wenn viele wegen Knochenbrüchen gehen müssen ) und sicher noch mehr .

.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Sturmwind42 » So Mär 14, 2021 10:25

Einhorn64 hat geschrieben:Das einzige was die große Mehrheit des Volkes möchte, ist so billig wie möglich!
Das Gewäsch der Tierschützer/rechtler usw. wird akzeptiert und gut Geheißen um das Gewissen zu beruhigen,
aber die Entscheidungen beim Lebensmittelkauf sprechen eine ganz andere Sprache.

Richtig die Mehrheit, aber lange nicht alle !

Das wird dazu führen das in wenigen Jahren(imho 5-10) die Milcherzeugung in D signifikant sinken wird, aber die übriggebliebenen werden keine Cent mehr sehen,
weil die fehlende Menge durch Milch aus Ländern ersetzt wird in denen das Qualitätskriterium "weiß" ist, und Tierwohlstandarts erfüllt sind wenn die Kuh Milch gibt.
Genau so sehe ich das auch ! Das wird so kommen, bei den Eiern ist ja jetzt schon so ! Im günstigsten Fall gibt es dann eine "Zweischichtenmilch " , die eingeführte und eben die die hier vor Ort nach Tierwohl und vielleicht sogar Biolabel (wenn bis dahin nicht ohnehin alles Bio ist ) produziert und weiter verarbeite wurde .

Der Politik geht das am Hintern vorbei,
Nein das geht denen nicht am Hintern vorbei ! Im Gegenteil , die freuen sich dass sie es mit ihren Förderungen so weit geschafft haben um einen billigen Rohstoff bereit zustellen ! - natürlich auf Kostend der LW .

Ich bleibe bei meiner Meinung ! Besser wäre gewesen den 50 Kuh Betrieb nicht auf 100 oder 200 zu erhöhen, sondern mit der gleichen Invest summe in zumindest in eine Verarbeitung und noch besser in direkte Vermarktung zu investieren. Dann Hätten wir heute eine viel höhere Wertschöpfung, einen höheren Milchpreis , keinen Milchsee und viele heutige Probleme ( z B Gülle, Tierskandale, Überbelegung, Tierquälerei Pachtpreissteigerung ) wären gar nicht erst in diesem Maße entstanden !
Beim Fleisch ist es genau das Gleiche . und beim Getreide auch .

Oder muss ich das Beispiel mit dem Biobauern der von 22 auf 26 Kühe aufstocken wollte und keine Förderung bekommen hat nochmals erzählen ?
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon meyenburg1975 » So Mär 14, 2021 10:29

„Für jedes Tier muss bei Neubauten mindestens eine Liegebox vorhanden sein, damit alle Tiere gleichzeitig ungestört ruhen können. Ein Liegeboxenüberschuss ist vorteilhaft, damit Tiere eine Wahlmöglichkeit haben und rangniedere auch beim Ruhen eine Distanz (Leerbo- xen) zu ranghöheren einhalten können. In begründeten Einzelfällen können im laufenden Betrieb Ausnahmen von einem Tierzahl-Liegeplatz-Verhältnis von 1:1 akzeptiert werden; eine vorübergehende Überbelegung von 10 bis 15 % kann beispielsweise im Rahmen von Umbaumaßnahmen und Bestandsaufstockungen toleriert werden.“

Leitlinie niedersächsische Nutztierhaltungsverordnung.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Sturmwind42 » So Mär 14, 2021 10:41

Kartoffelbluete hat geschrieben:@ Sturmwind, kann man nicht vergleichen. Wir haben auch nicht mehr die Rinder von einst!
Tatsache ist bei uns, die Rinder von heute fühlen sich im Stall wohler wie auf der Weide.
Die trächtigen Rinder auf der hofnahen Weide muhen oft, das sie sehnsüchtig wieder nach Hause
wollen. Ein paar Stunden ist es super mal draußen rumtoben, aber so unter Dach ohne Seitenwände
auf gut eingestreuten Liegeflächen und immer gleiches schon vorgeschnittenes Futter auf leicht
erhöhtem Futtertisch, das hat schon auch was! :wink:


Also sind Rinder heute Standtiere ?
Logisch haben sich die Tiere evolutionär verändert . ... doch wenn die Evolution es gewollt hätte dass die auf 2 qm stehen, dann hätten sich die Beine verkümmert .
Das Rind ist ein Lauftier, oder woher kommen die Panaritiums ? Scheren und Schnabelklauen ? aufgelegene Karpal und Sprunggelenke ? von den Rillenklauen auf den Gitterrosten ganz zu schweigen ! Woher kommt es dass die im Anbindestall ihr Kühe nicht mehr rindern sehen ? Woher kommen die Fruchtbarkeitsprobleme ? ( Sonne Vit D, Stoffwechsel durch Bewegung ) Woher kommen die abgestellten Ellbogengelenke einer Standkuh ?
Dass die Viecher bei 20 und 30 Grad Hitze einen Schatten und fliegenfreiere Orte suchen sollte klar sein, Regen hingegen macht denen nix . Warum es bei dir so ist möchte ich nicht mit den paar Infos be oder verurteilen .
Beobachte mal Rinder auf einer Weide mit Unterstand .
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Lonar » So Mär 14, 2021 11:06

