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Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Qtreiber » Sa Aug 10, 2019 21:48

DWEWT hat geschrieben: Der Betrieb hat zu funktionieren, unabhängig von der Situation in der Familie!

d.h. dem Betrieb mit ausreichend Fremdpersonal (und nur DEM) gehört die Zukunft (allen "Bekenntnissen" zum Familienbetrieb zum Trotz).
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Estomil » So Aug 11, 2019 9:11

Die landwirtschaftliche Sozialversicherungen fangen aktuell übrigens an die Betriebshilfsdienste genau unter die Lupe zu nehmen.

Trotz immer weniger betrieben explodieren die Kosten hier in diesem Bereich.

Nicht nur was die Löhne anbelangt, sondern auch bei den gesamtarbeitsstunden.

Anscheinend ist es ihnen letzten Jahren so dramatisch geworden, dass auf den Höfen nichtmal mehr eine einfache Grippe beim Betriebsleiter kompensiert werden kann. Alle stehen kurz vorm Burnout und geraten ins rudern wenn Mal was schief läuft.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » So Aug 11, 2019 14:19

Was mir noch auf zwei von den Höfen aufgefallen ist, als ich mal dort war, die sind halt immer nur angestückelt worden, während der Ossi-Betrieb eher von früher schon, aus einem Guss war.
Die Höfe haben zuviele Ecken mit tlw. arbeitswirtschaftlichen Kompromissen. Bis die Biestmilch von der Kuh beim Kalb ist, ist die kalt usw.
Bis du da einen neuen Mitarbeiter ordentlich eingearbeitet hast, dauert das bald 3 Wochen und eine Woche Zeit beim Stammmitarbeiter.
Im Osten die Betriebe sind da von früher her, viel besser aufgebaut, die sind durchgängig auf 1.000 + x geplant, dort das sind 300er Betriebe wo 1.000 + x gehalten werden.
Entsprechend auch die Feldstrukturen.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Bonifaz » So Aug 11, 2019 14:59

T5060 hat geschrieben:Was mir noch auf zwei von den Höfen aufgefallen ist, als ich mal dort war, die sind halt immer nur angestückelt worden, während der Ossi-Betrieb eher von früher schon, aus einem Guss war.
Die Höfe haben zuviele Ecken mit tlw. arbeitswirtschaftlichen Kompromissen. Bis die Biestmilch von der Kuh beim Kalb ist, ist die kalt usw.
Bis du da einen neuen Mitarbeiter ordentlich eingearbeitet hast, dauert das bald 3 Wochen und eine Woche Zeit beim Stammmitarbeiter.

gebe ich dir zu 100 % recht. Da brauchts schon eine Woche bis der neue Mitarbeiter das letzte Stück Vieh findet.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » So Aug 11, 2019 15:51

Qtreiber hat geschrieben:d.h. dem Betrieb mit ausreichend Fremdpersonal (und nur DEM) gehört die Zukunft (allen "Bekenntnissen" zum Familienbetrieb zum Trotz).


Die augenblickliche Situation lässt es nicht zu, zu sagen, welchem Betrieb/Betriebstyp die Zukunft gehört. Dass Betriebe mit hoher Faktorausstattung und geringem Fremdkapitalanteil grundsätzlich bessere Chancen haben dürfte einleuchten. Die Lippenbekenntnisse der Politik, wenn es um ldw. Strukturen geht, sind wenig neu aber mindestens so verlogen. Man redet vom Erhalt der Kleinstruktur und begünstigt gleichzeitig die großen Strukturen. Brosame in Form von erhöhter Prämie für die ersten ha, sind nur Ablenkungsmanöver.
Betriebe mit mehreren Mitarbeitern haben natürlich eher die Möglichkeit den Ausfall von einem Kollegen auszugleichen. Auch da bleiben dann Arbeiten liegen, die aber i.d.R. ohne Probleme nachgearbeitet werden können. Es soll auch Betriebe geben, in denen würde es gar nicht oder zumindest nicht negativ auffallen wenn der Chef ausfallen würde. Hab ich auch schon kennen gelernt.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » So Aug 11, 2019 17:04

DWEWT schön aus dem Lehrbuch auswendig gelernt, die Lebenswirklichkeit geht halt nur nie vom Optimum und vom Lehrbuch aus.
Wir sollten es eigentlich auch nie so anstreben, weil das Lehrbuch meist auf 5 - 20 Jahre alten Erkenntnissen beruht und die Welt weitergeht.
Nach Bad Grönenbach müssen die Lehrbücher und die Skripte auf jeden Fall neu geschrieben werden.

Die Strukturen in den NBL sind ja nicht aufgrund ökonomischer oder ökologischer Erkenntnis entstanden,
sondern durch eine politische Ungerechtigkeit, bei der ich mich weigere, sowas als vorbildlich oder anstrebbar zubezeichnen.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » So Aug 11, 2019 17:34

T5060 hat geschrieben:DWEWT schön aus dem Lehrbuch auswendig gelernt, die Lebenswirklichkeit geht halt nur nie vom Optimum und vom Lehrbuch aus.
Wir sollten es eigentlich auch nie so anstreben, weil das Lehrbuch meist auf 5 - 20 Jahre alten Erkenntnissen beruht und die Welt weitergeht.
Nach Bad Grönenbach müssen die Lehrbücher und die Skripte auf jeden Fall neu geschrieben werden.


Maximale Lebensweisheit hat man i.d.R. am Ende des Lebens. Das Lehrbuch liefert die theoretische Grundlage auf der die praktische Erfahrung fußen kann; wohlgemerkt:kann! Es gibt natürlich immer noch zuviele Kollegen, die ohne jegliche theoretische Grundlage beginnen Lebenserfahrung zu sammeln. Geht auch, ist aber nicht effektiv! Warum? Weil man die Fehler, die andere schon vorher gemacht haben, wiederholt. Theoretisches Wissen kann vor Fehlern schützen, muss es aber nicht!
Ja, mein Handeln beruht auch auf Erkenntnissen die weit mehr als 20 oder 50 Jahre alt sind. Dazu gehören z.B. Erkenntnisse im Bereich der Chemie und Physik und darauf fußend auch im Bereich der Einschätzung von Faktoren der Nährstoffdynamik oder Bodenkunde ganz allgemein. Nicht verlassen kann man sich und die Gründe dafür liegen in ihrer Verursachung durch Willkür der Politik, auf Entwicklungstendenzen im ökonomischen Bereich. Wohlgemerkt das liegt nicht daran, dass sich die Welt weiterdreht sondern an der Willkür und Sprunghaftigkeit der Politik!
Nach Grönenbach muss kein Lehrbuch neu geschrieben werden. Wären die 30 Kontrollen in 5 Jahren effektiv gewesen, würde es entweder schon lange keinen Betrieb "Grönenbach" mehr geben oder er wäre evtl. sogar heute noch mustergültig. Hier ist nicht das System Großbetrieb an sich sondern dessen Realisierung am Personal gescheitert. Auch nach Grönenberg wird alles so weiterlaufen wie bisher. Ich erinnere an die Aussage des Armani-Kanzlers und seiner damals neuen Landwirtschaftsministerin Künast, nach bekannt werden des 1. offiziellen BSE-Falles in 1999. Beide sagten das Ende der "industriellen" Landwirtschaft in Deutschland voraus. Was daraus geworden ist, bzw. nicht geworden ist, sehen wir heute.
Vielleicht heute den Presseclub gesehen? Fast einhellige Meinung war, dass das was da augenblicklich von den NGOs, in Zusammenarbeit mit der Politik und gegen die Wirtschaft initiiert wird, ist nicht umsetzbar. Warum? Weil die Leute es sich nicht gefallen lassen werden, wenn man ihnen das Spielzeug/ den Urlaub/ die Bequemlichkeit/ die Freizeit reduziert. Insofern, nichts wird so heiss getrunken wie es gekocht wird. Ich warte ganz entspannt den 20.09. ab.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon CarpeDiem » So Aug 11, 2019 18:48

DWEWT hat geschrieben: Fast einhellige Meinung war, dass das was da augenblicklich von den NGOs, in Zusammenarbeit mit der Politik und gegen die Wirtschaft initiiert wird, ist nicht umsetzbar.