Ich bleibe bei meiner Meinung ! Besser wäre gewesen den 50 Kuh Betrieb nicht auf 100 oder 200 zu erhöhen, sondern mit der gleichen Invest summe in zumindest in eine Verarbeitung und noch besser in direkte Vermarktung zu investieren. Dann Hätten wir heute eine viel höhere Wertschöpfung, einen höheren Milchpreis , keinen Milchsee und viele heutige Probleme ( z B Gülle, Tierskandale, Überbelegung, Tierquälerei Pachtpreissteigerung ) wären gar nicht erst in diesem Maße entstanden !
Beim Fleisch ist es genau das Gleiche . und beim Getreide auch .

Auch in der guten alten Zeit gab es Spezialisten deren Düngestrategie viel hilft viel und noch mehr hilft noch mehr war. Da gabs auch Leute die ihre Tiere an der Kette haben einwachsen lassen, weil sie gerade damit beschäftigt waren den Hof durch die Kneipentür zu bringen. Überbelegung gabs damals noch nicht, das kam erst als einer Gesetze dafür gemacht hat. Guck einfach mal in ein Freilichtmuseum und dann les mal durch wie viele Tiere in der kleinen Butze standen, die mussten dreimal täglich streuen :lol: Die Pachtpreise waren früher niedriger, das stimmt die Zinsen auch höher und früher hat alle paar jahre nochmal einer den Betrieb platt gesoffen. Heute ist das bei den Werten schon sportlich, da kann man auch verpachten und in die Pinte gehen gibt ja genug andere gut aufgestellte Betriebe die die Arbeit für einen machen.

Ich will nicht sagen das du komplett unrecht hast und mit Sicherheit wäre ein bisschen mehr Gelassenheit auch nicht verkehrt, aber es hat sich auch nicht alles zum negativen verändert. Früher hat man das doch gar nicht alles so mitbekommen, da ging das einmal im halben Landkreis rum und dann war es das. Heute weiß man in Norddeutschland wenn einer in Bayern Nachts auf Frost bei Corona Gülle gefahren hat. Brauch ich auch irgendwie nicht zu Wissen :mrgreen:
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Optimist1985 » So Mär 14, 2021 11:47

Dafür gibt es ein Krankenabteil, wo ich sogar eine Anbindehaltung temporär akzeptieren würde .


Wer sieht dass das Tier in den Krankenabteil gehört hat ja schon gewonnen, mein Tierarzt erzählt öfter Geschichten das gerade bei Automatisierung im Stall
nicht mehr ganz so genau geschaut werden kann, da bleiben die Problemkühe oft solange umbemerkt bis sie garnicht mehr aufstehen und die Leber defekt ist.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » So Mär 14, 2021 12:19

Sturmwind42 hat geschrieben:Einfach mal Gedanken machen wie das Rind ursprünglich lebte und welche Bedürfnisse es hat um gesund und alt zu werden.


Der Mensch lebte ursprünglich in Hütten und Höhlen und musste 100 % seiner Tageszeit mit Nahrungssuche in der freien Natur aufwenden, trotzdem wurden die meisten Menschen nie älter als 15 Jahre nach Eintritt der Geschlechtsreife. Meine dicken Tanten gehen fressen und zum Melken, ansonsten liegen die auf 3,5 qm neben ihrer besten Freundin in der weichen, trockenen, bodenwarmen Liegebox und gucken mich saudoof an, wenn ich den Zustand ändern möchte.

In der Natur musste sich das Rind viel bewegen: Zur Futtersuche, zur Suche nach einem witterungsgeschützten Verweilort und zur Flucht vor Freßfeinden. Die Natur hat auch nicht eine besonders schonende Art der Tötung durch die Freßfeinde des Rindes vorgesehen.

Aber warum fordern gerade die in der Gesellschaft, ein möglichst wildnisnahes Leben fürs Rind, die ihren fleischfressenden Hunden und Katzen nicht mal ansatzweise ein artgerechtes Leben ausserhalb der Wohnung gewähren können ?

Wenn die Katze ihrer Sexualfunktion beraubt wurde, beschränkt sich deren Lebensraum auch auf die Wegstrecke zwischen Kuschelplatz und Futtertrog.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Gronachtaler » So Mär 14, 2021 12:43

Einspruch optimist...wenn ich meine Wiederkau und aktivitätsmessung am roboter ernst nehme und kontrolliere hab ich auffällige tiere bevor man sie optisch erkennt wenn man durch den stall geht
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