Da stimme ich zu, dass dies in keinem Land der Welt umsetzbar ist, die einzige Ausnahme bildet da wohl Deutschland. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und können hier nicht erörtert werden. Insofern bin ich (leider) überzeugt, dass die NGOs ihre Ziele hierzulande weitestgehend durchsetzen können.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Qtreiber » So Aug 11, 2019 19:18

DWEWT hat geschrieben:Es soll auch Betriebe geben, in denen würde es gar nicht oder zumindest nicht negativ auffallen wenn der Chef ausfallen würde. Hab ich auch schon kennen gelernt.

Auf so einem habe ich Praktikum gemacht (Jedenfalls, was den Stall anbetraf. Nur die Kälberaufzucht war seine Aufgabe und die war gut. )
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Qtreiber » So Aug 11, 2019 19:25

DWEWT hat geschrieben:Ich warte ganz entspannt den 20.09. ab.

Was ist am 20.09. ?
http://www.kleiner-kalender.de/event/de ... 0113c.html ? oder das
https://parentsforfutureberlin.de/globa ... 0-09-2019/ ?
oder was sonst ?
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » So Aug 11, 2019 19:25

Deutschland wollte schonmal
- die Welt erobern
- die Welt ernähren
- jetzt wollen wir das Weltklima retten
- und wenn Gr€ta jetzt auch noch schwanger wird, kommt das sowas wie Jesus oder Mohammed raus

Wenn es das Ziel sein soll, dass zukünftig Höcke und Habeck die Politik domineren sollen,
dann sollen die Polit-Magister in Berlin so weiter hantieren
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon T5060 » So Aug 11, 2019 19:44

Der Armani Kanzler ist 20 Jahre her. Sehr gute Arbeitskräfte waren frei verfügbar, vor allen Dingen aus Polen.
Die Preise und Kosten in der Landwirtschaft waren besser wie heute.
Heute sind die Rahmenbedingungen vollständig andere.
Deutschland ist für eine expansive Agrarproduktion zu teuer.

Mehr Tierwohl, mehr Personal, Nitratumsetzung, Ammoniakrichtlinie, sehr ungünstige Altersstrukturen
erfordern erst mal deutlich höhere Preise. Wenn man jetzt weiter auf "Survival of the fittest" setzt,
kommt sowas wie in Bad Grönenbach raus.

Zielsetzung der EU ist jedoch die MOEL (PL, CZ, usw. ) mit ihren sehr günstigen Alterstrukturen gegenüber dem Russen zu stabilisieren,
deshalb muss in D die Produktion um 1/3 und die Betriebe um 50 % reduziert werden.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon DWEWT » So Aug 11, 2019 19:48

Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Ich warte ganz entspannt den 20.09. ab.

Was ist am 20.09. ?


Am 20.09. 2019 will das Klimakabinett der Bundesrepublik seine Maßnahmen zum Klimaschutz beschließen und vorstellen. D.h., die beteiligten Ministerien wollen sich im Vorfeld auf gemeinsame Maßnahmen verständigen. Wie das bei dem Hickhack gehen soll, weiß ich allerdings auch nicht.
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon 210ponys » So Aug 11, 2019 20:08

zu viel Nitrat und neue Klimaschutzziele auf die Vollerwerbslandwirte kommen Harte Zeiten zu! Vielleicht lacht sich ja bald der kleine Hanswurst ins Fäustchen...
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Re: Verstöße gegen Tierschutz bei Milchbauern in Bayern

Beitragvon Qtreiber » So Aug 11, 2019 20:26

210ponys hat geschrieben:zu viel Nitrat und neue Klimaschutzziele auf die Vollerwerbslandwirte kommen Harte Zeiten zu! Vielleicht lacht sich ja bald der kleine Hanswurst ins Fäustchen...

Die "harten Zeiten", über die du dich ja anscheinend diebisch freust, haben möglicherweise etwas mit der Intensität der Bewirtschaftung zu tun, aber auf keinen Fall mit Voll- oder Nebenerwerb. All diejenigen, die jetzt noch meinen, auf der "sicheren" Seite zu stehen und es toll finden, Kollegen gegeneinander aufzuwiegeln, werden auch noch aufwachen. Und DA freu ich mich dann diebisch drauf. :twisted:
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